Die David Winter-Reihe

  • Frank Adam (bürgerlich Prof. Dr. Karlheinz Ingenkamp) ist Autor zweier marinehistorischer Serien und des Fachbuches "Herrscherin der Meere".


    Zwischen 1992 und 2005 erschien aus seiner Feder die David Winter-Reihe:
    1. Der junge Seewolf (1992)
    2. Die Bucht der sterbenden Schiffe (1994)
    3. Segel in Flammen (1995)
    4. Die Bombay-Marine (1996)
    5. Der Kapitän der Zarin (1997)
    6. Verrat an Frankreichs Küsten (1998)
    7. Der König von Haiti (1999)
    8. Der Kampf um die sieben Inseln (2000)
    9. Eine Brigg zwischen Krieg und Frieden (2001)
    10. Kampf an Preußens Küste (2002)
    11. Die Eroberung der Karibik (2003)
    12. Die Guerillas und der Admiral (2004)
    13. Kanonendonner über der Adria (2004)
    14. Sieg und Frieden (2005)

    George N. W. Cavendish-Bentinck (M.O.R.N.)

  • Ich kam damals bis Band 4.
    Danke Bonden stehen aber alle in meinem Regal...


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • Band 5 geht auch noch einigermaßen, aber ab Band 6 wird es schwierig und beim 11. Band habe ich dann entnervt aufgegeben. Aber sobald ich die Reihe mal wieder weitergelesen habe, werde ich ich ausführlich dazu äußern.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Ahoi Kameradinnen und Kameraden.


    Ich fand dieDavid Winter Reihe durchgängig interessant, kurzweilig, spannend und auch stellenweise lustig.
    Es ist leider schon einige Zeit her das ich durch die Bände geflogen bin (Ich bin immer schnell von Geschichten gefesselt und will schnell wissen wie es weiter geht) aber ich kann mich nicht daran erinnern, das es viele Stellen gab an denen ich groß etwas auszusetzen hatte.
    Wenn ich die Reihe für ein erneutes Vergnügen aus meinem Archiv hole werde ich mit sicherheit langsamer lesen und gefundene "fragliche" stellen hier im Forum kund tun.


    Zu historischen Genauigkeiten halte ich mich lieber heraus, da sich mein Wissen hierrüber doch stark begrenzt. Es bezieht sich in der Regel auf standart Schulwissen und Romanliteratur. Ich hatte leider noch keine Zeit für ein Literaturstudium.


    Gruß
    D.Yovell

    „Wie glücklich man am Lande war, merkt man erst, wenn das Schiff untergeht.“

    (Seneca, ca. 4 v. Chr – 65 n. Chr)

  • Das Problem der David Winter-Reihe besteht nicht in ihrer historischen Genauigkeit, ganz im Gegenteil. Neben Frank Adam gibt es eigentlich nur noch Richard Woodman und POB, die so sehr um historische Genauigkeit bemüht sind, ok, POB in einem etwas anderen Sinne.
    Problematisch wird es aber, wenn Frank Adam seinem Superhelden ein Privatleben verpasst. Hier greift er mit seinem Gutmenschtum dermaßen daneben, dass man sich am liebsten Fremdschämen möchte, denn der Marineoffizier benimmt sich wie ein Sozialpädagogikstudent im ersten Semester.
    Natürlich gab es auch in dieser Zeit Wohltäter, doch Frank Adam verliert hier jegliches Maß. Hinzu kommt, dass er mit dem Fortgang der Reihe zunehmend dazu neigt, historische Ereignisse einfach abzuarbeiten. Eventuelle Probleme - Fallen, Verrat oder Intrigen - sind nach spätestens 1 1/2 Seiten abgearbeitet.
    Ich kann immer wieder nur betonen, die ersten Bände der Reihe finde ich richtig gut. Sie sind hervorragend recherchiert und der der Autor lässt sich und seinem Helden Zeit. Das ist auch der Grund, weshalb ich bis zum 11. Band durchgehalten habe, obwohl es ab Band 6 qualitativ rapide bergab ging.
    Soviel an dieser Stelle zu der Reihe ganz allgemein. Ich sollte sie wahrscheinlich mal wieder weiterlesen, um meine Kritik etwas fundierter anbringen zu können.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Zitat von "Speedy"

    Hinzu kommt, dass er mit dem Fortgang der Reihe zunehmend dazu neigt, historische Ereignisse einfach abzuarbeiten. Eventuelle Probleme - Fallen, Verrat oder Intrigen - sind nach spätestens 1 1/2 Seiten abgearbeitet.


    Ich finde, dieses Problem fängt schon im ersten Band an. Dort hetzt er schon von einer Heldentat zur nächsten Gefangennahme und Flucht und dann weiter. Allerdings gibt er dem historischen Kontext wesentlich mehr Raum, was den ersten Band sehr gut lesbar macht (und auch die ersten Folgebände). Aber die Fülle an Problemen (Fallen, Verrat, Intrigen, was auch immer), hätte für vier Bände gereicht.

  • Aber immerhin lässt er sich und seinem Helden da noch die Zeit zur Entwicklung. Fast drei Bände bis zum Leutnant, das macht sonst niemand.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Mich störte am Ende weniger, dass alles so schnell ging, sicher, das auch. Was mich wirklich nervte, war tatsächlich auch das völlig ausufernde Gutmenschentum. Wahrscheinlich kann das nur einem deutschen Autoren passieren. Vieles davon hat es ja sicher sogar auch gegeben, aber bestimmt nie in dieser Häufung. Mich wundert, dass der gute David nicht gleich noch die Heilsarmee, das Rote Kreuz und die UNO ins Leben gerufen hat. Bei seinem Amerikanischen Ableger ging es ja leider in die gleiche Richtung.