Beiträge von Aga

    Walsingham hatte das schon recht professionell aufgezogen um "seine" Königin zu schützen. Er war sicher nicht mit einer offiziellen Behörde ausgestattet und bezahlte das meisste aus seinen Fründen. Er war auch schon gut in Gegenspionage, was auch zur Verurteilung Mary's führte.


    Aga

    Anfang Juli war ich in Bremen und hatte für die Rückfahrt kein Buch mehr. :(

    Dafür gibt es ja Bahnhofsbuchhandlungen. NAch einigem Stöbern fiel mir das Erstlingswerk 1793 von Niklas Natt och Dag in die Hände.

    Der Roman wurde mit dem schwedischen Krimipreis 2019 ausgezeichnet.

    Nun ein Krimi? Hier?

    Ja. Der Roman spielt im Jahre 1793 in Stockholm. Viel lokalkoloriert, scheint sauber recherchiert worden zu sein.

    Viele Persönlichkeiten und Schauplätze der damaligen Zeit tauchen auf.

    Ein junger, in ungnade gefallener Richter (Winge) wird beauftragt mit dem Stadtwächter Cardell (invalider Kriegsveteran) einen Mord aufzuklären.

    Das Opfer wurde über Monate grausam verstümmelt, jede Wunde sauber verarztet.

    Da es auch in teuren Stoff gehüllt gefunden wurde, geht man von den oberen Schichten, der Krone nahestehend aus.

    Winge ist entbehrlich, da er auch an offenem TBC leidet, und man davon ausgeht, das er eh bald das zeitliche segnet.

    Fast 500 Seiten Lesespass.

    Bin zwar erst bei der hälfte aber es macht Spass bei jeder Seite.

    Bin auf die weiteren Bände gespannt.


    Aga :loriot

    Gerne. Wenn tips gebraucht werden, Bescheid geben.

    Spätestens 2021 werde ich wieder nach Irland fahren. Dann nördlich Gallway in den Donegal und Sligo.

    Irgendwann noch mal die Südwestecke mit Cork und Castletownberehaven...


    Aga

    Noch so ein Paar Dinge, die wir am Wegesrand sahen.


    Da steht am Wegesrand ein gepflegtes Grabkreuz für einen Gefallenen des Bürgerkriegs.

    Hier wird die Erinnerung noch hoch gehalten.


    In Kildare liegt Ross Castle, das als letztes im Kampf gegen Cromwells Truppen fiel. NAhebei gibt es einen Ruderboot Schuppen, der für Queen Victoria gebaut wurde.


       


    Natürlich musste wir auch am Rock of Cashel vorbei, wo die Hochkönige gekrönt wurden. Imposante Ruine.



    Am Dunnagh House, wo O'Connel seine Kindheit verbrachte, lag eine Carronade rum.

    Leider nicht Shipshape. Und Jack Bronze Zwölfer sähe besser aus. Wo ist Killick wenn man ihn mal braucht....


       


    Über die Mündung des Shannon fährt eine Fähre. Da möchte ich nicht bei Seegang drauf sein...

    Man musste schon tricksen um den Blick so zu bekommen, liegen doch auf beiden Seiten der Mündung grosse Kraftwerke.


         

    Das war die Gegenfähre, unser war baugleich.



    Aga

    Valencia Island

    Auf Bray Point startete 1858 das erste Telegrafenkabel in die USA. Es hielt ganze 10 Tage. Das Kabel war nicht Wasserfest, sodass nach und nach das Signal immer schwächer wurde und man zum Ausgleich die Spannung immer höher drehte, bis das Kabel irgendwann schlicht platzte. Ein paar Jahre später wagte man ein paar Km südlicher einen neuen Versuch.

    Für einen Besuch im Leuchtturm waren wir zu spät dran.



         

    Bray Head Tower Valencia Island Lighthouse


    In Knigthstown –dem Hauptort der Insel hatte wir eine Unterkunft direkt am Hafen.


         


    So sahen alle Häfen in Irland aus! Segelschiffe Fehlanzeige!

    Vor der Westspitze Kerry’s liegen die Skellig’s. Diese rauen Inseln waren seit dem 6 Jahrhundert besiedelt. Auf St.Michael der grössten liegt ein Kloster, das man nach einem Aufstieg von über 600 tufen erreichen kann. Dort wurden Szenen der letzten Star Wars Filme gedreht. Luke lebte in dem Kloster und unterrichtete Ray. Unsere Gastgeberin in Killorglin erzählte uns, das die Filmcrew am Shannon Airport untergebracht war. Jeden Morgen zogen 6 große Hubschrauber über Kerry und flogen die Filmcrew und Ausrüstung nach St.Micheal. Abends wieder zurück. Eigentlich Wahnsinn für 15 Minuten Film.


       

    Die Skelligs, rechts St.Michael Das Kloster mit seinen "Honigwaben Häusern" liegt

    auf der linken Bergflanke.


    Wer Schokolade liebt sollte bei Skellig Chocolate vorbei. Eine kleine Manufaktur für Hüftgold.


    Die Gegend vermarktet sehr die Star Wars Szenerie gewesen zu sein.

    Einen anderen Drehort hatten wir verpasst, da wir es nicht frühzeitig gerafft hatten. In Spanish Point wurde die Szene gedreht, wo Ray erstmals die Macht nutzte. Man kann nicht alles haben.

    Unsere letzte Nacht an der Westküste verbrachten wir dann in Killarney.

    Killarney an einem Freitag ist eine einzige Session, in nahezu jeden Pub, Restaurant Hotel spielen Bands, sei es Irish Folk, Rock oder Pop. Sehr bunt sehr laut, sehr irisch.

    Über Dublin schreibe ich nichts. Den Pfingstsonntag habe nwir dann an der Dubliner Riviera südlich Dun Laoghaire verbracht. Dazu später mehr, da ich dort mal endlich in einen Martello Turm kam.


    Aga

    Von Ballybannion ging es auf die Dingle Halbinsel. Auf Irland erwartet man keine Pässe wie in den Alpen, steil, eng und was eine Aussicht.

        

    Die Engländer machten aus dem An Chonnain Pass den Connor Pass


    Wo kommt am fast höchsten Punkt soviel Wasser her?


    Dingle selbst ist eine quirlige kleine Touristadt. Die Halbinsel selbst ist rau, An der Westspitze liegen die mittlerweile unbewohnten Blasket Islands, die immer die Heimat einer rauhen Seefahrergemeinde waren. Die Boote die diese Fischer nutzten kann man im Blasket Island Heritage Center besichtigen. Die Curraghs waren aus einem dünnen Holzgerüst gebaut , das mit Leder, bzw. später mit geteertem Segeltuch bespannt war.

         

    Curragh Great Blasket Island


    Weiter ging es bis Kilorglin, unseren Einstieg in den Ring of Kerry. Dazu musste nwir noch mit der Fähre über die Mündung des Shannon. In Herbststürmen möchten ich aber mit dieser Fähre nicht fahren, das Ding kam mir nicht sehr hochseetüchtig vor.

    Unsere nächste Etappe war recht kurz. Den Wild Atlantic Way an der Nordküste Kerrys bis Valencia Island.

    An der Küste dann mein erster freilebende Martello Turm. Wenn man den so sieht kann man sich vorstellen wie effektiv die eine 32 Pfünder auf dem Dach war.


    Dann sehen wir uns auf Valencia Island wieder.


    Aga

    In der Woche vor Ostern war ich mit meinem Schatz in Irland.

    Ohne Brut. Haben wir uns verdient nach 25 JAhren, die wir nun den Ring sie zu binden, zu knechten...

    Falscher Text.


    Natürlich konnte ich nicht umhin mich wegen unserer Passion der Seefahrt etwas umzutun.

    War nicht ganz so ergiebig. Leider.

    Einen Bericht zum National Maritime Museum of Ireland habe ich ja schon gepostet.

    Wir waren sonntags mit der Spätmaschine von Düsseldorf nach Dublin geflogen, um die erste Nacht bei Freunden zu verbringen.

    Am Montag schnappten wir unseren Mietwagen und düsten auf freien Autobahnen an die Westküste.

    Die erste Nacht verbrachten wir in Salt Hill einem irischen Ballermann, um dann dem Wild Atlantic Way bis zum Ring of Kerry zu folgen.

    Da wir in der Vorsaison unterwegs waren, waren die Bed & Breakfasts noch günstig überall am Weg zu buchen.

    Nach Pfingsten wir Irland voll und teuer.

    Dienstag dann nach Süden zu den Cliffs of Moher.

    Da wir nicht den kürzesten Weg nehmen wollten machten wir einen Abstecher in das „Burren“ eine Hochmoor Gegend südlich von Galway. Das Wetter war irisch feucht. Das Burren ist eine extrem karge Gegend mit Gras und Heidekraut zwischen den Steinen, in den Kuhlen zwischen den Steinen bildet Moorlöcher die sich immer mehr mit Humus und Pflanzen füllt. Eine Gegend für Schafe und Kühe.

    Die Cliffs of Moher haben seit ein paar Jahren ein Besucherzentrum, wodurch die Touristenströme gut geleitet werden. Anfang der 1990er als meine Frau das erste Mal da war, stapfte man durch Schlamm und Dreck an der Küste lang. Wer zu mutig war, wurde nach 200m freien Fall auf den Boden der Tatsachen geholt und endete als dicker Fleck. Auch heute noch turnen da Touris rum und betteln um den Darwin Award. Mindestens einen Touri holt sich die See pro Jahr.

                   

    Der Turm auf der Spitze ist ein alter Wachturm, aber kein Martello....


    Aber die Cliffs sind einfach toll. Gigantisch diese Küstenlinie. Bei unserem diesigen Wetter verschwamm die Horizontlinie, sodass man meinte in die Unendlichkeit zu sehen.

    Papageientaucher haben wir nicht gesehen, die gehen früh auf See und kommen spät wieder.


    Weiter ging es an der Küste bis Ballybannion mit seinen „nur“ 50 m hohen Klippen und den tollen Stränden.

    Dort haben wir noch am Ladys Beach eine Übung der Seenotretter beobachten können. Das Fahrzeug war schon der Knaller.


                   

    Seltsames Fahrzeug der Seenotretter Auf dem Kliff führt ein Weg mit tollen Blicken Abendstimmung

    In Ballybannion gab es den kleinsten Biergarten der Welt search


    ür ein Turm ist, haben wir nicht rausgefunden. Schade, der wäre was als Ferienhaus.


    Weiter in Teil II


    Aga

    Während meines Trainings in Bremen habe ich das Buch fertig gelesen.

    Es blieb gut.

    Blighs Rolle während der Seeschlachten con Camperdown und Kopenhagen wurden ebenso dezidiert dargestellt, wie die Meuterei auf der Nore, wo er noch eine Zeitlang die Disziplin an Board aufrecht erhalten könnte, weil ihn die Matrosen achteten.

    Auch seine Zeit als Gouverneur in New South Wales, wo er in die Rum Rebellion stolperte.

    Aber durchweg, ein guter Organisator, der für die Leute unter seinem Kommando alles gab, aber kaum Diplommatisches Gespür hatte, der bei kleinsten Nachlässigkeiten seiner Offiziere sehr zornig reagierte, und sich damit von seinen untergegebenen Offizieren trennte, was dann zu Aufsässigkeit und Schwierigkeiten, Anfeindungen führte.

    Während des Prozesses gegen die Bounty Meuterer könnte er nicht eingreifen, und reagieren, sodass die Familien Heywood und Fletcher ihre Kampagne gegen Bligh straflos durchziehen könnte und ihn diskreditieren könnten.

    Aber die Journalen untergebener Offiziere und Mannschaften zeichnen nicht das Bild des tyrannischen Despoten an Bord.

    Er bestrafte seine Matrosen recht Milde, war aber hart und teilweise jähzornig gegenüber seinen Offizieren, was dann zum Bild des Tyrannen führte.

    Christian Fletcher ist an der Verantwortung und der darauffolgenden Müsse auf Tahiti zerbrochen.

    Peter Heywood solidarisierte sich mit dem Falschen.

    Aber dies hinderte ihn nicht an einer glänzenden Karriere in der Navy.

    Gegen den Tyrannen Blih spricht auch, das sein Diener und der Schmied der Bounty immer wieder mit ihm auf See gingen.

    Bei dem Preis klare Empfehlung.


    Aga