HMS Wolf 1:96, ein Papiermodell von Shipyard

  • Hmm, wie soll ich das jetzt sagen ... sorry, aber das Anmalen der Verzierung mit Goldfarbe ist historisch falsch.
    Wenn Verzierungen (Friese) gemalt wurden, hat man dieses mit Ocker in drei verschiedenen Farbtönen gemacht, um einen gemalten 3D Effekt zu erzielen.


    Andererseits, wenn es Dir gefällt, passt es auch wieder. ;) In der Kleinheit ist dir der Goldauftrag jedenfalls hervorragend gelungen.

    Gruß Christian


    In der Werft: Papegojan, 1/72 von Shipyard
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • Vielen Dank Aga und Speedy


    Hallo Christian
    Auch Dir vielen Dank!


    Hmm, wie soll ich das jetzt sagen ...

    gerade heraus, bitteschön :thumbup:


    das Anmalen der Verzierung mit Goldfarbe ist historisch falsch.

    Genau so! Bei mir soll niemand um den heissen Brei rum reden. :thumbsup:


    Wenn Verzierungen (Friese) gemalt wurden, hat man dieses mit Ocker in drei verschiedenen Farbtönen gemacht, um einen gemalten 3D Effekt zu erzielen.

    Vielen Dank für die historische Richtigstellung, nur so kann ich dazu lernen!


    Aber wie Du auch schreibst, mir gefällt es eigentlich und deshalb lasse ich es auch so. Imvollen Bewusstsein, dass dieses Detail von der historischen Korrektheit abweicht.
    Aber für das nächste Modell weiss ich es nun!


    Freundliche Grüsse
    Peter

  • Entscheidend ist doch tatsächlich, was gefällt. Und zur damaligen Zeit war ja noch nicht alles so durchgenormt. Da blieb den Kommandanten doch ein ziemlicher Gestaltungsspielraum. Und wenn der vermögende Kommandant Vergoldungen wünschte, ließ er sie auch anbringen, ganz egal was andere darüber denken mochten.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Herzlichen Dank Speedy und Angarvater! Das bestätigt mir meine Ansicht :D


    Ahoi Seeleute


    Der Heckspiegel stellt die achternen Fenster der Kapitänskajütte dar, mit samt seiner üppigen Zierde. Wobei diese erst zu einem späteren Zeitpunkt angefügt wird.
    Die Partie mit den Kreuzsprossen wird wiederum aus dem LC-Satz genommen, ebenso die feinsten Friese von etwa 0,4mm Breite.
    Auch hier wird wieder einiges mittels mehrere Schichten dreidimensional dargestellt. Die Säulen ergänze ich wieder analog denen der Front, nur sind diese hier weiss gehalten.



    Die Ornamente auf dem Zierfries ziehe ich wieder mit Goldfarbe nach.
    Vor der Montage färbe ich das Innere des Spantengerüstes schwarz ein, da ich die Fenster mit Folie verglase.



    Innerbords wird eine weitere Verdoppelung aufgeklebt, die auf dem Deck mit einem Abdeckfries abgeschlossen wird.
    Die einzige Schwierigkeit bei dieser Baugruppe ist, den fertig zusammengebauten Heckspiegel vor dem aufkleben leicht zu vorzurunden.
    Die feinsten Kreuzsprossen verzeihen da nichts und es ist äusserste Vorsicht geboten.



    Zum Schluss dieser Bastelrunde setze ich meine Entscheidung, das UWS weiss einzufärben um. Bei einem nächsten Modell werde ich die Konstruktions-Fugen an Kiel und Steven mit dem Ritzer nachziehen. Da mit diese Idee hier aber erst nach der Montage der Teile kam, war das nicht mehr vernünftig machbar. Ich habe aber versucht, die Farbe leicht zu verdünnen, dass die Konstruktionslinien leicht sichtbar bleiben.




    So, nun geht es an eine Serie Zierleisten, die wohl viel Arbeit geben, aber kaum sichtbaren Baufortschritt. Daher wird es u.U. etwas länger dauern bis zum nächsten Update.


    Ich wünsche Euch allen einen guten Wochenstart und bis demnächst
    Peter

  • Der weiß lackierte Unterwasserrumpf gefällt mir ausgesprochen gut. So ganz langsam wandert, das 1/72er Modell in meinem Stapel nach oben - aber zuerst muss ich noch meine Rekonstruktion abschließen.
    .

    Gruß Christian


    In der Werft: Papegojan, 1/72 von Shipyard
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • Vielen Dank Christian!

    So ganz langsam wandert, das 1/72er Modell in meinem Stapel nach oben

    Cool!


    Es wird nun etwas länger als gedacht dauern, bis es weiter geht. Zum einen wird mindestens ein Bastelabend mehr als erwartet dem Fussball zum Opfer fallen und zum anderen werden wir in den nächsten 10 Tagen Besuch von Freunden aus Dresden haben. Und da verbinge ich die Abende natürlich lieber mit ihnen! par6


    Freundliche Grüsse aus der Schweiz
    Peter

  • Ahoi Seeleute


    Nach einer längeren Pause bedingt durch Gäste und schönes Wetter (die Gäste sind abgereist, das schön e Wetter hält an)kann es hier in kleinen Häppchen wieder weiter gehen.
    Ich habe mich mit den Scheuerleisten, BG 83P und L bis 109p und L beschäftigt. Das ist eine ziemlich langwierige und auch nicht sonderlich abwechslungsreiche Arbeit,die erst noch, für die Anzahl Teile keinen namhaften Fortschritt zeigen...aber das berühmte Salz in der Suppe. Also perfekt für immer mal wieder ein Stündchen zu später Abendstunde.


    Des weitern wurden damit auch die Seitlichen Fenster der Kapitänskajütte vervollständigt. Kreuzsprossen aus dem LC-Satz Simms und Seiten-Zargen, die verdoppelt angebracht wurden lassen auch dieses Detail plastischer wirken.




    Das war's dann auch schon wieder, wie gesagt, kaum sehenswert, aber doch einen kleinen Schritt weiter.


    Freundliche Grüsse
    Peter

  • Guten Morgen Freunde!


    Danke allen Likern!


    Dem hochsommerlichen Wetter ist geschuldet, dass es hier nur langsam vorwärts geht. Aber wir nehmen ja liebend gerne die schönen, lauen Abende hin und geniessen diese lieber bei einem Gersten-Smoothy auf der Gartenterasse mit Blick auf See und Berge.
    Dennoch gibt es einige Fortschritte:


    Die Beplankung wird Achtern mit Zierleisten abgeschlossen und der Heckspiegel mit einem schwarzen Streifen ergänzt.
    Ich habe es bei diesem Modell unterlassen, eine Teileliste zu erstellen, das rächt sich jetzt. Zum einen sind die Teile mitunter recht willkürlich erscheinend auf den Bögen verteilt, zum anderen ist auch die Auswahl der LC-Teile nicht immer verständlich. Zusätzlich ist zu bemerken, dass man oftmals die Position von einzelnen Teilen auf der BA suchen muss, weil sie erst drei oder vier Abbildungen später markiert sind.
    Diese Tatsachen bringen ab und zu den Bastelfluss etwas ins Stocken und den Modellbauer ins Grübeln. Aber das ist mal wieder jammern auf hohem Niveau.




    Als nächstes wird die Reling auf die Oberkanten der Schanz gesetzt. Ein LC-Teil, das serh sinnvoll ist, da eineig winzige Aussparungen hätten aus 0,5mm ausgestochen werden müssen. Hier geht das locker flockig. Die Teile müssen dafür noch schwarz eingefärbt werden, was mit Acrylfarbe geschieht. Passen tun die Dinger wieder absolut einwandfrei.



    Nun beschäftigen wir uns mal mit der Galion. Diese wird, charakteristisch für diese Schiffe, mit schwungvollen Elementen, deren Namen mir nicht bekannt sind (Mondfeld z.Z. nicht zur Hand) versehen. Diese entnehme ich wieder dem LC-Satz, die deckenden Zierstreifen werden dann wieder aus dem Bogen mit dem Originaldruck entnommen.




    So langsam beginnt das Modell an Charakter zu gewinnen, finde ich...


    Freundliche Grüsse und bis demnächst
    Peter

  • Ahoi Peter,


    ja, das Galion ist für einen Modellbauer immer ein Quell der Freude. Nicht leicht zu bauen, aber im Ergebnis dann ein Schmuckstück, wenn man alles richtig gemacht hat. ^^


    Und an der Stelle rufe ich mal laut "Achtung!" Aus den von dir geposteten Bildern wird nicht ersichtlich, wie genau der Großstagkragen befestigt wird. Also schau da nochmal gründlich in deine Bauanleitung. Warum schreibe ich das? Darum: Klick mich! Schau mal unter "Großstagkragen" nach, welche Probleme ich damals hatte. ;)
    Und dabei schon mal vorausschauend, wenn es dann in die Höhe geht: Auch bei der HMS Wolf meint Shipyard, dass das Großborgstag unter dem Großstag verläuft. Das ist definitiv falsch, es muss genau anders herum.


    Ansonsten: Wieder zeigst du hier Modellbau auf hohem Niveau! :thumbup:


    Viele Grüße,


    Bonden

  • Hallo @Bonden


    Vielen Dank für Deine Vorwarnung, das hatte ich definitiv noch nicht auf dem Schirm.
    Ich habe mal ausführlich de BA konsultiert. Zum Stagkragen sieht es hier so aus, als dieser oberhalb der Galiongräting am Stevenahupt angeschalgen wird. (Pfeil) Somit habe ich mir da wohl noch nichts verbaut, oder?



    Die Sache mit dem Stag und dem Borgstag ist tatsächlich auch hier so wie Du es gesagt hast in der BA offensichtlich falsch.
    Ich interpretiere das so, dass das Borgstag am Fockmast um eine Wulling höre festgemacht wird? (roter Pfeil: Falsch, blauer Pfeil: richtig) richtig?



    Freundliche Grüsse
    Peter

  • Zum Stagkragen sieht es hier so aus, als dieser oberhalb der Galiongräting am Stevenhaupt angeschlagen wird.

    Am Stevenhaupt angeschlagen? Meinst du damit, dass er zwei offene Enden hat, die dann mittels was auch immer links und rechts am Holz des Stevens angepappt werden? Wohl eher nicht. Falls nicht vorhanden (auf den Fotos sieht man keins) würde ich ein Loch durch das Stevenhaupt bohren und dort den Kragen durchführen, so, wie es auch in meinem Mercury-BB gezeigt wird. Das entspricht dann auch dem, was im Schrage steht. Mit Blick auf die später dort wirkenden Zugkräfte auch eine logische Entscheidung.
    Auf jeden Fall liegt diese Stelle deutlich über Galionsgräting, so dass du nicht Gefahr läufst, dir irgendwas zu verbauen.



    Ich interpretiere das so, dass das Borgstag am Fockmast um eine Wulling höre festgemacht wird?

    Ja, logisch, denn den Stagkragen für das Großstag bekommst du ja nicht tiefer gelegt. ;)

  • Danke Bonden!


    Auf den Fotos ist das vorbereitete Loch tatsächlich nicht sichtbar, da ich es schwarz gefärbt habe und es sichelrich noch zu klein ist. Aber vorbereitet ist es :D

    Ja, logisch, denn den Stagkragen für das Großstag bekommst du ja nicht tiefer gelegt

    Ich wollte nur ganz sicher sein rofl


    LG
    Peter

  • Ahoi Seeleute


    Weiter geht es mit demSchmuckstück genannt "Galion".
    Die Kranbalken werden, wei bei Shipyard übelich aus mehreren Schichten zusammengesetzt, um die Rollen (im Fall der Wolf zwei pro Kranbalken) einzubauen.




    Und hier zeigt sich wiederum , dass Schiffsarchitektur im Age of Sail nicht nur Zweckarchitektur sondern auch Kunst war.
    Die Statische Verstärkung der Kranbalken wird geschwungen dargestellt und mit einer ebenfalls geschwungenen Zierleiste optisch über die Kante der Galionsgräting bis an die Spitze des Galion verlängert. Das ganze natürlich den bereits vorhanden Zierelementen angepasst.



    Eine Herausforderung für den Modellbauer stellen die jeweils drei Verstrebungen zwischen der Gräting und dem Schegknie (?) dar.
    Sie werden aus jeweils zwei winzigen LC-Teilen zusammengebaut und, um die erforderlichen "Schwünge" in allen drei Dimmensionen zu erhalten,die Kanten geschliffen, damit die zweifarbige "Abdeckung" aus dem Bogen sauber auf die Kante aufgeklebt werden kann.
    Ich habe dazu keine Fotos, da die Teile so winzig und mein Makro so sch... ist, dass man nichts erkennen würde.


    Das Endergebnis entlöhnt einem für die Arbeit, die ohnehin nach wie vor riesig Spass macht!


    Ich knechte Euch jetzt aus purem Narzismus mit einigen Fotos des Galion im momentanen Zustand :P




    Bis zum nächsten Mal!
    Freundliche Grüsse
    Peter

  • Nein, ich bin nicht geschmolzen, bzw. vielleicht ein bisschen schon.


    Zur Zeit muss ich hier eine Baupause verkünden. Ich liege mit Scharlachangina im Bett. Wenn die Medikamente wirken, dann bin ich zwar einigermassen brauchbar (fragt nicht meine Frau nonorofl ) und kann sogar die Schneidmatte belästigen, aber die Wolf lasse ich ganz schön in Ruhe, da möchte ich nichts im Drogenrausch kaputt machen.


    Also etwas Geduld, es wird weiter gehen!


    Freundliche Grüsse
    Peter

  • Gute Besserung.


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.
    „Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“