Frank Adam - ein ungeliebter Autor?

  • Ein Professor für Sozialpädagogik outet sich als Liebhaber marinehistorischer Geschichen und Literatur.
    OK.
    Ein Wissenschaftler schreibt 2 Bücher über marinehistorische und allgemein historische Hintergründe. Die sind anerkannt.
    Ein Professor für Sozialpädagogik muss sich tarnen. Warum wohl? Ist das Vorstellen von guten Taten schlecht?
    Er wird zu Frank.
    Zu Frank Adam.
    Ist im Ruhestand - kennt alles zu den seiner Zeit vorliegenden Seehelden-Reihen. Er liest.
    Er rechergiert.
    Er ist kompetent.
    Er hat auch Fantasie.
    Er beginnt eine eigene Romanreihe.
    Historisch ist er sicher.
    Und dann gelingen die Geschichten. Die ersten sogar sehr!
    Und die Geschichten um den Helden nehmen ihren Lauf.


    Einen langen Lauf.


    Er kommt aber bis zum Schluss.


    Held tot.


    Sein Erbe - grandios.


    Ist Gutmenschentum grundsätzlich peinlich?
    Im historischen Kontext - ja.


    Schauen wir mal auf die utopische und fantastische Literatur, die es sonst so gibt.
    Insel Felsenburg.
    Robinson C.


    Das Thema der Idylle hat schon immer Raum beanspucht.


    In Zeiten der moralischen Unorientierung (Chemnitz, Pegida, etc.) ist es doch nicht verkehrt, auch Moral dick aufzutragen?


    Ja klar - vieles nervt - ich finde den Aufstrich des Gutmenschentums auch heftig und dick.


    Aber.


    Genießen wir es nicht auch - aus dem Alltags- Realitäts- Mischmasch auszubrechen - und uns fiktiv vorzustellen, dass wir in einer besseren Welt lieber wären? Und wenn nicht Idealisten Vorstellungen haben und kommunizieren, wer bitte dann?


    Ich möchte kein Deck schrubben mit einer sogenannten Bibel.


    Wenn mir ein Bein fehlte, würde ich gerne in Adams Hospital.


    Mir fiele vieles ein, was gut ist an Adams Romanen - anderes ist natürlich echt nervend, klar.


    Aber dieser Autor verdient es nicht, hier im Forum als Negativautor angesehen zu werden. Mir ist die Kritik hier viel zu heftig.


    Spaß hat man in vielen Bänden - immer ist der Held erfolgrich - geil, auf irgendwas im Leben muss doch Verlass sein...


    Und wir Deutschen sind natürlich besonders kritisch mit einem nur intellektuellem Autor ohne Segelerfahrung.
    Und dann noch Fachmann für Sozialpädagogik!


    Gutmenschenversteher!


    Ich konnte Adam / Ingenkamp folgen - habe viele Stunden von einer besseren Welt geträumt und von einem Leben, das beendet wird, dass ich als Held einfach meine Augen schließe und tot bin.

    "Wie die Luft gehört die See als Geburtsrecht allen Menschen.“
    (Thomas Jefferson 1743 - 1826)

  • Gut zusammengefasst. Ich habe Frank Adam auch gemocht. Er hat mich vor gefühlten Ewigkeiten in den damaligen Vorläufer dieses Forums geführt.


    Die ersten Bücher von ihm waren grandios. Danach wurde der Held immer strahlender und ein immer besserer Mensch. Das war einfach zu dick aufgetragen und passt nicht mehr wirklich in die damalige Zeit. Aus den immer noch gut recherchierten historischen Romanen wurde so (auch) utopische Märchen. Immer noch sehr unterhaltsam, durchaus spannend, aber, in gewisser Weise, auch schwer verdaulich. Ich war nicht traurig, als die Serien zu Ende waren.

  • Nun ja, das Problem ist eben, dass das hier ein Forum für marinehistorische Literatur und nicht marinehistoficton (um Adams Werk mal richtig einzuordnen, ob es das Wort nun gibt oder nicht) Literatur ist. Den meisten hier ist es eben Vieles zu fiktiv und zu wenig historisch...

    George N. W. Cavendish-Bentinck (M.O.R.N.)

  • Frank Adam - ein ungeliebter Autor? Die Antwort ist definitiv nein. Es kann natürlich der Eindruck enstehen, wenn man die wenigen Rezensionen hier im Forum liest. Dieses Forum hier hat aber eine Vorgeschichte. Es gab schon ein Forum vor diesem. Darüber sprechen wir nicht so gerne. Dort hatte ich fast alle Bücher der Reihe rezensiert und es war eine gesunde Mischung aus positiven Meinungsäußerungen und Verrissen. Diese Verrisse hat sich Frank Adam aber auch redlich verdient.


    Frank Adam hatte eine Geschichte zu erzählen und stellenweise war er richtig gut darin Seine ersten Bände habe ich verschlungen, denn sie waren ausgezeichnet recherchiert und trotzdem gut erzählt. In dieser Hinsicht ist er für mich ein Vorbild, das ich mit meinen Geschichten leider nie erreiche. Was machte den Zauber seiner ersten Romane aus? Das Schlüsselwort ist meiner Meinung nach Geduld. Er lässt sich tatsächlich drei Bände Zeit, bis David Winter endlich Leutnant wird. Und die ganze Zeit fiebert man mit David Winter mit, drückt ihm die Daumen und freut sich an seinen Erfolgen. Band 4 stellt einen Bruch dar. Der Frieden ist ausgebrochen und wie so viele andere Offiziere sitzt David an Land. Bei Forrester, O'Brian, Pope und Woodmann kommt diese Zeit nicht vor. Ihre Handlungen setzen später ein. Alexander Kent schickt seinen Bolitho aus eine Mission im Pazifik. Frank Adam stellt sich der Misere seines Helden und lässt ihn bei der Bombay Marine anheuern. Damit stellt er uns eine Marine vor, von deren Existenz ich bis dahin nur aus Herrscherin der Meere wusste. Die Handlung, speziell das Privatleben gerieten zwar ein wenig schwulstig, doch sei es drum. Endlich lief in Davids Leben mal nicht alles glatt. David Winters nächste Station, denn es war noch immer Frieden, war die russische Marine, die sich im Krieg mit den Schweden befand. Dort war es dunkel und kalt, wie man es halt von Russland erwartet. Dafür lernte man viel über den Schärenkrieg und die speziellen Kriegsschiffe, die dieser Konflikt hervorbrachte. Dann war endlich wieder Krieg mit Frankreich und die eigentliche Geschichte konnte sich weiter entwickeln. Leider entwickelte sich David Winter aber zunehmend zum Superhelden, dem alles gelang, der immer Recht hatte und der immer moralinsaurer daherkam. Die Geschichten verloren zunehmend an Substanz, weil mögliche Konflikte, die für Spannung hätten sorgen können, schon eine halbe Seite später durch Super-David durchschaut und abgewendet wurden. Mit anderen Worten: Frank Adam fehlte zunehmend die Zeit und Geduld, die Geschichten so zu entwickeln, wie es ihm in seinen frühen Bänden gelang. Das Ergebnis war, dass ihm die Leser davonliefen. Für viele Leser war nach dem Roman Eine Brigg zwischen Krieg und Frieden Schluss. Ich habe bis Die Eroberung der Karibik durchgehalten. Dann konnte ich einfach nicht mehr, so sehr ich den jungen David Winter liebte. Auch dieser, für mich letzte Roman war wieder sehr gut recherchiert. Doch die Handlung bestand nur noch aus dem Abarbeiten der historischen Ereignisse. Dann endlich ein Schiffbruch und Admiral Winter kann beweisen, dass er noch immer fit wie ein Turnschuh ist. Das war an Unglaubwürdigkeit nicht mehr zu überbieten und ich zog für mich den Stecker.
    Natürlich habe ich mich gefragt, wie es zu diesem Qualitätsverlust kommen konnte. Fehlende Geduld, eine Geschichte bzw. einen Konflikt zu entwickeln sind sicherlich nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite dürfte die berüchtigte Admiralsklippe sein. Sobald ihre Helden den verdienten Flaggrang erreichen, haben Schriftsteller in der Regel ein Problem. Wie bekommt man eine spannende Geschichte hin, ohne vollkommen unglaubwürdig zu wirken? C.S. Forester konnte das virtous. Alexander Kent ist mit Galeeren in der Ostsee ein sehr guter Admiralsroman gelungen, danach aber kläglich gescheitert. Andere hatten das zweifelhafte Glück, sich damit nicht auseinandersetzen zu müssen.


    Musste sich Karlheinz Ingenkamp tarnen? Das glaube ich nicht. Sein Künstlername als Autor hatte rein kommerzielle Gründe und vielleicht hat ihn sein Verlag dazu gedrängt. Zumindest war der bestimmt nicht böse, dass der Autor einen als englisch durchgehenden Namen wählte, zumal er durch diese Wahl ja noch ganz oben links im Bücherregal jeder Buchhandlung platziert wurde. Ein besonderer Platz ohne Kosten für den Verlag. Was will man mehr?
    Da Frank Adam außerdem mit dem Verfassen von Sachbüchern seine zweite Karriere startete, war auch aus rein praktischen Erwägungen sicherlich günstiger, der Historiker vom Pädagogen klar abzugrenzen.


    Noch eine abschließende Bemerkung zum Gutmenschen David Winter. Es gab zu fast allen Zeiten wohlhabende Menschen, die von ihrem Reichtum abgeben wollten. Auch in Deutschland lassen sich noch heute viele derartige Beispiele aus der Vergangenheit finden. Das war in England nicht anders, auch wenn die Gesellschaft im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert deutlich kapitalistischer ausgerichtet war, als zur selben Zeit in Deutschland. Auch dort gab es Menschen, die abgeben und helfen wollten. Frank Adam hat bestimmt auch dazu recherchiert und passende Beispiele gefunden. Zugleich hat er aber hoffnungslos übertrieben und damit seine eigene Recherche ad absurdum geführt. Und vor allem hat er die Todsünde des historischen Romans schlechthin begangen. Er hat Menschen des 18. Jahrhunderts nicht nur an den moralischen Maßstäben der Gegenwart gemessen, er hat sie auch danach handeln lassen. Das ist lächerlich und unverzeichlich, wenn man zugleich auf historische Genauigkeit pocht.


    OK, das ist meine Meinung zu Frank Adam. Ich mag ihn und ich bedauere, dass er in seinen späteren Romanen offenbar durch das Lektorat schlecht beraten war.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • spannende Diskussion.
    JA Adam kommt hier in Age of Sail nicht so gut weg.
    Aber im alten Forum war es anders, da gab es durchaus viele gute Rezession en zu Adams Bänden.
    Die ersten Bände fand ich gut, teilweise richtig gut, später schliff sich zu viel ein, was in der Wiederholung nervte, weswegen ich hier nicht weitermachte.
    Bei den Bolithos ging es mir ähnlich, sogar noch früher.


    Aga

    Gentlemen, when the enemy is committed to a mistake, we must not interrupt him too soon.

    Adm. Horatio Nelson

  • Dann gebe ich hier auch mal meine zwei Bramstengen dazu.


    Speedy hat es bereits umfassend und sehr gut erklärt, daher möchte ich speziell für dich, @1.Lord nur noch einen weiteren Aspekt benennen (Die den alten Salzbuckel hier wissen, was jetzt kommt): Adam hat in einem so in anderen Romanreihen noch nie erlebten Ausmaß Textrecycling betrieben. In mindestens drei seiner Bücher wird das Streichen der Bramstenge absolut wortgleich beschrieben, lediglich der eine oder Name der an diesem schwierigen Manöver beteiligten Akteure wurden ausgetauscht, da nicht alle alle Bücher überlebt haben. Man kann dem guten Frank Adam hier lediglich zugute halten, dass er das copy and past bei sich selbst betrieben und sich nicht bei anderen Autoren bedient hat. Dennoch fühlt man sich als lesender Mensch einfach nur vera...lbert.


    Mein Ausstiegsbuch war übrigens auch "Eine Brigg zwischen Schmalz und Herzschmerz" oder so ähnlich. Nach dem ersten Drittel konnte ich nicht mehr weiterlesen ohne Gefahr zu laufen, mich schreiend auf den Boden zu werfen und andere unkontrollierte Dinge zu tun...


    Als jemand, der mit der englischen Sprache nicht wirklich auf you und you steht, bin ich Frank Adam für sein Werk "Die Herrscherin der Meere" sehr dankbar. Einziger kleiner Kritikpunkt an diesem Buch ist seine nicht immer ganz faire Bewertung der maritim-historischen Romanreihen anderer Autoren am Ende des Buches. Sucht man aber im deutschsprachigen Raum nach einem guten Nachschlagewerk zu Nelsons Navy, kommt man an HdM nicht vorbei. :thumbup:

  • Bonden: your english is really the yellow of the egg... :D
    und sie taten Dir dann damals so weh, das ich sie Dir alle abnahm.
    Nun stehen einige ungelesen im Regal...


    Die Larsson Romane ware nja noch schlimmer, was das war weiss ich nicht, aber Navy Offiziere, die auf Frauenkleider stande....
    Das war echt gruselig.


    Aga

    Gentlemen, when the enemy is committed to a mistake, we must not interrupt him too soon.

    Adm. Horatio Nelson

  • Das wäre ja genau meine Frage gewesen, ob denn jmd. die Larsson-Mini-Reihe konsumiert hat.
    Das hat ja wohl der Aga! Und war wohl auch sehr schlimm...
    Was mache ich jetzt mit David Winter?
    Erst einmal nicht - aber!
    Everybody needs a second chance! Das ist aus dem Jahre 1991 von Mike an the machanics und nicht Winter-fier-die-Bramstengen. Irgendwann in den nächsten Jahren und noch vor meinem 75. Geburstag darf Winter dann noch mal ran. Vielleicht ist das ja was für einen harmoniebedürftigen älteren Herren? Dann hab man vielleicht auch ein anderes Bild im Kopf von Lady Britta aus Dänemark...

    "Wie die Luft gehört die See als Geburtsrecht allen Menschen.“
    (Thomas Jefferson 1743 - 1826)

  • Larsson war für mich nach dem 1.Band gegessen.
    Aber die Adams einfach lesen. Nicht von uns beeinflussen lassen.
    Irgendwann kommt dann ein Punkt, ja so schlimm ist es nicht, ich mach weiter. Oder geh mir weg damit.


    Anderes Beispiel dafür wären die Kelsos. Eigentliche Maritime Nackenbeisser Romane.
    die wurden auch verrissen.
    Ich habe sie aber trotzdem gelesen und ein stückweit genossen.
    War zwar ein Stückweit masoschistisch, aber ok.


    Aga

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    Adm. Horatio Nelson

  • Aye, solange du sie nicht für Unsummen kaufen musst, solltest du sie lesen. Wenn es dir zu sehr gegen den Strich geht ... abbrechen geht immer. Gleiches gilt für die Larsson-Reihe, der geht fast von Anfang an in die Winter "Gutmensch" Schiene. Aber von den Hintergründen auch sehr interessant.


    HdM kann ich dir auch nur wärmstens empfehlen. Ich habe die 50 DM damals nicht bereut. Aber auch da werden teilweise utopische Preise aufgerufen. Wenn du es günstig bekommst: Zugreifen!

  • Ich muß gestehen, daß ich die D.Winter-Reihe komplett gelesen habe.
    Spätestens vom Post-Captain ab, als der "Held"an Frankreichs Küste die "Shannon" zu befehligen hatte, musste ich die Bücher aber häufiger für einige Wochen beiseite legen, ehe ich mich zum Weiterlesen ( meistens kurz vor dem Einschlafen, damit die Augen müde wurden) überwinden konnte.

    " Suche die Wahrheit hinter den Dingen, wähle deine Feinde mit Bedacht und lege dich nie offen mit einem Drachen an" (Chinesisches Sprichwort)

  • Die Larsson Romane ware nja noch schlimmer, was das war weiss ich nicht, aber Navy Offiziere, die auf Frauenkleider stande....

    Echt? Ich dachte solche abstrusen Sachen gab es nur bei Erwin Resch in seiner Quentin-Reihe.


    Was mache ich jetzt mit David Winter?

    Da gibt es von mir nur eine Antwort: Lesen! Die Reihe scheint Dir ja bislang gefallen zu haben, also gibt es doch keinen Grund, damit aufzuhören.


    Ich muß gestehen, daß ich die D.Winter-Reihe komplett gelesen habe.

    Dann würden mich Deine Meinungen zu den letzten beiden Bänden der Reihe interessieren. Schreibe doch mal zwei Rezis dazu.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Echt? Ich dachte solche abstrusen Sachen gab es nur bei Erwin Resch in seiner Quentin-Reihe.

    kann sein das ich das was verwechsel... Habe noch mal am Wochenende mein Regal Maritim Regal durchforstet, um Platz für Woodman zu schaffen, da habe ich nur je einen Larsson und Quentin gefunden mit Lesezeichen in der vorderen Hälfte.


    @1.Seelord: kann @Speedy nur zustimmen: Lesen! Egal was die anderen sagen. Ich steh' ja auch zu Kelso... :D


    @Capt.Guy Nelson: Deine Rezis sind sehr willkommen...


    Aga

    Gentlemen, when the enemy is committed to a mistake, we must not interrupt him too soon.

    Adm. Horatio Nelson

  • Nun ja, das Problem ist eben, dass das hier ein Forum für marinehistorische Literatur und nicht marinehistoficton (um Adams Werk mal richtig einzuordnen, ob es das Wort nun gibt oder nicht) Literatur ist. Den meisten hier ist es eben Vieles zu fiktiv und zu wenig historisch...

    Ach...sind nicht die allermeisten Romanreihen die hier aufgeführt sind Marinehistofiction??? Wenn wir uns über Adam echauffieren sollten wir auch andere nicht so gut wegkommen lassen wie z.B. A.Kent ( Douglas Reeman) Ach Sorry, der kommt ja schojn nicht gut weg:hmm:, Forester hat auch schöne Fiction geschrieben. Ich bin sicher kein Fan der Romane von Adam. Die Herrscherin der Meere allerdings als gutes Nachschlagewerk ist für den deutschsprachigen Raum bis auf die Kritik über ungerechtfertigte Kritik am Ende des Buches, grossartig. Und da Ich wahrscheinlich auch der einzige hier bin, der z.B. Bolitho gerne liest, wenn auch mit Kritik daran und mit Regelmässigen Terminen bei meinem Therapeuten um nicht in Schwermut und Trübsal zu verfallen über den schwermütigen Helden, scheue Ich auch nicht vor Adam`s Romanen zurück, auch wenn mir der Schreibstil etwas Missfällt.


    “There is no dark side in the moon, really; [as a] matter of fact it’s all dark.”
    „Es gibt beim Mond keine dunkle Seite; tatsächlich ist er ganz dunkel.“

    – Gerry Driscoll


    In der Werft: HMS Alert 1:96, Kartonmodel

  • Und da Ich wahrscheinlich auch der einzige hier bin, der z.B. Bolitho gerne liest, wenn auch mit Kritik daran und mit Regelmässigen Terminen bei meinem Therapeuten um nicht in Schwermut und Trübsal zu verfallen über den schwermütigen Helden,

    Du bist nicht der Einzige hier! Wie bereits in meinem Vorstellungspost beschrieben, "kämpfe" ich mich aktuell durch die Reihe ... gerade lese ich Band 15 "Galeeren in der Ostsee" ... und ja, auch ich bräuchte manchmal einen Therapeuten ;) ... vor allem wenn es um "historische Fakten" geht ... nenne da mal die "Korvette Sparrow" mit ihren 2 "32-Pfündern" und "Ruderriemen" ... sowie dem spanischen Handelsschiff in Band 13 "Der Stolz der Flotte" wo Kent zuerst schrieb, dass nach der Eroberung die "Kanonen von Deck geworfen wurden um das Schiff vorm sinken zu bewahren", aber dann als die Piraten kamen, auf einmal doch noch "Kanonen und sogar ein 32-Pfünder zur Verteidigung vorhanden waren" in beiden Fällen total typische Bewaffnungen für solche Schiffstypen ... von der unlogischen Handlung, erst Kanonen versenken, dann sind doch noch welche da, mal abgesehen fie ...

    "Sein Körper ruhet in Frieden. Sein Geist aber wird weiterleben."

    4 Mal editiert, zuletzt von Thomas Cochrane ()

  • Galeeren in der Ostsee gehört für mich zu den besten Büchern der ganzen Reihe. Und was einen Romanhelden im Flaggrang betrifft, so hat es niemand unter den jüngeren Autoren so gut hinbekommen wie Kent in diesem Buch.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)