Turner Reihe Band 6 - Mord auf Befehl - William Turner und die Moral der Macht

  • - de mortuis nil nisi bene - wie wir Lateiner zu sagen pflegen, über Verstorbene (noch dazu Forumsmitglieder) nur gutes.


    Mehr möchte ich zu diesem Buch nicht schreiben. Ich glaube das sagt alles und wems nich genug ist kann mich gerne anmailen, der kriegt es dann ausführlich zu lesen!

    'Man muss das Unmögliche veruchen, um das Mögliche zu erreichen' Herrmann Hesse

  • Bitte keinen Schreck bekommen, ich habe den Titel nur vervollständigt und den anderen Bänden angepasst.
    Bei mir ist das Buch demnächst an der Reihe, dann werde ich mich auch nochmal dazu äußern.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Was ich an dem Buch so charmant finde, ist das literarische Denkmal, das der Master uns Bolithos gesetzt hat.
    Wer das Buch liest, wird auf viele Namen stoßen, die sich hier und heute in diesem Forum rumtreiben. Bo(a)rdkameraden unseres Masters, Freunde. Und die wurden in diesem Buch verewigt.

    "If there are ladies present, gentlemen should be also." - Major Richard Sharpe

  • Stimmt, viele wurden verewigt.
    Das Buch war sicher eine Hommage an gemeinsame Tage, Ratschläge und Diskussionen.


    Mein Favorit der Reihe ist es aber nicht, ist mir da zuviel Land im Spiel.


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“


  • Jetzt habe ich also Quincys vorerst letzten Roman noch einmal gelesen. Über die Schwächen des Lektorats wurde ja auch schon in 2.0 ausführlich geschrieben. Inzwischen habe ich gelernt, dass man das Buch sehr wohl sorgfältig lektoriert hat, es aber bei der Übermittlung an die Druckerei eine peinliche Panne gegeben hat. Sei´s drum, inzwischen hat man beim Verlag den Fehler bemerkt und verkauft mittlerweile die korrigierte Fassung (siehe Link).


    Das Buch selbst ist zweigeteilt. Zunächst beginnt es wie man es von einem echten Turner gewohnt ist mit einem wieder sehr anschaulich geschilderten Angriff auf einen gemeinsamen Stützpunkt der Yankees und französischer Kaper. Der zweite Teil ist eher land- bzw. hafenlastig. Er spielt sich in New York ab und William Turner hat den Befehl, den örtlichen Residenten des britischen Geheimdienstes zu ermorden, da dieser ein Doppelagent ist.
    Doch eigentlich ist dieser Auftrag eher zweitranging, denn in erster Linie ist dieser zweite Teil eine Homage unseres Masters an die Bolithos, denen der ganze Roman ja auch gewidmet ist. So ist die ganze Affäre um Hinkie auch recht unspektakulär, im Vordergrund stehen eher Dialoge Turners mit verschiedenen Mitgliedern des alten Forums bzw. auch mit Mrs Alderian.
    Stand beim ersten Lesen noch das Amüsement über das Entdecken bekannter Namen bzw. deren Umsetzung im Buch im Vordergrund, so habe ich diesmal mich diesmal mehr auf die wunderbaren Dialoge konzentriert, die wie immer eine Menge interessanter Details enthielten (z.B. the king over the water).
    Insgesamt ist das Buch aber eher eine Art Übergang von den Abenteuern in der Karibik hin zu dem, was Band 7 für uns bereit hält. Deshalb kann es ganz objektiv nicht zu den Highlights der Reihe gehören, ist aber auf alle Fälle wirklich lesenswert.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

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  • Fehlt nur noch die Zeit, alle diese wunderbaren Bücher auch mal in Ruhe lesen zu können... gerade das Thema rund um die amerikanischen Gewässer und Landstriche zwischen 1754-1781 müsste doch Stoff für viele Geschichten liefern.

    ~*~ "Und nun meine Herren, genug der Bücher und Signale." ~*~ Richard Earl Howe, 1. Juni 1794.