Beiträge von Peter_H

    Danke Aga und allen Däumchendrücker!


    Ahoi Seeleute

    Bonden hat mir nebenan weiter helfen können, vielen Dank auch an dieser Stelle.

    Weiter im Text. Das Borgstag, sowie das Fock-Gross- und Borgstag sind nun angebracht.

    Bei letzteren musste ich am Bugspriet die beiden Herzblöcke tauschen, da ich diese nach BA montiert hatte und das eben wegen den vertauschten Stagen falsch war.

    Ich musste da etwas in die Trickkiste greifen um nicht die gesamte Takelung des Bugsprietes neu machen zu müssen, aber ich denke, ich habe es so hinbekommen, dass man kaum etwas bemerkt... ;) (ausser gewisse....nein, lassen wir das rofl)


     


    Beste Grüsse

    Peter

    Hallo Benjamin


    Schön, dass Du den Bau hier zeigst!

    Es ist immer spannend anderen über die Schulter zu schauen und zu sehen, wie individuell jeder die einzelnen Arbeitsschritte angeht!

    Das UWS im Kupfer-Ton gefällt mir sehr gut.

    Ich wünsche Dir viel Spass beim Bau und freue mich auf weitere Bauabschnitte!


    Beste Grüsse

    Peter

    Ahoi Seeleute


    Um Euch in alle Deutlichkeit zu zeigen, wie gravierend solche Abrissaktionen sind, möchte ich Euch erst mal zwei Bilder nach der Aktion zeigen.

     

    Für alle die, die einen Unterschied zu davor suchen, erkläre ich gerne, was ich denn nun gemacht habe.
    Mangels genügend Morope und auch Jungfern in der richtigen Grösse habe ich lediglich alle Wanten, wo die Tampen auf der falschen Seite lagen gelöst und umgedreht. Dort sind nun halt die Kreuzpunkte der Tampen mit den Wanten falsch rum, aber das fällt doch deutlich weniger ins Auge, als das Tampen-Durcheinander. Zumal die Enden derTaljen ja noch um diese Kreuzpunkte herum belegt werden.
    Die Fockmast-Wanten kann ich noch etwas nachziehen und somit die etwas langen Taljen auch noch leicht verkürzen.

    Und damit wieder im Vorwärtsgang weiter.

    Das Grossstag wird aus 0,8mm Morope gefertigt, oben ein Auge eingebunden und eine Maus angebracht. Diese forme ich mit Weisseim und färbe sie schwarz ein. Unten wird ein Herzblock eingebunden. Der Stagkragen wird ebenfalls mit einem eingebunden Herzblock durch den Galionsboden geführt und mittels Lasching festgemacht. Das Stag wird um das Masttop gelegt. Mittels Talje durch die Hezblöcke wird das Stag steif gesetzt.

    (Auf den Bildern ist das ganze noch nicht straff, erst wenn das stehende Gut vollständig ist, wird alles nochmals nachgezogen und dann fixiert.)


     




    Eine Frage an die Experten:
    Dass bei Shipyard die Anordnung von Gross- und Borgstag falsch ist, ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr, das ist auch bei der Wolf nicht anders. Das Borgstag wird ÜBER dem Grossstag angelegt und nicht darunter. Nur, wie genau definiert sich nun der Punkt am Fockmast, wo der Borgstag-Kragen befestigt wird?

    So viel für heute. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden und plane derzeit keine Abriss-Aktionen, also, @Bonden, halte Dich zurück mit Kritikroflroflrofl


    Beste Grüsse

    Peter

    Ahoi Seeleute

    AnobiumPunctatum : Das Massakerwird sich in Grenzen halten, da ich feststellen musste, dass mir auch genügend Jungfern fehlen für den geplanten Abriss/Neubau. Also, mal sehen.

    Also ICH würde ja... :D :D :D

    ich weiss...


    Bei mir wird es wohl eher Glückssache sein, das ich es richtig mache. ;)

    Du bist da eher der glückliche, weil Du Dich vom Bonden-Virus noch nicht hast anstecken lassenchainsaw


    Und was die Darmspiegelung angeht, so ist das in meinem Fall mehr als die normale Vorsorgeuntersuchung, da meine Mutter betroffen war.

    Nun habe ich es wieder für 3-5 Jahre hinter mir, je nach Befund. Bin aber noch etwas geflasht und werde mich hüten, in diesem deliriösen (geile Wortschöpfung, nicht?) Zustand Strippen zu ziehen.


    Bis demnächst in diesem Theater

    Beste Grüsse

    Peter

    Ahoi Seeleute


    Das ausschweifende Abschweifen belebt doch einen Baubericht, finde ich!


    Zurück zum Modell:

    Ich habe mittlerweile die Wanten auch am Grossmast fertig gesetzt.

    Der genaue und kritische Betrachter stellt fest: Da hat die Werft mal wieder ordentlich geschlampt!


     


     


    Es muss wieder ziemlich hart gebondet werden, WIE hart, da muss ich mich erst noch entscheiden.

    Aber ich habe einerseits die Enden der Grossmast-Wanten nicht gleich gelegt wie vor der Sommerpause diejenigen der Fockmast-Wanten und auch diese stimmen nicht auf beiden Seiten.

    Bei den Fockmast-Wanten habe ich mich von der BA leiten lassen und mittlerweile festgestellt, dass diese ein falsches Bild zeigt.

    Die PN-Konversation mit einem Experten hat mich aufgeklärt.


    Die Wanten werden von ausserbords betrachtet von rechts nach links um die Jungfern geschlagen, das Ende innerbords gekreuzt und dann rechts der Wante mit dieser zusammen gebunden. Will heissen, dass das Ende der Wante IMMER von ausserbords gesehen rechts der Wante zu liegen kommt. Also liegt das Wantende auf der Steuerbordseite Bugseitig und auf der Backbord-Seite Heckseitig.

    Bei mir liegen alle Enden der Fockmast-Wanten Heckseitig und alle des Grossmastes Bugseitig...dashdashdash


    Ich weiss, die Freaks unter Euch würden in meinem Fall die kompletten Wanten runter reissen und neu machen. Ich werde das vermutlich nicht tun, sondern nur einen halben Bonden machen und den Rest kaschieren. Wobei dann die Ausdrucksweise "einen Bonden machen" falsch ist, weil diese ja nur radikale Abrisse bezeichnet.


    Ich werde wohl die gesamten Fockmast Wanten neu machen, da mir diese ohnehin nicht so gut gelungen sind (die hinteren sied zu kurz geraten, der Verlauf passt nicht) und die Taljen der backbordseitigen Grossmast-Wanten lösen und die Jungfern drehen. Das hat dann zwar zur Folge, dass bei diesen fünf Wanten die Kreuzung falsch ist und die leicht flachere Seite der Jungfern zu sehen ist. Ersteres kann ich aber mit dem Festbinden des Taljereeps ziemlich gut kaschieren und mit letzterem muss/kann ich leben.

    Gegen einen kompletten Abriss spricht nicht nur meine Geduld, die damit an die Grenzen käme, sondern auch mein Lager an Morope Takelgarn in dieser Stärke. Es würde nicht reichen und ich müsste das in Deutschland bestellen, was ziemlich umständlich ist und dauert!

    Aber ich denke, dass FÜR MICH diese Lösung stimmt und mir der Bau weiterhin uneingeschränkt spass machen wird.


    Das wird aber wieder ein wenig dauern, da ich am Montag eine Darmspiegelung vor mir habe und mich die "Vorbereitenden Massnahmen" wohl am Wochenende vom Basteltisch abhalten werden;(

    Ahoi Jessica


    Der sieht ja echt klasse aus! Ich habe mir die Leuchttürme von Shipyard ja auch schon oft angesehen.

    Zum Glück sind die Zollformalitäten in die Schweiz ziemlich unverschämt, das hält mich definitiv davor ab, mein Lager Sinnvoll zu ergänzen...crazy


    Beste Grüsse

    Peter

    Hallo Bonden


    In diesem Fall kann man nicht einmal von einer Bondage sprechen, denn diese beschreibt ja einen Abriss, wo niemand den Fehler sieht. Der Klüverbaum sieht in der Tat angeknackst aus, jetzt wo Du's sagst. Aber die OP scheint erfolgreich verlaufen und das Ergebnis ist einmal mehr Topp!

    Das mit der selektiven Realitätsverweigerung, das beherrschen wir Modellbauer ja in einem überdurchschnittlichen Mass. Die Folge ist dann eben, das neu entstandene Verb/Substantiv. Man könnte diese selektive Realitätsverweigerung auch "Präbonden" nennen...


    Beste Grüsse

    Peter

    Ich war in den letzten Wochen/Monaten nicht nur Basteltechnisch, sondern auch Forentechnisch etwas eingerostet und faul. Daher habe ich Deine Baufortschritte nicht komplett mitbekommen.

    Nun aber zusammengefasst: Absolut Meisterlich! Die Detailvielfalt, die Akkurates, und die Schönheit Deines Modelles, bzw. Deiner Bauweise bringen mich zum Staunen! Sieht absolut phantastisch aus, ich bin begeistert!


    Beste Grüsse

    Peter

    Vielen Dank Speedy, Bonden und Oeli!


    Das Verb "bonden" ist ja mittlerweile schon fast im Duden eingetragen, wohl nur noch eine Formsache.


    So, ich denke, die Sommerpause ist definitiv vorüber, mittlerweile sind auch im tiefen Süden die Temperaturen wieder auf erträgliche Werte gesunken und der Karton zermantscht nicht mehr zwischen den Schweiss-Fingern. Auch habe ich am Schweizer Basteltreffen wieder neue Motivation geschöpft und bereits wieder einige Stunden an meinem Wölfchen verbracht.

    Viel sichtbares gibt es allerdings noch nicht zu vermelden, da ich ja nach wie vor am Einknüpfen der Wantjungfern bin, was ziemlich lange dauert und meine Augen spätestens nach drei Stück schlapp machen. (Auch die Augen müssen erst wieder in den Bastelalltag zurück finden :saint: )
    Mittlerweile habe ich sieben von zehn Grossmast-Wanten angebracht. Eins allerdings stört mich noch. Natürlich habe ich im neu erwachten Basteleifer die Einbind-Richtung der Wantenenden nicht beachtet... Um aber richtig zu bonden, muss ich mich erstmal wieder in die Fachliteratur stürzen. Dazu mehr, wenn ich mir im klaren bin, ob, wie und was gebondet wird.


     



    Soviel nur mal um zu zeigen, dass ich den Staub am Modell un den Rost an mir selbst abgewischt habe und es nun endlich in kürzeren Abständen wieder weiter geht!
    Bis demnächst also in diesem Theater mit dem Titel "Zwei Schritte vorwärts, ein-siebenachtel Schritte zurück"

    Beste Grüsse
    Peter

    Klasse, dass es weiter geht. Ich hoffe, meine Motivation wird dadurch auch wieder mehr geweckt als mal da ein viertel Stündchen, mal dort zehn Minuten. Aber wie schon anderswo gesagt, der Herbst kommt!


    Viel Spass

    Peter

    Ahoi Bonden


    Eins muss mal gesagt sein:

    ich finde nicht nur Dein Modell absolut aussergewöhnlich, ich staune auch immer wieder, wie viel Zeit Du in die Dokumentation des Modelles steckst. Das macht meiner Meinung nach das ganze zu einem "Gesamt-Kunstwerk allererster Güte"!

    Für mich als Fast-Laie arbeitest Du auf einem Niveau, das zwar Vorbild-Charakter hat, ich mir aber bewusst bin, dass ich da niemals hin komme. Das beruhigt mich, denn ansonsten würde ich vermutlich mein Modell längst in die Tonne treten! Aber mit diesem Bewusstsein motivierst Du mich immer wieder aufs Neue, MEIN bestes zu geben und sogar ab und zu auch mal einer Unzufriedenheit nach zu geben und etwas neu zu machen. So, dass ICH danach zufrieden bin.

    Danke für die Zeit, die Du investierst!!


    Beste Grüsse vom Süsswassermatrosen

    Peter

    werde das aber dennoch so lassen

    1. kommt es anders und 2. als man denktrofl mehr dazu aber später!


    Ahoi Seeleute


    Ein bisschen bin ich weiter gekommen. Die Hitze der letzten Wochen und die Schlferien der Kinder haben mich etwas in Verzug kommen lassen. Beides ist nun vorbei und der Alltag hält wiederEinzug. Zeit also wieder zum Basteln...oder eben im Retour-Gang...

    Nachdem ich nämlich das zweite Wantenpaar geknüpft hatte, musste ich feststellen, dass diese zu kurz geraten waren, ich hatte mich offensichtlich zu sehr auf das RICHTIGE einbinden konzentriert, um gewissen scharfäugigien Kollegen... gerecht z werden.
    Ja, ich bin ihm gerecht geworden, indem ich alles wieder runter gerissen habe (spätestens jetzt weiss jeder, wen ich meine :this: )

    Mittlerweile bin ich nun so weit, dass ich den Fockmast als fertig "verwantet" melden kann. Und alle Taue sind richtig herum eingebunden!
    Beim erneuten einbinden der Jungfern habe ich auch einen Tipp aus einem Nachbarforum beherzigt und die Löcher der Jungfern in Richtung der Taljen leicht angefräst.

    Ich weiss schon, warum ich Gewisse Schiffstypen nicht mag, Serienarbeit liegt mich einfach nicht. Aber es stehen mir noch fünf weitere Wantenpaae am Grossmast bevor. Wird also wieder etwas dauern



    Bis demnächst also,

    Beste Grüsse

    Peter

    Hallo Freunde


    Vielen Dank für Eure Beiträge und Likes!

    Das mit dem Bienenwachs sollte kein Problem sein, als Goldschmied, und auch als Schwiegersohn eines Imkers hat man immer welchen rumliegen. Ich versuch das mal.

    Die Werftaufsicht sieht alles! :D :D :D

    Nicht nur die Werftaufsicht. Bei meinen Recherchen, wie Jungfern korrekt eingeknüpft werden, bin ich auf eine interessante Seite gestossen. Da beschreibt ein Modellbauer, der wohl zu den besten gehört, dass auch ihm ein solches Missgeschick unterlaufen ist. Er meinte aber, er werde das nicht ändern und einfach in Zukunft richtig machen.... Du kennst diesen Modellbauer... (kleine Hilfestellung? Der Beitrag wurde auf seiner eigenen Homepage am 1. Januar 2017 verfasst...)


    Freundliche Grüsse

    Peter

    Ahoi Freunde


    So, endlich mal Zeit, ordentlich Staub zu wischen...

    Mittlerweile habe ich meine Schiedsrichter-Prüfung erfolgreich hinter mich gebracht - mit 50 lernt man nicht mehr so einfach wie mit 20 - Danach folgte eine Hitzepreiode, die Basteln nicht zuliess, dann folgten ander Prioritäten und eine akute Bastel-Unlust...


    So langsam komme ich aber nun wieder in dei Gänge und kann wieder erste Baufortschritte vermelden.


    Die Jungfern "wickle" ich mit feinem Blumendraht ein, verdrehe den Draht einmal und ziehe ihn parallel. Die Enden werden nun durch die Rüsten gesteckt und in der korrekten Richtung am Rumpf fixiert. Nun fülle ich die "Fuge" zwischen den beiden Drähten mit Weissleim und lasse diesen trocknen. Danach wird das ganze schwarz gepönt. So sehen nun meine Rüsteisen aus. Noch nicht perfekt, aber doch etwas realitätsnaher als die im Bogen vorgesehenen Papierstreifen, finde ich zumindest.


     


     




    Die Wanten werden aus 0,6mm Morope gefertigt. Nein, ich arbeite nicht mit links und rechts geschlagenem Tau und nochmals Nein, ich kleede die ersten Wanten auch nicht, auch sonst habe ich bei diesem Modell nicht vorgesehen, Taue zu kleeden. Will mich erstmal auf die Grundtechniken der Takellage konzentrieren. Solche Details können dann bei späteren Modelle immer noch dazu kommen.

    Und nun wird die erste Wantjungfer eingeknüpft. Ich versuche dieses so korrekt wie möglich zu machen, also das erste Zurring vertikal, das Wantenende nach achtern und das Tau korrekt überkreuzt, was mir prompt bei der ersten Jungfer nicht gelingt, das heisst, ich habe das Ende zum Bug hin laufen lassen und die Wante so eingeknüpft. Das anschliessende Drehen der Wante, damit das Ende achtern zu stehen kommt, hat dann eben zur Folge, dass die Kreuzung falsch herum ist. Finde ich aber das kleiner Übel, das dies wohl niemand sehen wird.


     

    Natürlich ist die Talje noch locker, da sie erst wenn alle Wanten sitzen gespannt und festgebunden werden.


    Mit der ersten Talje ist dann dieser Arbeitsschwung zu Ende. Allerdings werde ich die Talje nochmals neu machen, da mir erst auf den Fotos aufgefallen ist, wie extrem das Mantua-Garn, das ich für die Talje verwendet habe fusselt. Also wohl auch hier Morope...

    Wünsche allen eine schöne Woche und bis demnächst!

    Freundliche Grüsse

    Peter