Beiträge von Angarvater

    Aye, Jessica,


    Da ist Dir ein entzückendes Stück Modellbau sehr gut gelungen. Gratuliere !


    Auch die Inbesitznahme durch das Royal Marinekorps mitsamt der Dokumentation gefällt mir sehr.


    Best regards


    Angarvater

    Naja, mit dem Prädikat "meisterlich" bin ich da etwas vorsichtig, das scheint mir doch sehr hochgegriffen.


    Nur eine Anmerkung zur Ausführung. Z.B. kommen die Haken, nach dem in Formbiegen und "kalt"schmieden ( Sprich den Messinghaken mit dem Hammer auf dem Amboss platt hämmern), ins Brünnierbad, ohne daß ich sie noch fein zierlich glätte und zurechtfeile. Das würde ich beim Bau einer hochfeinen Jacht so machen aber nicht bei einem Handels- oder Kaperschiff. Da kamen m.E. nach die richtig geschmiedeten Teile dran, ohne daß sie für das empfindliche Auge der hohen Herren fein geputzt wurden. Auch müssen die Dinger nicht völlig gleich sein. Das waren schwere Einsatzteile die von Hand mit erheblichen Toleranzen geschmiedet wurden, und keine Dekoartikel die ein Goldschmied herstellte.


    Cheers!


    Angarvater

    Aye, Mates!

    Vielen Dank für die freundliche Beachtung des Tagesberichtes.


    Angarfathers Dockyard

    19.10.22 Buildlog ( part 1- rigging )


    Nach längerer Beratung mit den Sachverständigen Prinz zu Mondfeld und Senior Oratio Curti wurde festgelegt, daß die Püttingswanten mittels Haken an die Eisen der Marsjungfern angeschlagen werden.



    Nach Fertigstellung der Haken durch die Schmiede konnten die Püttingswanten an Steuerbord bis Schichtende getakelt werden.



    Angarvater

    Einsammeln nach der Schlacht geht auch nur dann, wenn das Gefecht glücklich bzw. glimpflich ablief und das Wetter auch mitspielte. Alles was im Weg ist, lasse ich also bei genügend Vorwarnzeit zu Wasser mit einer entsprechenden Schleppleine, mindestens 1-2 Boote lasse ich aber sicherheitshalber an Bord (splittern tut es sowieso und lässt sich an Bord besser und schneller reparieren als wenn es abgesoffen an der Leine hängt). Irgendwie so... ;)

    Eine weitere Überlegung ist, daß ich mit den auf den Schragen gesicherten Booten einen nicht unerheblichen Schutz der Kuhl vor feindlichem Gewehrfeuer schaffe.

    Und ob die Boote bei Enterangriffen eine Rolle spielten kam wohl sehr auf die Art des Gefechtes an. Nelson enterte z.B. von Bord zu Bord oder über die Back. Ganz plausibel in Master und Commander dargestellt. Wenn ich das richtig verstanden habe waren, außer bei Kommandounternehmen a la "Hornblower" die Entergruppen bei den Dickschiffen viel zu groß um sie schnell mittels der Boote an den Feind zu bringen.

    Ich bin ebenfalls sehr vom Film angetan. Ich schätze, daß andere Autoren und Regisseure für diese Handlungsstränge mehrere Filme brauchen würden und nach dazu einen Wust an Aktion mit einzubauen nötig hätten.

    Zeichenboden auf Angarfathers Dockyard.


    „ Good morning, Shipwright!“ „ Goodmorning, foreman, schon was von der Seilerei gehört?“ „ Die wollen Morgen den Rest an Tauwerk anliefern. Nebenbei der chief turner hat die Marsstengen fertig und will gleich nach der Werftpause den Rest zurichten.“ „ Gut, Du kannst dich in den beiden kommenden Wochen mit deinen Leuten an das Aussuchen und Zurichten der Hölzer für die große Galeone machen. Die legen wir zwar erst Anfang nächsten Jahres auf Kiel, aber jetzt die Holzauswahl zu machen ist schon ganz sinnvoll.“ „Und wer leitet in eurer Abwesenheit die G.H. ?“ „Niemand bis ich aus dem Königreich Dänemark zurück bin. Auch wenn die hohen Herren noch so drängeln, die Verhandlungen wegen der Lieferung von Tar über Kopenhagen, auch wenn das Material ursprünglich aus Schweden kommt, und vielleicht auch Langholz für Masten, sind dringlicher. Wie mir der Earl of Essex sagte hat die Königin befohlen erhebliche Mittel für den Bau ]von Kriegsgaleonen bereitzustellen, Materialvorsorge zu treffen und im Kanal brauchbare Schiffe zu entwerfen.“ „Der Spanier?“ Angarvater nickt: „Genau der foreman, genau der. Wird uns früher oder später ans Leder wollen.“

    „ Aye, Shipwright, ich fang dann mal an.“

    Großartig, ich kann es kaum glauben! Was du entstehen lässt, ist einzigartig!

    Ich feiere den Angarvater! Was für eine feine Arbeit.

    Allergrößte Verneigung.

    Würde ich eine Flotte planen, die in See stechen sollte, um böse Andere zu besiegen, dann wärest du der Baumeister meiner Flotte....

    Angarvater Drake, nimmst du mich mit auch die Reise?

    Gentlemen, vielen Dank für Euere freundlichen Worte die mir sehr gut tun. aber einzigartig scheint mir doch viel zu hoch gegriffen.


    Rücksprung

    An den 1.Lord


    Mylord, es scheint seitens Euer Hochwohlgeboren eine Verwechselung vorzuliegen. Das Haus Angarvater beschränkt sich auf die Herstellung von Schiffen, und ob Captn. Drake noch einen für Euch angemessenen Platz in seiner Crew frei hat entzieht sich unserer Kenntnis.


    Wir selbst bemühen uns die G.H zügig fertigzustellen da Captn. Drake im kommenden Winter auslaufen will, und hier derzeit außer der im Augenblick anstehenden Fertigung der Rahen und Blöcke die Helling für einen 900Tonner im Auftrag der Königlichen Marine vorbereitet wird, und Sir John Hawkins im Auftrag der Königin einen gewissen, nun sagen wir einmal Druck ausübt.


    Der Werftherr wird unerwartet vom Kontorjungen gestört, der ohne Anzuklopfen die Tür des Kontor aufreisst: „Master, Master, draußen stehen Kapitän Drake und Sir John der Euch unbedingt sprechen will. Die Herren streiten sich über irgendwelche Bautermins.“ „ Gut, Henry, ich komme.“ Er trocknet noch schnell die Feder, verschließt das Tintenhorn und geht um mit den beiden sich Streitenden ein, wie er es nennt, ernstes Wort unter Männern zu sprechen. Als er die Tür schließt hört ihn der Kontorjunge noch in seinen Bart brummend: „ Haben diese Herrn nichts anderes zu tun als einen beschäftigten Shipwright mit ihren Drängeleien von der Arbeit abzuhalten?“


    Best regards


    Angarvater

    Die Untermasten haben jetzt alle drei ihre Stage bekommen. Hier ein paar Bilder vom derzeitigen Bauzustand.


    Fertigung der Jungfern für das Besanstag.




    Den Stagkragen des Besanstages haben gekleedet. Wobei es für die elisabethanische Zeit keine verbindlichen Angaben in der Literatur gibt. Bei den Mastschlingen der Wanten ist die Kleedung wohl als gesichert anzunehmen. Bei den Mastkragen nicht wirklich. Egal, war eine hübscher Fummelei das einigermaßen hinzukriegen.









    Best regards


    Angarvater

    Neubau Golden Hind. Tagesbericht


    Nach Fertigung der beiden Fünflochjungfern für das Großstag wurde nach Aufmaß und Ablängen des Seiles (Durchmesser 3mm) das Stagauge gespleist (einfacher Augspleis)



    Danach wurden das Auge und die Längen für die Mastschlinge gewurmt (oder vielleicht auch getrenst?) und gekledet.





    Nachdem das Stag angeschlagen worden war wurde die Stagmaus montiert.



    Der Fechtling im Großmars



    Das Großstag wurde mit einem Stagkragen getakelt.


    ( Bei Höckel wird das Großstag am Mastfuß des Vormastes angeschlagen.

    Die späteren Autoren zeigen, daß auch zu der Zeit wahrscheinlich ein Stagkragen verwendet wurde. Das Stag am Mast anzuschlagen ist m.E. technischer Unsinn da der Mast in diesem Bereich schon sehr belastet ist und man die Kräfte des Stags besser über den Stagkragen an das Galion ableiten kann.)






    Bis Donnerstag der kommenden Woche ist, da sich der Werftherr bis dahin in der Hansestadt Stade zwecks Beratung des Magistrates aufhält.


    Cheers!


    Angarvater

    Good Morning, Gentlemen,


    Many thanks for your kind words.


    @anobium punctatum. Spannend ist es beim Bau die Höckelschen Pläne mit neueren zu vergleichen. Nicht sie abzugleichen, denn dann, und das haben einige Versuche dazu, ergeben sich nicht umsetzbare Unterschiede. Aber wie Du schon sagtest ergibt es auch so ein Schiffchen, dass mir zumindest recht gut gefällt. Außerdem weichen auch die anderen Darstellungen neueren Datums in etlichen Punkten voneinander ab. Beispielsweise bei der Art und Form der Decksbeplankung.


    Aber , wie ich wohl schon mal geschrieben habe, gefallen mir die Schiffe des späten Mittelalters oder der frühen Neuzeit so gut, dass ich andere Projekte wie z.B. die Gorch Fock, erstmal ganz aus der Planung herausgenommen habe und nach der Ablieferung der G H eine viermastige Galeone anhand der Pläne von Kirsch ( Die Galeonen ) englischer Bauart auf Kiel legen werde.


    Die Pläne dafür liegen schon auf dem Zeichenboden bereit.


    Doch jetzt ist Schluss mit der Theoretisiererei, die Stage der Untermasten machen sich nicht von selbst.


    Cheerio!


    Angarvater


    P.s. Bei der Vorbereitung des Viermasters merkte ich sehr schnell, dass Golden Hind doch ein recht kleines Schiff gewesen ist. Sie ist in 1:33 von der Galion zum Heck 980 mm lang. Im gebleichten Massstab würde das nächste Schiff circa 1500mm, zuzüglich des Bugsprits, werden. :hmm: Ergo: das Projekt wird in 1:48 geplant, was dann immer noch eine Rumpflänge von circa 1200 mm ergibt.


    Noch eine Anmerkung aus gegebenem Anlass. Vor einigen Minuten sagte ihre Ladyschaft sinngemäß, dass ich doch für die GH eine angemessene Konsole bauen und an einem recht exponierten Platz im Wohnzimmer installieren könne. Mit einer geschickten Beleuchtung wäre das doch bestimmt sehr schön. :huzzah:evilgrin:huzzah:evilgrin:huzzah:evilgrin

    Aye, Mates!


    Die Wanten der Untermasten sind soweit getakelt, daß als Nächstes die Stage gefertigt und getakelt werden können.

    Wenn die dran sind könne dann auch die Wanten nochmal durchgesetzt und belegt werden. Das ist dann auch der Fertigungszeitpunkt an dem Würste und Schwichtungen gearbeitet werden.


    Hier ein paar Bilder von Gestern.





    Die Taljen des Besen sind in meinen Augen gegenüber denen der beiden Hauptmasten richtig zierlich.





    Best regards


    Angarvater

    Well, Mylord Croidon,

    bis der Kahn auf die Helling kommt wird es noch eine Weile dauern. Aber immerhin werden die Konstruktionsunterlagen morgen im Copyshop schon einmal ausgedruckt.


    Aber theoretisch Sahne machen bringt einen Neubau auch nicht weiter, und ab und zu mal in den Analen des Hauses zu wühlen ebenfalls nicht.

    Hier der heutige Bauzustand. Die Wanten von Fock- und Großuntermast sind fertig getakelt. Morgen werden die Jungfern für den Besan angefertigt und dessen Wanten getakelt.


    Zur Information hier eine ins Want eingebundene Jungfer in der Taklerei.




    Bauzustand von heute Abend:




    Cheers!!


    Angarvater

    Aye, Ladies, Gentlemen and Mates,


    Freut mich, dass die Takelarbeiten Eure Billigung finden.Bezüglich des Zeitaufwandes ist zu sagen: von Nichts ist Nichts:):):)


    Nebenbei gesagt, damit ich nicht nur Seile an Blöcke anschlage bin ich gerade dabei die Planung für das nächste Schiff voran zu treiben. Wird eine große englische Galeone wie sie Kirsch als Typschiff nach den wesentlichen Unterlagen und Baurichtlinien des ausgehenden 16. Jahrhunderts entwickelt hat. Diese Konstruktion findet sich sowohl bei den englischen Kampfschiffen ( z.B. der Revenge) als auch bei den großen Handelsschiffen der Engländer. Eine der Grundlagen war die Stockholmer Galeone, ein Votivschiff aus jener Zeit.


    So, Schluss mit dem Schreiben. Der Grossuntermast ist zu takeln.


    Cheers


    Angarvater

    Aye,Mates!


    Dank Euch für das freundliche Interesse an meiner Werkelei.


    Nach einer kurzen Unterbrechung der Arbeit an der G H, da ein Fischkuttermodell von einem alten Freund hier ziemlich gerupft einlief wurde das Schiff zügig wieder instand gesetzt. Schön gebaut Ende der Sechziger aus einem Bausatz (Hersteller nicht bekannt). Da die Mary Anne in Angarfathers Dockyard bleiben soll fand ihre Ladyschaft einen sehr guten Liegeplatz.Aber derartige Schiffe gehören ja hier nicht her.


    Also, die Werft ist wieder frei, und es geht an der GH weiter. Hier die Wanten des Vormaste,


    Das Mastauge eines der Wantenpaare.



    Der Flechtling des Voruntermastes ( Stage kommen noch )



    Die Wanten des Vormastes








    Werftschluß





    Cheers! Angarvater

    Aye, Mates!

    Auf der Werft wurde mit den Takelarbeiten begonnen. Die Jungfern für die Wanten von Fock und Großmast wurde zuerst als kleine Serie gefertigt.


    Hier eine der unteren Jungfern in Rohform. Auch bei dieser Größe läst sich das Eisenband m.E. ganz gut mittels eines geglühten, und damit gut formbaren, Eisendraht herstellen. Damit das Band zum Einen fest sitzt und zum anderen der Haken mit denen die Jungfer an die Rüsteisen angeschlagen wird einigermaßen stabil ist habe ich die Enden des umlaufenden Drahtes verrödelt und dann zum Haken gebogen. Siehe unten



    Hier nun die fertigen Jungfern und die vorgetakelten Seitentakel. Interessanterweise gibt es kaum Hinweise ein der Literatur ob und wieviele Seitentakel im 16.Jahrhundert getakelt wurden. Ich habe mich in diesem Fall an Schrage angelehnt, der beschreibt zwar die viel späteren und perfekteren Riggs. Aber nun ja.



    Die Seitentakel von Groß und Besan.





    Und nun zum guten Schluß der erste Wattenspann des Großmastes auf Steuerbord. Natürlich noch nicht richtig durchgesetzt, das mache ich erst wenn alle Wanten und Stage angeschlagen sind.



    O.K. das wars für Heute.


    Cheers!


    Angarvater