Beiträge von Angarvater

    Die Bänder oder Scharniere habe ich aus 0,5mm Messing angefertigt.

    Die Bänder am Ruderblatt halten ja bekanntlich die Stifte mit denen das Blatt in die Lager am Achtersteven eingehängt werden. Das sind im Original schmiedemäßig mit dem Band verbundene Rundmaterialien. Da sie auch im Modell das Blatt halten müssen habe ich entsprechende Bohrungen in das Blatt eingebracht, dann die Stifte eingeklebt und dann die Bänder darüber appliziert.




    In dieser Makroaufnahme sieht das verwendete Holz ( wahrscheinlich eine Teakart) sehr grob aus. Mit bloßem Auge m.E. nach wie massives Eichenholz.


    Hier der Ruderkopf bzw der Kopf des Helmholzes.


    Manchmal ist es ganz schön, wenn solche Bauteile auch einfache Formen, wie in diesem Fall das Gatt für die Pinne, haben. So etwas lässt sich dann einfach auf der Oberfräse machen.


    Hier nun die Ruderanlage auf ihrem Platz.






    Zuerst, wie oben zu sehen ist,waren die Bänder brüniert, also auf Eisen getrimmt. Einiges Nachlesen ergab dann aber, daß zu der Zeit im Wesentlichen Bronzebänder verwendet wurden. Also: nacharbeiten


    Im Makro sieht das zwar immer etwas sehr grob aber doch schon recht "metallisch" aus.




    Im Augenblick ist mir noch nicht klar ob es sich sich den Sorgleinen um Ketten oder Taue handelte. Mal sehn ob ich eine verlässliche Quelle dazu finde.


    best regards


    Angarvater

    Aye, Sigurdson,


    erstmal ein herzliches Willkommen on Board.


    Bezüglich des Takelplanes schick mir doch bitte ein PN, dann kann ich Dir passendes dazu mailen.


    best regards from Angarfathers Dockyard

    Angarvater

    Aye,Bonden,


    Das mit der Farbe ist so eine Sache. Zum einen sieht die „Bronze“ im Original deutlich dunkler aus, zum anderen entspricht dieser Farbton ( aus Altgold und Schwarz gemischt) der mir bekannten Farbe von Schiffsglocken, Kuhglocken ( auch ziemlich alten). Als Modellbauer mache ich mir so meine Gedanken wegen solcher Sachen, und hab sogar einen Bronzegiesser danach gefragt. Der meinte, dass der Guss zur Tudorzeit schon sehr hell war, da die dunkleren Varianten seiner Meinung nach zuviel Kupfer in der Legierung enthalten hätten, und somit den thermischen Belastungen beim Schuss weniger gut standgehalten hätten.


    Speedy . Aber ja doch. So wie er aussieht liegt der Kahn ja auch im Hafen in London und man erwartet den Besuch der Königin.:lol

    Da heute nur eine halbe Schicht auf der Werft gefahren wurde war nur Zeit die vier Drehbassen der Heckgalerie fertig zu machen und einzubauen.




    Es kam gerade passend, daß sich im Magazin noch vier übriggebliebene Rohre aus einem anderen Projekt fanden. Die wurden umgearbeitet und es wurden die zugehörigen Lagergabeln angefertigt.





    Damit ist die Heckgalerie auch in artilleristischer Hinsicht fertig. Als nächstes sind die Lafetten für die vier Kanonen für die Back und das Halbdeck zu machen.


    Cheers


    Angarvater

    Aye, Peter,


    gute Arbeit!


    Zur Arbeitsweise. Ich mache das genauso und takele die Untermasten mit Wante und Stagen von Achtern nach vorn durch. Damit wird das Ganze dann recht steif und unempfindlich. Vor Langem habe ich mal den Obermast eines Vormastes vorher aufgebracht und dann auch gleich beim Stagsetzen abrasiert. N.B. wird beim Bau der "Großen" Schiffe genau so vorgegangen.

    Aye, Mates,


    Nach einigen Stunden Brooktaue takeln ist die Hauptbatterie an Bord und bedingt einsetzbar.


    Ich finde, daß selbst so eine relativ kleine Bestückung doch schon beeindruckend ist. Daher heir nochmls Bilder vom heutigen Abend nach Werftschluß




    Die Pfortenreeps werden erst wenn die Masten gestellt und das stehende Gut getakelt worden ist angeschlagen. So lassen sich die Pforten zuminest bis auf die Rohre runterklappen. Die Klappen sind ansonsten bei den anstehenden Arbeiten relativ gefährdet.


    Nächster Arbeitsschritt ist das Fertigmachen der leichteren Kanonen auf Back und Halbdeck.


    Cheers!

    Angarvater

    Da die Kanonen an Bord sollen sind zunächst die Brooktaue zu takeln. Die Kanonen- und Rückholtakel kommen später dran, da deren Blöcke im Zuge der demnächst anstehenden Fertigung etlicher Blöcke mit hergestellt werden.


    Bei den Brooktauen stellt sich immer die Frage wie wurden die damals die Brooktaue am Rohr getakelt. Die typisch englischen Augen auf dem Rohr wurden ja im 18.Jahrhundert eingeführt. Einfach das Tau um das Rohrende wickeln ist weder wirksam noch seemännisch, daher habe ich ein aufgebundenes Auge auf das Brooktau getakelt.






    Und hier die erste Kanone auf ihrer Position.



    Cheers!


    Angarvater

    Im wahrsten Sinne des Wortes: Schöne Stücke habt Ihr da Shipwright. Master Drake wird begeistert sein :th::hi:

    Well, Mylord,


    bei Captain Drake kann man das im Voraus nie wissen. Sehn Sie, Mylord, Sir Hawkins hat sich mit Eisenkanonen zufrieden gegeben als das Schatzamt ihrer Majestät darauf bestand weil Bronzestücke deutlich zu teuer seien. Drake ging bei der Einlassung der Zahlmeister direkt zur Königin. Nun, das Ergebnis sehen Sie ja. Also abwarten.

    Vielen Dank für Eure freundlichen Kommentare!

    Speedy So wild ist das von der Anzahl der Teile her auch nicht. Bei so einem kleinen Schiff habe ich mich bei neuen Teilen oder Abläufen gerade richtig eingearbeitet oder die Anfangsfehler der jeweiligen Produktion ausgemerzt. Und wenn die Sache so richtig gut von der Hand geht ist die "Serie" schon wieder zu Ende.


    Hier nun die Hauptbatterie auf den Lafetten. Die Schildzapfenriegel müssen noch trocknen ( mein alter Trick: Lötdraht flach Hämmern und daraus die "Eisenbeschläge" machen). Und die müssen dann natürlich noch auf Eisen getrimmt werden



    Probeweise zeigt Golden Hind zum ersten Mal Zähne




    Best regards


    Angarvater

    Mylords,


    damit sich die Admiralität nicht ob des Fortganges der Arbeiten am Neubau beunruhigen muß:


    hier die derzeitigen Arbeitsschritte bei der Anfertigung der Bestückung.


    Die Seitenwangen der Lafetten wurden aus einem Block gefräst ( 8 und 6mm Birne )



    und dann auf Maß zugesägt. (4,5mm auf Bandsäge )



    Bohren der Achslöcher der Räder die dann auf der Kreissäge aus dem Rundstab geschnitten werden



    Bohren der Achslöcher in den Achskörpern



    Probemontage der Rohre auf den Lafetten


    Gut, alle Holzzuschnitte sind zur Montage bereit.



    Als nächstes muß die Schlossrei noch die ZApfenriegel und die Augbolzen anfertigen. Die Richtkeile werden erst später, wenn die Stücke an Bord sind, gemacht.


    Cheers!


    Angarvater

    Schön daß Euch die GH gefällt.


    Heute habe ich die Rohre der Hauptartillerie mit Hilfe von Künstleracrylfarbe von Messing in Bronze verwandelt. Es handelt sich um ein Altgold abgetönt mit etwas Schwarz. Beides von Schmincke. Wie Bronze im Kanonenguß aussah kann ich nur schätzen. Ich gehe von der hier von mir abgemischten Tönung aus. So in etwa sehen nämlich die "gealterten" Bronzeschnallen von Ledergürteln aus. Andererseits hat unsere (Schiffs-) Türglocke seit 35Jahren ihren sehr hellen fast goldenen Farbton behalten. Aber das Ding hängt ja vor Wind und Wetter geschützt in der Küche.


    Egal, hier die Artillerie.



    Im Vordergrund zwei der Drehbassen (noch nicht bronziert) die in etwa den damals als Bordwandkanonen häufig verwendeten Kammerbüchsen entsprechen. Von diesen Stücken werden voraussichtlich vier auf der Heckgalerie stationiert. Ein Wort zu diesen Waffen. An etlichen Stellen der Literatur über die Golden Hind und anderen Galeonen wird etwas abfällig geschrieben, daß die Bordartillerie so "schwach" war, daß sie keine gegnerische Bordwand durchschlagen konnte. Das stimmt wohl nur für die Drehbassen. Aber diese Waffen wurden ja nur gegen die gegnerische Mannschaft, sei es beim Entern als unterstützendes Feuer oder bei der Abwehr von Enteren eingesetzt. Bestimmt kein Spaziergang durch ein Sperrfeuer aus den Kammerbüchsen zu entern, da diese sowohl mit Vollkugeln als auch mit Schrapnells schoßen. Die Schußfolge war für damalige Verhältnisse hoch, da die Bassen als Hinterlader sehr zügig wieder geladen werden konnten.


    Wenn man die Hauptartillerie, wie man sie auf dem Wrack der Mary Rose gefunden hat, betrachtet, so waren das mächtige Kanonen die sehr wohl einen Gegner durchdringen und auch versenken konnten.


    Die von der "Gießerei" mit gelieferten Schildzapfen waren zu dünn, sodaß ich auf diese 2mm Teile 5mm Messingrohrstutzen aufgezogen habe. Verfahren: innere Bohrung der Rohre auf 1.9mm aufbohren und auf die ursprünglichen Zapfen mittels leichten Hammerschlägen auftreiben.



    In Modellbauforen wird immer wieder die Frage nach der Tamponierung der Kanonen diskutiert. Wenn ich die Stücke ausgerannt zeige heißt das, daß sie in Gefechtsposition sind. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, daß man im Gefecht, oder kurz vor dessen Eröffnung die Mündungen mit Tampons geschlossen hielt. Entweder hätte man die Dinger mit dem ersten Schuß dann ausblasen müssen, oder die Stücke nochmal binnenbords holen um die Mündungen frei zu machen.


    Derzeit wird das Holz für die Lafetten zugerichtet, sodaß Morgen der Lafettenbau losgehen kann.


    Best regards


    Angarvater

    Heute wurden alle Pfortendeckel montiert.


    Hier mal einer in der endgültigen Bauweise.

    Wenn auch noch ohne Kanonen, Golden Hind zeigt die Zähne.




    A prospos - ab Morgen werden die Lafetten gebaut und die Kanonenrohre bearbeitet. Wie die G H bewaffnet war ist nicht genau bekannt. Drake hat, zumindest bei den nächsten von ihm geplanten und geleiteten Neubauten - keine als Handelsschiffe getarnten Kampfeinheiten, sondern Schiffe der Königin - auf Bronzekanonen bestanden. Ihm waren die inzwischen auch schon recht guten englischen Eisenstücke noch nicht gut genug, daher trimme ich die Rohre für die GH auf Bronze.


    Cheers!


    Angarvater

    Die Pfortendeckel samt den zugehörigen Bändern waren anzufertigen.

    Hier die Bänder aus brünniertem Messing - Ich benutze zum Brünnieren Nerofor von Balistol. Innerhalb von 3 max 4 Minuten sind die Teile schön schwarz.



    Montageschritt 1



    Hinzu kommen noch die Augbolzen für die Aufholertaljen


    Hier nun die fertig montierten Deckel



    Dazu kommen noch die "Lager", die in die Bordwand eingesetzt werden.




    Montage zur Funktionsprobe



    Funktioniert





    Cheers!


    Angarvater


    P.s. Beim Schreiben dieses Post bin ich irgendwie auf einen Link zu wikipedia geleitet worden nachdem ich die Bilder hochgeladen habe. Als ich wieder ins Forum zurückgesteuert war waren die hochgeladenen Bilder verschwunden. Also lud ich sie nochmal hoch und sandte den Post ab. Und jetzt hängen die doppelten Bilder im Anhang dran. Keine Ahnung wie ich die Duplikate jetzt rauskriege ohne den ganzen Post zu zerlegen.

    Vielen dank für Eure freundlichen Kommentare.


    MeinP.s. sollte kein, wie sagt man doch so schön "fishing for compliments" sein. Nur halte ich meine Werkeleien für nicht sonderlich auffällig. Daher meine Anmerkung.


    Wie hies es doch in einer der ersten Comicserien in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung ( Käptn Kopp und die Hedwig) in den 50igerJahren : Es kommt noch besser.Bald geht die Sache weiter.


    Wobei in der nächsten Zeit erstmal nur solche Detailarbeiten wie das Ruder und die Fertigung von etlichen Blöcken, Augbolzen, Untermasten usw anstehen.


    Moin, Angarvater

    Ladies , Gentlemen and fellow passents


    Hier ein kurzer Rundblick über den Neubau heute nach Werftschluß.


    Die Rüsten haben jetzt ihre Abschlußbretter erhalten.



    Ein Blick über Deck.




    Und jetzt noch ein kleiner Gang rund ums Schiff.








    In den nächsten Tagen ruht wegen auswärtiger Tätigkeiten des Werftherren der Betrieb. Weiter wird es dann mit der Fertigstellung und Montage des Ruders und der Stückpforten. Und vor allem sind jetzt doch noch die Rohre der Batterie avisiert worden.


    Best regards


    Angarvater


    P.s. hoffentlich nerven Euch meine relativ vielen Bilder nicht, da es doch nicht so viel Neues zusehengibt."

    Kein wirklich neues Thema alte, sozusagen ehrwürdige Schiffe als Denkmal zu nutzen.


    Elizabeth I. ordnete an die Golden Hind auf ewige Zeiten als Denkmal zu erhalten. Nach etlichen Jahren war der Eimer so heruntergekommen, daß er kaum noch ansehenswert war und etliche Jahre später abgewrackt wurde.


    Abgesehen von dem Stück aus dem Tollhaus, das man Sanierungsplanung wagte zu nennen, kann ich mir gut vorstellen, daß es ein Riesengejammer gegeben hätte, wenn von der Leyen die abgewirtschaftete Gorch Fock zum Alteisen erklärt hätte.