Beiträge von 1.Lord

    Krüger-Leser-Krüger-Rand. Leider kann ich nicht helfen!

    (Als ich noch kein AoSailor war - aber literatursüchtig - habe ich die Krüger-Ausgabe im Schuber für einen Schleuderpreis (49,99 DM) erwerben können. Gleich noch eine gekauft und weitergeschenkt an meinen Bruder....).

    Krüger-Rand!

    In diesem Forum werden ja einige Geheimnisse nur müdlich weitergegeben - nun denn....!!!!!??????

    Ich weiß ja immer noch nicht, warum das alte Forum scheiterte, wie, wann wiso, weshalb warum - der die das.....!!!!!

    Einige Mitglieder genießen einen Fettdruck im Avatar-Namen, wieso weshalb warum......!!!!!??????

    Administratoren, Administratoren und Alligatoren......Wiso weshalb warum......!!!!!????


    So - Leute, ich habe jetzt auch eine kryptische Botschaft!!!!! Yes - Digger!!!!!!


    Wir sehen uns in Berlin. Dann gibt es einiges zu besprechen - feel it - Digger!°!!! Yes!!!!!


    :lol

    Das ist ein absolut faszinierendes Thema.

    Ich bin da bei Angarvater, mit dem ich die Begeisterung für das Treideln im Themse-Kanal teile.

    Ich habe dabei immer gedacht, wenn die Hornblower-Romane im Stil von 'Des Königs Admiral' weiter verfilmt worden wären oder wenn 'Die SERIE' Fortsetzung gefunden hätte, dann hätte ich gerne Gregory Peck am Ufer mit Treidel-Geschirr die Pferde ziehen lassen. Das sehe ich, während ich dies schreibe, feucht und bunt und anstrengend vor mir...

    Das Treideln in Kanälen wird auch absolut genial aufgegriffen in -

    Das ist ein wunderbarer Simenon - lese hier - nicht Krimi!!!

    Mittlerweile bin ich ein ausgesprochener Fan der Romane von Simenon, die großartigsen Romane sind die roman dur, die NON-Maigrets.

    Zum Treideln hier aber ein echt sehr guter Maigret - stimmungsvoll und atmosphärisch dichter kleiner Roman um ein Verschwinden einer jungen Frau im Marnekanal.

    Lasst euch verzaubern von einer einfach sehr guuuten kleinen Krimistory mit TREIDLERN im letzten Jahrhundert.

    Volle 5 Treidler Schweißtropfen :5*:.

    (persönlicher Nachtrag: Im Juli werde ich mit meinem Freund und unseren erwachsenen Söhnen in den holländischen Kanälen fahren - eher nicht treideln, aber genießen...)

    Lukas Hartmann 'Bis ans Ende der Meere' habe ich jetzt auch gelesen. Ein fast 500 S. starker Abenteuer-Roman eines eher unbekannten Schweizer Autors.


    Sehr zu loben ist die schöne Buchausgabe in Leinen, mit Lesebändchen und Literatur-Anhang. Sehr schönes, handliches Format, ein feines Bändchen, dass sich dankbar 'händeln' lässt und einen wohlverdienten Platz im Bücherregal erhält.


    Hartmann erzählt von John Webber, einem Maler, in London geboren, in der Schweiz, in Bern aufgewachsen. Webber begleitet James Cook auf seiner 3. Weltreise mit den zwei Schiffen Endeavour und Resolution. Er ist als Expeditionsmaler angeheuert und begleitet den exzentrischen Cook über die Kanaren durch den Atlantik, Südafrika, an den Kerguelen und Tasmanien vorbei bis New Zealand. Über Tahiti, Hawaii bis nach Alaska, an der russischen Küste, an Japan vorbei durch den Pazifik und den Indischen Ozean, wieder um Afrika herum und zurück nach Europa - das sind die Stationen der 3. Reise. Dramatischer Höhepunkt ist der bis heute etwas umstrittene Tod von Cook auf Hawaii (das Cook entdeckte!). Der charismatische Anführer wird dort von Einheimischen überwältigt, getötet, zerstückelt und vermutlich anteilig verspeist.

    Es geht um die spannenden Entdeckungen von bisher unbekannten Inseln, Ländern, Menschen und Lebewesen aller Art. Es geht um die moralischen Fragen ob der Vorherrschaft der Europäer über den Rest der Welt, legitimiert durch die religiöse Humanität und scheinbar höher entwickelte Moralität. Der kulturell hoch entwickelte Europäer muss die den Tieren ähnlichen Indianer beherrschen. Dies wird kontrovers diskutiert während der jahrelangen Reise um die Welt in den Gesprächen in der Kapitänskajüte (Great Cabin) während der oft immer karger werdenden Verpflegung. Natürlich wird auch immer wieder das strapaziöse Fahren auf den unberechenbaren Ozeanen und das Überleben in der Enge eines solchen Schiffes mit Wassermangel, Krankheiten, Kälte und unmenschlichen Anstrengungen thematisiert.

    Erzählt wird diese Abenteuer-Reise in Rückblenden aus den Jahren der Gegenwart um 1780 heraus, nachdem die Expedition geendet ist. In angenehm lesbaren kurzen Kapiteln erlebt der Leser die fortschreitende Reise hautnah mit. Die Kapitel als Briefe an den Bruder des Malers und verbotene Tagebuchnotizen mit vielen kritischen (Selbst-) Reflexionen fügen sich zusammen. Die Verarbeitung der Erlebnisse nach Beendigung der Reise ist geprägt durch die Zensur der Auftraggeber (Admiralität, National Society). Zudem bedroht eine sublimierte Homosexualität des Malers dessen Erlebnisse und Gestaltung eines lebbaren Lebensentwurfes. Der Maler stirbt dann auch im Alter von knapp über 40.


    Ein gut geschriebener Abenteuer-Roman, sauber recherchiert, flüssig formuliert und durchaus spannend. Ein feines Leseerlebnis und eine intensive Reise an fremde Gestade, die es heute so nur noch in der Literatur gibt.


    (Fanö an der Nordsee)

    Seit vielen Jahren bin ich Leser und Bewunderer der vielseitigen Werke von R. Schrott. Wie auch Christoph Ransmayr ist RS ein Gegenwartsautor von besonderem Format!

    Aufmerksam bin ich auf ihn geworden durch: Die Erfindung der Poesie - Gedichte aus den ersten viertausend Jahren - erschienen in der wunderbaren Anderen Bibliothek (Hrsg. von H.-M. Enzensberger).

    Bei Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde (2003) hätte ich mir vor Jahren fast die Zähne ausgebissen, der Roman ist aber wunderbar! Dazu finden wir bei Wiki: "Von der Kritik wurde Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde überwiegend begeistert aufgenommen: Schrott beeindrucke vor allem durch „[e]ine Kraft der Sprache, von der nicht leicht ein Begriff sich geben lässt. Es erscheinen Passagen, die man nicht anders als mit angehaltenem Atem zu lesen vermag, Sätze, die einem tagelang nachgehen.“ Der Roman sei „Weltliteratur“, „ein Buch, das zeigt, was sich die Literatur deutscher Sprache am Anfang dieses Jahrhunderts trauen könnte."

    Danke an Bonden für den Hinweis! Ich hatte den R.S. etwas aus den Augen verloren. Ein bestimmt wertvolles Buch hast du uns vorgestellt! Danke!

    Der Opener zur 2. Staffel ist streambar: Stargazer!


    (Vorwurf: immer auf Fr. warten, bis die nächste Folge erscheint, ist nicht der eigentliche Streaming-Style - das ist echte Prime-Kacke, also Vorwurf ist allemal berechtigt!)


    Bekanntes Personal, das ist schon mal gut: Ein alternder Picard, der eine innere Mission hat und daher eine äußere annimmt. Sein Lebensthema ist noch nicht abgeschlossen. Seven, Guinan (Whoopi!) und Q !!!! Wieder einmal großartig.

    Der Plot überschaubar. Was Borg war und ist, ist Borg und soo böse! Cooles Borgschiff !!! Coole Borg-Königin (Spidermans Tochter, die erwachsen geworden ist!)!!!


    Weinlese mit Trauben-beaming - geil! Gemütliches Wein goutieren. Picard mit seiner Romulanerin...


    Q pantscht die Zeitebenen (ist dabei immer gut drauf) - hoffentlich gibt es nicht die Wiederholung aus Discovery mit einer hellen und einer dunklen und anderen parallelen Zeitebenen...


    Bin noch nicht entflammt im Photonen-Faser-Fieber des unendlichen Raums der jungen Leute, genieße aber den alternden Mann von Ehre!


    4 von 5 Sternenflottensternen :4*:

    Sie (eingeschlafen seit 20 Minuten)

    Er: "Schätzchen, du schläfst ja schon!"

    Sie gähnt, schüttelt sich: "Nee, ich habe nur mal eben kurz die Augen zugemacht. Wie spät ist es denn? Oh - ja, dann gehe ich denn mal ins Bett."

    Sie: "Ich koche mir nun mal schnell einen Tee!" Nach 5 Minuten ist sie wieder da. "Und? Was ist passiert? Ich verstehe das jetzt nicht, warum er das macht!"

    Ach herrlich - ich weiß so genau, wovon du schreibst. Ein wunderbares Programm!!! :D

    DIE EHEFRAU - UNENDLICHE WEITEN - WIR BEFINDEN UND IN EINER GANZ NAHEN GALAXIE - DIES SIND DIE ABENTEUER DES WUNDERBAREN EHELEBENS.....

    Das sehe ich auch so! Ich stelle mir dann mal vor: Einen TV-Abend mit Speedy und seiner Frau. Sie findet Reacher so richtig gut und er findet, dass Reacher nicht so schlecht ist - Action, Popcorn-Unterhaltung - und er denkt vielleicht: Wenn es meiner Frau gefällt, dann ...

    Yes! :pf:

    Nach einem mäßigen Tiefgang im Dialog zwischen R und seinem Vorgesetzen "Dann ficken sie sich doppelt!" - Ohne die Miene zu verziehen! Das ist weder witzig! Weil der Nordstaaten-Vorgesetzte gerade vom Tod seiner Ehefrau offenbart hat. Das ist auch gar nicht ironisch - der Muskelmann - Reacher - no nonverbale Regungen - ist so gar nicht witzig, weder lustig, noch zotig, noch intelligent zynisch - eine einzige dumme Muskelmaschine... Ich schaue denn mal weiter...

    Denkt mal an 'True Detectives' - ich meine die erste Staffel?

    Die ist so gut!!!!!!!!!!

    Und?

    Ich schaue gerade JETZT weiter bei reacher - soo langweilig.

    Musik toll - aber nicht eingebunden in den Plot!! ???

    Da ist erwieder - der Muskelmann, der nur darauf wartet - wie wir Zuschauer - dass er wieder 2-6 Agressoren klar macht...

    Ich kenne die Romane nicht.

    Was für ein aufgeblasener Gockel! Protein-Produkt. Diesen Reacher kann ich kaum ertragen, der ist ja noch schlechter als der Tom!!! Für mich: Schlechter geht es nicht! Unüberwindbar - gehört zu Marvels Superhelden - ätzend! Dumme Fresse! Sagt Dinge aus dem Drehbuch - die hätte er niemals aus seinem Kopft bekommen...

    Musik - gut.

    Chief - gut. (Hitze der Nacht - habe ich auch erinnert!)

    Kollegin - gut.

    Ich schaue weiter - bin ja nicht am Abschluss...

    Der 1976 geborene Assistenzprofessor für Psychiartrie in Stanford, Daniel Mason, legt mit 'Der Wintersoldat' seinen zweiten Roman von immerhin 430 Seiten vor, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde und 2018 erschienen ist.

    Ein fulminanter, großartiger Roman, der trotz seiner Seitenanzahl keine Längen und Hänger kennt. Ein grandioser Lesesog erfasst dich als Leser, und du fragst dich, warum dir bisher dieser wirklich große Roman nicht aufgefallen ist, der von der Kritik gefeiert und keine Vergleiche scheuen muss. 'Der Wintersoldat' hat die Wucht von 'Doktor Schiwago' und die Zärtlichkeit von 'Der englische Patient' (R. Brogsitter, Bayern 5).

    Ein Wiener Medizinstudent mit polnischen Wurzeln meldet sich nach Ausbruch des 1. WK freiwillig und landet im eisigen Winter 1914 in einem Behelfslazarett in Galizien in den Karparten (klirrende Kälte, viele Erfrierungen und winterliche Landschaften). Eine junge Nonne lehrt ihn die Grundlagen medizinischer Versorgung (Amputieren, Nähen, Schneiden, Sägen...) und die Grundlagen von menschlicher Feinfühligkeit in Zeiten der Apokalypse. Ja - auch eine Liebesgschichte! Mit einem überaus besonders schwer traumatisierten Soldaten setzt sich ein äußeres und inneres (!) Drama fort. Das Weltgeschehen bestimmt die Lebensläufe der Protagonisten über Lebensjahre; Verlust, Sehnsucht, Suche und Verzweiflung sind die schmerzlichen Folgen.

    Die Handlung ist aus einem Guss, ein gestaltetes Drama mit Höhepunkten und Wendungen und Überraschungen bis zu einem gelungenem Schluss ohne Pathos und kitschigem Klischee.

    Die Gestaltung des historischen Weltgeschehen an der Ostfront hält den Vergleichen mit den ganz großen Romanen über und zum 1. WK locker stand (Remarque, Falks, Renn u.a.).

    Ein gekonnt erzählter großer Roman mit auktorialer Erzählperspektive, durchsetzt mit überraschend feinem Humor an dafür passenden Stellen (das Röntgen einer Meerjungfrau, Dinnieren mit Mme. Curie und der vertrockneten Meerjungfrau-Leiche unter dem Restaurant-Tisch!).


    Weihnachten 2021 in zweiten Corona-Winter. Schnee ist gefallen im Norden, Ruhe ist eingekehrt. Das Leben bleibt eingeschränkt. Zeit für die Lieben, für die stimmigen Lektüren, für den Jahresausklang.


    Es klingt noch - aufwühlend und ruhig.


    Ein feines Lese-Erlebnis erster Güte.


    "Wenn wir allerdings in Analogien denken, kommen wir zu dem Ergebnis, daß Antimon die Kanone sozusagen ihre Kugel auskotzen lassen müßte und zwar mit mehr Wucht als gewöhnlich." (POB 'Die Inseln der Paschas', München 1998, S.66)

    Zum wiederholten Male lesen sich die vortrefflichen Werke von Patrick O'Brian.

    An dieser Stelle erfreuen wir uns an seinem einzigartigen, besonderen und hintergründigem, sogar manchmal zynischem Humor.

    In seinen vielblättrigen Werken finden sich immer wieder Textpassagen, die seine Leser ob ihrer Besonderheit ein Lachen oder Lächeln oder eine verschmitzte Geste ermöglichen. Hier ist ein Platz, dass du deine Freude an diesen Textstellen mit allen teilst. Wohlan!