Beiträge von AnobiumPunctatum

    Es hat eine ganz Weile gedauert, aber endlich habe ich eine mögliche Anordnung der Spanten gefunden. Gerade die Anordnung der Spantköpf, wie sie im AsBuilt Plan gezeigt wird, hat mir einige Mühe bereitet.


    Da die Zeichnung dieses Mal etwas größer ist, habe ich nur ein Vorschaubild eingefügt.


    Als nächstes werde ich die Bauteile für den Kiel und alle Spanten zeichnen, sowie meinen Längsschnitt vervollständigen. Bis zum nächsten Update wird es daher etwas dauern.

    Die Verzierungen der Alert stammen von dem älteren Marshal-Gemälde. Ein Kutter hatte mit ziemlicher Sicherheit keine Verzierung und auch keinen blauen Farbstreifen.

    Wenn Du das Modell mit Verzierung zeigen möchtest, geht das allerdings auch, da die Modelle anders als die Originale gestaltet wurden.

    Ende des 18. Jh. waren die seitlichen Verzierungen gemalt. Bei der Bemalung wurde ein 3D Effekt ausschließlich mit verschiedenen Ockertönen erzielt.

    Sollten wir die Einzelwerke nicht noch ergänzen?


    Ich bin gestern im Buchladen über "Die Rotröcke" gestolpert und habe sie direkt mitgenommen. Das Original ist bereits 1987 erschienen.

    Die Geschichte spielt zur Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs. Nach meinem Urlaub werde ich Euch hoffentlich näheres berichten können.

    Oh Mann, es ist schon fast ein Jahr her, seit ich hier mein letztes Update gepostet habe. Da wird es dringend Zeit, den Bericht fortzusetzen.


    Das Spantgerüst


    Bevor ich mit der Beschreibung meiner Rekonstruktion fortfahre, denke ich sind ein paar einleitende Worte nötige, damit die Admiralität einen Eindruck von der aufwendigen Konsturktion bekommt:


    Während bei einem französischen Kriegsschiff das Spantgerüst nur aus Doppelspanten bestand, wurde im englischen Schiffbau des 18. Jahrhunderts das Spantgerüst aus einem Doppelspant gefolgt von zwei Einzelspanten aufgebaut. (es gibt auch Ausnahmen zu dieser Regel, z.B. die die Schiffe der Tisiphone Class, die ausschließlich Doppelspanten hatten) Im Ausschnitt des DOF-Plans der HMS Triton habe ich die Doppelspanten dunkelbraun und die Füllspanten hellbraun angelegt. Der Plan zeigt auch direkt eine Besonderheit der Schiffsklasse, nämlich die überbreiten Spanten bei Station 0.



    Jeder einzelne Spant wurde wieder aus einzelnen Hölzern, den sogenannten Futtocks aufgebaut.


    Mein Traum ist es diese Bauweise an meinem Modell nachzuvollziehen. Daher muss das gesamte Spantgerüst rekonstruiert werden.


    Aus dem Asbuilt-Plan habe ich zuerst die Lage der Stückpforten entnommen. Die Höhe der Unterkante Stückpforte über dem Upper Deck wird in beiden Dokumenten mit 1‘ 9‘‘ angegeben. Dieser Wert stimmt mit dem aus dem AsBuilt Plan abgegriffenen Wert überein.


    Für die Abmessungen der Stückpforten findet man folgende Werte:



    EPNA

    SR

    Plan


    Ports deep

    2‘ 3‘‘

    2‘ 2‘‘

    2‘ 3‘‘


    Ports fore and aft

    2’ 6’’

    2’ 4’’

    2’ 5’’


    Wie immer liegen die Werte zwischen den theoretischen Angaben.


    Die seitlichen Maße der Hölzer lassen sich dem Disposition of Frames Plan entnehmen; für die „moulded“-Werte muss ich auf die Tabellen der beiden Bücher zurückgreifen. Leider wurde das Spantgerüst zwischen den Station-Lines E und I sowie, 7 und 19 im Plan nicht dargestellt, so dass ich für diese Bereiche nur auf die theoretischen Werte zurückgreifen kann.




    EPNA

    SR

    Plan

    Floor Timbers




    Sided (frames C to 3)*

    1‘ 0,5‘‘

    1‘ 0,5‘‘

    12,5‘‘


    Forward and aft (before C; 4 - 8)*

    1’

    1’

    12’’


    Quite forward and after 8

    10,75’’

    --

    --


    Moulded at the heads

    9,5’’

    9,5’’

    --

    Lower or First Futtocks




    Sided (frames C – 8)*

    1’ 1’’

    1’ 1‘’

    12’’


    Afore and abaft (before C)*

    1’

    1’

    11,5’’


    Moulded at the heads

    9,5’’

    9,25’’

    --

    Middle or Second Futtocks




    Sided (frames C – 8)*

    11’’

    11’’

    11’’


    Afore and abaft (before C)*

    10,5’’

    10,5’’

    10,5’’


    Moulded at the heads

    8,5

    8,375’’

    --

    Third Futtock




    Sided (frames C – 8)*

    10,75’’

    10,5’’

    10,5 -10,75’’


    Afore and abaft (before C)*

    10,25’’

    10’’

    10,25’’


    Moulded at the heads

    8’’

    7,375’’

    --

    Upper or Fourth Futtocks




    Sided

    10,5’’

    10,25’’

    10,5’’


    Moulded at upper deck

    7,25’’

    6,75’’

    --

    Toptimber




    Sided at heels

    10,25’’

    10,25’’

    10,25’’


    Sided at upper futtock heads

    10,25’’

    10’’



    Sided at top of side

    9,5’’

    9’’



    Moulded in the range of lower ports

    7,75’’

    --

    --


    Moulded in the range of the quarterdeck

    5,75’’

    4’’

    --


    Moulded in the range of the forecastle

    5,75’’

    4,25’’

    --


    In the waist at the top of the side

    5’’

    4’’

    --

    * Aufteilung gem. Disposition of Frames Plan


    Für die zeichnerische Rekonstruktion werde ich mit den Werten von Steel weiterarbeiten. Im Modellbau muss ich später noch weiter vereinfachen müssen, da die Unterschiede im Maßstab 1/48 marginal sind.


    Das Ergebnis meiner Bemühungen ist die Rekonstruktion der Parallelspanten


    Im nächsten Beitrag geht es dann um die Kantspanten

    Hallo Oli,


    auf den Baubericht freue ich mich. Da ein Schwesterschiff -die HMS Fly- noch auf meiner Liste steht habe ich einige Infos zusammengetragen,
    u.a. die Antscherl Bücher und einen Plansatz des NMM. Wenn Du Fragen hast, helfe ich Dir gerne weiter.


    <Klugscheißer-Modus ein>


    Die Schiffe der Swan-Class sind keine Fregatten, da sie zu klein sind. Sie werden als Sloop oder präziser aufgrund der Vollschifftakelung als Shipsloop bezeichnet. Sie sind von der Größe mit einer französischen Korvette vergleichbar.


    <Klugscheißer-Modus aus>

    Der Vergleich mit der Mary Rose hinkt etwas. Bei ihr handelt es sich um ein Schiff des Königs, dass auch der Representation diente. Die Golden Hind war eine kleine für den Handel oder Kaperfahrten gebaute Galeone. Bei ersterem dürfte daher das beste Holz verwendet worden sein, welches verfügbar war, bei einem kleinen Schiff hat man auch damals auf die Kosten geachtet. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass schmalere Planken verwendet wurden, da der gefällte Baum besser genutzt werden konnte.