Der lahme Vetter - SMS Prinz Adalbert (1864)

  • SMS Prinz Adalbert (1864) gehörte zu den ersten Panzerschiffen der preußischen Marine. So wie die meisten frühen Kriegsschiffe der preußischen Marine wurde auch der Adalbert im Ausland gebaut, in diesem Falle bei den L´Arman Freres in Bordeaux.
    Urspünglich handelte es sich um einen Spekulationsbau für die Marine der Konförderierten Staaten von Amerika, der durch den ursprünglichen Namen Cheops verschleiert werden sollte. Da dieses Geschäft jedoch am Veto der französischen Regierung scheiterte, war man froh, als sich die Preußen als Käufer fanden.
    1865 in Dienst gestellt hatten die neuen Besitzer jedoch niemals viel Freude an dem Schiff, das niemals die vertraglich vereinbarte Geschwindigkeit erreichte, zu Leckagen neigte und auch wegen des niedrigen Freibords schon bei geringem Seegang Wasser übernahm. Seiner Langsamkeit verdankte es auch den Spitznamen lahmer Vetter, den es von Prinz Adalbert von preußen, dem Chef der Marine und Namenspatron erhielt.
    Kurz noch zu den technischen Details:
    Es handelte sich um ein Widderschiff, das mit einem Rammsporn versehen war. Die Bewaffnung bestand auseiner 21 cm und zwei 17 cm Ringkanonen.
    Der Antrieb bestand aus einer Expansionsdampfmaschine sowie einer Briggtakelung. Damit erreichte Prinz Adalbert 9 1/2 Knoten. Die Besatzung bestand aus 132 Mann.
    Aufgrund des schlechten baulichen Zustandes wurde das Schiff bereits 1871 außer Dienst gestellt, 1875 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und 1878 in Wilhelmshaven abgewrackt.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

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  • Hier noch in Bild dazu:




    Interessanterweise ist es mit dem Wiki-Bild identisch, nur dass ich es dort niemals zur Verfügung gestellt habe. Und der Einsteller verlangt dann sogar noch darum, dass man ihn um Erlaubnis bittet, falls man das Bild verwenden will. Das ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten!

  • Ist das Bild eine Postkarte? Oder ein "Schnappschuss".


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • Das Bild ist ein von mir gemachter Ausschnitt aus einem Schnappschuss. Deshalb weiß ich ja auch so genau, dass das Wiki-Bild von meiner ehemaligen HP stammt.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Wie nett... aber dann sind ja weder Du noch der "Übernehmer" die echten Urheber dieses Bildes. ;)


    Aber schönes Beispiel für dieses Formumwandlungen von Segler zu Dampf- und Panzerschiff.

    ~*~ "Und nun meine Herren, genug der Bücher und Signale." ~*~ Richard Earl Howe, 1. Juni 1794.

  • Nun ja, die Urheberrechte dieses Bildes sind schon vor sehr langer Zeit erloschen, das ist klar. Allerdings ist das Bild von mir ja in künstlerischer Absicht bearbeitet worden. ;)

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Ja, von daher ist es dann schon frech, wen jemand das Bild einfach so nimmt und bei Wiki so tut, als wenn man noch irgendwelche Rechte daran besitzen würde...

    ~*~ "Und nun meine Herren, genug der Bücher und Signale." ~*~ Richard Earl Howe, 1. Juni 1794.

  • Und da jetzt ein Blick in den Maschinenraum werfen. Das wäre es. So ne Expansionsdampfmaschine ist nen mächtiger Gerät :) Danke für den kurzen Abriss!. Wo wir gerade bei Dampfmaschinen sind hätte jemand Interesse an einem Kurzen Abriss wie die Entwicklung zu unserer erweiterten Zeit standen?

    "As a ship is undoubtedly the no-blest and one of the most useful machines that ever was invented, every attempt to improve it becomes matter of importance, and merits the consideration of mankind" Thomas Gordon, Principles of Naval Architecture (1784)

  • Aber gerne.


    Wenn Dich ein Blick in so eine schöne alte Dampfmaschine interessiert, dann solltest Du Dir mal in Dresden die Diesbar und die Krippen anschauen.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Ja, generell Maschinenräume üben irgendwie eine Faszination aus. Die beiden Tipps kommen auf die Liste und Dresden steht sowieso schon länger auf dem Plan.

    "As a ship is undoubtedly the no-blest and one of the most useful machines that ever was invented, every attempt to improve it becomes matter of importance, and merits the consideration of mankind" Thomas Gordon, Principles of Naval Architecture (1784)