Spanische 34-Kanonen Fregatte Santa Leocadia 1777 Rumpfmodell 1:96 Shipyard

  • Hallo Freunde


    Mein Wolf-Diorama nähert sich dem Ende zu. Zeit also, den neuen, von mir langersehnten Baubericht für mein neues Projekt zu starten.

    Die Santa Leocadia ist schon seit vielen Jahren mein Traum-Projekt. Lange Zeit rückte es in den Hintergrund, da ich erst die Wolf beenden wollte. Der Rückschlag mit meiner Unvermögen solch kleine Massstäbe ordentlich zu takeln motivierte mich nicht gerade, dieses Projekt zu realisieren. Jedoch habe ich im www einen tollen Baubericht gefunden, wo jemand dieses Modell als Rumpfmodell gebaut hat. Damit war die SL wieder ganz oben auf der Todo-Liste.

    Dann kam die Neuauflage von Shipyard, die ich mir sofort bestellte.

    Eine Bogenvorstellung, bzw. einen Vergleich der beiden Auflagen ohne Wertung habe ich im befreundeten Nachbarforum gemacht.


    Für mich ist aber das Fazit klar. Ich werde mein Modell in erster Linie aus der alten Auflage bauen. Die neue dient bestenfalls als Ersatzteillager. Auch werde ich das Spantengerüst aus dem LC-Satz von GPM bauen, die Kartonqualität ist deutlich besser als jene des der Neuauflage beiliegenden Spantensatzes.


    Zum Vorbild:

    Die Santa Leocadia wurde 1777 auf der spanischen Ferrol-Werft in Dienst gestellt. Es handelt sich um eine sogenannte Gross-Fregatte mit einer Verdrängung von über 950 Tonnen, 30%mehr als die HMS Enterprize. Sie war konzipiert für insgesamt 44 Kanonen, davon bis 28 18-Pfünder auf dem Kanonendeck. Ausgerüstet wurde sie jedoch lediglich mit 28 8-Pfünder und 8 4-Pfünder.

    Sie war extrem wendig und konnte eine Geschwindigkeit von über 12 Knoten fahren.


    Am 2. Mai 1781 wurde sie von den Engländern durch das Linienschiff 3. Ranges, der 74er HMS Canada erobert. Dabei starben auf der SL 80 Mann, über 100 wurden verwundet.

    Sie stand dann bis 1794 in britschem Dienst, dann wurde sie verkauft. Was mit ihr danach geschah ist (mir) nicht bekannt.


    So viel zur Geschichte. Los gehen wird es wohl am Wochenende. Ich will das Modell wiederum mehr oder weniger aus dem Bogen bauen, über 4000 Teile reichen mir voll aus. (Wobei wohl etwa 1000 auf die Blöcke fallen, die ich ja nur zu einem kleinen Teil benötige) Auch werde ich das Modell nach BA bauen, das heisst ohne allzu intensive Recherchen und entsprechende Anpassungen. Man sehe mir das nach!


    Hier mal ein Apetizer in Form meines Rohmateriales.



    Beste Grüsse

    Peter

  • Winfield berichtet, dass die Santa Leocadia als Leocadia in Dienst gestellt wurde und mit 36 Kanonen bewaffnet war (26 12-Pfünder auf dem Oberdeck, 8 6-Pfünder auf dem Achterdeck und 2 6-Pfünder auf der Back).

    Sie wurde am 23.9.1794 vermutlich in Woolwich verkauft, das bedeutet normalerweise zum Verschrotten, das Holz wurde also anderweitig verwendet.

    Im Dineste der Royal Navy eroberte sie drei amerikanische Prisen.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Aye, Peter,


    Schönes Schiff! Wünsche viel Vergnügen beim Bau.


    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Danke für die Informationen, Speedy habe ich inzwischen auch entdeckt.


    Danke auch Angarvater und Lord Croidon, sowie den zahlreichen Likern!


    Eine Abkühlung in Form eines sanften Regens hat zum Baustart geführt.

    Los geht es wie immer mit dem Spantengerüst, das ich aus dem LC-Satz von GPM entnehme.

    Speziell ist das der Längsspant verdoppelt wird, was bei diesen Dimmensionen sinnvoll ist.


     


    Die Total 24 Spanten sind unproblematisch zum Einschieben.

    Ein Problem gibt es bei den unteren Verstrebung B und B1. Lt. BA sind die Teile B1 vorne und B hinten. DAS IST FALSCH

    Es ist umgekehrt. Da die Spanten in regelmässigen Abständen sind, fällt das erst beim vollends einschieben auf.



    Der Rest passt wieder wunderbar. Ein tolles Detail, das winfach wieder mal erwähnt werden will sind die zahlreichen Markierungen auf den LC-Teilen, die ein exaktes Ausrichten enorm erleichtern.



    Nun werden einem so langsam die Dimmensionen bewusst. Was für ein Klopper , was für eine tolle Form!


     



    Und hier noch ein Vergleich mit dem Wölfchen



    Nun wird das Spantengerüst erstmal ordentlich durchtrocknen können, bis es weiter geht.

    Soviel für heute!

    Beste Grüsse

    Peter

  • Hallo Peter,

    das Modell ist ein ganz schöner Brocken, bei dessen Bau ich Dir gerne über die Schulter schaue.

    Gruß Christian


    In der Werft: HMS Triton, 1773
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • Richard Howe

    Hat das Label von In Planung auf Im Bau geändert.
  • Hallo Freunde


    Ja, die Grösse war auch für mich überraschend. Aber da kann man dann dafür auch die Details besser sehen :)


    Bitte entschuldigt, dass ich mich derzeit etwas rar mache. In meinem engen Freundeskreis geschehen gerade einige Dinge, die mich mehr in Anspruch nehmen, als es mir lieb ist.


    Dennoch wollte ich mich hier mal räuspern, nicht dass Ihr denkt, ich hätte schon weider eine grosse Pause eingelegt und käme noch langsamer vorwärts als bei der WOLF.


    In kleinen Schritten geht es voran mit der Erstbeplankung des Rumpfes. Dabei kommt erschwerend hinzu, dass jedes einzelne Segment sauber angepasst werden muss, da die Breiten nicht immer mit den Spanten-Abständen übereinstimmen.

    Aber mittlerweile habe ich etwa 2/3 geschafft.

    Zuvor wurde das Blind-Deck angebracht.


     


    Und so sieht es derzeit aus.



    Bis zum nächsten Mal!

    Beste Grüsse

    Peter

  • Ahoi Freunde


    Wieder ist es ein klein Wenig vorwärts gegangen. Die Erstbeplankung ist vollendet und die Lady hat ihren ..... nein, ich will nicht, dass sich jemand hier unwohl fühlt ... ihr gerundetes Heck, zumindest den ersten Teil erhalten.


     



    Ich denke, dass ich auch hier so langsam wieder etwas in die Gänge komme. Als nächstes ist die Anbringung des Kanonendecks auf dem Programm. Dazu dann beim nächsten mal mehr.


    Beste Grüsse

    Peter

  • Ahoi Freunde


    Ich danke Euch allen!

    Heute war gleich Doppelfrust...Erst habe ich ohne genaueres Studium der BA das Deck aufgeklebt und erst danach festgestell, dass diese hätte verstärkt werden sollen, die Verstärkung ist sogar im LC-Satz enthalten. Also runter reissen und das Deck aus dem zweiten Bogen verwenden, das leider extrem grell ist, aber da es das Kanonendeck ist, von dem letztendlich nur wenig sichtbar sein wird, kann ich damit leben. Die Verstärkung im LC-Satz ist 0,5mm dick und entspricht somit der Angabe in der BA, 0,5mm verstärken.



    Aber Achtung! Das gilt nicht immer!!! Bei den Verlängerungsteilen der Spanten heisst es 2mm verstärken. Seltsamerweise sind diese eher kleinen und mit Innenrundungen auszuschneidenden Teile NICHT im LC-Satz enthalten. Also die jeweils zwei Seiten auf je 1mm Karton aufkleben, ausschneiden und zusammenkleben....weit gefehlt, die passen nicht in die vorgesehenen Schlitze auf Deck. Diese sind nämlich genau 2mm breit. Heisst also, hier muss AUF 2mm und nicht UM 2mm verstärkt werden...



    Also auch hier zurück auf Feld 1. Da ich es mir aufgrund des zweiten Bogens einfach machen wollte und die jeweiligen B-Teile, die auf(um?) 0,5mm verstärkt werden, aus dem zweiten Bogen bereits aufgedoppelt hatte, musste ich für den Neuanfang auf einen zum Glück zuvor gemachten Scan zurückgreifen...

    Also: Teile jeweils auf 0,8mm Karton kleben, ausschneiden, zusammenkleben, mit B-Teil ergänzen und dann mit der korrekten Farbe aus dem Acryl-Lager einfärben. Und nun passt das Teil auch in den vorgesehene Ausschnitt am Deck.


     



    Und das ganze jetzt 24 mal. Ich melde mich dann mit einem Zwischenstand, irgendwann

    Beste Grüsse

    Peter




  • Aye, Peter h.


    Wird ein sehr elegantes Schiff, das das Auge erfreut.


    Und was die Abbrucharbeiren betrifft, gilt das alte Wort vom Bau: bauet auf und reißet nieder, so habt ihr Arbeit immer wieder.😊😊😊

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Jaja, spottet Ihr nur!


    Aber ein klitzekleiner Unterschied zu Bondens und meiner Abreissübung besteht schon:

    Bonden reisst ab, weil es nicht 1000% perfekt ist, und einer von 100'000'000'000 Betrachter ev. sehen könnte, dass da die Taustärke um 0,0000000002nm falsch ist.

    Ich reisse ab, weil es schlicht falsch ist, was ich gemacht habe und sich im späteren Verlauf des Baus rächen würde.

    :lol:lol:lol


    So long

    Peter

  • Ahoi Freunde


    Dann mal weiter!

    Die Spant-Verlänerungen sind nun alle angebracht. Es war gar nicht so aufwändig wie befürchtet, wenn man mal im Flow ist, geht es zügig voran.


     



    Weiter geht es mit den Aufbauten der Kajüten. Man könnte diese jetzt voll plastisch darstellen, so mit aufgesetzten Friesen und Füllungen, total plastisch halt. Ich verzichte darauf, weil man am Ende nichts, aber wirklich gar nichts mehr davon sieht. Halt, das war gelogen. Wenn man dann mit einer Taschenlampe durch die offene Stückpforte leuchtet und gleichzeitig durch das winzige Loch hineinspäht, dann könnte man unter Umständen etwas von den Aufbauten erahnen.... Also lasse ich es beim Bau nach BA (Jaja, die Faulheit und der Minimalist sind auch mit mir durchgegangen, ich kenne durchaus Kollegen, die hier in die vollen gegangen wären.)


     


    Trotz allem, die Türen werde ich separat darstellen, eben, wie es halt die BA vorsieht!


    Soviel für den Moment. Kommende Woche habe ich Ferien und bin bis Freitag zu Hause, die Wetterprognosen lassen forhe Bastelstunden vorausahnen.


    Beste Grüsse

    Peter



  • Herzlichen Dank Eure Lordschaft!


    Ahoi Seeleute


    Nach einem kurzen architektonischen Intermezzo


     


    geht es hier wieder etwas weiter.

    Die Türen zur Kajüte und auch in den achternen Bereich könnte man auch komplett plastisch und verglast darstellen, aber seien wir ehrlich, wenn man später nichts mehr davon sieht, macht es dann Sinn? Für mich nicht, dennoch erlaube ich mir die Spielerei, dass ich einige Türen offen darstelle....jaja, ich bin mal wieder sowas von inkonsequent...

    Hier ist genauestens darauf zu achten, welche Türen wo verbaut werden, da sie jeweils dem Deck angepasst sind und die horizontalen Kanten unterschiedlich sind. Allerdings herrscht ein heilloses Durcheinander. Von der einen Türe gibt es zu viele, von der anderen zu wenige, die Türknaufe sind teilweise auf der falschen Seite....aber mit etwas Improvisation kommt das letztendlich so gut, wie man dass ich damit leben kann. Eben, man sieht ja am Ende nichts mehr.


     


    Und das war's auch schon wieder!

    Haltet die Ohren steif und bis demnächst

    Peter