Beiträge von Speedy

    Nein, auch dann würden sie nichts tun, denn sie haben offensichtlich keine Rechte an dem Film. Da sind Rechte an dem Ausschnitt nur aus dem Besitz dieser Szene hergeleitet. Also ganz dünnes Eis.

    Vielleicht findet ja jemand den Titel. Inzwischen glaube ich , dass es sich um einen französischen Historienfilm handelt. Vielleicht geht es um den Glorreichen 1. Juni oder Napoleons Ägyptenfeldzug.

    Die Takelage der Schiffe sieht nach der zweiten Hälfte des 17. Jh. oder frühen 18. Jahrhundert aus. Mich irritiert beim vorderen Schiff das dunkle Unterwasserschiff. Es müsste weiß sein.

    Dann werden es wohl keine Originalaufnahmen sein. ;)


    Allerdings habe ich irgendwo mal gelesen, dass es nicht nur weisse Unterwasseranstriche gab.

    Schon merkwürdig, dass Getty Images Rechte für Filme bzw. Filmsequenzen vergibt, deren Herkunft nur sehr schwammig zu benennen ist. Die Quelle Ultra-Film verweist auf ein ehemaliges deutsches Synchronstudio, das auf US-Produktionen spezialisiert war. Da Filme für die Synchronisation ja in solche Clips aufgeteilt wurden, kann es schon sein, dass er irgendwann falsch archiviert oder aus der deutschen Fassung entfernt wurde.

    Pah, und wer soll da diesmal die Fehlbesetzung Nr. 1 sein?

    Ich halte das für eine Ente, denn bis heute hat sich noch kein Filmstudio bei mir gemeldet. :pf:


    Inzwischen wärst Du vermutlich zu alt für den Job. ;)


    Im Artikel steht ja, dass es um den jungen Jack Aubrey gehen soll. Damit ist doch auch klar, dass mit vollkommen neuer Besetzung gedreht wird.

    Das hast Du schon mehrfach hier und in anderen Foren erwähnt. Ich mache mir schon länger darüber Gedanken, woran man das konkret in den Büchern sieht ... konnte aber bislang nur Ansatzweise etwas dazu finden ... mal abgesehen, dass Kent seinen Helden für die damalige Zeit zu arg als Gutmensch darstellt (was ich unter "Ansatzweise" verstehe), woran machst Du denn diese Aussage konkret fest?

    Bolitho als Gutmensch? Diese Einschätzung ist mir neu. Natürlich, er beschäftigt viele ehemalige Seeleute, die aufgrund von Verletzungen an Land gespült wurden, doch ich kann mir vorstellen, dass das auf dem flachen Land durchaus nicht unüblich war.


    Aber, um auf Deine Frage zu kommen: Wir alle kennen ja das Grundkonzept, nach dem die Royal Navy zu unserer Zeit funktionierte. Damit meine ich das Senioritätsprinzip, das ja auf zwei Ebenen lief. Zum Einen wurde damit die Rangfolge unter Offizieren gleichen Dienstgrades geregelt, sei es nun unter den Leutnants, um festzustellen, wer nun 1., 2. , 3. usw Leutnant an Bord war, oder wer z.B. Landungsunternehmen anführte. Zum Anderen regelte die Seniorität unter Captains ja nicht nur ihre augenblickliche Rangfolge, sondern auch die Reihenfolge, in der die Beförderung in die Flaggränge erfolgte. All diese Grundsätze waren Kent fremd.


    In der Bolitho-Reihe trifft man immer wieder Captains, die bei der Beförderung übergangen wurden, was schlichtweg unmöglich war, wenn der betroffene Captain nicht aufgrund einer Verurteilung unter Verlust seiner Seniorität von der Rangliste gestrichen wurde und sich später wieder hinten anstellen durfte. Nur ganz selten kam man nach einer Begnadigung wieder auf seinen alten Platz zurück.

    Dann gibt es bei Kent auch junge Kapitänleutnants, die eine Fregatte befehligen dürfen, was im 20. Jahrhundert durchaus üblich war, aber zu unserer Zeit konnten nur Vollkapitäne ein rated ship kommandieren. Oder wenn Bolitho irgendwo im Einsatz ist, einen Feind verfolgt oder aufspüren will und sich alle an Bord fragen, wie er es nur aushält, als wäre er die ganze Zeit auf seinem Stuhl auf der Brücke, was für das 20. Jahrhundert durchaus normal war.


    Hinzu kommen dann noch immer wieder auftauchende Bilder, wie Kriegsgefangene, die irgendwelche Arbeiten auf Landgütern ausführen oder fast menschenleere Dörfer, weil alle jungen Männer ja im Krieg sind. Das sind so Dinge, die aus Kents persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen herrühren und die man auch in seinen Weltkriegsromanen findet. Deshalb empfehle ich auch immer wieder diese "modernen" Romane, solange sie nicht seinem Spätwerk entstammen, denn hier schildert er, was er wirklich erlebt und gefühlt hat.


    Soviel nur mal eben spontan aus dem Gedächtnis.

    Galeeren in der Ostsee gehört für mich zu den besten Büchern der ganzen Reihe. Und was einen Romanhelden im Flaggrang betrifft, so hat es niemand unter den jüngeren Autoren so gut hinbekommen wie Kent in diesem Buch.

    Der Vierteiler ist auf jeden Fall sehenswert! fr18


    Alexander Schomberg war Sohn eines deutsch-jüdischen Arztes, der erst 1720 nach England gekommen war. Als einziger von fünf Söhnen bestritt Alexander die Laufbahn in der Royal Navy, musste dafür aber gemäß der Test Acts den Testeid unterzeichnen, der ja eigentlich nur für Katholiken gedacht war (und erst 1829 aufgehoben wurde).

    Und er konvertierte zum Christentum.

    Zwei Beispiele habe ich noch. Sir Frederic Thesiger brachte es bis zum Captain der Royal Navy. Seine Familie stammte aus Sachsen, wobei ich nicht feststellen konnte, wo er geboren wurde. Er war bei verschiedenen Admiralen Adjutant, so auch für Lord Nelson in Kopenhagen. Er diente auch in der Russischen Marine. Ob er jemals ein britisches Schiff befehligte, konnte ich nicht feststellen.


    Bartholomes Bonifant war Korse. Er brachte es bis zum Commander. Ich muss mal die Navy List studieren, ob er jemals ein eigenes Kommando hatte.

    Ich habe tatsächlich jemanden gefunden. Rear Admiral Richard Kempenfeldt war schwedischer Abstammung, allerdings in England geboren.

    Ansonsten gab es natürlich Restriktionen, die viele Ausländer ausschlossen, sie mussten Protestanten sein.