Beiträge von Aga

    2015 brachte der Verlag der Jugendbewegung, unter Redaktion von Sebastian Ott, den 2.Band seiner Fotobuchreihe heraus:

    "In Wind und Wellen - Jugendbewegung auf dem Wasser"

    Auf 101 Seiten finden wir eine Sammlung von jugendbewegten Bilder von Pfadfindern und Wandervögeln auf den Schiffen -alles Traditionssegler- Falado von Rhodos, Roald Amundsen, Thor Heyerdahl, Mytilus, Lovis und die Friesengeist.

    Vereinen der Jugendbewegung gehör(t)en die Schiffe Falado von Rhodos, Mytilus & Lovis.

    Im Buch sind im Anhang jeweils 2 Seiten zum Schiff Mit Ansicht als Foto, Aufriss und die Unterdeck Aufteilung, dazu noch eine Übersicht der Daten und Beschreibung.

    Die Falado von Rhodos ist leider nicht mehr Aktiv, da sie 2013 vor Island gesunken ist.

    Für mich als Pfadfinder ein tolles Buch, verbindet es doch meine beiden Hobbies.

    Das Softcover ist nur beim Verlag der Jugendbewegungzu beziehen.


    Aga

    Habe gerade Metro 2033 am als Comic am Wickel.

    Toll gerzeichnete Umsetzung des Romans über die Postapokalyptische Moskauer U-Bahn.

    Peter Nuyten hat Glukhovskys Roman auf 240 Seiten bildgewaltig umgesetzt.

    Ic hhatte mir die Gesamtausgabe fgegönnt, man kann es aber auch in 3 Einzelbänden kaufen.

    Was mir aber fehlt ist eine Karte des U-Bahnnetzes damit man sich leichter orientieren kann.

    Das war im Roman und sogar der Hörbuchfassung besser gelöst.


    Nun komme ich endlich dazu, hier weiter zu machen.


    Wenige Kilometer von der Mündung des Nordkanals in den Rhein, an der damaligen Stadtgrenze zu Neuss traf der Kanal auf eine erste Schwierigkeit: hier musste die Obererft mit dem Kanal gequert werden.


    Die Obererft war ein Seitenarm der Erft, der beim Schloss Reuschenberg von der Erft nach Norden abzweigte und bei Neuss in den Rhein floss. Dieser Seitenarm wurde genutzt, um den Graben der Stadtbefestigung mit Wasser zu versorgen, aber auch um die Wassermühlen der Stadt mit Energie zu versorgen. Dazu wurde schon im Mittelalter die Obererft erweitert und in Reuschenberg mit einer Wehranlage versehen, um den Wasserfluss zu regulieren.


    Bei den Planungen des Nordkanals musste man zum einen die Obererft queren, durfte aber gleichzeitig nicht die Wasserführung des Kanals oder der Obererft gefährden.


    Aimable Hageau wurde 1808 beauftragt, dieses Problem zu Lösen.

    Hageau, hatte schon an verschiedenen Kanal Projekten gearbeitet und galt als Fachmann für Querungen.


    Der 1784 diplomierte Ingenieur war von 1789 bis 1803 vor allem am Nivernais Kanal beschäftigt. Dieser 174 km lange Kanal verbindet die Loire mit der Seine. Der Kanal kann mit Schiffen bis 30m Länge heute noch befahren werden. Dazu geht es über 112 Schleussen, über einen Kanalaquädukt. Zu seinen größten Leistungen zählte dort der Bau des Kanaltunnels bei La Collancelle, der mit 758m einer der längsten in Frankreich ist. Der Nivernais Kanal wurde erst 1838 fertiggestellt, die wichtigsten Einzelbauten und Grundplanung waren maßgeblich Hageaus Werk.


    Er studierte weiter und wurde ab 1805 beim Ausbau des Flusses Douse (Im Grenzgebiet zur Schweiz) beschäftigt. Als technische Meisterleistung gilt hier seine Schleuse von Dole.


    1808 übernahm nun Hague das Projekt „Obererft Querung“. Der Nordkanal sollte in Nord-Südrichtung die Obererft die aus Westen kam queren. Der Nordkanal, wir erinnern uns, war gut 22m Breit mit einer Sohle von 2,4m, hatte also gut 53m² Querschnitt. Die Obererft war gut 4-5m Breit bei ca. 1m Tiefe. Daher hätte eine ungeregelte Kreuzung zu einer Austrocknung des größeren Gewässer und Überspülung des kleineren bedeutet. Der Kanal wäre nicht mehr Richtung Rhein schiffbar gewesen, die Obererft hätte konstant Hochwasser gehabt, da sich die Wassermengen auf beide Gewässer Hälftig aufgeteilt hätte.


    Von der Funktion wurde die Kreuzung mit Wehren zur Obererft ausgelegt. Durch diese Anlage konnte der Zulauf der Obererft in den Nordkanal reguliert werden und auch der Abfluss aus dem Nordkanal in den Oberlauf der Obererft reguliert werden. Für die Bedienung der Anlagen wurden auf beiden Seiten des Unterlaufes 2 Wärterhäuser gebaut. Diese waren standardisierte Häuser für jeweils eine Wärterfamilie. Leider sind die Häuser nicht mehr erhalten geblieben. Nur an der Schleuse Louisenborg bei Viersen Süchteln sind diese Häuser erhalten geblieben. Heute ist dort ein Lokal. Wenn ich Zeit finde, möchte dieses einmal besuchen.


    Zur weiteren Unterstützung der Wasserführung wurde in Richtung Obertor knapp 300m nördlich, ein kleiner Bach mit einer Wehranlage -die heute noch in Betrieb ist- gestaut und in den Nordkanal eingeleitet.


    Das Epanchoir hatte bis ungefähr zum Jahr 2000 im Dornröschenschlaf verbracht. Mittlerweile stand neben dem Epanchoir das Alexianer Krankenhaus und auf der anderen Seite die Stadthalle.


    Ein Verein zum Erhalt des Epanchoir gründete sich und fing an mit der Stadt und dem Land über eine Restaurierung zu verhandeln. Ab 2009 fingen dann die Arbeiten an. Dazu wurde zuerst die Obererft in zwei Stahlröhren verlegt, um den Bereich des trockenlegen zu können. Ein Stück (gut 20m des Kanals wurden wieder erstellt, abgeschlossen mit Spundwänden, um zu verdeutlichen, wo der Neubau begann. Die alten, originalen Ziegelmauern konnten freigelegt werden, dabei erschien auch eine Inschrift auf den Abschlusssteinen aus der Zeit des Baus.


    2019 wurde dann endlich der Bau abgeschlossen, mit dem Bau eines kleinen Pumphauses, um die Wasserführung in die anderen wasserführenden Teile der umliegenden Parks. Das Pumphaus wurde mit Tafeln, die den Bau und die Restauration des Epanchoirs beschreiben, verkleidet. Auch wurde ein Funktionsmodel des Epanchoirs dort aufgestellt, das mittlerweile leider kaputt ist.


    Weitere Informationen und Bilder eines Modells findet Ihr auf www.epanchoir.de/epanchoir/


    Fotos dann im nächsten Teil.


    Aga

    Gerade auf Twitter einen sehr gruseligen Thread gelesen.

    Was geschah mit den Totwen nach der Schlacht.

    Am Beispiel von Waterloo wird berichtet was mitden Opfern passierte:

    Das die Toten ausgeplündert wurden war bekannt, auch die Verletzten starben oft später an Ihren Verletzungen.

    Aber man fand in Waterloo nur 2 (ZWEI!) komplette skelette.

    Wohl die meisten Massengräber wurden als Rohstoffquelle für Knochenmehl als Dünger, oder Rohstoff zur Herstellung von Knochenasche verwendet.

    Diese wurde verwendet um Zucker aus Rüben weiss zu machen.

    der Tweet auf Threadreaderapp, damit man ihn auch ohne Account lesen kann.

    Quelle ist wohl ein Spiegelartikel.


    Aga

    Titel: Convoys - The British struggle against Napoleonic Europe and America
    Autor:Roger Knight
    Verlag:Yale Universities Press
    ISBN: 9-780300-246971
    Erscheinungsjahr: 2022
    Sprache: Englisch
    Thema: Geschichte der Sicherung der britsichen Handelsschiffahrt während der Revolutions- & Napoleonischen Kriege
    Beschreibung: Auf 387 Seiten beschreibt Roger Knight wie die Royal Navy die britische Handelsschiffahrt durch Convois sicherte und sich gegen Freibeuter zur Wehr setze. Das Buch hat in der Mitte einen umfangreichen Bildteil, viele Karten, Grafiken sind im Buch enthalten. Eine umfangreiche Timeline, eine Quellensammlung, ein Glossar und ein Index vervollständigen das Buch.
    Das Englisch ist klar und lebendig geschrieben. Das Lesen geht auch für nicht Muttersprachler toll zu lesen. Das Buch ist voll von anekdoten, Geschichten der Zeit, sodass das Lesen ein kurzweiliges Vergnügen ist. Gerade die Verknüpfung von Militär- und Zivilgeschichte machen das Buch so faszinierend für mich.

    Für wen gemacht: Für jeden der unsere Zeit mag


    aga

    Aktuell lese ich von SimonScarrow / T.J.Andrews „Piraten“

    Wir befinden uns im römischen Reich um 25n.Chr. Ein Straßenjunge rettet einem Handelsschiff Kapitän das Leben, zum Dank nimmt er ihn an Bord. Später wird das Handelsschiff von Piraten aufgebracht und die Besatzung in den Dienst der Piraten gezwungen.

    Es geht steil nach oben mit dem Strassenjungen.

    Natürlich gibt es noch die römische Marine, die nach der Schlacht von Actium recht schlecht aufgestellt ist. Aber ein junger Legat will mit dem Piratenunwesen aufräumen.

    Ich bin mittlerweile zu 3/5 durch und habe gemischte Gefühle.

    Ja, das römische Ambiente kommt gut rüber, man merkt aber das die Autoren keine Seeleute sind.

    Dem Straßenjungen gelingt zu viel, da kommt das David Winter Syndrom durch.

    Daher gebe ich 3 1/2 Galeeren von 5. Für 4 reicht es nicht ganz.

    Eine fixer Roman für zwischen durch. Eine Serie würde ich mir nicht antun.

    Da sind die reinen Scarrows um Cato und Macro um Längen besser.


    Aga