Beiträge von Angarvater

    Eine Korrektur war nötig, die ich zuerst garnicht selber bemerkt habe. Ein Kollege aus einem anderen Forum wies mich freundlich darauf hin. Als ich das Fockfall takelte habe ich nicht drauf geachtet, daß das ja neben dem Großstag fahren muß. Anderenfalls wäre es nur möglich die Rah abzufieren wenn man das Stag loswirft. Natürlich Unsinn.

    Ich habe gerade mal überlegt wie so ein Fehler entsteht. Der Knecht unter der Back stand von Anfang an wie bei Hoeckel ersichtlich außermittig. Dann habe ich das Schott der Back gebaut und alle Grätings gemacht. Viel später fiel mir auf, dass da ja noch das Gatt für die Talje fehlte. Nix mehr mit in den Plan gucken, sondern das Gatt mitten rein gebaut. Sehr viel später wundere ich mich, dass das Großstag im Wege ist. Aber da ich nicht auf Denken sondern auf „heute Abend schnell noch fertigmachen Modus“ gegangen war gab es dann den Bockmist. Na gut, wie heißt es doch so schön in der „Drei Groschen Oper“: macht nichts, kannste was lernen.

    Was tun? Eine neue Gräting bauen? Nein nur das Gatt erweitern. Am liebsten hätte ich den Knecht noch weiter nach Achtern umgesetzt damit das Reep nicht am Sül schamfilt. Nur sitzt der Knecht so fest bis zum Kiel runter eingebaut, daß ich das halbe Schiffe auseinandernehmen müßte um ihn 3mm zu versetzen. Soweit gehe ich dann doch nicht.
    Resultat: eine Stunde feine Fummelei um das in Ordnung zu bringen.






    Ein weiteres Problem konnte ich jetzt nebenbei klären, nämlich die Frage ob es in der elizabethanischen Zeit schon Peerde an den Rahen gab. Es sieht so aus als ob diese Sicherheitsleinen erst viel später eingeführt wurden.


    Der Verlauf der Brassen und Schoten scheint tatsächlich so wie ich sie versuchsweise getakelt habe gewesen zu sein, und damit auch das Problem der Bedienung der Pforten und der Artillerie insgesamt.




    Nochmals vielen Dank für Eure freundliche Beachtung meiner Arbeiten.


    Heute waren etliche Detailarbeiten und weitere Takelungen an der Reihe. Als erstes habe ich begonnen die Lieken der Fock mit Zaponlack zu tränken um sie so steif zu machen und dann zu biegen, sodaß sie ein wenig wie von leichtem Wind geformt aussehen.


    Dann der erste Ansatz die Schoten und Halsen der Fock zu takeln. Hier nur ein Versuch die Leinenführung herauszufinden. Die zerren bei diesem Versuch das Segel viel zu weit nach Achtern. Aber eben eine erste Studie zur Sache.



    Dabei fiel mir auf, daß die Schoten quer über die Stückpforten laufen. Da bekommt man die Pforten noch nicht einmal aufgemacht. Hmm? Fehler bei Hoeckel, oder was?



    Ergo habe ich in allen mir zugänglichen Plänen dieser Schiffbauepoche nachgesehen. Mit dem Ergebnis, daß dies Problem, und da kommen ja noch Schoten und Halsen des Großsegels hinzu, in allen diesen Bildern und Zeichnungen auftritt.


    Meine Überlegung dazu: allem Anschein nach war der Einsatz der Artillerie unter vollen Segeln nicht möglich oder auch nicht gewollt. Ist die Fock nämlich aufgeheißt und untergeschlagen gibt es keine Leine die der Artillerie vor den Pforten rumhängt.

    Ich erinnere mich jetzt daran, daß in späteren Zeiten von der kleineren Gefechtsbesegelung gesprochen wird. Dabei waren die Untersegel soweit ich weis nicht gesetzt. Vielleicht war das zu Drakes Zeit auch so.


    Mit ausgerannten Kanonen gibt es jedenfalls ein ziemliches Problem mit den Schoten.

    Weiter ging es mit der Takelung der Fock.


    Hier ein Überblick dazu.


    Die Arbeitsschritte


    Zusammennähen von Fock und Bonnet. ( Nähen ist nicht gerade mein Lieblingsgewerk. Aber was hilft's.)

    Anschlagen des Segels an die Rah.

    Anfertigen des Rack aus 5mm Rundmaterial für die Klotjes und 0.5mm Messing für die Schlieten.



    Anbinden der Rah mittels des Rack, und Takeln des Unterrahfalls.






    Die Talje des Falls (Dreifach Block) läuft unter der Back auf einen großen Knecht.



    Das Reep der Talje läuft durch eine Luke in der Gräting. Das zu takeln ist auf eine richtigen Schiff kein Problem. Hier auf dem Modell war das schon eine schöne Pfrimelei. Ging nur so zu machen, das ich das Reep durch die Luke bei herausgenommener Gräting führte und dann das Ganze steif setzte. Da die Rollen in den Blöcken beweglich sind war das ganz gut machbar. Um genügend Bewegungsfreiheit dafür zu haben mußte ich das Großstag loswerfen. Aber wegen solcher zu erwartenden Aktionen setze ich die Takelungen jeweils erst fest wenn der Bauabschnitt durch ist.



    So sieht das Ganze jetzt fertig getakelt aus.



    Zum Schluß wurden dann noch die Topnanten und die Fockbrassen angeschlagen. Das war gegenüber den vorherigen Aktionen ein netter Abschluss des Arbeitstages.




    Weiter geht es heute mit den restlichen Takelarbeiten an der Fock und dann kommt das Fockmarssegel dran.


    Cheerio!!!


    Angarvater

    Mal wieder zurück zur G H.


    Nachdem Ihre Ladyschaft dankenswerterweise die Segel genäht und mit Lieken versehen hat konnte heute als erstes die Blinde getakelt werden. Das war schon ein spannendes und kniffliges Unterfangen. Eine mit Segel getakelte Blinde habe ich trotz etlicher abgelieferter Schiffe bis dato noch nicht getakelt. Ein ziemlich ausgebufftes System an Leinen um den Lappen kontrollieren zu können.



    Vielleicht ist es probat den einzigen Kapitän der Gegenwart, Villiers, der den Nachbau der Mayflower zweimal über den Atlantik führte, bezüglich der Eigenschaften der Takelung einer Galeone zu zitieren. ( Zusammengefaßt, da sein Bericht sehr ins Detail geht). Zu Kapt. Villiers ist zu sagen, daß er ein echter Albatros war, der große moderne Stahlsegler ums Horn gefahren hatte.


    Die Elastizität des Holzrigg in Verbindung mit dem ausgeklügelten System des stehenden und laufenden Gutes war für den die Härte der modernen Stahlriggs gewohnten Seemann zuerst erschreckend, weil scheinbar immer am Rande des Zusammenbruchs. Am Ende seiner Reisen mit der Mayflower, die so genau wie möglich nach zeitgenössischen Unterlagen über den Bau dieser Schiffe gemacht worden, war erkannte und bekannte Villiers, daß er Schiffe und Männer der elisabethanischen Zeit unterschätzt hatte.Er erinnerte sich daran, wie alte Seeleute noch zu beginn seiner Fahrenszeit

    berichtet hatten, daß die hölzernen Schiffe mit ihren Holzspieren und ihrem Hanftauwerk auf See "zum Leben "und zu einer Beweglichkeit erwachten, wie es die eisernen Schiffe nie vermocht hatten.




    Im Laufe der Reisen lernte Villiers das Trimmen der Blinde. Da das Spriet kein stehendes Gut besaß konnte die Blinde verkantet und in die Senkrechte gebracht werden. (Das war in altenBerichten als Manöver dargestellt worden, wurde aber bis Dato als "Garn" nicht beachtet. So getrimmt wirkte die Blinde wie ein viereckiger Klüver, und zog gut. Das Schiff reagierte sehr gut auf dieses Segel, nach Villiers Erfahrung besser als auf einen Klüver.


    So, nun noch ein paar Details.



    Das Rack der Blinder zu takeln ist nur näherungsweise gelungen, da das am Ort passieren muß und das alles ziemlich eng ist.






    Cheerio!


    Angarvater


    P.s. den Vorholen des Racks takele ich Morgen. den habe ich nach der schönen Fummelei ganz vergessen.

    Schon gut, schon gut.


    Aber das mit den Hebeln auf dem Tisch hat im Hintergrund auch so manchen netten Aspekt.

    Schon mal die Kolben einer richtigen Maschine im Hafen vom Spülluftkanal aus inspiziert? Ich meine nicht so eine Spielzeugmaschine die vielleicht 5000kw leisten kann, sondern etwas ein wenig größeres.Da drin hat es dabei immer noch so seine 40 bis 45 Grad C.

    Oder bei einem 6000kw Maschinchen bei ordentlich Wind und Dünung vor Anker liegend ein oder zwei Einspritzdüsen, weil ausgebrannt, wechseln? Wellentunnel und Lagerinspektionen sind auch ganz entspannend.🤓
    Ansonsten steht der Chief ja nur im Leitstand rum, und wird sauer wenn nicht ständig frischer Kaffee da ist.😂😂😂

    Bietet sich ja auch an. Und die Fockrah ist stabil genug den Anker tragen zu können.


    Ich lasse die Reserveanker jetzt einfach mal in der Last. Sie auf den Fockrüsten mitzuführen gäbe vom Platz her ein ziemliches Problem.


    😊Wäre ich Purist würde ich jetzt noch zwei Schlickhaken bauen und unter Deck verstauen. 😁😁😁 Ne, lieber nicht.

    Für das Festmachen der Ankerfluken gab es noch einen weiteren Baum, der nur zu den Manövern montiert war, Ansonsten gelagert wurde.

    Ich schau mal was ich im Hawthorne zu den Ankermanövern finde...


    Aga

    In Nelsons Zeit( auch schon deutlich früher) gehörte der Penterbalken, und ich denke das Aga den hier meint, auf der Back zum Ladegeschirr der Anker. Damit ließen sich dann die großen Anker der Dickschiffe nachvollziehbar handhaben. Wohl auch kein schnelles und einfaches Geschäft was viele Hands voraussetze.

    Nur, in der elisabethanisches Epoche gab es die Penterung noch nicht, mit allen sich daraus ergebenden Arbeitsproblemen.


    P.s. Wie gerade sehe tauchen die Penter mit den plötzlich sehr großen Schiffen im 17.Jahrhundert auf. Scheint folgerichtig sein. Ich denke, dass die Anker der großen Schlachtschiffe der Epoche schon in die Richtung der Anker der Vic. gegangen sein werden.

    Bei derartigen Lasten geht das Aufholen und ins Ankerlager einbringen m.E. nach dann wohl wirklich nicht mehr ohne anständige Hebebvorrichtungen. Aber das ist ja ein dem Seemann geläufiges Problem Lasten mit Hilfe von Taljen und Armen zu handhaben.

    Das gibt doch schon ein ganz gutes Bild der Schwierigkeiten unter Segel so einen Schlickhaken zu handhaben.


    Auch die Bezeichnungen sind mal wieder mehrfach zu finden. Z.B. Messenger Reep oder manchmal auch als Traveller bezeichnet.


    Aber wie ich so bin habe ich da gleich noch eine Frage zur GH, die mir bisher niemand beantwortet hat. Die Konstruktionsunterlage zeigt an Steuerbord und Backbord je zwei Ankerklüsen, es wird aber nur je Seite ein Anker dargestellt.


    Alle großen Lehrer des Modellbaus weisen darauf hin, dass es wohl kein Seeschiff mit nur zwei Ankern gegeben hat.

    Gut, nur wo kommen die anderen Anker bei der GH dann hin. Irgendwie auch auf die Fockrüsten gequetscht?

    Noch ne Frage zum Thema. Wie Aga schon schrieb wurden Anker, so in vielen Geschichten beschrieben, durch Übersegeln gelöst. Das stelle ich mir nicht so ganz einfach vor, da das Schiff wenn es vor Anker liegt ja genau in Lee des Ankers steht, müsste also gegen Wind zum Anker Aufkreuzen. Kann mir als Maschinist jemand von der Seglerzunft erklären wie man das über die kurze Strecke vom Liegeort zum und über den Anker macht, zumal die Manöver bei geringer Fahrt noch langsamer abliefen als bei freier Fahrt.


    Unter Maschine sagt mir der Alte wieviel Fahrt er für das Manöver braucht, und dann schiebe ich ihm den Kahn schon wie gewünscht dahin, oder bei modernen Schiffen fährt er das direkt vom Steuerstand aus über den Joystick und die Leistungrsregler.

    Ich finde diese Überlegungen sehr interessant. Ich habe mal das Gewicht der Anker, so wie ich sie gebaut habe gerechnet. Gusseisen mit 7,8 Tonnen/cbm und Eiche mit o,660Tonnen/cbm. Das ergäbe dann ein Gewicht von 1267kg für den Anker.


    Immerhin ein ganz ordentliches Teilchen.


    zu Grolanners Post. Einen nur angebundenen Anker mit der Axt loszumachen und dann fallen zu lassen konnte ich mir als Frachtschiffmann bis dato einfach nicht vorstellen.🤔😧

    Heutiges Thema : Anker, Ankerbojen, Ankerlager und vor allem wie ging das mit dem Ankerwerfen und -Aufholen.


    Nachdem ich mir in den mir zur Verfügung stehenden Fachbüchern ( zu Mondfeld, Curti etc. ) alle Darstellungen zu obigen Thema mehrfach und vergleichend angesehen habe scheint mir da Einiges, wenn man es so machen würde, als von der Funktion her fraglich.

    Der Anker wird mit der Fluke auf der Fockrüste vertäut. Kein Problem, dafür gibt es Gatten in der Rüste. Aber wie krieg ich das Teil dann ins Wasser und lasse ihn auf Grund. In den Zeichnungen wird immer gezeigt, daß die Talje am Ankerbalken (Cathead) mit ihrem Hakenblock am Ankerring angeschlagen ist. Das Ding hängt also zumindest mit Teillast da dran.


    Soweit, so gut. Wenn ich jetzt Anker werfen will lasse ich die Tampen, die das Teil auf der Rüste sichern lösen, und per Manpower (Spake oder Brechstange) anschieben und der Anker fällt soweit, bis er am Cathead hängt. Und dann? wie kriege ich das Trumm vom Haken der Talje damit es auf Grund gehen kann? Immerhin würden die Anker der GH nach den zu Mondfeldschen Tabellen die Kleinigkeit von 1800Kg wiegen. Nicht so einfach auszuhaken.

    Oder hängt man den Haken an der Talje des Catheads vorher aus und läst den Schlickhaken einfach von der Rüste purzeln.Auch nicht so ohne, dann fällt das Ding direkt neben der Bordwand an der Trosse runter, was ich mir, wenn es ein wenig Dünung hat als nicht ungefährlich für die Bordwand vorstellen kann.


    So, nun hängt das Teil an der Trosse, und die ist auf der Ankerbeting belegt. Das heißt aber, um den Haken weiter sinken lassen zu können muß ich die Ankertross mittels Traveller und Gangspill entlasten, von der Ankerbeting loswerfen und kann sie dann nach lösen des Travellers ausrauschen lassen.Das könnte ich natürlich auch schon machen bevor ich den Anker aus seinem Lager löse. Dann zerrt er sowie er loskommt die Trosse aus dem Kabelgatt. So oder so, bremsen kann ich das dann mit der damaligen Technik nicht mehr. War das so? Und was passiert, wenn sich beim Ausrauschen der Trosse im Kabelgatt ein Kinken bildet, was nicht auszuschließen ist, selbst wenn die Trosse sehr sorgfältig aufgeschossen wurde. Dann knallt dieser Linken

    ( von mir aus auch Knoten) von unter mit voller Wucht an das Deck des Kabelgattes, das dann die ganze Kraft des fallenden Ankers aufnehmen muss. Kein gute Vorstellung.

    Oder wurde der Anker mittels Traveller über den Kapstan langsam abgelassen? Sicherer auf jeden Fall, allerdings genau wie das Aufholen eine langsame und langwierige Prozedur. Ein Schnellwurf in Gefahrensituationen dürfte so oder so kaum möglich gewesen sein.


    Dann noch die Frage der Ankerboje. Zu Mondfeld schreibt z.B., das die dazu dienten um die Position des Anker zu finden.

    Das käme für mich als Warnfunktion für andere Schiffe vor dem auf Grund eingehakten Anker in Frage.


    Aber bevor es zu langweilig theoretisch wird hier ein paar Bilder von den Bojen.

    In der Literatur handelt es bei den Bojen meistens um elegante "Pillen". Ich habe bis dato noch keine so elegante nautische Boje gesehen. Die Geräte, egal wofür und wo bestehen meist aus zwei Kegeln. DAs hat den Vorteil, dass sich solche Körper stabil und strömungsgünstig herstellen lassen. Egal ob aus Kork, Holz oder Stahl. Ich habe die Ankerbojen daher wie zu sehen ist aus zwei Kegeln mit einem Mittelkragen gedreht.



    Nebenbei bekamen die Anker noch ihre Bolzen. Die wurden ja wie die Schiffe zusammengenagelt.


    Hier das ganze "Besteck" aus Anker und Ankerboje




    Beim Bauen kam mir ein Gedanke zu dieser Konstruktion. Könnte es sein, daß das Reep der Boje dazu diente vor dem Hieven des Ankers die Fluke aus dem Grund zu lösen um das Hieven Überhaut erst zu ermöglichen. Will sagen, wenn sich das Schiff mittels Kapstan an seinen Anker herangezogen hat gräbt sich die Fluke dabei schön fest in den Ankergrund. Ich bekomme nach den regeln der Technik den Kahn solange ich ziehe auf keinen Fall senkrecht über den Anker. Das heißt, das ich ihn auch so kaum aus dem Grund lösen kann. Ziehe ich allerdings dann am Reep der Boje würde ich die Fluke direkt aus dem Grund reißen, oder zumindest lockern.


    Na gut, vielleicht auch nur schräg Gedachtes eines alten Maschinisten. Wenn man heute seinen Anker aufholt löst der sich aus dem Grund weil man mit der Maschine das Schiff über die Ankerposition hinaus fährt und dabei natürlich die Kette einwinscht. Überläuft man die Position des Ankers wird der Haken entlastet und löst sich aus dem Grund.


    Aber zurück zur GH.


    Ich habe die Länge des Bojenreeps mit knapp zwei Schiffslängen bemessen. Das könnte zu einer angemessenen Ankertrossenlänge passen. Aber bitte, nur geschätzt und überlegt. Kann auch daneben liegen.







    Nächstes Mal weniger Fachgesimpel aus der Maschinistenecke. Dann sind die Taljen der Cathaeds auch dran.


    Best regards


    Angarvater

    Sehr scböne Arbeit Shipwright. ich hoffe, Ihr habt der Schmiedegang ein paar Extrakannen Bier spendiert :wink2: :th:

    Nun, Euer Lordschaft,


    Eure hochgeschätzte Anerkennung der Arbeit wird dankend entgegengenommen.


    Nach der Zunftordnung erhält jeder der Schmiede und ihre Helfer je Tag eine Gallon Bear.
    Das sind die Master und Journeymen zwar gewohnt, doch was darüber hinausgeht würden man als unmäßig bezeichnen müssen. Aber es finden sich Gelegenheiten an den Feiertagen.


    Your ever humble serveant


    Angarvater

    Heute wurden unter Hinzuziehung des Shipwrights seitens der Leiterin der Segelmacherei die Schnitte der Segel aufgestellt, die Materialien ausgewählt und die Seile für die Lieken bestimmt.


    In der Werft selbst wurden die Ankerstöcke zugerichtet und an den Ankern angebaut. Zudem sind etliche weitere Kleinteile in Arbeit.

    Eine Frage, die schon viel früher mal angesprochen wurde, ist die der Kanonentakel. Brooken sind kein Thema, und auch schon getakelt. Aber bei den Erbsenschleudern auf Achter- und Backdeck? Dreipfünder die kaum etwas wiegen. Da wären die Takel mehr ein Hindernis als eine Arbeitshilfe.


    Selbst an den „Kanönchen“ des Hauptdecks, bestenfalls Sechspfünder, wären zumindest die Rückholer reichlich überdimensioniert. Die Vorholer machen in einfachster Form vielleicht noch Sinn


    Eine Überlegung wie sie zur Volltakelung der Artillerie in Nelsons Navy führte, und da erst ab den 12 Pfündern, daß man in jeder Lage die Kanonen im Gefecht laden können muss, und man in der Linie Breitseite um Breitseite raushaute, hat es in der Tudorzeit wohl nicht gegeben. Hinzu kommt, dass Drake hier eine schnelle und wendige Einheit bauen lies die zwar auch ein anderes Schiff beschiessen konnte, im Zweifelsfall aber nach Artillerieschlag zum Entern längsseits ging. Beim Angriff auf die überraschten pazifischen Häfen legte er sich quer in die Hafeneinfahrt, oder er knallte die GH an die Hauptkajen um nach ein oder zwei Lagen auf die Stadt oder die Befestigungen, die landeinwärts gerichtet waren, die Kapitulation oder die Zahlung von Kontributionen zu verlangen.

    Fein, daß Euch die Latüchte gefällt.

    Da die Segelnäherei noch blockiert ist (eine der Maschinen ist noch in der Instandsetzung) und das Metallwerkzeug noch nicht weggeräumt war habe ich diese beiden Anker gemacht.



    Material 5mm Messingvierkant und 1mm Flachmessing



    Die Teile sind mit Silberlot hart gelötet und das ganze mit Acrylmetalleffekt angemahlt. Ich habe hier eine ganz alte Ankerform verwendet wie sie als alte Bauform sehr lange verwendet wurde.


    Angarvater

    Angarfathers Dockyard hat gestern wieder den Betrieb aufgenommen.


    Als erstes wurde die Hecklaterne gebaut. Form und Größe entsprechend den Angaben von Hoeckel.



    Das Ganze besteht aus eine 10mm Rundstab aus Acrylglas. Die horizontalen Stege sind aus Messing, das ich warm um einen 10mm Holzstab geschmiedet habe, die waagerechte aus dem gleichen Messing. die untere und obere Kappe sind aus Abachi gedrechselt.




    Das ganze habe ich mit in Zaponlack eingerührtem Goldstaub vergoldet.



    Best regards


    Angarvater