Beiträge von Peter_H

    Hallo Freunde


    Ja, ich hatte ja versprochen, mich hier auch zu räuspern, wenn ich denn durch bin. Ersteres habe ich, da Renzensionen nicht so mein Ding sind hinausgeschoben, das lässt schon ahnen, dass letzterers schon lange geschafft ist.


    Ich hatte das Buch definitiv überdurchschnittlich schnell durch, ich bin ansonsten ein Langsamleser. Aber hier ging es flott voran, da einfach die Geschichte sehr flüssig geschrieben, für einen Laien wie mich sehr gut verständlich ist und die Handlung abwechslungsreich und immer wieder spannend ist.

    Es ging mir aber ebenso wie Aga, dass ich einige Szenen gerne etwas länger und ausführlicher gehabt hätte. Insbesondere die Szene mit der Eroberung des Hafens (Der Name fällt mir grad nicht ein) und der Batterie oberhalb, das ging mir irgendwie zu einfach und zu schnell. Ein bisschen mehr Gegenwehr der Franzosen hätte der Geschichte nicht geschadet, finde ich;)


    Danke für die unterhaltsamen Stunden!


    In der Hoffnung auf eine Fortsetzung lese ich hier im Forum nicht mit.

    Für Band 1 gebe ich ebenfalls :4*:1/2 Sterne


    Beste Grüsse

    Peter

    Sehr interessant! Wie lange dauert eigentlich die Fahrt in 1:1?

    Und ja, die Frage des Gegenverkehrs stellt sich mir auch...


    Danke für den Link!


    Beste Grüsse

    Peter

    Mit dem Knick meinte ich einen Knick im Tau, wenn es durch das Soldatenloch runter zur Rüste läuft. ;)

    Schon verstanden, ein solcher Knick entsteht eben bereits durch die Führung des Falles vom Doppelblock am Eselshaupt durch das Soldatenloch am der Marsplattform. Ich gehe aber davon aus, dass das im Original nicht so war und heir einfach daher rührt, dass das alles nciht absolut Massstäblich dargestellt werden kann, 1:96 und alles unterbringen, das geht einfach nicht. Vlt. hätte ich da stilisieren und improviesieren sollen. Aber nun ist es so und ich bondne es nicht mehr:wf:


    Beste Grüsse

    Peter

    Vielen Dank Bonden! Nun, ich denke, das Gewicht ist beim Piekfall deutlich kleiner als beim Gaffelfall. Das Piekfall hat ja bereits einen "Knick" dadurch, dass der Block am Eselshaupt ja relativ nahe der Mars ist und das Fall zwischen MArsplattform und Schnaumast hindurchgezogen werden soll. Werde mir heute Abend die Varianten mal genauer ansehen. Das Belegen an einem Augbolzen nahe dem Mastfuss erschiene mir aber deutlich logischer. Ob mit oder ohne zusätzlichem Flaschenzug.


    Beste Grüsse

    Peter

    Mittlerweile ist die Gaffel an Bord.Etwas knifflig war das Durchziehen des Racks zwischen dem Schnaumast und dem Mast, aber irgendwie ging es letztendlich.



    Zuerst wird das Fall angebracht. Von einem Einscheibigen Block, der am Augbolzen oberhalb der Gaffelklaue eingehakt wird läuft das Fall durch einen Doppelblock an der Saling, zurück zur Gaffel und wieder durch den Doppelblock. Zuletzt wird die Tampe an der Nagebank am Mastfuss belegt.

    Das Piekfall wird wie im letzten Beitrag beschrieben über die Piek gelegt, durch einen Doppelblock am Eselshaupt, dann durhc den Block in der Mitte der Gaffel und wieder zum Eselshaupt geführt. Dieses Fall soll nun laut Schrage BB an der Rüste durch einen Augbolzen geschoren und dort belegt werden. Das kommt mir irgenwie ziemlich komisch vor, kann mir das jemand der Experten vielleicht genauer erklären?

    Nach dem Piekfall wird das erste vorbereitete Blockpaar für die Kreuzmars-Brassen über die Piek gelegt, anschliessend werden die beiden Brassen angelegt. Nach diesen folgt das Blockpaar für die Kreuzbram-Brassen und zuletzt die Geerden.

    Letztere bestehen aus einem Tau an dessen Enden jeweils ein Doppelblock eingespleisst wird. Sie wird um die Piek gelegt, dass die beiden Schenkel gleich lang sind. Auf Deck werden beidseitig je ein Block in einen Augbolzen gehakt. Mit einer Talje werden die Geerden steif gesetzt. Sie dienen dazu, die Gaffel "in den Wind zu stellen". Dann ist jeweils nur die Geerde auf der Lee-Seite steif gesetzt. Ist die Gaffel nicht unter Segel, so wird mit den Geerden die Gaffel in der Mitte gehalten.


     



    So viel für diesmal!

    Beste Grüsse

    Peter

    Hallo Angarvater


    Das ist eine schöne Interpretation. Was dagegen, wenn ich diese ev. so übernehme?


    Hallo Freunde

    Derzeit geht es langsam weiter hier. Das Ausrüsten der Rundhölzer nimmt sehr viel Recherche- und auch Bastelzeit in Anspruch. Zudem ist meine Bastelzeit derzeit etwas knapp bemessen, also einfach langsam Schritt für Schritt.
    Dabei habe ich als erstes die Gaffel getakelt.
    3 Paare Dempgordings-Blöcke, einscheibige Blöcke, an die ein Auge eingeknotet wird, werden jeweils mit einem Taukranz in genau definierten Abständen an die Gaffel gelascht.
    Ein Augbolzen wird direkt hinter der Gaffelklaue auf der Oberseite angebracht, an diesem wird dann der Block für das Fall eingehängt.

     


    In der Mitte der Gaffel wird an der Oberseite ein Block für das Piekfall montiert. Das Piekfall selber bereite ich auch vor, es wird später über das obere Ende der Gaffel gestreift. Auch bereits vorbereitet, aber noch nicht auf den Fotos sind zwei Blockpaare die ebenfalls über die Piek gestreift werden. Sie dienen der "Umleitung" der Kreuzbam- und Kreuzmarsbrassen.

    Das Rack bereite ich auch vor. Für die Klotjes verwende ich feine, ca. 1,3mm grosse Gummiperlen, die ich normalerweise im Geschäft brauche.


    Sie werden normalerweise verwendet um beim Aufziehen hochwertiger Steinketten auf Litzen zwischen die Steine eingeschlauft zu werden um die Steine vor gegenseitiger Beschädigung zu schützen. Als ich das letzte mal eine solche Steinkette aufzog fiel es mir wie Schuppen von den Haaren, dass sich diese perfekt für Klotjes eignen würden



    Fortsetzung folgt!

    der Begriff des "Peter Prinzips", das im Prinzip sagt, das Personen eine Position über ihre eignung hinaus befördert werden.

    Hat jetzt nichts mit der Sache zu tun, aber der Name gefällt mir. Ich selber tendiere auch oft dazu, mich eine (oder auch zwei, oder drei) Positionen über meine Eignungen hinaus zu befördern...Eben, das Peter Prinzip:lol:lol:lol

    Das danach auf-die-Schnauze-fallen wäre dann das _H-Prinzip:pf:

    OK, bin ja schon weg...

    Vielen Dank für alle Ideen und Tipps.

    Das mit der Geschichte gefällt mir! Komme dann ev. noch mit Detailfragen auf Euch zu, wenn es denn soweit ist!

    Angarvater: Tolles Modell! Die Flagge ist bei Deinem Modell schon gesetzt. Ist das realistisch oder künstlerische Freiheit?

    Bin derzeit dran, die Gaffel zu takeln. Schon hier eine Menge Arbeit, wie wird denn das erst bei den Rahen?:wf:

    Also bitte Geduld, ich bin nicht untätig:pf:


    Beste Grüsse

    Peter

    Danke Angarvater und Lord Croidon!


    Ahoi Freunde


    Ich war mit nichten untätig im letzten Monat des Schweigens in diesem Baubericht.
    Ich war an einem Punkt, wo ich mich entscheiden musste, was ich als Mass der Dinge nehme um weiter zu bauen.
    Der Takelplan von Shipyard? Den Schrage? Diverse Modelle von ähnlichen Schiffstypen aus dem Netz?

    Nun, der Takelplan von Shipyard ist ja bekanntlich nicht das Gelbe vom Ei. In diesem Fall manifestierte sich das in der Tatsache, dass einige Taus eingezeichnet sind, aber weder ein Hinweis wie, noch womit diese wo genau angeschlagen sind. Wenn ich mir dann den Schrage zur Brust nehme und diese Details suche, dann sehe ich völlig andere Takelagen. Nun wissen wir ja, dass sich der Schrage auf Linienschiffe, vor allem aber auf Dreimaster konzentriert. Es helfen hier für eine vereinfachte Interpretation oft Sätze wie "...bei Schiffen mit 18 bis 36 Kanonen wird das soundso gemacht, bei kleineren soundso." Diese Hinweise kann man durchaus auf mein Wölfchen interpretieren, zumindest mache ich das so. Aaaaber wenn ich dann ähnliche Schiffstypen im Netz suche, dann finde ich hier wieder völlig andere Takelagen und zumiest sieht man dann die gesuchten Details ohnehin nicht genau genug.

    Nun liegen mir auch noch Pläne der russischen Brigg Mercuri und natürlich meinem Holzmodell Speedy vor. Aber auch da, alles ist wieder anders....das eine ist ein russisches Schiff, die andere wurde 50 Jahre später gebaut als meine Wolf.

    So langsam fand ich mich selbst nicht mehr im Chaos der unterschiedlichen Takelagen.
    Jetzt könnte ich ja im Götterforum nachfragen. Mache ich nicht mehr, denn so gut es die Kollegen dort meinen, aber aus Erfahrung weiss ich, dass ich da 20 Antworten bekomme, jede ist wieder anders und es gibt riesige Fachdiskussionen, die mich dann nur noch mehr verwirren.
    Nein, ich muss mit diesem Problem selber fertig werden.
    Da fiel es mir wie Schuppen von den Haaren. Ich habe ja noch den Bogen der HMS Badger von WAK, und der dortige Takelplan ist zumindest sehr präzise. Ob historisch korrekt, das kann ich auch da nicht sagen.

    Nach eingehendem Studium dieses Planes entscheide ich mich für eine Mischung aus Shipyard, Badger und Schrage. Nicht selten entscheide ich mich auch für die einfachste der drei Varianten... [Blockierte Grafik: http://www.die-kartonmodellbauer.de/wcf/images/smilies/smiley182.gif]
    Damit verabschiede ich mich zwar definitiv von der historischen Annäherung, aber ich begrüsse wieder die Bastelfreude und ein Ergebnis mit dem ich leben kann und das dennoch einen guten optischen Eindruck macht. Es werden wenige Betrachter sein, die diese Flunkerei merken, wenn das Modell mal fertig ist.


    Nun also zurück zur Praxis.

    Der nächste Schritt war die finale Takelung der Bramstengen.
    Diese besteht aus den dem Vorbramstag, dem Grossbramstag, dem Vorbram-Segelstag sowie den Vor und Grossbram-Pardunen.
    So zumindest meine Interpretaiton nach den verwirrenden Recherchen...

    Zuerst werden alle diese Taue zugerichtet und in der richtigen Reihnefolge über die jeweilige Bram gelegt.
    Das Grossbramstag wird Durch eine Kausch, die am Vorstengentop gelascht ist, geschert udn wird dann nach unten zur Mars gefürht. Am Tauende wird eine wietere Kausch eingebunden. An der Saling wird ein Stropp mit einer Kausch befestigt. Mittels einer Taljereep-Laschung Wird die Saling durch die beiden Kauschen festgesetzt, aber noch nicht fixiert.



    Klingt professionell, oder? :wf: (Vielen Dank Herr Schrage...)

    Jetzt aber einfacher weiter.
    Das Vorbramstag läuft zum Nock des Klpverbaumes und wird dort durch die mittlere von drei Kauschen geschert. Die Tampe wird BB dem Klüver entlang geführt und am Vokstagkragen mit einerTaljereep-Laschung angesetzt.
    Das Vorbram-Segelstag wird an einem Ausholring am Klüverbaum mit einem Bügel festgemacht. Der Ring wird dann mit einem Tau das durch eine Rolle im Klüverbaum-Nock geführt und an einem Augbolzen am Bugspriet Eselshaupt ebenfalls mit einer Taljereep-Laschung festgemacht.



    Die Pardunen schliesslich werden, entgegen der BA nicht mit Juffern, sondern auch mit Kauschen an den Tampen und Augbolzen an den Rüstbrettern mit Taljereep-Laschungen festgemacht.
    Aber Achtung: All diese Taue werden erst vorbereitet, und dann sorgfältig auf Zug gebracht, so dass sich die ganze Konstruktion nicht verzieht, sich die unteren Stage nicht lockern und beide Masten parallel bleiben. Das ist gar nicht so einfach, den die ganze Sache ist mittlerweile extrem filigran! Letztendlich ist es mir für mich recht gut gelungen. Es gibt minimale leichte Verzüge, die auf den Fotos teilweise wegen der Perspektive etwas stärker erscheinen. Glaubt mir, es sieht nicht so schlimm aus. pleasantry

    Und damit ist das stehende Gut fertig.

     


     



    Und noch ein Stilbild, ich mag solche Detailaufnahmen



    Nun eine Frage an die Experten:

    Ich will die Wolf am Kai darstellen. Ich habe mir in der Zwischenzeit das entsprechende Diorama von Shipyard gekauft. Dieses stellt ja das Werft-Kai dar. Also muss die Wolf durchaus noch nicht komplett fertig dargestellt werden. Dennoch möchte ich die Rahen fertig getakelt an den Masten befestigt haben. Wo waren wohl die Segel in diesem Augenblick? Wurden die bereits an den Rahen "aufgerollt" fest gemacht, mit dem gesamten laufenden Gut daran? Oder ist auch denkbar, dass einige Segel bereit noch auf dem Trockenen vorbereitet liegen?
    Was ist mit den Beibooten? Ist es einigermassen realistisch, wenn ich diese zwar fertig gebaut, aber noch auf dem Trockenen darstelle?
    Um Tipps und Ideen bin ich sehr dankbar.

    Das wars dann wieder von dieser Baustelle.

    Guten Wochenstart Euch allen und beste Grüsse
    Peter