Beiträge von Bonden

    AnobiumPunctatum Ob das Rohr noch ein Wappen bekommt, entscheide ich später, da denke ich noch dran rum.


    Heute hatte ich Lust auf Tauwerk. Auch wenn es noch nicht so weit ist, dass die Kanone getakelt wird, muss sowas ja ordentlich vorbereitet werden. Das Brooktau ist dabei natürlich der fetteste Tampen. Ich hab also heute eifrig Taue geschlagen; dass es letztendlich eine ganze Versuchsreihe wird, hab ich am Anfang nicht geahnt. Hier nun meine Versuchsreihe - im Bild von rechts nach links.

    Geschlagen wurde immer mit Amati Takelgarn hell.

    Zuerst habe ich aus 3 x 0,75 mm ein Tau geschlagen - eindeutig zu dünn. Auch das nächste aus 3 x 1,0 mm war viel zu spillrig. Also dachte ich mir, schlage ich doch mal ein Tau aus drei geschlagenen Tauen, also 3x aus 3 x 0,5 mm. Das ist dann aber nahezu gleich dick wie das zuvor geschlagene Tau aus 3 x 1,0 mm. Nun fertigte ich mir drei Taue aus 3 x 0,75 mm. Ja, das war eindeutig stärker, aber als ich es zur Probe mal an die dicke Kanone gefädelt habe, sah es irgendwie recht verloren aus.

    Der letzte Akt brachte dann mein endgültiges Brooktau. Aus drei geschlagenen Tauen á 3 x 1,0 mm wurde ein schöner fetter Tampen. Die Bauanleitung sieht eine Taustärke von 3 mm vor - nun, das hier hat ein wenig mehr als 3 mm und passt, wie ich finde, perfekt.



    Was ganz wichtig ist, wenn man sich ein Tau aus zuvor selbst geschlagenen Tauen schlägt, ist die Drehrichtung. Sowohl das Verdrillen der einzelnen Taue als auch das Schlagen selbst muss hierbei genau andersrum laufen als beim "normalen" Schlagen, da man ansonsten seine Taue wieder aufdröselt und das Ergebnis nur noch als Anschauungsobjekt für falsches Reepen dient.

    Was man auf den nächsten Bild deutlich sieht: Die piepsige Öse an der Lafette (und auch die an der anderen Seite) muss ich gegen welche aus dickerem Draht austauschen.

    Aber das Brooktau selbst wird wohl auch den Rückstoß bei doppelter Ladung auffangen - vorausgesetzt, es wird dann noch ordentlich festgemacht. :D

    Ach nee, lass mal. :D


    So, dann zeige ich euch gern das Gesamtergebnis bezüglich der Arbeitsgeräte. Und das Kanonenrohr hab ich nochmal bearbeitet; die glänzende Lackierung hat mir dann doch nicht gefallen, so dass ich erneut das Farbspray angesetzt habe. Und das Rohr hat jetzt auch ein Zündloch und eine fette Öse zur Führung für das Brooktau.

    Weiter ging es mit der Battle Station. Diesmal widmete ich mich dem Handwerkszeug der Geschützbedienung, also dem Ladestock, dem Wischer und dem Kratzer. Für alle drei nahm ich als Basis je einen Schaschlikspieß, den ich entsprechend kürzte und dann mit feinem Sandpapier glatt schliff.


    Der Ladestock sollte laut Bauanleitung ein Pappteil vorn drauf bekommen – da hab ich mich dagegen entschieden und statt dessen ein Stück Rundholz abgesägt, in ein Ende ein Loch gebohrt, den Schaschlikspieß etwas angespitzt (nachdem ich die Spitze vorher abgeschnitten hatte…dash) und beides miteinander verbunden. Dann dunkel gebeizt und mit mattem Firnis gestrichen.


    Den Wischer hab ich ebenfalls ohne das vorgesehene Pappteil gefertigt; stattdessen hab ich einen passend geschnittenen Streifen Tempotaschentuch um das Ende gewickelt und mit Weißleim „versiegelt“. Mit dem noch feuchten Weißleimwischer bin ich dann zu einem hohen Schrank gegangen und habe ihn dort auf der staubigen Oberfläche umhergerollt – ja, genau so stelle ich mir so einen Wischer vor! Und ich habe einen Staubwischgang weniger…


    Der Kratzer ist in dem Bausatz nicht vorgesehen, gehört aber auf jeden Fall mit dazu, wenn man die Arbeitsgeräte darstellt. Dafür habe ich einfach ein Stück Blumenbindedraht spiralförmig gedreht und an einem Ende des Stocks befestigt. Mit einer Weißleimmanschette, die nach dem Trocknen schwarz gestrichen wurde, sieht das Teil recht ordentlich aus.


    Dann hatte ich Lust auf die vier Blöcke. Das waren Lasercut-Teile; die vorgesehenen Ausschneideteile zum Aufkleben auf die Seitenflächen hab ich weggelassen, da für mich von vornherein feststand, dass ich hier rundum Farbe aufbringe. Vorher habe ich die Blöcke aber noch mit einer feinen Feile bearbeitet, um die eckigen Kartonkanten etwas abzurunden; außerdem habe ich eine Nut zur Aufnahme des Einfassungstaus hineingefräst. Das erste Bild zeigt drei vorgeschliffene und einen unbehandelten Block (ich weiß, ist etwas schlecht zu sehen, aber mehr war selbst mit Photoshop nicht rauszuholen) – ich hoffe, man sieht den Unterschied. In gestrichenem Zustand machen sie deutlich mehr her.

    Ich habe deswegen danach gefragt, da ich mehr der Ebook-Leser bin und im Falle einer Neuauflage in der heutigen Zeit wohl auch die Veröffentlichung als Ebook in Frage käme, oder? ...

    Das Buch beinhaltet jede Menge zeitgenössische Abbildungen, Karten, Zeichnungen und Tabellen - du würdest dir viel verschenken, wenn du dir das auf dem Display eines eBook-Readers antun willst. ;)

    Ha, das macht jetzt richtig Spaß! Ich brauche mir gar kein Maßstabsmännchen zu bauen, denn die Macht ist mit mir. Von d'Agostini gab es mal eine Sammelreihe mit Star-Wars-Schachfiguren. Einige davon hab ich mir gekauft. Und nun schaut euch Boba Fett an: Ermisst etwas mehr als 7 cm. Rechnet man den Helm und die dicksohligen Stiefel ab, kommt er umgerechnet auf 1,80, das passt. Da ich ihn nicht von seinem Sockel schneiden wollte, hab ich die Battle Station auf gleiche Höhe mit seinen Fußsohlen gestellt.

    Ja, das sieht schon etwas besser aus. Aber das Kanonenrohr selbst bleibt dennoch ein ehrfurchtsgebietender Riese.


    Der kleine 1:72-Matrose aus dem HÄT-Figurenset "britische Seeleute" schleppt übrigens genau so einen Sandeimer, wie ich ihn gebaut habe.

    Bitte bei Jaques mal nachmessen und rechnen.

    Es gibt so viele Figuren wo die Maßstäbe nicht passen.

    Dein Einwand ist berechtigt, Aga fr18 Unterstellt, unser Jaques ist 1,75 groß. In dem Maßstab wären das dann 7 cm. Jetzt stellen wir uns vor, er steht stramm da und drückt den Rücken durch, dann kommt er auf 6 cm. Das wären dann in echt 1,50. Ok, damals waren die Menschen noch etwas kleiner als heute, aber doch nicht so viel. Gleichwohl denke ich, dass die Bordwand etwas überdimensioniert ist, aber sei es drum - da ändere ich jetzt nichts mehr dran.


    P.S.: Wir haben mal nachgeschaut, woher die Figur kommt und was da so die Angaben sind. Ok, das ist 1:35. Ich bastele mir mal ein 2D-Maßstabsmännchen, mal schauen, wie es dann aussieht.

    Ahoi allerseits,


    hier gibt es mal wieder ein bissel was zu berichten.


    Es ist dieses Fass, was mir keine Ruhe ließ. Je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto unsinniger erschien es mir, ein Fass direkt neben das Geschütz zu stellen. Ja, sicher war es wichtig, dass die Männer zwischendurch mal schnell den Pulverqualm aus der Kehle spülen können - aber dann steht da ein Fass in der Mitte des Decks, vielleicht dicht am Mast, damit es so wenig wie möglich im Weg ist.

    Was aber neben dem Zuber mit Wasser zum Auswischen des Rohres und ggf. einer schnellen Löschaktion an jede Kanone gehört, ist ein Eimer mit Sand drin, in dem der Luntenstock steckt und an dessen Rand die Ersatzlunten hängen. Außerdem wurde der Sand benötigt, um schlüpfrig gewordene Decksplanken stumpf zu machen. Also habe ich einfach die Bauteile für das Fass in der Mitte halbiert, den Umfang um einige Dauben verringert und so eine typische Pütz hergestellt. In den oberen Fassreifen wurde der Tragegriff - ein dickeres Tau - eingefasst. Ich hatte noch feinen Sand aus dem Modelleisenbahnladen, den ich damals beim Papegojan-Diorama verwendet hatte. Den mit dunkel gefärbtem Weißleim vermischt und rein in die Pütz. Der Ladestock ist ein Stück Blumenbindedraht mit einer kleinen Gabel am Ende, um da die Lunte einzuklemmen.



    Dann seht ihr auf den Bildern einen unbemalten Kameraden, der zwar uniformtechnisch nicht ganz in die Szene passt, aber größenmäßig. Er ist nämlich auch in 1:25. Ich habe ihn Jaques getauft. Und Jaques zeigt interessante Perspektiven. Das Kanonenrohr erscheint riesig im Vergleich zu ihm, aber das stimmt so. Die Rohre dieses Kalibers waren ca. 3,30 m lang. Was mir ein wenig überdimensioniert erscheint, ist die Bordwand und die Stückpforte. Und auch die noch freie, durch die beiden Schlitze zu erkennende Stelle, an die das Board mit den Entersäbeln kommt, ist m.E. viel zu hoch angesetzt. Da braucht der arme Jaques ja eine Fußbank, um da sein langes Messer rauszuziehen. Mal schauen, ob ich dieses Board ein Stück tiefer anbringe oder ob ich es eben so lasse.


    Zur Lafette gibt es auch noch ein paar Anmerkungen, aber dazu komme ich später.



    Das Rohr selbst ist jetzt fertig gestrichen, bekommt aber noch ein Zündloch und eine fette Öse zur Aufnahme des Broktaus.

    Es gibt nun noch ein weiteres Label: "auf Eis gelegt". Damit kann man dann anzeigen, dass man derzeit nicht an diesem oder jenem Projekt weiterarbeitet; bei späterer Wiederaufnahme des Werftbetriebes in der betreffenden Helling wird das Label dann natürlich wieder geändert.

    Ok, also Kommando zurück. Wäre ja auch noch schöner, wenn hier jeder macht was er will. nono


    Es läuft hier also nach dem Motto "Schiffchen ist fertig, wenn die Werftaufsicht sagt, dass es fertig ist, vorher nicht!" :D


    Bei Änderungswünschen kurze Nachricht an mich. ;)