HMS Mercury - Fregatte der Enterprize-Klasse; Shipyard-Kartonmodell, 1:72

  • Holla, hier ist ja schon ein Weile nichts Neues mehr gezeigt worden. Dann wird es aber Zeit!


    Nun ja, ich hatte mal wieder eine mehrwöchige Schaffenspause - manchmal hat man einfach nicht die rechte Lust, und dann lässt man es eben. Aber jetzt geht es wieder munter weiter.


    Was noch nachzutragen ist vom vorigen Posting aus dem November 2020: Damals habe ich das Großmarssegel an die Rah gebunden und das Gebilde dann auch ans Schiff gebracht. Es wurden die Taue des laufenden Gutes teilweise provisorisch, teilweise noch gar nicht und teilweise final befestigt. Das hat Gründe - dazu werde ich mich aber heute noch nicht äußern, das wird dann in meine Gesamtbetrachtung zum Thema Großmast takeln einfließen.

    Von diesem Bauabschnitt kann ich nur mit diesen beiden Bildern dienen. Ihr seht, dass ich das Bramsegel hochgebunden habe, damit ich einigermaßen freie Sicht hatte.


    So fehlte also "nur" noch das Großsegel, um den Großmast glücklich zu machen. Die Rah hatte ich ja bereits gezeigt - ein recht gewaltiger Hoschie! Hinsichtlich der anzubringenden Blöcke konnte ich bei mir selbst abgucken, da die Bestückung dieser Rah identisch mit der Fockrah ist.

    Ich möchte heute aber mal zeigen, wie ich die Springpferde, also die Taugebilde, die die Fußpferde halten, herstelle. Und für alle die, die (noch) nicht so tief mit den Geheimnissen einer Takelage der damaligen Zeit vertraut sind: Fußpferde nennt man die Taue, die über die gesamte Länge der Rah angebracht werden und auf denen die Seeleute stehen können, wenn es gilt, Segel zu setzen oder zu bergen. Um diese Taue zu halten, gibt es an der Rah die Springpferde. Das sind vertikal angebrachte Taue, an deren unteren Enden jeweils eine Kausche eingebunden ist, durch die dann das Fußpferd geführt wird. Auf den gleich folgenden Bildern wird das gut sichtbar. Ich habe die Fotos durch die Linse meiner Lupenlampe geschossen, damit man es besser sehen kann.


    Also, meine Methode zum Einbinden von kleinen Kauschen geht so: Ich schiebe eine Kausche über die Spitze eines Zahnstochers und fixiere diesen in meinem kleinen Schraubstock:


    Mit einem Zahnstocher trage ich Ponal Turbo auf die Kausche auf, rundrum. Dann nehme ich ein Stück Takelgarn - hier 0,25mm Durchmesser - und klebe es so auf der Kausche fest:


    Mit 0,1mm-Faden binde mache ich jetzt erst einen Knoten so weit oben wie möglich um beide Enden des Taus, den ich wiederum mit Ponal Turbo fixiere:


    Jetzt halte ich mit einer Hand die Tauenden sowie das eine Ende des dünnen Fadens fest und umwickele mit dem freien Ende dies alles, und zwar sehr dicht, also so als ob ich es kleede (was ich ja im Prinzip auch mache). Am Ende fixiere ich wieder mit Ponal Turbo, machen einen halben Knoten und schneide dann die beiden Enden des dünnen Fadens ab. Das Ergebnis liegt auf der Hand:


    Wichtig dabei: Immer mit einem Lineal kontrollieren - alle Springpferde sollten möglichst exakt die gleiche Länge haben.

    Sechs Stück werden gebraucht - da sind sie:


    Und im nächsten Posting zeige ich, wie die Teile sich dann an der Rah machen...

  • Aye, Bonden,


    ganz prima gezeigt und erklärt.


    Könnte doch auch in unsere Tips und Trickkiste passen.


    Ich weis nicht was man da alles unterbringen sollte, da mir meine Techniken immer als simples Handwerk erscheinen.


    Cheers!

    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • So, dann darf ich mal vorstellen: Der dicke Block in der Mitte, der da so stolz nach oben ragt, ist der untere Block des Rahtakels. Er wird später mit den beiden Rahtakelblöcken, die unterhalb der Mars schon darauf warten, mit dem Tau, welches den Namen Drehreep trägt, verbunden. Mit dem Gebilde wird dann die Rah abgefiert und aufgeholt.

    Die beiden immer noch recht großen Blöcke links und rechts von ihm, die nach unten hängen, sind die Quarterblöcke. Sie dienen der Führung der Schoten des Marssegels. Die Winzlinge jeweils darunter sind die Blöcke für die Schlappgordings. Hab ich schon mal weiter vorn erklärt - mit denen wird die Mitte des Unterlieks des Großsegels aufgegeit, damit der Kapitän auf dem Achterdeck freie Sicht nach vorn hat, wenn die Situation es erfordert.

    Die drei Blöcke auf jeder Seite oben auf der Rah sind für die Gordings; der jeweils äußere ist der Führungsblock des Nockgordings, die anderen beiden sind für die Bauchgordinge. Dann ist da noch links und rechts direkt neben der Rahschalung ein Block nach unten hängend, der ist für das Geitau. Auf einem der nachfolgenden Bilder seht ihr dann auch die beiden festen Enden der Geitaue; es läuft dann durch den Geitaublock an jedem Schothorn, zurück zum Geitaublock an der Rah und dann runter an Deck, wo es irgendwo festgemacht wird - soweit sind wir aber jetzt noch nicht...

    Ach ja, und nicht vergessen: Unsere Springpferde und Fußpferde! Hier sieht man sie dann auch mal von achtern:

    Hier wird, hoffe ich, auch deutlich, warum ich mir mit den Springpferden so viel Mühe gebe (ok, das mach ich ja an sich immer...:D): Würde man da nur ein einfaches Tau nehmen, wäre es wesentlich schwerer, sie dann später, wenn alles an seinem Platz ist, "in Form" zu bringen. Mit meiner Methode hat man viel mehr die Möglichkeit, das ganze Gebilde der Fußpferde in eine optisch ansprechende Form zu bringen.


    Da fehlt aber noch was. Was im Bild zuvor noch auf der Schneidematte lag, ist jetzt angebracht: Eine Blockkombination aus einem Schulterblock und einem einscheibigen Block. Hier laufen dann später die Marsschoten (Schulterblock) und die Toppnanten durch, natürlich auf beiden Seiten der Rah. Außerdem habe ich nun auch die Racktaue angebracht, das sind die schwarzen Taue links und rechts von der Mitte.


    Hier noch ein kleines, aber feines Detail: Ein Schothorn, vollständig bestückt. Der Block, der da so stolz nach schräg oben ragt, ist der Halsblock. Er ist mit einem gekleedeten Tauende eingebunden, an dessen Ende ein dicker Knoten sitzt, der grad so durch das Schothorn passte. Dann kam als nächstes der Schotblock und der wurde so am Schothorn befestigt, dass der Halsblockknoten keine Chance mehr hat, dieser Schlaufe zu entfliehen. Der letzte Fluchtversuch würde dann auch noch durch den Geitaublock verhindert werden, der ebenfalls vorschriftsmäßig am Schothorn befestigt wurde.

    Man kann sich die Bestückung auf jeden Fall auch einfacher machen, und es würde, wenn man da gut mogelt, auch kaum jemanden auffallen. Aber hallo - es ist das Großsegel, da wird gefälligst gewissenhaft gearbeitet! :D


    Und somit ist die Großrah bereit, ihr Segel zu empfangen. Und es beginnt - die ersten vier Anschlagbändsel sind dran. Morgen geht es weiter. :sun:

  • weiter geht es nach der nächsten Maus.

    Würden Armin Maiwald jetzt sagen...

    Klasse erklärt und gemacht.


    aga

    Gentlemen, when the enemy is committed to a mistake, we must not interrupt him too soon.

    Adm. Horatio Nelson

  • Im Badischen würde man sagen: Respekt, Respekt. In Hamburg heißt das dann: ordentliche Arbeit.


    Sehr gute Arbeitsanleitung durch die so Etliches sehr viel deutlicher wird als wenn man nur seinen Schrage durcharbeitet.


    Angarvater

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  • Ahoi allerseits, die letzten Tage war ganz schön was los auf meiner Werft. Sehr gern lasse ich euch nachträglich teilhaben:


    Den vier bereits gezeigten Anschlagsbändseln folgten dann etliche weitere (je Segelbahn zwei), und schließlich war das Segel ordnungsgemäß an der Rah befestigt. Und hier gab es schon das erste Ausrufezeichen: Erstmalig ist es bei dieser Arbeit gelungen, kein einziges Mal das Fußpferd mit einzubinden! :huzzah: Sensationell! Das klappt sonst immer mindestens einmal. :D


    Hier die segelbestückte Großrah, davor liegen zwei Taugebilde für die Bauchgordinge - wie die eingesetzt werden, zeige ich gleich - sowie zwei Taue, aus denen ich später die Halsen und Schoten fertige. "Halsen und Schoten fieren!" - Na, welcher Film? fr21


    Die selbe Szene - also von meiner Werft, nicht aus DEM Film - aus einer anderen Perspektive - darf ich vorstellen? Meine neue kleine Arbeitslampe. 60 LED, 1200 Lumen, mit integrierter Lupe, Linsengröße 125mm, 5 Dioptren Vergrößerung. Ein echter Gewinn für mich, und für 37 Tacken alles andere als teuer. Zwar hab ich im Marinezimmer eine fest am Schreibtisch installierte supergute Lupenlampe, aber da Jessi das Zimmer tagsüber auch als Homeoffice-Büro nutzt und ich festgestellt habe, dass es gar nicht nötig ist, wenn ich an jedem Online-Meeting beratend-unterstützend teilnehme :D, verlagere ich dann die Werft gern mal an den großen Esstisch.

    Und so ganz nebenbei: Grad in solchen Bauphasen wie bei dieser, wenn man ständig wechselnd an beiden Schiffsseiten arbeitet, ist der große, frei stehende Tisch ideal, um wunderbar von allen Seiten an das Modell zu kommen.


    So, jetzt aber mal ran ans Schiff mit der Großrah! Und so beginnt es:


    Die Rah wird mittels Drehreep gesetzt. Die Bilder erklären das:



    Und da hängt sie schon! Aber was ist das?

    Mist, die Fockmarsbrasse der Backbordseite eingeklemmt! Nee, so geht das nicht, also neu einfädeln.


    Ja, so schaut es schon besser aus. Das Drehreep bekommt dann an den beiden losen Tauenden je eine fünfscheibige Arbeitstalje spendiert, d.h., unten sitzt ein dreischeibiger Block, der mit Haken versehen ist und in einen Augbolzen neben dem Großmast eingehakt wird, oben am Drehreep sitzt ein Zweierblock. Das mache ich aber jetzt noch nicht - beim weiteren Takeln ist es wichtig, dass ich die Rah immer mal wieder abfieren kann. Und ihr seht im Hintergrund, dass ich nicht allein arbeiten muss. :D


    Und es ging dann auch flott weiter...

  • Ich wollte ja das Taugebilde für die Bauchgordinge erklären. Man hat Spaß damit, auf jeden Fall. Das Großsegel hat je Schiffsseite zwei Bauchgordingtaue - könnte man meinen, wenn man sich das Segel von vorn anschaut. Es ist aber nur ein Tau je Seite. Das wird an einem der beiden Legel am Fußliek befestigt, läuft dann zur Rah, wo auf selbigem ein einscheibiger Leitblock das Tau weiter zu einem Zweierblock führt, der unter der Marsplattform hängt und von diesem Tau gern von hinten durchlaufen wird. Dann wandert das Tau weiter durch einen Einfachblock, der mit einem weiteren Einfachblock verbunden ist, geht dann wieder durch den Doppelblock unter der Mars - von vorn nach hinten diesmal, sucht sich dann den zweiten Führungsblock auf der Rah und wird dann vorn am Segel hinunter zum Fußliek geführt, wo er dann am zweiten Legel befestigt wird. Und das alles auf der anderen Schiffsseite noch mal.

    So, das hat jetzt vermutlich niemand verstanden - daher hier die (leider nicht ganz optimalen) Bilder. Auf dem ersten sieht man den Doppelblock unter der Mars; im zweiten Block erkennt man diese beiden zusammengebundenen Blöcke. Da wird dann durch den zweiten Block ein Taue gefädelt, dessen Enden dann später an einer Beting auf der Back befestigt werden.


    Ok, danach wurden dann nach und nach alle sonstigen Taue angebracht - und das waren nicht wenige. Toppnanten, Brassen, Schoten, Halsen, die Schoten des Marssegels und die Arbeitstaljen für Drehreep und Rack.

    Man darf auch nicht vergessen, dass noch die losen Tauenden vom Marssegel und Bramsegel herumbaumelten. Irgendwann sah es dann nur noch chaotisch aus.

     



    Stunden später kehrte dann aber allmählich wieder Ordnung ein. Man muss ja immer gründlich überlegen, welche Taue man zu welchem Zeitpunkt endgültig befestigt. Schließlich galt es ja noch, die Segel "in Form" zu bringen, also mit verdünntem Weißleim gründlich zu befeuchten und ihnen dann mit dem Fön eine wohlgefällige Figur zu verleiben.

    Dann endlich kam Wind auf! Hier sieht man den Unterschied: Bram und Mars sind schon gefönt worden, das Großsegel wartet noch.


    Dann kam aber auch dieses Tuch an die Reihe, und am Ende sah es so aus:


    Man sieht aber, es hängen noch jede Menge freie Enden umher. Das ordentliche Festmachen hat dann nochmal ein paar Stunden gedauert. Man muss ständig darauf achten, was es für Auswirkungen hat, wenn man an den verschiedenen Tauen zieht - schließlich soll ja zum Schluss alles möglichst realistisch aussehen.


    Als die Werft dann für heute einen langen Arbeitstag beendete, waren sämtliche losen Taue fest belegt.


    Was nun noch fehlt, sind an allen drei Segeln die Buline, also die Taugebilde, die die Segel an den Seitenlieks in Form halten. Das wird noch mal ein netter Zeitvertreib, und es ist Improvisationstalent gefragt, denn es gibt Anforderungen lt. Schrage, die mein Schiff nicht erfüllen kann. Aber es gibt Ideen...

    Ich werde berichten!


    Für heute gehabt euch wohl, vielen Dank für euer Interesse!


    Gruß


    Bonden

  • Ach, ist das schön.


    Und das dauert noch so lange bis ich auch wieder takeln darf. 🤔😊🤙🤙🤙

    To the optimist, the glass is half full.
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    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Ahoi allerseits, und danke für die netten Kommentare und Likes.


    Heute nun kann ich die Fertigstellung der Takelage des Großmastes melden. Was noch fehlt, ist das, was noch überall fehlt: Sog. "Puppen", also kleine Fadengebilde, die aufgeschossene Taue an den Nagelbänken, Betings und sonstigen Belegpunkten darstellen.


    Wie gestern erwähnt, waren heute noch die Buline zu fertigen. Da nicht alles, was Schrage in seinem Buch dazu schreibt, für mich an diesem Modell realisierbar erschien, habe ich mir andere (aber eben keine "alternativen" :D) Fakten gesucht und bin im Marquardt auch fündig geworden. Am leichtesten waren die Buline des Großsegels. Gerade als ich beginnen wollte, einen Zweierblock einzubinden und mit einem Augstropp zu versehen, um diesen dann dicht über dem Deck an den Fockmast zu friemeln, sehe ich, dass am Fockmast schon genau so ein Gebilde dran ist. fr21 Das hatte ich völlig verpeilt, dass ich den schon vor dem Setzen des Mastes drangebaut hatte. Irgendwann hatte ich mich mal gewundert, was denn noch mit diesem Block passiert, mir aber zu dem Zeitpunkt darüber nicht den Kopf zerbrochen; beim Anbauen wusste ich es noch, da ja im Schrage immer gesagt wird, wozu jedes Teil da ist.

    Für die Buline des Marssegels habe ich zwei Leitblöcke an die Achterkante der Fockmarsplattform gedengelt, das ging auch gut. Lediglich bei den Brambulinen musste ich improvisieren. Hier wäre die Schrage-Variante gewesen, die Taue durch Scheibgatte in den Längssaligen der Bramsaling des Fockmastes zu führen. Aber diese sehr dünnen, aus Finnpappe bestehenden Gebilde haben keinerlei vorgearbeiteten Öffnungen, und ich befürchte, dass die Dinger schon abbrechen, wenn man nur allzu heftig daran denkt, da Löcher reinzubohren. Ich war schon froh, dass ich an diese Teile einige Blöcke anbinden konnte, ohne das was kaputt geht. Also habe ich mich für eine andere Variante entschieden - eine von denen, die im Marquardt steht (und auch die hab ich etwas "abgewandelt").


    Durch das Straffen der Buline haben sich dann nochmal ein paar Kräfte verschoben, so dass ich hier und dort noch das eine und das andere Tau nachspannen musste. Aber dann war es endlich geschafft!


    Und bevor ich jetzt ein paar hoffentlich auch für euch schöne Bilder zeige, noch das hier:

    Tipp an alle, die dieses oder ein ähnliches Schiff bauen: Schaut rechtzeitig nach, was ihr für die Takelage alles an Augbolzen im Deck braucht. Die lassen sich auf einem total leeren Deck viel leichter anbringen, glaubt mir! :lol


    Ich hatte das dummerweise nicht getan - und mit diesem Blick an Deck dürfte klar sein, warum das suboptimal war.



    Aber immerhin - es gab keinerlei Kollateralschäden, ich hab die Beting nicht abgerupft und auch die Pumpen nicht beschädigt.


    Hier nochmal die spezielle Takelung der Bauchgordinge:


    Und auf diesem Bild kann man erahnen, was für ein, für den Laien nur als Wirrwarr zu bezeichnendes, Taugewusel (ok, auch kein besseres Wort :D) mittlerweile an Bord herrscht.



    So, und nun einfach nur noch Bilder:





    Dann kann ich mich ja nunmehr dem Besan widmen, gelle? :sun:


  • Habt vielen Dank für die Likes und netten Kommentare! fr18


    Eines hätte ich fast vergessen, sozusagen ein kleines Fazit zum Abschluss des Segelsetzens am Großmast: Zu Beginn hatte ich folgende Überlegung: Alle Taue, die vom Vormarssegel nach unten laufen, müssen dabei auch am Focksegel vorbei, alle Taue vom Vorbramsegel an den beiden Segeln darunter. Daher dachte ich mir, dass es daher besser ist, von oben nach unten die Segel anzubringen, da dann der Weg nach unten relativ frei ist.

    Jetzt bin ich schlauer und sage daher: Ich würde nicht wieder beim Segelsetzen von oben nach unten arbeiten. Ich finde, die Nachteile überwiegen. Das Platzproblem bekommt man so oder so irgendwann - so ist eben die Takelage auf einem solchen Segelschiff. Baut man von unten nach oben, hat man den Vorteil, dass man bei jedem Segel nahezu alle Taue sofort ordentlich belegen kann; es hängen dann später keine losen Enden umher und im Weg.

    Aber letztendlich ist alles gut gegangen, es gab keine unfreiwilligen Abrisse oder sonstigen Schäden, und allein das zählt.


    Aga Die Bagienrah ist schon in Arbeit! :sun:


    Dummerweise hat Shipyard für diese Rah gar kein Segel im Bausatz - Skandal! fr21