Beiträge von 1.Lord

    Für Gott, die Queen und England!“


    und vielleicht: „Möge der Herr mit uns sein!“


    Möge er mit uns Lesern sein und auch mit seinem Autor!

    Im Juli 2016 erscheint 'DER PIRAT' Ein Francis-Drake-Roman im Knaur Verlag. Sein Autor ist Mac P. Lorne, geb. 1957. Er ist sozialisiert in der ehemaligen DDR. Er flieht 1988, ein Fachmann für Reit- und Zuchtpferde in Bayern. Aus dieser Pferdeleidenschaft entstammen Olympiareiter.

    Er lebt wohl mitten im Wald in einer Burg.

    Er ist Mitautor von einigen Sachbüchern zur Veterinärmedizin und Pferdezucht.

    Ab 2011 hat er eine Robin-Hood-Trilogie veröffentlicht.

    Auch Reitlehre ist ihm vertraut. Nun denn!


    'Der Pirat', Ein Francis-Drake-Roman ist ein 655 S. umfassender Band mit historischen Anmerkungen des Autors, einer Zeittafel und einer Bibliographie vor allem von Veröffentlichungen von Autoren aus dem eher ostdeutschen und -europäischen Sprachraum!


    Was bietet uns der dicke Schinken?


    Das Augenmerk des Autors ist gerichtet auf ein überschaubares Tableau, ein paar Personen.

    Ein Mathematikprofessor, ein böhmischer Kanonengießer und ein britischer Geheimdienstchef. Drei Frauen, viele Sailors (so benannt!) und Gunners (so benannt!).


    Der alles überstrahlende Held ist Francis Drake. „Ihr habt von mir gehört?“ (…) „Wer nicht auf dieser Welt? (S. 280)“


    Wir wissen: eigentlich alles! Pirat, Bevorzugter der Königin, erfolgreicher Kaperfahrer im Dienste der schroffen Queen. Mann mit besonderen Erlaubnissen. Vielleicht Lover einer alternder Queen, aber meistens ausgezeichnet mit einem Mandat für noch schönere Edelsteinkolliers. In wenigen Szenen mit Alherrenerotik erleben seine Liebschaften ihn als einfühlsamen und erfahrenen Super-Lover. „What a man?“, hört Mann die Elisabeths (zwei!) stöhnen (Elisabethanisches Zeitalter eben!)

    Auch die historischen Orientierungspunkte sind allgemein bekannt, wenn nicht, dann bildet die Zeittafel einen chronologischen Warpanker.


    Wir freuen uns über die Wertschätzung des englischen Schiffsbaumeisters Mathew Baker, seine Schiffstypen sind legendär. Schnelle, schwer bewaffnete Kriegsgaleonen. Den Kennern der Materie genügt die Erwähnung der 'Revenge'.


    In 16 Kapiteln oder Handlungsbildern (Prolog und Epilog mitgezählt) darf der Leser an maßgeschneiderten Situationen teilnehmen, die im Kern die Jahre von Drakes Weltumseglung (1580) und der Schlacht um die englische Mutterinsel gegen die spanische Armada (1588) umsegeln. Ein jugendlicher Drake als Küsten-Konterbande (1560) und ein alternder, erkrankter Drake auf Abschiedstournee in der Karibik (1596).


    Fast wie auf einer Kur-Kreuzfahrt fahren wir mit Drake auf der Golden Hind und später auf der Revenge. Dabei schauen wir in Venedig vorbei, um den böhmischen Kanonengießer Joachim Gans abzuholen, mit dessen Rezept die überlegenen Bronzekanonen für England gegossen werden, die später dann den zu großen spanischen Galeeren und Galeassen den Gar ausmachen, weil sie so schön weit und genau schießen können. Bis dahin werden gerne mehrmals Kaper-Kreuzfahrten in die Karibik durchgeführt, die enorme Gewinne für Englands klamme Staatskasse und schöne Edelsteine für die englischen Damen einbringen. Mord, Totschlag und Krankheiten sind ein prächtiger Preis dafür, der aber mit 4700 % Gewinn für die Eigener vergolten wird.

    Als gehörnter Ehemann lässt Drake seinen Nebenbuhler in der Fremde vorteilhaft verurteilen und enthaupten. Seine Ehefrau (mit einem herzförmigen Muttermal nahe des Nabels) daheim ist später reumütig, nimmt sich aber im Meer das Leben, weil Drake ihr nicht zu verzeihen vermag. Immerhin muss er ja auch seine ihm überaus wohl gesonnene Königin bei Laune halten (mit Schmuck) und einer ihrer jungen Hofdame den Hof machen. Die wird dann auch als nächstes geheiratet. Damit sich die Frauen nicht darüber streiten, wer die schöneren Klunker von Drake bekommen hat, darf Drakes junge Elisabeth die Steine nur zu Hause (stolzes Anwesen) tragen, während die Queen Elisabeth (im Roman immer gerne als Lizzy tituliert (kleiner-großer-kleiner Spaß!?) mit ihrem Gehänge den spanischen Botschafter brüskiert.


    Das schön gestaltete Taschenbuch ist so dick, dass es nur in eine Reisetasche passt. Schöner Einband, zeitgenössische Gemälde des Helden beim Ritterschlag und Schlacht gegen die Armada in der Klappeninnenseite.

    Es liest sich schneller als eine Seereise nach Cadiz, aber langsamer als die teilweise Vernichtung der dort liegenden Flotte 1587.


    Bis auf wenige inhaltliche Details ist die Rahmenhandlung bekannt. Geheimdienstaktivitäten und die Figur des Metallurgen können ebensowenig darüber hinwegtäuschen, dass hier eine bekannte Story angeboten wird, die erzählerisch und auch inhaltlich kaum zu überzeugen weiß. Es liest sich so weg. Ein erzählerischer Sog entsteht eher selten, was sicherlich auch mit den limitierten erzählerischen Mitteln des Autors in Verbindung gebracht werden darf. Allwissend und borniert kommentierend, wenig fantasievoll und kaum garniert mit Humor. Gäbe es nicht die gestelzten Schilderungen des Kopulierens, wäre dies eine lohnende Lektüre als Ganzschrift für 12-jährige, die die Abenteuerliteratur gerade für sich entdecken. So zwischen Tom Sawyer und Percy Jackson.

    Bin gerade auf der Zielgeraden mit der Lektüre von Mac P. Lorne 'Der Pirat'. Ich kann die Rudeltaktik / Partisanentaktik zumindest aus diesem dicken Schmöker bestätigen. Die britische Taktik auch: Stücke mit Reichweite und Treffsicherheit aus wohl deutsch-tschechischen Landen.

    Das Buch werde ich in ein paar Tagen vorstellen. 650 S.

    Großartig. Modell und Präsentation. Das reale Boot muss der pure Wahnsinn gewesen sein, und die Seemänner, die es fuhren mehr als durchgeknallt. Alte Zeiten, herrlich. Vielen Dank!

    Weil ich so viel draußen an der frischen Seeluft schnuppere, ist meine leidenschaftliche Lektüre in den letzten Monaten verkümmert. Nach dieser hier so plötzlich aufgeflammten Diskussion hätte ich tatsächlich Lust, den ersten Hornblower-Band wieder einmal zur Hand zu nehmen und meine Erinnerungen aufzufrischen. Mal lesen! Eure (Wieder)Eindrücke sind wirklich ermutigend.

    Die aktuelle Folge hat mich aus dem Sofa gebeamt. Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll?! Guckt selbst! Schreibt, was ich hier hätte schreiben sollen!

    Turn-Welle: Ich habe Turn nach wenigen Folgen abgebrochen. Viel zu langatmig! Von Cornwell habe ich noch gar nichts gelesen. Die Festung steht seit Jahren hier im Regal. Und die Uthred Verfilmung war schon so, dass ich mich auf die Fortsetzung freue.

    Ich kenne diese Serie noch gar nicht und bin jetzt doch sehr neugierig geworden! Heute sagen ja junge Leute, Serie suchten. Das werde ich wohl mal gleich beginnen, sofern ich einen Streaming Angebot finde.

    Vermutlich Reifungsprozesse der Darsteller und der Serien-Suchtenden.


    Sie war der einzige Grund, warum es sich lohnte, hin und wieder bei Voyager zu verweilen. Janway war nie überzeugend.

    Ich feiere es, dass Jery Ryan im Team ist.

    Tuvok und Chakotay fand ich auch eher nervig.

    Saarpirat: Bist du auf dem Weg in den Weltraum? Kannst du mich mitnehmen? Wie geht das?

    Krise: Begeisterung ist weg. Woran liegt das? Bei Babylon Berlin ist es ratsam zunächst die Bücher zu lesen. Dann kann man an der Serie rummeckern oder die filmischen Freiheiten feiern. Bei BB werden die Romane aufgebläht zu Serien, detailverliebt, langsam, aber auch sehr unterhaltend.

    Die Vikings-Staffel habe ich auch aktuell verfolgt. Lagertha ist tot. Next Generation. Der etwas eindimensionale B. wird nicht König aller N. Viel Intelligenz oder emotionale Wärme hat er eh nie ausgestrahlt - alles flachgelegt, was möglich war - Und? Der überaus böse Ivar kriegt vermutlich von Übbe im Nov. auf die Wikingerfresse, dann werden die in allen westliche Filmen seit 1945 bösen ostländischen Rus-Wikinger vernichtet. Der Westen siegt immer... Aua. Mal sehen, was im Nov. dann bei Vikings passiert.

    Im Boot bin ich noch nicht gewesen.

    Ich rette dich fürs Sehen, nicht fürs Fernsehen. Bleib am Schirm, alter Vitalienbruder, vielleicht hast du gerade eine kleine visuelle Schaffenskrise...? Oder....?