Beiträge von Angarvater

    Um Heinz Erhardt zu zitieren: "noch'n Gedicht" oder anders gesagt es geht mit den Untermasten und den Marsen weiter.


    Hier der Großuntermast.



    Und hier vor- und Großmast probeweise an Bord.



    Die nächste Woche führt mich ein wenig durchs Land - drei Tage nach Forchheim und dann nach einem kurzen "Heimatstop" für vier Tage nach Wolfsburg. Ergo wird in der Werft nicht viel los sein. Glücklicherweise wird Mylady ein wachsames Auge auf die Werft werfen.


    Best regards


    Angarvater

    Aye, Aga,


    diese Mastkörbe (so in den Aufzeichnungen der damaligen Shipwright benannt) hatten mittlere obere Durchmesser von etwa 3m.

    Gewiss äußerlich nicht ganz klein,. Aber wenn man sich vorstellt, daß hier in mitten der Wanten des Obermastes und des laufenden Gutes auch noch drei bis vier Mann die Obersegel händeln sollten, und bei diesen Schiffen wurde ein Großteil der Tampen der Obersegel von der Mars aus bedient, geht es da oben doch recht eng zu.


    Angarvater

    Das habe ich auch an anderen Stellen gedacht. Trittsicherheit oder Absturzsicherungen stammen ganz bestimmt aus einer anderen Welt als der des Age of Sail. Aber selbst in den Sechziger Jahren des 20.Jahrhunderts hieß es in Werkstätten, Baustellen oder den Bauernhöfen : „ Augen auf! Die Maschinen oder Geräte oder auch die Gerüste sind gefährlich. Verunfallte jemand hieß es: „ Hat wohl nicht richtig hingeguckt.“ So ein ganz prägnantes Beispiel war die Einführung der Schutzhelme. „Was soll denn sowas? Erstens passen wir auf, da passiert schon nichts, und zweitens sehen die Dinger doof aus und drücken.“


    Nun ja, schließlich mussten fast alle Arbeitsschutzmassnahmen regelrecht durchgedrückt werden.


    Und im ausgehenden Mittelalter war ein Unfall eben höherer Wille, oder Schicksal.


    Egal, da hat sich einiges Gutes getan. Und doch sind diese alten Schiffe in meinen Augen wahre Schönheiten. Um zu Mondfeld zu zitieren: aufgetakelte Schönheiten.

    Danke vielmals für die "Likes"


    Es geht langsam weiter aber immerhin.

    Die Takelage wurde angefangen. Zuerst das Drechseln der Untermasten aus 14mm Buchenrundstäben. Keine besondere technische Anforderung.Da ich es nicht mag mit Standarttechniken zu langweilen gibt es davon auch keine Bilder. Die vierkantigen Mastköpfe habe ich nach dem Drehen mittels der dem Teilapparat auf der Oberfräse gefertigt.


    Interessant wurde und wird die herstellung der Marse oder Mastkörbe. Hier die Plattform und die Stützen der Mars. Aus, wie heißt es doch so schön, fertigungstechnischen Gründen baue ich die Plattform auf die Saling auf und setze das fertige Teil dan auf den Mast.






    Nach allem was ich in der Literatur gefunden habe liegt die Saling mit dem Korb mittig zum Mast, daher sind die Mastbacken auch nicht, wie in späterer Zeit, nach vorn hin ausgeformt.


    Best regards


    Angarvater


    P.s. sieht so ein wenig wie die Hörner Sarumans auf seinem Turm aus.

    Aye, Farquhar,

    an so einem Projekt bin ich sehr interessiert, habe aber keine Ahnung wie ich dabei helfen kann. Immerhin sollte Dir etwas einfallen bind mich bitte, wie auch immer, mit ein.


    Wie Du weist werkele ich gerade an der Golden Hind herum und habe nach jetzigen Stand vor als nächstes eine Galeone wie sie Kirsch rekonstruiert hat zu bauen. Diese Rekonstruktion anhand der Stockholmer Galeone entspricht dem Stand von 1610, und dem Schiffbaustand nach der Armadaschlacht. M.E. dürfte ein solches Schiff sehr große Ähnlichkeiten mit der schwedischen Mars haben, wenn die z.B. unter Umständen deutlich höhere Vorher- und Achterkastelle gehabt hat. Aber vielleicht ein kleiner Ansatz zu Deiner Recherche.

    Aye, Mates!


    Obwohl in der letzten Woche die Feier des Dänischen Verfassungstages und eine Reise nach Stade anlagen gelang es immerhin die leichten Kanonen der Back und des Achterdecks mit Lafetten zu versehen und die Brooktaue zu takeln.


    Hier meine Version des Brooktauauges für die leichten Kaliber.


    Bilden des Auges

    Sichern mit Schiemannsgarn



    Das Auge und für die Befestigung an der Bordwand.




    Das gesamte Brooktau bereit zur Montage




    G H ist vollständig armiert. Hier die Back.



    Das Halbdeck


    ageofsail.de/suite/index.php?attachment/6951/


    Hier der Blick vom Bug aus über das gesammte Deck.



    Mir gefällt die Vielgestaltigkeit dieser Schiffe sehr, daher werde ich nach Ablieferung der GH wohl eine der großen Galeonen dem Typ der Revenche entsprechend bauen


    Best regards


    Angarvater

    Die Bänder oder Scharniere habe ich aus 0,5mm Messing angefertigt.

    Die Bänder am Ruderblatt halten ja bekanntlich die Stifte mit denen das Blatt in die Lager am Achtersteven eingehängt werden. Das sind im Original schmiedemäßig mit dem Band verbundene Rundmaterialien. Da sie auch im Modell das Blatt halten müssen habe ich entsprechende Bohrungen in das Blatt eingebracht, dann die Stifte eingeklebt und dann die Bänder darüber appliziert.




    In dieser Makroaufnahme sieht das verwendete Holz ( wahrscheinlich eine Teakart) sehr grob aus. Mit bloßem Auge m.E. nach wie massives Eichenholz.


    Hier der Ruderkopf bzw der Kopf des Helmholzes.


    Manchmal ist es ganz schön, wenn solche Bauteile auch einfache Formen, wie in diesem Fall das Gatt für die Pinne, haben. So etwas lässt sich dann einfach auf der Oberfräse machen.


    Hier nun die Ruderanlage auf ihrem Platz.






    Zuerst, wie oben zu sehen ist,waren die Bänder brüniert, also auf Eisen getrimmt. Einiges Nachlesen ergab dann aber, daß zu der Zeit im Wesentlichen Bronzebänder verwendet wurden. Also: nacharbeiten


    Im Makro sieht das zwar immer etwas sehr grob aber doch schon recht "metallisch" aus.




    Im Augenblick ist mir noch nicht klar ob es sich sich den Sorgleinen um Ketten oder Taue handelte. Mal sehn ob ich eine verlässliche Quelle dazu finde.


    best regards


    Angarvater

    Aye, Sigurdson,


    erstmal ein herzliches Willkommen on Board.


    Bezüglich des Takelplanes schick mir doch bitte ein PN, dann kann ich Dir passendes dazu mailen.


    best regards from Angarfathers Dockyard

    Angarvater

    Aye,Bonden,


    Das mit der Farbe ist so eine Sache. Zum einen sieht die „Bronze“ im Original deutlich dunkler aus, zum anderen entspricht dieser Farbton ( aus Altgold und Schwarz gemischt) der mir bekannten Farbe von Schiffsglocken, Kuhglocken ( auch ziemlich alten). Als Modellbauer mache ich mir so meine Gedanken wegen solcher Sachen, und hab sogar einen Bronzegiesser danach gefragt. Der meinte, dass der Guss zur Tudorzeit schon sehr hell war, da die dunkleren Varianten seiner Meinung nach zuviel Kupfer in der Legierung enthalten hätten, und somit den thermischen Belastungen beim Schuss weniger gut standgehalten hätten.


    Speedy . Aber ja doch. So wie er aussieht liegt der Kahn ja auch im Hafen in London und man erwartet den Besuch der Königin.:lol

    Da heute nur eine halbe Schicht auf der Werft gefahren wurde war nur Zeit die vier Drehbassen der Heckgalerie fertig zu machen und einzubauen.




    Es kam gerade passend, daß sich im Magazin noch vier übriggebliebene Rohre aus einem anderen Projekt fanden. Die wurden umgearbeitet und es wurden die zugehörigen Lagergabeln angefertigt.





    Damit ist die Heckgalerie auch in artilleristischer Hinsicht fertig. Als nächstes sind die Lafetten für die vier Kanonen für die Back und das Halbdeck zu machen.


    Cheers


    Angarvater

    Aye, Peter,


    gute Arbeit!


    Zur Arbeitsweise. Ich mache das genauso und takele die Untermasten mit Wante und Stagen von Achtern nach vorn durch. Damit wird das Ganze dann recht steif und unempfindlich. Vor Langem habe ich mal den Obermast eines Vormastes vorher aufgebracht und dann auch gleich beim Stagsetzen abrasiert. N.B. wird beim Bau der "Großen" Schiffe genau so vorgegangen.

    Aye, Mates,


    Nach einigen Stunden Brooktaue takeln ist die Hauptbatterie an Bord und bedingt einsetzbar.


    Ich finde, daß selbst so eine relativ kleine Bestückung doch schon beeindruckend ist. Daher heir nochmls Bilder vom heutigen Abend nach Werftschluß




    Die Pfortenreeps werden erst wenn die Masten gestellt und das stehende Gut getakelt worden ist angeschlagen. So lassen sich die Pforten zuminest bis auf die Rohre runterklappen. Die Klappen sind ansonsten bei den anstehenden Arbeiten relativ gefährdet.


    Nächster Arbeitsschritt ist das Fertigmachen der leichteren Kanonen auf Back und Halbdeck.


    Cheers!

    Angarvater

    Da die Kanonen an Bord sollen sind zunächst die Brooktaue zu takeln. Die Kanonen- und Rückholtakel kommen später dran, da deren Blöcke im Zuge der demnächst anstehenden Fertigung etlicher Blöcke mit hergestellt werden.


    Bei den Brooktauen stellt sich immer die Frage wie wurden die damals die Brooktaue am Rohr getakelt. Die typisch englischen Augen auf dem Rohr wurden ja im 18.Jahrhundert eingeführt. Einfach das Tau um das Rohrende wickeln ist weder wirksam noch seemännisch, daher habe ich ein aufgebundenes Auge auf das Brooktau getakelt.






    Und hier die erste Kanone auf ihrer Position.



    Cheers!


    Angarvater

    Im wahrsten Sinne des Wortes: Schöne Stücke habt Ihr da Shipwright. Master Drake wird begeistert sein :th::hi:

    Well, Mylord,


    bei Captain Drake kann man das im Voraus nie wissen. Sehn Sie, Mylord, Sir Hawkins hat sich mit Eisenkanonen zufrieden gegeben als das Schatzamt ihrer Majestät darauf bestand weil Bronzestücke deutlich zu teuer seien. Drake ging bei der Einlassung der Zahlmeister direkt zur Königin. Nun, das Ergebnis sehen Sie ja. Also abwarten.