Beiträge von Bonden

    Ahoi allerseits,


    ich erkläre mal die Recherche für beendet. Um es mal mit DEM Film zu sagen: "Ihr Einwand kommt ins Logbuch, Mr. AnobiumPunctatum und Mr. Angarvater " :Dfr18 Das Ergebnis lautet: Von meinen eigenen kleinen Unzulänglichkeiten mal abgesehen habe ich also doch alles richtig gemacht, sowohl hinsichtlich der Frage, ob das Kupfern richtig war als auch in Bezug auf die Kielwasserlinie. Für mich war jetzt dieser Part sehr wichtig - hab wieder was gelernt und für den zweiten Anlauf, und ich habe ein gutes Gefühl dabei.


    Gleichwohl bleibt es dabei, dass ich das Projekt neu starte. Und auch darauf freue ich mich. Und wisst ihr, was jetzt ebenso witzig wie peinlich ist? Ich verrate es euch und lasse mich an der Stelle auch gern auslachen - hab es ja selber schon gemacht:

    Ok, die Mercury - also auch eine russische Brigg, nicht die englische Fregatte, war ein Schwesternschiff der Olimp und hatte wohl einen gekupferten Rumpf

    In einem Regal in meinem täglichen Sichtbereich liegt der Bausatz der Firma AMATI für die russische Brigg Mercury. Jessica Read will dieses Modell bald mal bauen. Die Bauanleitung zeigt sehr deutlich die Kielwasserlinie und den Verlauf der Kupferung - wäre da der Maßstab nicht 1:64, sondern 1:96, könnte man das 1:1 übernehmen. fr21


    Und was mir dabei durch den Kopf geht: Hey, ich hab jetzt noch detailliertere Baupläne! Das schafft ungeahnte Möglichkeiten...:huzzah:

    Ich sehe schon den nächsten Abriss vor mir.

    Abriss, pah! Wisst ihr, mit solch schnödem Kleinkram gebe ich mich nicht mehr ab. miffy


    Nein, ich stampfe das Ding ein und beginne noch einmal von vorn. :pf:


    Das ist jetzt ernst gemeint. Ich hab da ziemlichen Bockmist gebaut; komischerweise ist mir das erst jetzt bewusst geworden. Dazu kommt dann noch eine an anderer Stelle aufgeworfene Frage, die mich seitdem umtreibt.

    Stichwort Kupferung:

    Ist es wirklich richtig, zu unterstellen, dass die roten Plankenteile des Bausatzes die Kupferung sein sollen?

    Ist es nicht vielleicht so, dass dieses Schiff im Wissen um seine künftigen Einsatzorte - Baltikum, Schwarzes Meer - gar nicht gekupfert wurde?

    Selbst wenn es gekupfert wurde, dann aber bestimmt nicht in dem Umfang wie die rot gefärbten Planken. Die Kielwasserlinie verläuft üblicherweise parallel zum Kiel - das ist sie hier aber nicht, wie man auf diesem Bild unschwer erkennt:


    Nee, nee, nee - so gefällt mir das gar nicht. Dann gibt es noch zwei bis drei Kleinigkeiten, die mir auch gar nicht gefallen, und so habe ich nach kurzer Überlegung beschlossen, das Projekt neu zu starten. Der Zauberspruch zur Frustbewältigung wurde bereits ausgesprochen: "IN DEN WARENKORB!" :D

    Bis es dann zum Neustart kommt, führen meine Recherchen hoffentlich zu klaren Erkenntnissen hinsichtlich der Farbgebung und Kupferung russischer Kriegsschiffe im 19. Jahrhundert.


    So, darauf erst mal einen Drink. :trink: fr21

    Ich sehe grad, dass ich hier einen wichtigen Hinweis gleich beim Start des Bauberichtes vergessen habe:

    Ich weiß ja, dass ich mit meiner Mercury eine gewisse Erwartungshaltung hinsichtlich weiterer Modelle aufgebaut habe. Das hier ist aber ein ganz anderes Modell, es wird ... nun, eben anders. Kartonmodellbau wieder mehr im traditionellen Stil. Von daher keine funktionierenden Fenstergriffe. :sun:


    Die Extras kommen dann aber bei der Takelage - versprochen. fr18:D

    Ich kann euch beruhigen, das Kupfer ist bereits ganz leicht angelaufen; ich bin noch nicht zum Lackieren gekommen und finde das auch ganz gut so, wie es sich entwickelt. Aber jetzt am Wochenende werde ich auf jeden Fall die Zaponsprühung vornehmen.


    Heute ging es aber erstmal in die pure Kartonfreude. Schneiden, sticheln, anpassen, kleben - so Sachen eben.

    Für die Heckpartie waren zwei Teile auszuschneiden und dann das eine davon noch speziell zu behandeln. Die Bilder zeigen das Ergebnis.



    Was die Bilder auch zeigen: Neues Schiff - neue Schneidematte. Die alte Matte ist inzwischen doch reichlich mit diversen Leim- und Farbspuren "dekoriert", was dann dazu führt, dass sie ihren ureigensten Zweck, nämlich das Schneiden zu vereinfachen, nicht mehr ordentlich erfüllt. Aber immer wenn was zu Leimen oder zu streichen ist, kommt sie noch zum Einsatz, daher ist mal die neue, mal die alte Matte zu sehen.


    Im nächsten Schritt habe ich dann das Deck sowie die innere Verkleidung für die Bordwand angebracht; auch das alles Ausschneideteile. Da gehe ich dann morgen mit mattem Acrylfirnis drüber. Griffschutz und so - hab ich ja schon auf Seite 1 erklärt.


    Soviel für heute - jetzt erstmal ein Glas Belohnungswein. :D

    Gefunden im "Götterforum":


    Klick mich!


    Dazu dieser Text:

    Zitat

    Greenwich pensioners, veterans of the Battle of Trafalgar, in 1854. The man seated second from left is identified as Richard Baker, a Black sailor born in Baltimore in 1770 who served aboard HMS LEVIATHAN (74) during the battle. Image attributed to John Havers, via the Royal Collection Trust.

    The Trafalgar Ancestors database shows a Richard Baker, born in America, rated as an Ordinary Seaman aboard LEVIATHAN from 23 November 1803, although that man is listed as 24 years old, that would make him born c. 1779.

    Ahoi allerseits,


    wenn es läuft, dann läuft es. :D Gestern wurde auch die Steuerbordseite gekupfert. Morgen werde ich dann die gesamte Kupferung mit Zaponlack versiegeln.


    Die hohe Schule wartet ja nun demnächst auf mich: Stinknormaler Kartonmodellbau. Und ob ihr es glaubt oder nicht - davor habe ich immer wieder einen riesigen Respekt. Drückt mir die Daumen... fie

    Ahoi allerseits,


    wie immer vielen Dank für Likes und nette Kommentare. fr18


    Dann will ich mal zusammentragen, was sich hier so getan hat auf meiner Werft.

    Die Zweitbeplankung wurde fertiggestellt. Wie bereits erwähnt, galt es hier, jede Planke einzeln auszuschneiden. Ich bin also wieder in den Urgefilden des Kartonmodellbaus - und prompt passieren kleine Fehlerchen. So habe ich ab und an vergessen, bei den Plankenteilen, die schwarz sind, die Schnittkanten zu färben. Blöd, da ich hier nicht vorhabe, alles nachzustreichen. Aber ein weicher Bleistift, ein Spitzer und feines Sandpapier sorgten für feinen Graphitstaub, den ich dann mit den Fingern in die weiß blitzenden Ritzen einarbeitete. Daher die schwarzen Schatten auf den roten Teilen. Was da noch immer hell leuchtet, ist nur der hellen Arbeitsplatzlampe geschuldet, bei normalem Licht ist alles gut. Alles, was hier rot ist, gehört zum Unterwasserschiff und wird gekupfert.


    Nach dem die Beplankung drauf war, habe ich den gesamten Rumpf mit Acryl matt Finis gestrichen. Das dient zum einen dem Griffschutz - so laufe ich viel weniger Gefahr, das Papier beim Arbeiten am Schiff zu verschmieren; zum anderen ist das für das spätere Kupfern wichtig, denn dadurch kann ich problemlos einzelne Plättchen wieder lösen bzw. den Sitz korrigieren. Mit der Methode habe ich bei meiner Mercury beste Erfahrungen gemacht.

    Erster Kupferfolientest wurde dann am Ruder vorgenommen. Top, passt - also los geht's am Schiff selbst:


    Ich war dann selber überrascht, wie schnell ich mit einer Seite fertig war. Das Bild mit dem Ruder habe ich heute um 15:20 Uhr geschossen, und um 20:48 entstanden diese beiden Fotos:


    Ist halt nur eine Brigg und nur 1:96 - bei der Großen im Hintergrund habe ich damals doch etwas länger gebraucht. :D


    Soviel für heute. :wink:

    (aber leider auch etwas langatmig).

    ...und teilweise auch etwas verstörend. Aber allein wegen der Szene, in der das "Original" seines wohl berühmtesten Gemäldes gezeigt wird, ist der Film sehenswert. fr18

    Ahoi allerseits,


    das Spachteln ist erledigt. Irgendwie fand sich in unserem Haushalt nur schwarze Clou-Holzpaste zum Spachteln, aber das ist sogar nicht nur nicht schlimm, sondern richtig gut gewesen. Nach dem Auftragen war der Rumpf... schwarz, klar. Aber dann, beim Schleifen, war immer klar zu erkennen, wo noch weiter geschliffen werden muss - nämlich da, wo es noch schwarz und nicht grau war.


    Und weil Black nun mal beauty ist, wurde nach der Schleiforgie der Rumpf erneut geschwärzt, diesmal aber mit Farbe. Im ersten Bild ist die Farbe noch frisch und nicht ordentlich verteilt,

    und es gab dann auch noch einen zweiten Anstrich. Zum einen sorgt die schwarze Farbe dafür, dass es bei winzigen Abständen zwischen den einzelnen Planken der zweiten Schicht keine weißen "Blitzer" gibt, zum anderen kann so der Leim nicht zu schnell vom aufgerautem Karton aufgesogen werden, was minimale Korrekturen unmöglich machen würde. Daher wurde auch der obere Bereich der Bordwand gepinselt, hier aber weiß, da die (nicht vorhandenen) Trempelrahmen lt. Bauanleitung auch weiß sind und ich die so schon mal mit eingefärbt habe. Und wie man sieht, ist das erste Teil der finalen Außenschicht auch schon ausgeschnitten und wartet nur auf das gründliche Durchtrocknen der Farbe.