Beiträge von Saarpirat

    Ich habe mal einen Bericht im Fernsehen gesehen, in dem das in Bezug auf Schlachten wie Waterloo angesprochen wurde. Dieses Krankheitsbild war gänzlich unbekannt und solche Leute galten einfach als zu schwach oder verrückt geworden. Und wurden sich selbst überlassen. Und dem Alkohol. Der war, gerade bei der Navy, ja eh ein ständiges Problem. Alleine die täglichen Rationen hielten die Leute ja schon auf einem Level, der jenseits von gut und böse aus heutiger Sicht war. Die Leute dürfte viele derartige Belastungen einfach weggesoffen haben. Und gerade bei den gefährlichen Arbeiten an Bord mit besoffenem Kopf, dürften auch tödliche Unfälle nicht selten gewesen sein. Oder Selbstmorde.


    Wobei zu dieser Zeit auch das "normale" Leben viel gefährlicher, gewaltvoller und brutaler war, als wir es uns vermutlich wirklich vorstellen können. Man denke nur an die Auspeitschungen. Auch das dürfte einen Einfluss gehabt haben und abhärten oder eher abstumpfen.

    Ich bin auch mal gespannt was zuerst kommt. Die Fortsetzung vom Lied von Eis und Feuer oder die langersehnte Neuauflage. Sehr gerne auch als E-Book. Nur hoffentlich nicht nur im Amazonformat.

    Absolut richtig, Speedy.


    Mit hat die Serie auch sehr gut gefallen. Bis auf den zehnten Teil. Und bis auf die Untertitel. Ich schaue eigentlich keinen Film und keine Serie so aufmerksam, wie es hier sein musste. Ich mache eigentlich grundsätzlich irgendwas nebenbei. Ging hier leider nicht. Wenn man sich drauf eingelassen hat, war es aber wirklich toll. Ich muss mir die alte Serie auch nochmal ansehen und mit vielleicht auch mal das Buch wieder zu Gemüte führen.


    Was übrigens auch falsch dargestellt wurde, war Sepukku. Jedenfalls für die damalige Zeit. Damals durfte der Kopf noch nicht rollen, sondern musste nach vorne klappen. Angeblich durften sogar einige Sekundanten anschließend selbst das kleine Schert benutzen, wenn sie den Kopf ganz abtrennten. Das soll sich erst ein Jahrhundert später geändert haben. Später reichte es sogar, wenn der Sterbende den Schnitt nur mit seinem Fächer andeutete.

    Habe es durchgehört. Ich fand es deutlich besser, als das Prequel. An die beiden Originale kommt es aber lange nicht heran. Mit knapp 25 Stunden ist es auch etwas kurz geraten.


    Maritime Bezüge gibt es keine. Außer, dass eine Seeschlacht bei Trafalgar erwähnt wird. Der Krieg dient (einzige wirklich Ausnahme ist Waterloo) eigentlich nur als Hintergrund und Begründung für einige Entwicklungen zuhause. Die, es fängt mit der Einführung der Spinning Jenny und der weiteren Mechanisierung und frühen Industrialisierung an, werden aber sehr gut beschrieben. Die Regierung (warum muss ich da nur immer an BoJo denken?) kommt nicht sehr gut weg. Viele Unternehmer und Landherren auch nicht.


    Insgesamt kurzweilige Unterhaltung mit (wieder einmal) gezwungenem Bezug zu den originalen ersten beiden Kingsbridge-Büchern. Kein Meisterwerk. Hätte aber trotzdem gerne doppelt so lange ausfallen dürfen. Sex gibt es auch, aber da war Follett auch schon deftiger.