Galeone Countess of Kingsbridge, circa 1610, Modell nach Kirsch

  • Weiter ging es mit dem zweiten Bargholz und der dazwischen liegenden Beplankung. Anschließend waren die Stückpforten der Hauptbatterie auf dem Orlopdeck einzuschneiden.



    Ich baue in die Stückpforten Trempel ein. die ich aus 1mm Sperrholz mache.



    Diese Paßstücke werden an die Bordwand angepaßt und die Beplankung später dann herangeführt.



    Artillerieprobe





    Cheerio!


    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Warum macht Du die Rahmen aus Sperrholz und nicht aus Birne? Der Teil bleibt doch später sichtbar.

    Gruß Christian


    In der Werft: HMS Trition, 1773
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • Moin, Anobium Punctatum,


    da ich kein Blankholzmodell baue ist die „Schichtung“ unter dem Anstrich kaum oder nicht sichtbar. Fertigungstechnisch lassen sich die Trempelrohlinge aus Sperrholz problemloser anfertigen.

    Beste Grüße


    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Aye, Mates,


    Die Stückpfortentrempel der Unterbatterie wurden fertig eingepaßt und die Barghölzer drei und vier zugerichtet und montiert.

    Dabei handelt es sich um Birne mit den Dimensionen 4 x 5mm.




    Bei den Barghölzern bleiben die Bolzen sichtbar.


    Cheers!


    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Schon erstaunlich, wie schnell sich die gesamte Silhouette des Rumpfes durch das Anbringen (allein) der Barghölzer so stark verändern kann!


    Es ist immer interessant, solche Wandlungen während des Baufortschrittes zu beobachten.

    ~*~ "Und nun meine Herren, genug der Bücher und Signale." ~*~ Richard Earl Howe, 1. Juni 1794.

  • Aye, Mylord,


    genau das ist für mich eine der großen Faszinationen beim Bau. Es gibt gerade zu Anfangs Bauabschnitte die sich sehr hinziehen. So zum Beispiel das Ausschneiden der Spanten und das Füllen der Spantenzwischenräume mit Sperrholz. Aber schon beim in Form Schleifen wird es spannend und die Verlockung selbst spät Abends weiter zu arbeiten beginnt. Nun, ab dem Moment indem die ersten Barghölzer montiert werden ist die Veränderung des Rumpfes mit jedem neuen Bauteil eines der spannendsten Erlebnisse beim Modellbau.


    Doch nun genug der Worte. Die Werft wartet,


    best regards


    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Aye, Mates,


    die Pforten der Großdeckbatterie sind fertig eingebaut. Auch hier wieder mit den vorgefertigten Trempeln. Dann konnte noch das nächste Bargholz des Achterschiffes montiert, und die oberen Kanten des Achterdecks auf die planmäßige Höhe und Form gebracht werden.



    Um Lord Howe zu zitieren: ........., wie schnell sich die gesamte Silhouette des Rumpfes durch das Anbringen (allein) der Barghölzer so stark verändern kann! Na schön hier kamen ja dann noch ein paar Pforten dazu. Aber ich sehe das gerade hier wieder genau so.


    Cheers!


    Angarvater


    P.s. Die Back wird nach Fertigstellung der achteren Bordwände als eigner Bauabschnitt bearbeitet.

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Nun ja, Mylord,


    ob die Countess prachtvoll wird ist noch nicht klar. So wie sie gebaut ist gibt es zwei Wege die sie fahren kann. Der eine ist der des gelassenen, großen Kauffahrteischiffes, der zweite der des „ Man o war“ in der Flotte der Königin.

    Der Kauffahrer würde solide und auch einwenig farbig, das Kampfschiff wohl mit guter Deko ausgestattet und auch etwas mit Gold verziert.


    Mal sehn.


    Regards


    Angavater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

    2 Mal editiert, zuletzt von Angarvater ()

  • Sie wird eine Schönheit. Egal ob bieder als Kaufmann oder prächtig für die Queen.


    aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • Hören wir doch mal ins Werftkontor von Angarfathers Dockyard hinein:


    Angarfathers Dockyard, Kontor des Shipwright.

    „Ach ja? Ihr wißt, daß wir für den Bau der Countess of Kingsbridge einen Kontrakt mit dem Handelshaus Griffin geschlossen haben, und zwar für den Bau eines anständigen Frachtseglers. Und da kommt Ihr, Sir, einfach so hereinspaziert ohne Euren Namen zu nennen und sagt, daß aus dem Handelsschiff ein Kriegsschiff wird. Einfach so.“ Der Shipwright schüttelt den Kopf ob dieses seltsamen, ja ungehörigen Betragens des ungebetenen Gastes. „Da gibt es zur Sache ein paar Fragen: Erstens die Frage wo steckt denn Master Griffin um die Sache hier zu besprechen, wer seid Ihr, und Drittens wer ist Euer Auftraggeber?"

    Es klopft erst laut an der Tür die danach ohne Aufforderung durch den Werftherren aufgerissen wird. "Verdammt noch mal, Pendercost, was soll denn das nun wieder. Erst nervt mich dieser seltsame Adlige und jetzt kommst Du auch noch hier herein gepoltert als wenn es draußen brennt!" Der Vorarbeiter Pendercost , der sonst auch gegenüber seinem Werftherrn nicht auf den Mund gefallen ist, stottert: "M, M, Master, da, da kommt gerade d.d.d." Hinter ihm ertönt eine deutliche und gelassen wirkende Frauenstimme: "Macht mir mal Platz, oder ist euer Herr nicht gewillt seine Königin zu empfangen." Pendercost springt zur Seite und sinkt in einer tiefen Verbeugung aufs Knie. Gemessenen Schrittes betritt Königin Elizabeth das Kontor in dem der Shipwright ebenfalls aufs Knie sinkt. " Nun, Master Angarfather, Eure Frage nach dem Auftraggeber habt Ihr ja so laut gestellt, daß sie draußen noch gut zu verstehen war. Nun, wenn Ihr meinem Admiral Sir Hawkins schon nicht glaubt, werdet Ihr mir wohl glauben und auch nicht widersprechen." sie sieht sich im Kontor um geht zum Schreibtisch des Meisters und setzt sich auf dessen hochlehnigen Stuhl: "Nun erhebt Euch endlich und setzt Euch zu mir. Gibt es hier nichts zu trinken?"

    Der Werftherr setzt sich langsam auf den Besucherstuhl: „Pardon, Euer Majestät. Ich bin jetzt etwas durcheinander.“ Er holt tief Luft. Die Königin winkt ab: „Schon gut. Aber ich beiße im Normalfall nicht.“ Dabei setzt sie ein etwas schelmisches Lächeln auf. „ Hawkins, wo, beim Tod am Kreuz, steckt Griffin. Der sollte doch schon vor Uns hier angekommen sein?“ Wie auf Stichwort tritt Ismael Griffin, mit einer tiefen Verbeugung vor der Königin, ein. „Verzeiht meine Verspätung, Majestät. Aber meine Frau hat unerwartet früh heute Morgen unser drittes Kind zur Welt gebracht.“ „Nun, Mr. Griffin, das will ich als Entschuldigung gelten lassen. Meinen Glückwunsch.“ Sie wendet sich zu Angarfather: „Also, Master, Gin oder Whisky. Ich habe keine Lust auf große Reden. Ich erwarte von Euch, daß ihr aus der als Kauffahrteischiff geplanten Countess of Kingsbridge ein schlagkräftiges Kampfschiff macht. Griffin wird dann eben noch etwas auf seinen Neubau warten müssen. Sir John Hawkins begleitet den Neubau in meinem Namen.“

    Griffin stimmt mit etwas belegter Stimme zu während der Shipwright mit fröhlicher Miene sagt: „Sehr wohl, Euer Majestät. Es ist mir eine große Ehre Euren Befehl auszuführen.“

    Kein Wunder das ihm das gefällt, ist so ein Auftrag der Krone doch deutlich ertragreicher als der des Handelshauses.

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • God save the Queen! :uk:


    Ach herrlich... Hobby mit Hobby verbinden! :)

    Schön, wenn man beides miteinander verknüpfen kann und das "Kind im Manne" erhalten geblieben ist, um solche Bonmots zu Tage zu fördern!

    ~*~ "Und nun meine Herren, genug der Bücher und Signale." ~*~ Richard Earl Howe, 1. Juni 1794.

  • Ladies and Gentlemen,

    sehr schön, wenn Euch der "Blick in die Werft" gefällt.


    Jetzt ist die Frage der Bewaffnung der Countess zu klären.


    Zieht man die Anforderung an die Bewaffnung, die der ehrwürdige Ritter Sir Francis Drake an Henry Ambrose, Earl of Warwick, Verwalter der gesamten Artillerie unserer höchsten Herrin, Königin Elizabeth stellt, zu Rate, wird klar, daß nur Bronzestücke, egal welchen Kalibers verwendet werden.

    Hier kommen nach Drake für die Hauptbatterie Demi-Canons, entsprechen etwa den späteren 32Pfündern, für die Oberbatterien Culverinen, entsprechen etwa den späteren 16Pfündern und für die anderen Kanonen Saker, entsprechen etwa den späteren 6Pfündern in Frage. Außerdem bedarf es noch einer Anzahl an leichten Waffen wie Falcons, Falconets und Bases.


    Konsequenzen für den Neubau:


    Da die Countess nach herkömmlicher Bauweise den Vorrats vor dem vorderen Schott der Back führen wird lassen sich hier keine Jagdgeschütze in der Back einbauen. Nach Drakes üblicher Verfahrensweise werden daher zwei Saker auf dem Backdeck stationiert. In der Constablerkammer kann Platz für zwei Demi-Canons als Rückzugskanonen geschaffen werden.


    Best regards


    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Dieses nervige Korrekturprogramm.


    Sollte heißen:

    Da die Countess nach herkömmlicher Bauweise den Vormast vor dem vorderen Schott der Back führen wird lassen sich hier keine Jagdgeschütze in der Back einbauen.

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Angarfathers Dockyard

    Buildlog 28. of July


    Die Countess hat jetzt Vor - und Achtersteven sowie ihren Kiel erhalten.Außerdem wurden die jetzt notwendigen Stückpforten im Heck, das Hennegatt und die zusätzlichen Pforten in der Hauptbatterie eingebracht. Somit kann die Beplankung begonnen werden.



    Cheerio!


    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.