Kleines Expeditionschiff (Golden Hind ?) nach Plänen von Hoeckel

  • „Vormann!“ „Aye, Shipwright?“ „Die hohen Herren drängeln schon wieder. Also schnapp Dir den Skizzenblock und skizziere den Stand der Takelarbeiten.“ „Aye, Shipwrpight. Wann braucht Ihr die Skizzen?“. „Denke mal so gegen Abend.“ „ Geht klar“

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • So, hier ein Einblick in die Werft am heutigen Tage. Typische Arbeitssituation beim Takeln.




    Alle Rahen ( stimmt nicht die Blinderah fehlt noch) nach dem Anschlagen der Blöcke.



    Hier nun ein paar Details.







    Focktop




    Umlenkblock der Großsegelhalse (Steuerbord)





    Unterteile der Taljen der Dirk des Besansegels und der Fallstrecktalje



    Blöcke der Besanschoten und der Großbrassen



    Teilzwei kommt mit dem nächsten Post.

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

    Einmal editiert, zuletzt von Angarvater ()

  • Teil zwei des heutigen Werftberichtes.


    Eine für mich in den "Quellen" nicht herausfindbaren Sachen ist die Frage wie man denn auf diesem Schiff die Stückpfortendeckel in der Kuhl geöffnet halten kann. Das bei Batterien im Schiff übliche Offenhalten mittels durch die Bordwand geführter Talje geht hier aus Platzgründen nicht. Zudem noch die Frage wo belegt man den Tampen?


    Als alter Fahrensmann denke ich mir, daß man die Tampen einfach über die Schanz gezogen hat und jeweils auf zwei Bolzen oder sozusagen einer Hilfsklampe belegte. Seht Euch meine Lösung mal an.




    So gemacht ist die hier aufgeschoßene Leine lang genug um den Pfortendeckel zum Schließen abfieren zu können. Hier eine klassische Klampe anzubauen wäre nicht sehr sinnvoll, da die um die Leine aufzunehmen ein ziemlicher Brocken sein müßte, oder den Kanonieren noch ein Tampen im Wege hängt.




    So, und nun nochmal das Schiff von außen.




    Da die Segel erst nach der ab Ende nächster Woche anstehenden Reise nach Marokko gefertigt werden können ist jetzt Zeit einen Haufen Kleinkram wie Ankerbau, Kanonentakel usw. zu machen.


    Cheerio!


    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Und da behaupte nochmal es gibt nix zu sehen.

    So schön!


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • Ich bin der Ohnmacht nahe - das ist ja der absolute Wahnsinn, was du da zauberst!!!!

    „Vormann! Stell dem Hern einen Stuhl auf die Back, da ist in der nächsten Zeit nicht so viel los, und dann versorg ihn mit einer ordentlichen Muck voll Rum. Den lässt Du Dir von ihrer Ladyschaft geben.“ „Aye, Shipwright“ „Gut, und ein bisschen fix. Nicht dass er hier noch wirklich umkippt. Ich geh dann erstmal frühstücken.“😁😁😁😁😁

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Ladies and Gentlemen, Mates!


    Nach Werftschluß heute Abend ruht der Betrieb erstmal für einige Zeit, da sich Ihre Ladyschaft und der Werftherr auf Reisen ins Magreb begeben.


    Best regards


    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Angarfathers Dockyard hat gestern wieder den Betrieb aufgenommen.


    Als erstes wurde die Hecklaterne gebaut. Form und Größe entsprechend den Angaben von Hoeckel.



    Das Ganze besteht aus eine 10mm Rundstab aus Acrylglas. Die horizontalen Stege sind aus Messing, das ich warm um einen 10mm Holzstab geschmiedet habe, die waagerechte aus dem gleichen Messing. die untere und obere Kappe sind aus Abachi gedrechselt.




    Das ganze habe ich mit in Zaponlack eingerührtem Goldstaub vergoldet.



    Best regards


    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Sieht sehr gut aus die Laterne.


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • Fein, daß Euch die Latüchte gefällt.

    Da die Segelnäherei noch blockiert ist (eine der Maschinen ist noch in der Instandsetzung) und das Metallwerkzeug noch nicht weggeräumt war habe ich diese beiden Anker gemacht.



    Material 5mm Messingvierkant und 1mm Flachmessing



    Die Teile sind mit Silberlot hart gelötet und das ganze mit Acrylmetalleffekt angemahlt. Ich habe hier eine ganz alte Ankerform verwendet wie sie als alte Bauform sehr lange verwendet wurde.


    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Heute wurden unter Hinzuziehung des Shipwrights seitens der Leiterin der Segelmacherei die Schnitte der Segel aufgestellt, die Materialien ausgewählt und die Seile für die Lieken bestimmt.


    In der Werft selbst wurden die Ankerstöcke zugerichtet und an den Ankern angebaut. Zudem sind etliche weitere Kleinteile in Arbeit.

    Eine Frage, die schon viel früher mal angesprochen wurde, ist die der Kanonentakel. Brooken sind kein Thema, und auch schon getakelt. Aber bei den Erbsenschleudern auf Achter- und Backdeck? Dreipfünder die kaum etwas wiegen. Da wären die Takel mehr ein Hindernis als eine Arbeitshilfe.


    Selbst an den „Kanönchen“ des Hauptdecks, bestenfalls Sechspfünder, wären zumindest die Rückholer reichlich überdimensioniert. Die Vorholer machen in einfachster Form vielleicht noch Sinn


    Eine Überlegung wie sie zur Volltakelung der Artillerie in Nelsons Navy führte, und da erst ab den 12 Pfündern, daß man in jeder Lage die Kanonen im Gefecht laden können muss, und man in der Linie Breitseite um Breitseite raushaute, hat es in der Tudorzeit wohl nicht gegeben. Hinzu kommt, dass Drake hier eine schnelle und wendige Einheit bauen lies die zwar auch ein anderes Schiff beschiessen konnte, im Zweifelsfall aber nach Artillerieschlag zum Entern längsseits ging. Beim Angriff auf die überraschten pazifischen Häfen legte er sich quer in die Hafeneinfahrt, oder er knallte die GH an die Hauptkajen um nach ein oder zwei Lagen auf die Stadt oder die Befestigungen, die landeinwärts gerichtet waren, die Kapitulation oder die Zahlung von Kontributionen zu verlangen.

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Sehr scböne Arbeit Shipwright. ich hoffe, Ihr habt der Schmiedegang ein paar Extrakannen Bier spendiert :wink2: :th:

    Nun, Euer Lordschaft,


    Eure hochgeschätzte Anerkennung der Arbeit wird dankend entgegengenommen.


    Nach der Zunftordnung erhält jeder der Schmiede und ihre Helfer je Tag eine Gallon Bear.
    Das sind die Master und Journeymen zwar gewohnt, doch was darüber hinausgeht würden man als unmäßig bezeichnen müssen. Aber es finden sich Gelegenheiten an den Feiertagen.


    Your ever humble serveant


    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Buildlog 03.21


    Die Flaggenstöcke wurden aufgebracht, und die beiden Anker montiert und die Augen gekleedet.




    Cheers!

    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.