Beiträge von Bonden

    Wunderschöne Details, die du uns hier zeigst! fr18


    Und das hier:

    Ich habe hier versucht die Rah ohne Tricks, wie sie z.B. sie mit einem Stift an den Mast zu fixieren, und dann die Taljen anzuschlagen, aufzubringen.


    Also zuerst mit dem Drehreep auf Höhe heißen. Dann sie mit den Topnanten in die Waagerechte trimmen, und sie dann mit den Reepen des Rack an den Mast heranzuholen.

    ...hab ich bei meiner Mercury genauso gemacht - und du hast völlig Recht, fummelig, aber hinterher grinst man breit über den Spaß, den das gemacht hat. :D

    Und hier kommt dann die Auflösung. Natürlich heißt das Motto einmal mehr:


    Geh ans Ruder, Bonden!


    Macht er:


    Schaut man in die Baupläne der HMS Enterprize, sieht man, dass die Räder dieser Klasse 10 Speichen hatten und eben genau so aussahen.

    Und natürlich kann man mein Rad auch drehen. :D

    Dabei fällt mir der alte Tischlerspruch ein: macht nichts, kommt ne‘ Leiste drüber!


    Genau, Angarvater So auch bei der Pinta. Allerdings (noch) nicht bei der gezeigten Fehlerstelle. Nein, die Stöße der Plankenstreifen der Zweitbeplankung sind gemeint. Speziell die beiden oberen. Das ist konstruktionsbedingt, dass die etwas schlimm aussehen. Bei dem Bausatz logisch: Einzelne Planken wären besser, aber so hat man eben zum einen die aufgedruckten glatten Plankenstöße und die echten, die auch beim allersorgfältigsten Ausschneiden nicht zu vermeiden sind. Ich kann nur immer wieder darauf hinweisen, dass diese drei Bausätze gegenüber der Mercury ... nun ja, also die Mercury ist die Champions League, die Flotte hier eher nicht. Aber hallo - ich hab nach wie vor großen Spaß mit den Modellen!

    Und zum Glück gibt es die Barkhölzer. Die folgenden beiden Bilder zeigen recht gut, was diese sorgfältig ausgeschnittenen, angemalten und aufgebrachten Papierstreifen bewirken.


    Ihr seht, die Zweitbeplankung der Pinta ist komplett. Jetzt kommt die kleinteilige Fleißarbeit dieses Bauabschnittes. Relingstützen, vertikale Barkhölzer (und die horizontalen an der Steuerbordseite), Reling.

    An manchen Stellen musste ich schnitzen, auch minimal spachteln und schleifen, aber das gehört für mich dazu. Das sind so Sachen, die ich bei der Papegojan auch hatte.

    Spannend wird es im nächsten Bauabschnitt - aber dazu später mehr. Jetzt erstmal diesen Teil bei der Pinta abschließen und dann die Zweitbeplankung bei der Santa Maria angehen.

    The Priest is back! :yeah::rnr::yeah:


    Pünktlich um Mitternacht habe ich mir das neue Album "Firepower" gekauft und gleich als MP3 runtergeladen. Und nun wird es noch etwas dauern, bis ich die Hängematte rigge - das muss noch zu Ende gehört werden. Und ich lege mich jetzt schon mal fest: The Priest is mal wieder back!. :ho: Ist irgendwie wie nach Hause kommen für mich. Meine Lieblings-Oldschool-Heavy-Metal-Band hat es noch immer drauf, und Mister Metal God Halford ist erneut in Höchstform - sensationell! :rnr::rnr::rnr:
    Da darf man sich dann auch gleich nochmal so doll auf das diesjährige Jubiläumsfestival "With Full Force" freuen - beim 25. spielen die Mannen um Rob Halford am Freitagabend als Headliner auf. Das wird für mich doppelt schön - bei meinem ersten Force war Priest auch am Start. ^^ Und ich erlebe sie dann zum 13. Mal live. :thumbup:

    Die läuft grad mal wieder bei mir, und das aus gutem Grund: Heute startete der Vorverkauf für ein überraschend bekannt gegebenes Zusatzkonzert - oder besser Eröffnungskonzert - ihrer Europatour im Rahmen von 50 Heavy Metal Years. Yeah! Und mein Ticket hab ich mir schon ausgdruckt und ins Regal gestellt, und so werden ich meine Helden am 31. Mai zum 14. Mal live erleben. :rnr::yeah::el:


    Edit: Der zitierte Beitrag ist von 2019 - und es kommt mir wie eine Ewigkeit vor, dass ich mal irgendwann auf einem Festival war... fie


    Eine alte Modellbauweisheit lautet: Wenn du merkst, dass die Konzentration nachlässt, hör sofort auf.


    Und was mache ich? Höre nach "nur noch schnell das eine hier fertig machen..." auf. Und Bumms, ist der Ärger da.


    Aber was ist Glück? Festzustellen, dass man genau an den Stellen gefuscht hat, wo später andere Teile drauf kommen. :D

    Also: Läuft! fr18

    Ahoi allerseits,


    zuerst mal die Frage von AnobiumPunctatum beantworten: Ja und ja. Teilweise sind die hellnen Blitzer auf meine recht grelle Lampe zurückzuführen, aber in dem speziellen Fall hast du genau das Teil gefunden, bei dem ich vergessen habe, vor dem Anbringen die Kanten zu färben. Ist aber jetzt korrigiert.


    Heute ging es flott weiter mit der Nina, und da kann ich nun vermelden, dass dieser Bauabschnitt für dieses Schiff erledigt ist. Barkhölzer sind rundrum dran, Relingstützen auch und zum Schluss kamen dann auch die Relingteile drauf, die ich im gleichen Farbton gepönt habe wie die Barkhölzer.



    Als nächstes wird dann die Pinta zweitbeplankt.

    Ha, böse Falle! Wo die vertikalen Barkhölzer hin müssen, ist auf den Plankenteilen aufgezeichnet.


    Aber nicht in der Etage darunter - ein Blick in die Bauanleitung sorgte aber für Klarheit. Jetzt ist alles so wie es sein muss. Und die Relingstützen hab ich steuerbords auch gleich angebracht, mit der selben "Streifchenmethode", aber mit der helleren Farbe (Sienna).


    So, nun ist aber Feierabend für heute. :wink:

    Ahoi allerseits,


    wie ich weiter oben angekündigt habe: Es geht nicht in dem Tempo weiter wie am Anfang. Aber es geht ziemlich kontinuierlich weiter - auch wenn ich mal ein paar Tage nichts melde, heißt das nicht, dass auf meiner Drillingswerft nicht geschafft wird. Und so war es die Nina, der es vergönnt war, als erste ihre Zweitbeplankung zu bekommen. Das sind in dem Fall breitere, jeweils mehrere Planken umfassende Streifen, die zuvor auf 0,5 mm aufgezogen worden sind und dann so sauber wie es nur geht ausgeschnitten wurden.


    Klar, die Stöße sieht man. Aber im oberen Bereich kommen ja noch Barkhölzer drauf, und dann bietet der Rumpf schon einen feineren Anblick, wie ich finde. Diese habe ich gestrichen, und wie man sieht, mit einer etwas dunkleren Farbe. Und das aus gutem Grund. Zum einen mussten die Kanten sowieso gefärbt werden, zum anderen war der Farbton der Originalteile im Prinzip genau wie der Rest der Beplankung, was mir gar nicht gefallen hat, da man so die Barkhölzer nahezu nicht wahrgenommen hat. Ich habe ein paar Farben ausprobiert und mich schließlich für "Eisenoxidbraun" von Schmincke entschieden.


    Bei den vertikalen Barkhölzern habe ich ein vereinfachtes Verfahren gewählt: Man könnte die Teile Stück für Stück aus dem Bogen ausschneiden, dann jedes dieser kleinen Fitzelteile einzeln anmalen und sich dabei endlos die Finger vollschmieren. Ich hab mir einfach lange Papierstreifen aus meinem Bristolkarton geschnitten, die jeweils in Gänze gefärbt und mir dann Stück für Stück zurecht geschnitten.


    So, nun noch die Steuerbordseite.

    Zitat

    Ah - die lang erhofften Momente: wie kurz sie sind! Das Meer voraus aufglitzernd und offen, Gischt vor dem Bug, der Geruch von Teer und Holz und frischer Farbe, die Zunge über salzige Lippen leckend, Augen zusammengekniffen vor soviel Licht, den wind im Mund, und wie er in den Tauwerken singt, sobald man Fahrt macht. Ein Hunger nach Weite die Brust füllend und die klippe von Finesterre aufgelöst in der Glast, wird dennoch all dies viel zu schnell wieder altgewohnt, schlüpft man in die Seemannskleidung, rote Wollkappe, lose Bluse und Kniehose, den dunklen blauen Umhang fürs Schlechtwetter und die Nacht, als hätte man sie nie abgelegt: und das Einerlei beginnt von neuem. Doch derart verspürt man zumindest einmal wonnige Seligkeit, was nicht wenig ist.

    Ich wünschte nur, man könnte in der Verheissung verharren und all das Miserable, das einen erwartet, hintan halten. Die See wird nicht von ungefähr "Mar" geheissen: was von der Bitterkeit herrühren soll, Amargura, welche sie einem alsbald beweist. Die Seekrankheit ist das Geringste daran, obwohl selbst die erfahrensten Matrosen sich dann halbtot fühlen und bloss mit der Peitsche in die Wanten zu bringen sind. Doch das vergeht, während das Meer einem weiterhin vorführt, dass die Menschen auf ihm nichts verloren haben. Trotzdem wollte ich ihm irgendetwas abgewinnen - ohne dass ich genau hätte sagen können, was.

    So beschreibt unser Hans den Beginn seiner zweiten Weltumseglung, diesmal als Mitglied der Expedition von Garcia Jofre de Loaisa.

    1525 verlässt die Flotte von 7 Schiffen La Coruna; nur wenige der ca. 450 Männer werden 11 Jahre später wieder zurück nach Spanien kommen - darunter auch unser Hans von Aachen.

    Wie schon bei der ersten Reise (und wie von mir erwartet) wird die Geschichte hier wieder in der Ich-Form erzählt. An einigen Stellen aber wechselt das Buch den Erzählstil völlig: Der Autor schreibt dann aus dem Hier und Jetzt, berichtet, wie er den jeweiligen Ort der Handlung selbst besucht und nach Spuren vergangener Tage geforscht hat.


    Man bangt und hofft auf dieser Reise erneut mit dem Romanhelden, der erneut das volle Programm zwischen Freud und Leid erlebt, nur um am Ende erneut arm und mittellos an Land gespült zu werden.

    Und doch ist es irgendwie folgerichtig, dass er sich dann irgendwann ein drittes Mal an Bord eines Schiffes begibt, welches diesmal zur Expedition von Ruy López de Villalobos gehört, welche im Jahr 1542 aufbricht, um in Ostindien neue Handelsrouten zu finden.

    Auf den Osterinseln endet dann die Geschichte, aber noch nicht das Buch. Der Autor erzählt uns noch, wie er an die Aufzeichnungen von Hans aus Aachen gekommen ist - und das ist so hübsch dargelegt, dass man am Ende nicht wirklich weiß, was daran nun wahr ist und was der dichterischen Freiheit von R. Schrott entsprungen ist.


    Sicher ist nur eins: Hans aus Aachen hat es wirklich gegeben, und er hat tatsächlich zweimal die Welt umsegelt. Das, was Raoul Schrott daraus gemacht hat, ist ein von der ersten bis zur letzten Seite spannendes, unterhaltsames, witziges, warmherziges und bemerkenswertes Meisterwerk, das in keiner maritim-historischen Büchersammlung fehlen sollte.


    Da gebe ich mit Freuden fünf von fünf Säcke Gewürznelken und lege noch fünf Säcke Muskatnüsse obendrauf. :5*::5*:

    Ahoi allerseits,


    heute ging es weiter mit der Pinta. Hier hat Shipyard für die Decks einen Wassergang vorgesehen (was die anderen beiden Schiffe leider nicht haben). Das Ausschneiden der mit 0,5 mm verstärkten Teile war zwar etwas tricky, aber am Ende schaut's gut aus, und nur das zählt. Wie bereits erwähnt, arbeitet man sich bei der Pinta anders an die Bordwände heran. Zuerst kommen im Bereich von Bug und Kuhl die bedruckten Teile der inneren Bordwand, dann weitere Decks samt Decksbalken. Im nächsten Schritt gibt es dann noch Innenrelingteile für Achterdeck und Poopdeck. Diese Teile sind alle mit 0,5 mm verstärkt. Da drauf kommt dann ein durchgehendes Teil in weiß und ohne Verstärkung, ehe es dann an die bedruckten Außenteile geht.

    Wie weit ich heute gekommen bin, zeigt das dritte Bild. Im Bild 2 sieht man eine nette Stolperfalle: Man könnte bei diesem Teil, welches auf die Back kommt, denken dass der Druck nach oben zeigen muss. Nee, eben nicht. Da kommen dann später noch andere Teile drauf, und würde man hier den Druck nach oben nehmen, wären die Luke und die Öffnung für den Bugspriet auf der falschen Seite. Warum das Teil überhaupt bedruckt ist, erschließt sich mir nicht, denn man kann selbst bei wildesten Verrenkungen nicht mehr unter dieses Deck schauen. :hmm:



    Soviel für heute, schönen Sonntagabend noch! :wink: