Beiträge von Bonden

    Demnächst mehr.

    Ahoi allerseits,


    heute ist demnächst. :D


    Ich habe in den letzten Tagen immer mal wieder reichlich Zeit in der Werft zugebracht. Schaut man sich an, was ich da geschafft habe, sieht es gar nicht nach viel aus, aber es waren nahezu ausnahmslos recht zeitintensive Arbeiten.

    Zuerst war die Pinta fertigzustellen - also der momentane Bauabschnitt. Da hatte ich ja weiter oben bereits etwas geschrieben. Bei ihr sind nun alle Barkhölzer und Fenderhölzer dran, ebenso die Reling.

    Dann ging es mit der Santa Maria weiter. Da war zunächst mal die Zweitbeplankung anzubringen. Diese besteht, wie bei den anderen beiden Schiffen auch, aus mehreren bedruckten Streifen, die jeweils drei bzw. vier Planken zusammenfassen. Auch hier hat es sich wieder bezahlt gemacht, dass ich den Rumpf nach der ersten Beplankung gespachtelt, geschliffen und dann vor allem gestrichen habe - so ließen sich die Plankenstreifen gut anbringen; man konnte immer noch korrigieren, ohne dass der Leim gleich in die Schicht darunter versickert und nicht mehr hält. Und auch hier freut man sich dann, dass da noch die Barkhölzer drankommen und zumindest oberhalb der KWL die doch sehr präsenten Stöße verdecken.

    Hatte ich das schon geschrieben? Egal, also: Alle Barkhölzer habe ich nach dem Ausschneiden gestrichen. Die Originalfarbe des Bogens war im Prinzip die selbe wie die Planken, und dazu kamen dann noch die dicken weißen Schnittkanten. Mir gefällt das so viel besser. Die senkrechten Fenderhölzer habe ich einfach aus selbstgeschnittenen langen Kartonstreifen gefertigt. Die im Bogen enthaltenen Teile jeweils einzeln auszuschneiden und anzumalen war mir dann doch zu unsinnig.

    Den Bildern könnt ihr entnehmen, dass bei der Santa Maria die Backbordseite hinsichtlich der Barkhölzer und Fenderhölzer fertig ist. Zwischendurch habe ich schon mal die Lukeneinfassung samt Deckel der großen Luke in der Kuhl gefertigt. Die ist aber auf den Bildern nur draufgelegt, noch nicht befestigt. Ich wollte einfach mal was anderes machen als nur Streifchen schneiden, anmalen und ankleben...



    Was immer deutlicher wird: Der Bausatz Santa Maria + Nina ist schon etwas älter. Das ganze Gebilde hat etliche kleine Macken, die einen schon mal ziemlich irre machen können. Das, was ihr im Eröffnungsposting dieses BB seht und was dann auch die komplette "Bauanleitung" ist, lässt öfters mal Fragen offen bzw. stiftet Verwirrung. Der Bausatz der Pinta ist etwas jünger, und das merkt man auch. Vermutlich wurden Kritiken und Hinweise hier eingearbeitet; auch stehen bei der Pinta viel mehr gelaserte Zurüstbausätze für so manchen fitzeligen Kleinkram zur Verfügung.

    Aber das alles kann mir den Spaß an der Flotte nicht nehmen. Ich weiß, dass ich hier mindestens eine Liga tiefer spiele als bei der Mercury, aber es war von Anfang nicht mein Anspruch, mit der Kolumbusflotte etwas Vergleichbares abzuliefern. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass ich am Ende ein Ergebnis zeigen kann, mit dem hoffentlich nicht nur ich zufrieden sein werde. :sun:


    In diesem Sinne, reingehauen! :wink:

    Jetzt werden einige verwundert die Stirn runzeln und denken: Da meint der Bonden doch sicher den zweiten Teil, aber der heißt doch "Der Weg des Wassers". Nee, der Bonden meint Teil 1. :D Und das aus aktuellem Anlass:

    Für wenige Tage ist dieser Streifen noch einmal im Kino zu erleben, und wenn man wissen will, wofür das 3-D-Kino erfunden wurde: Genau für diesen Film. :sun:

    Als James Cameron diesen Film 2009 in die Kinos brachte, war ich einfach nur hin und weg. Das war damals für mich das beste, was ich bis dahin als 3D-Film gesehen habe. Dazu kommt noch, dass der Film insgesamt auch ein echtes Meisterwerk ist. Mit Jessica Read war ich gestern im Kino, und ich muss sagen, an meiner damaligen Einschätzung hat sich nichts geändert. Cameron hat hier ganze Arbeit geleistet, und man kann schon sehr gespannt sein auf die Fortsetzung(en). Im Dezember geht's los! fr18:sun:

    Also, wer sich den Spaß auch nochmal (oder vielleicht auch zum ersten Mal) gönnen möchte, sollte nicht allzu lange warten mit dem Kinobesuch. Es lohnt sich auf jeden Fall! fr18fr18fr18

    In diesem Unterforum hier geht es um das, was wir auf der Leinwand oder in der Glotze konsumieren - für die Sachen, die auf den sog. Brettern, die die Welt bedeuten, zu erleben sind, haben wir so gar keinen Faden.

    Aber wie der Name des Threads schon verrät: Es geht um Harry Potter. Über ihn kann man Bücher lesen und man kann Filme gucken. Haben vermutlich die allermeisten hier auch schon getan. Seit vorigem Jahr kann man nun auch Harry Potter im Hamburger Mehr! Theater erleben. Das Stück ist zweiteilig; entweder, man schaut sich an einem Tag beide Teile an (14:30 und 19:30) oder man verteilt es auf zwei Abende. Jessica Read und ich haben vor wenigen Tagen die zweimal 19:30-Uhr-Variante besucht.


    Harry Potter und das verwunschene Kind

    Was soll ich schreiben? Es war Magie pur! Es beginnt mit der Schlussszene aus dem letzten Teil der Bücher/Filme: Die mittlerweile erwachsen gewordenen Harry und Ginny, Hermine und Ron sowie Draco verabschieden am Gleis Bahnsteig 9 3/4 ihre Kinder am Zug nach Hogwarts. Und viel mehr will ich zur Handlung gar nicht verraten - das ginge nicht ohne jede Menge Spoiler ab. Das Stück hat Tempo, Witz, Dramatik, eine Menge Überraschungen und einige finstere Momente, viele neue Figuren, aber auch alte Bekannte und eben unglaublich viel Magie. Ja, bei einigen Zaubereien würde man durch kurzes oder auch intensives Nachdenken schnell darauf kommen, wie sie es gemacht haben - aber will man das? Nein, man lasse sich lieber einfach nur verzaubern. Und manche Sachen sind echt krass. Teil 1 endet mit einem gänsehauterzeugenden Oberkracher, und wir so: "Mist, jetzt müssen wir einen Tag warten, bis wir wissen, wie es weitergeht!"

    Allen, die Harry Potter mögen und die Bücher und Filme gut kennen, kann ich diese Aufführung nur wärmstens ans Herz legen. Kleiner Tipp: Es schadet nicht, sich vorher nochmal den "Feuerkelch" und da insbesondere das trimagische Turnier in Erinnerung zu rufen. Und noch ein Tipp: Wer die volle Dröhnung möchte, sehe zu, dass er/sie es schafft, noch vor Mitte Februar reinzugehen. Ab dann wird das Stück gekürzt, so dass es am einem Abend komplett gezeigt wird. Also ich möchte keine Minute von dem, was wir da erleben durften, missen.


    Von uns bekommt diese Aufführung jedenfalls 10 von 10 Zauberstäben und noch einen Expecto Patronum obendrauf.

    Ahoi allerseits,


    hier wurde die Sommerpause offiziell für beendet erklärt. Und so geht es endlich wieder weiter mit der Kolumbusflotte.

    Wie bereits erwähnt, habe ich jetzt erst einmal Kleinteilarbeiten zu erledigen. Es fehlten noch zwei Barkhölzer backbord und vier am Heck. Und nun kommen die senkrechten Streifchen, und die jeweils doppelt. Also erst eins zwischen die Barkhölzer und dann eins über alles. Sieht man bei den ersten vier an der Steuerbordseite. Es geht aber gut voran; die beiden Relingteile für die Kuhl liegen auch schon bereit. Demnächst mehr.

    Tschüss, Hendrika - im kommenden Jahr sind wir auf jeden Fall wieder für längere Zeit an Bord, das haben wir uns fest vorgenommen.


    Leider ging es dann auch wieder zurück, die vier Stunden waren wie im Flug vergangen. Ein Gruß noch mal rüber zur Gorch Fock, ein Blick auf die Kogge Wissemar, die noch einen Törn startet, und dann näherten wir uns auch schon dem Liegeplatz.




    Aber natürlich verlässt der Bonden nicht das Schiff ohne... und jetzt alle: Geh ans Ruder, Bonden! (Und um alle kleingeistigen Meckerer gleich mal still zu halten: Die Pinne bewegt das Ruder, also stimmt das Kommando!) :D


    So, das war er auch schon, der Bericht vom Besuch der Hanse-Sail 2022.


    Und zum Schluss etwas zum dran herumdenken:


    Vielleicht planen wir ja mal für 2023 ein Forumssommertreff zur nächsten Sail in Rostock? ;):pf:

    Endlich setzten auch wir Segel, und wenn ich zu dem Zeitpunkt auch nicht an die Ruderpinne konnte, hab ich mich wenigstens beim Ziehen an der Schot nützlich gemacht.





    Und da kam sie dann endlich, die Hendrika.


    Es gab zwischen uns und Raggi nochmal ein heftiges Hin- und Hergewinke (wir hatten ihm natürlich erzählt, was wir vorhatten) - und eins ist mal sicher: So unter vielen Segeln (gesetzt waren der Schoner, das Groß, die Fock, der Innenklüver und der Außenklüver) sieht sie noch viel beeindruckender aus.


    Fortsetzung folgt

    Am Sonntag fuhren wir dann ziemlich früh wieder rein nach Rostock, um uns nach einem feinen Frühstück in einem Café pünktlich auf der Kieler Kogge einzuschiffen. Und das sollten dann vier ganz aufregende und tolle Stunden werden.

    Zuerst einmal hieß es: "Folgen Sie dieser Kogge da!" :D

    So ziemlich alle Schiffe strebten in Richtung Ostsee - ein spannender Anblick.



    Auf der Hendrika herrschte noch Ruhe, und der rosa Schwan hatte offenbar ein anderes Ziel.


    Draußen auf der Ostsee dann wusste man gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte. Segel über Segel! Ich habe noch nie soviel Segelschiffe auf einmal auf dem Wasser gesehen. Und wenn ich dann lese, dass in diesem Jahr 111 Segelschiffe dabei waren und es früher über 300 waren, will ich auf jeden Fall wieder hierher.




    Das hier ist der Mann an der Pinne. Er sieht nicht, wo es hingeht. Die Kommandos kommen vom Kapitän auf dem Achterdeck - "Steuerbord Fünf!" und werden vom Mann am Ruder wiederholt: "Steuerbord Fünf!" Und dann wieder der Käptn: "Recht so!" und die Wiederholung: "Recht so!"


    Fortsetzung folgt

    Einmal Riesenrad muss sein! Und von oben sieht das alles auch sehr beeindruckend aus. Viele Schiffe waren unterwegs zur Mündung, um dann später wieder reinzukommen - zum Höhepunkt eines jeden solchen Festes - dem großen Feuerwerk! :sun:






    Fortsetzung folgt

    Nun zog es uns zum Liegeplatz 92, zu den Koggen. Ich erwähnte bereits, dass insgesamt vier Koggennachbauten bei der Sail dabei waren, die aus Bremerhaven, die aus Poel, die aus Wismar und die aus Kiel. Dabei ist die Kieler Kogge dem Originalfund der Bremer Kogge am exaktesten nachempfunden. Ich erkannte sehr viele Details wieder, hatte ich doch vor vielen Jahren diese als Kartonmodell in 1:100 gebaut. Und wir schauten uns diese hier nicht ohne besonderen Grund so intensiv an - dazu später mehr.





    Noch ein paar stimmungsvolle Momente, bevor es dann nach oben ging...


    Fortsetzung folgt

    Kurze Zeit überlegten wir, ob wir uns heimlich unter Deck verstecken sollten - schließlich kennen wir jede Ecke und jedes Versteck an Bord - um die nächste Fahrt mitzumachen. fr21 Haben wir dann aber doch nicht gemacht, wir hatten ja noch lange nicht alles gesehen. :D


    Kurz darauf legte die Hendrika dann mit neuen Gästen ab, und wir winkten nochmal hinterher. Es sollte nicht die letzte Begegnung auf der Sail sein...


    Hier sehen wir die Gulden Leeuw, das zweite Schiff von Robert und Miriam, den Eignern der Hendrika Bartelds. Das ist schon ein gewaltiger Pott!


    Stimmungsvolle Bilder - man bekommt eine Ahnung davon, wie es hier im Hafen in der Blütezeit der Frachtsegler ausgesehen haben muss.




    Offenbar freuen sich nicht alle Einheimischen über den Trubel an diesem Wochenende. dead


    Fortsetzung folgt

    So, nun sind wir schon beim Samstag. Nach einem kurzen Abstecher in den IGA-Park ging es dann hinein in das volle Volksfestgewühl am Hafen. IGA-Park - die Teilnehmenden am Weihnachtstreff 2016 werden sich erinnern. Schönes Schifffahrtsmuseum in einem Schiff und so Sachen. Da wir das aber schon kannten, haben wir uns nur im Außengelände umgesehen, da war eine Mini-Modellbau-Sail angekündigt. Diese beschränkte sich aber auf ein paar RC-Modelle, die allermeisten ohne Masten und Segel (kann also weg...)


    Dann aber endlich! Wir standen am Liegeplatz 82. Zuerst fuhr eine der vier (!!!) anwesenden Koggen an uns vorbei, die Ucra.


    Danach kam die Swanborough und legte direkt vor uns an.



    Kurz darauf war es dann soweit: Endlich kam sie - unsere Königin der Hanse-Sail! Unsere Hendrika Bartelds. Es gibt viele schöne Schiffe, und wenn jemand meint, dieses oder jenes sei das schönste aller Schiffe, würde man es albernes Geschwätz abtun - aber bei der Hendrika geht einem Herz auf! :sun:fr18:huzzah:


    Raggi, unser Käptn, legte sein Schiff gekonnt neben die Swanborough, während dahinter die nächste Kogge zu ihrem Liegeplatz fuhr.


    Nachdem alle Passagiere von Bord waren, huschten wir über die Swanborough an Bord und begrüßten Raggi und andereliebe Menschen, die wir kannten.

    Und beim folgenden Bild heißt ausnahmsweise einfach mal: Zu Hause! :sun:


    Fortsetzung folgt

    Bleiben wir noch etwas an Bord. Der Blick wanderte hier ständig zwischen den Schiffen auf dem Wasser und dem Geschehen an Deck hin und her. Die Sicht so "von oben herab" auf die kleineren Segler vom Hauptdeck der Dar M. ist dabei besonders reizvoll.






    Fortsetzung folgt