Beiträge von Speedy

    Wird dieses Jahr bei 3Sat ab 22.15 Uhr und nicht vom NDR übertragen.

    Last Night of the Proms

    Teil 1 sollte bei der ARD im Radiostream zu hören sein.

    Es war wieder einmal eine wunderbare Übertragung, für meinen Geschmack sogar deutlich über dem Niveau der Vorjahre.

    Den sehr zurückhaltenden deutschen Kommentar empfand ich als sehr angenehm.

    Wer die Sendung verpasst hat, kann sie in der 3Sat-Mediathek anschauen.

    Zitat von August Lafontaine: Quinctius Heymeran von Flaming

    Schon das Motto dieses Romans könnte zur Vorrede dienen; allein da Latein nicht aller Leser Sache ist, noch ein Paar Worte zur Erklärung desselben.

    Unsere Zeiten sind, bis auf einige Kleinigkeiten, recht hübsch. Eine dieser Kleinigkeiten ist ein unerträglicher Egoismus, dessen Mutter Unwissenheit, und dessen Glanz ein Paar Dutzend Worte sind, bei denen die Meisten, die sie am häufigsten im Munde führen, am wenigsten denken. Da blättert der Jüngling, der denken lernen sollte, ein Paar Journale durch, greift alles Paradoxe auf (und das Meiste, das Einfachste scheint ihm paradox, weil er es nicht versteht); übertreibt alles, was er liest und hört; ermüdet die Ohren aller Menschen mit den stolzen Wörtern: Weltbürgersinn, Freiheit, Gleichheit, Kritik der Moral, Kritik des Kriminalrechts, der Vernunft, Kritik der Kritik, Hyperphysik, Unglaube, Philosophie, objektive und subjektive Wahrheit, erkennbar, reine Vernunft, Menschen-Racen, und so weiter; redet ewig von allgemeinen Kenntnissen, und ist höchst einseitig und langweilig; von Principien, und kann noch nicht Eine Sprache reden; athmet endlich in einem ganz gewöhnlichen Leben thatlos und gedankenlos fort, und – was der Eitle am wenigsten glaubte – stirbt unbedauert und unbekannt.

    Dies Buch soll ein Spiegel für diese Art junger Herren seyn; auch können es, denke ich, noch Andre, als diese, zum Spiegel gebrauchen.

    Projekt Gutenberg hat drei seiner Werke zu bieten, davon zwei seiner bekanntesten, den hier zitierten Flaming und Klara du Plessis und Klairant. Wenn ich mir dieses Vorwort anschaue, muss ich feststellen, dass sich die Menschheit in den letzten 200 Jahren bis auf Rechtschreibung und teilweise die Wortwahl kaum verändert haben, auch wenn wir das nicht wahrhaben wollen.

    Gute Literatur kann gar nicht gegen die Forenregeln verstoßen. Ich habe mich als historisch interessierter Vielleser in sehr jungen Jahren an Stendhal versucht, weil es in einem der Bücherregale meiner Eltern steht. Wir kamen damals nicht zusammen. Vielleicht ist es an der Zeit für einen zweiten Versuch.

    Mal eine Frage, die in die Richtung dieses Themas geht. Wie funktionierte das eigentlich mit der Freund-Feind-Erkennung bei Handelsschiffen oder Kaperschiffen. Gerade letztere waren ja wie Kriegsschiffe ausgerüstet und konnten einem Kriegsschiff durchaus gefährlich werden, wenn das Kräfteverhältnis nicht gerade deutlich zugunsten des Kriegsschiffes ausfiel.

    Umzüge gehen halt nie ohne Verluste ab. Simenons nüchternen Schreibstil habe ich noch immer als sehr angenehm in Erinnerung. Du machst mir direkt Lust auf eine Wiederentdeckung. fr18

    Es ist kein Fehler, schon in anderen Genres erfolgreich gewesen zu sein. Es beweist vielmehr, dass man in der Lage ist, Geschichten zu erzählen. Jedoch sind historische Romane recht speziell. Sie erfordern sehr viel Recherchearbeit, wenn man seriöse Arbeit abliefern will. Das ist nicht ganz einfach, denn manchmal erweist sich die Wahrheit als zu enges Korsett für eine gute Geschichte.

    Besonders gefährlich wird es, wenn man historische Personen auftreten lässt. Der interessante Leser weiss über diese im Zweifelsfall bereits alles, so dass es Aufgabe des Autors ist, ihn plausibel in die Handlung einzubetten. Und bis auf den einen oder anderen schwarzen Fleck in der Biografie bestimmen die Tatsachen die Handlung. Der Klappentext lässt bei mir die Befürchtung aufkommen, dass es Christoph Hardebusch nicht so genau mit den Tatsachen nimmt. Korrekt ist, Sir Sidney Smith war in Toulon mit dabei. Tatsache ist aber auch, dass er auf Halbsold war und somit kein Kommando innehatte. Er diente sich als Freiwilliger an. Daraus wollte Napoleon ja später den Vorwurf der Piraterie konstruieren.

    Zitat von Amazon

    Europa, 1792: Der ganze Kontinent steht in Flammen. Viele junge Männer werden zwangsrekrutiert. Auch Matthew Dankworth dient nicht freiwillig in der Royal Navy. Er wehrt sich und wird bestraft. Dann aber entdeckt er in seinem Captain Sir Sidney Smith eine verwandte Seele und stürzt sich in den Kampf gegen das revolutionäre Frankreich. In Toulon hoffen sie, Anhängern des Königshauses zum Sieg über die Revolutionsarmee zu verhelfen. Sie ahnen nicht, dass ihr größter Feind ein aufstrebender Artillerieoffizier ist. Sein Name? Napoleon Bonaparte ...

    Hier ist mal der Klappentext zum Roman. Findet den Fehler.


    Beim letzten BKT unterhielten wir uns noch über den Mangel an neuen Autoren und Büchern. Hier scheint es Abhilfe zu geben und das sogar über einen grossen Verlag.

    Allerdings müssen wir uns noch bis zum 22.07.2022 gedulden.

    Der Autor hat schon einige Bücher veröffentlicht, da hatte er es aber mehr mit Trollen. Hoffentlich entpuppt sich hier Napoleon nicht auch als Troll.