Beiträge von Richard Howe

    [...]

    Aber wie ich so bin habe ich da gleich noch eine Frage zur GH, die mir bisher niemand beantwortet hat. Die Konstruktionsunterlage zeigt an Steuerbord und Backbord je zwei Ankerklüsen, es wird aber nur je Seite ein Anker dargestellt.


    Alle großen Lehrer des Modellbaus weisen darauf hin, dass es wohl kein Seeschiff mit nur zwei Ankern gegeben hat.

    Gut, nur wo kommen die anderen Anker bei der GH dann hin. Irgendwie auch auf die Fockrüsten gequetscht?

    Theoretisch ja... "The other two [anchors] were lashed against the channels [Rüsten] of the foremast ... " Gleiche Stelle bei Lavery wie oben.

    Noch ne Frage zum Thema. Wie Aga schon schrieb wurden Anker, so in vielen Geschichten beschrieben, durch Übersegeln gelöst. Das stelle ich mir nicht so ganz einfach vor, da das Schiff wenn es vor Anker liegt ja genau in Lee des Ankers steht, müsste also gegen Wind zum Anker Aufkreuzen. Kann mir als Maschinist jemand von der Seglerzunft erklären wie man das über die kurze Strecke vom Liegeort zum und über den Anker macht, zumal die Manöver bei geringer Fahrt noch langsamer abliefen als bei freier Fahrt.


    Unter Maschine sagt mir der Alte wieviel Fahrt er für das Manöver braucht, und dann schiebe ich ihm den Kahn schon wie gewünscht dahin, oder bei modernen Schiffen fährt er das direkt vom Steuerstand aus über den Joystick und die Leistungrsregler.

    Genau das ist der Punkt, Geschichte vs. Wirklichkeit? Wie Du schon richtig schreibst, liegt das Schiff im Lee, wird also vom Anker weggetrieben. Die einfachste und wohl gebräuchlichste Lösung war es, den Anker über das Gangspill mit dem "Messenger"-Reep wieder heraus bzw. heran zu hieven.

    Anderenfalls bliebe eigentlich nur das Warpen in die Gegenrichtung...

    Ich finde diese Überlegungen sehr interessant. Ich habe mal das Gewicht der Anker, so wie ich sie gebaut habe gerechnet. Gusseisen mit 7,8 Tonnen/cbm und Eiche mit o,660Tonnen/cbm. Das ergäbe dann ein Gewicht von 1267kg für den Anker.


    Immerhin ein ganz ordentliches Teilchen.


    zu Grolanners Post. Einen nur angebundenen Anker mit der Axt loszumachen und dann fallen zu lassen konnte ich mir als Frachtschiffmann bis dato einfach nicht vorstellen.🤔😧

    Dazu nochmal als Vergleich die Angaben von der Victory, wie Goodwin1) sie auflistet:

    Anzahl Typ Gewicht ca. (kg)
    1 "bester" Buganker
    4.540
    1 kleiner Buganker
    4.510
    2 Reserveanker 4.310
    1 Stromanker 1.100
    1 großer Warpanker
    510
    1 kleiner Wurf/Warpanker
    300


    Klar, die Maße sind für einen mächtigen Dreidecker ausgelegt und passen nicht für ein kleines Expeditionsschiff. Bei Lavery finden sich weitere Angaben: "The main anchors of a 74-gun ship weighed about 70cwt [3.556 kg] each in 1809; those of a 38, 44cwt [2.235kg], and of a 24, 29,5cwt [1.499 kg]. Smaller ships had only three main anchors - those of a small sloop weighed 20cwt [1.016 kg]."2)


    1) Goodwin, Peter: Nelson's Victory, 3. Auflage, London 2006, S. 35.

    2) Lavery, Brian: Nelson's Navy, London 1989, S. 68.

    Als Standardwerk zur Royal Navy "unserer Zeit" kann man wohl immer noch Nelson's Navy von Brian Lavery ansehen. Davon sollte ja Ende Januar eine (überarbeitete) Neuauflage erschienen sein.

    Infos zu den Romanreihen findet man dort natürlich nicht, auch wenn manch ein Romanheld mal genannt wird. - Aber dafür haben wir ja dieses Forum hier und unsere erstklassigen Rezensionen: Age of Sail - Literatur

    Die Vollansicht (Link bzw. Lupe) ist nur für Gäste deaktiviert. Sobald man hier im Forum registriert und angemeldet ist, sollte diese Funktion eigentlich verfügbar sein.

    Im Mobilfunknetz verhalten sich manche Browser diesbezüglich auch seltsam (um Datenvolumen zu sparen oder sowas).

    Es könnte ggfs. helfen, den Browsercache/-Verlauf einmal zu leeren und die Seite dann neu zu laden.

    Ich habe zumindest noch mal die Zähler und Anzeigen des Forums aktualisiert.

    Ich glaube davon habe ich auch mal zwei, drei halbe Folgen in der Hoffnung auf etwas Action zwischen Briten und Franzosen um Puducherry gesehen und dann weitergeschaltet. Geht ähnlich wie bei Outlander vorranging um die Liebesbeziehungen und nicht um die Geschichte dahinter.

    Ahoi & willkomen an Bo(a)rd, Blaubart !


    Eine deutschsprachige Version dieser Grafik ist mir nicht bekannt, aber es gibt viele ähnliche Darstellungen, teilweise sogar als Dekoschilder zum Aufhängen. Vielleicht mal bei Plakaten in den Shops von (Verkehrs-) Museen auf die Suche gehen.

    Wenn es weniger um die optische bzw. ästhetische Darstellung des Schiffsaufbaus geht, findet man sicherlich in den Modellbaubüchern von Herrn Mondfeld passende Zeichnungen mit deutschen Erklärungen. Auch hier lohnt der Gang in Antiquariat oder auf den Bücherflohmarkt.

    Ob sich das Roddenberry-Team von Hornblower inspirieren ließ, weiß ich nicht. Aber Referenzen zur Royal Navy gab es auf jeden Fall, vor allem die Verweise auf Gilbert & Sullivans 'HMS Pinafore'.

    Ahoi Ice290 !

    Momentan scheint das Projekt doch eher auf Eis zu liegen, siehe die letzten Beiträge.

    Es ist sehr schade, wenn nach so langer Entwicklungszeit bei vielen Usern grundlegende Spielfunktionen immer noch bzw. wieder streiken und ein gemeinsames spielen dadurch nicht möglich ist.

    Hoffentlich gibt es bald bessere Neuigkeiten zu vermelden.

    Ob die in der Mediathek verfügbar sind, weiß ich gerade nicht, laufen aber am Samstag, den 11. Januar, nochmal ab 10 Uhr. Teil 2 um 10.45 Uhr und Teil drei um 11.30 Uhr.


    Bei Youtube findet man die aber bestimmt auch und werden gefühlt auch regelmäßig wiederholt.