Galeone Revenge (1577) - Schiff von Sir Francis Drake; Shipyard-Kartonmodell in 1:96

  • Hallo Freunde,


    so will ich hier mal ein Tänzchen wagen und meinen Baubericht hier fortführen. Er wurde in einen Kartonmodellbauforum begonnen, in dem es zu einem großen Knall kam, indem der Betreiber beschloss, das Forum zu schließen, sich jetzt aber eines anderen besonnen hat. Inzwischen hat er die Mitglieder, die ihm nicht passten (er konnte keinerlei Kritik ertragen und hielt jeden Versuch seines Teams Einfluss zu nehmen für einen persönlichen Angriff) entweder rausgeschmissen oder vertrieben. Doch genug davon. Es handelt sich, wie sollte es hier anders sein, um ein historisches Segelschiff. Und zwar ist es der Kartonbaubogen der Revenge von Shipyard im Maßstab von 1:96, die in dem Forum, in dem ich den Beginn meines Bauberichtes begonnen habe von einem Mitglied ich glaube 5x begonnen wurde, aber der Baubericht wurde nie zu Ende geführt. Ich hoffe, dass ich mit mehr Fortune gesegnet bin, denn so lange halte ich sicher nicht aus. Da aber bei diesem Modellbauer wohl einige Klinken bestanden, hoffe ich, dass Ihr mir wieder einmal recht hilfreich unter die Baufinger fasst und mir helft diesen Bericht zum guten Ende zu bringen. Zunächst möchte ich Euch erst einmal das Material vorstellen. Zunächst zeigt das Bild 1 erst einmal, wie dieses Shipyard Schiff im Maßstab 1:96 einmal aussehen soll. Die nächsten 3 Bilder zeigen Auszüge aus der Bauanleitung, die wieder einmal äußerst kryptisch erscheint. Mal sehen, wie ich mich da durchwühle. Für eventuelle Nachbauten werde ich versuchen hier zu erwähnen, wie die einzelnen Schritte verlaufen sollten, doch wird es sicher nicht der einzige Weg sein. Dann habe ich Euch 3 von den Bögen abgelichtet. So wie die Druckqualität aussieht, werde ich das Schiff im Rumpfbereich aus dem Bogen bauen.













    Gruß
    Fritz

  • Weiterhin gibt es noch einen größeren Lasercutsatz (Bild 1)


    Beides werde ich natürlich verwenden und einen Mastensatz mit einem kleinen Lasercut von Dingen, die mit dem Mast zusammenhängen (Bild 2).


    Beides werde ich natürlich verwenden. Dann habe ich noch den Segelsatz(Bild 3),


    der aber voraussichtlich nicht von mir verwendet wird, da ich bei meinem Vormodel sehr gute Erfahrungen mit Japanpapier gemacht habe. Den Lasercut der Blöcke, Jungfern etc. habe ich ebenfalls (Bild 4).


    Alle diese Dinge besitze ich, da eine meiner Schwestern mir das zum Geburtstag geschenkt hat. Diese Jungfern , Blöcke etc. werde ich aber wohl nur in einigen Teilen verwenden, da ich mit den Fertigteilen von Hobby Lobby sehr gute Erfahrungen gemacht habe und ich auch finde, dass sie besser im Aussehen sind. Aber mal sehen.



    Gruß
    Fritz

  • Ein wenig zur Geschichte:


    Die Revenge war 1588 das Flaggschiff von Sir Franzis Drake. Es gehörte zur englischen Flotte gegen die spanische Armada. Diese Flotte wurde von Lord Charles Howard und hatte als Leitschiff als einziges Schiff der Flotte eine Hecklaterne über dem Heckspiegel. Dieses Leitlicht wurde von dem Lord aber zeitweise verloren, da Sir Franzis Drake in der Nacht seine Laterne löschte, um ein beschädigtes spanisches Schiff im Alleingang als Prise zu nehmen. Als er endlich wieder die Leitlaterne gefunden zu haben glaubte, handelte es sich jedoch um das spanische Flaggschiff und so konnte er sich nur durch schnelle Flucht in die eigenen Reihen, der Gefangennahme entziehen.
    An der Seeschlacht von Gravelines nahm die Revenge dann teil. Bei dieser Schlacht gelang es, nachdem die in Calais lagernde spanische Armada angegriffen wurde, die Invasion von England zu verhindern.
    1590 wurde die Revenge Flaggschiff von Vizeadmiral Richard Grenville. Bei einer Attacke auf die spanische Silberflotte bei den Azoren versank die Revenge nach einem Gefecht mit 53 spanischen Schiffen und anschließendem Sturm mit weiteren 16 Schiffen.


    Gruß
    Fritz

  • Hallo Petcarli!


    Schön, daß Du uns Deinen Bau hier zeigst. Ich hol mir mal einen Stuhl und setze mich in die erste Reihe zum zugucken.


    Cheers Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Ein interessantes Modell !
    Ich freue mich schon darauf wie dein Bericht weiter geht. :th:

    "We all came from the sea and it is an interesting biological fact that all of us have in our veins the exact same percentage of salt in our blood that exists in the ocean, and, therefore, we have salt in our blood, in our sweat, in our tears. We are tied to the ocean. And when we go back to the sea - whether it is to sail or to watch it - we are going back from whence we came."

    John F. Kennedy

  • Hallo Freunde,


    gemäß meiner Bauanleitung waren als nächstes die Tempelrahmen an der Reihe. Diese fanden sich ausgedruckt auf auf einem Bogen von 80g Papier und mussten auf 1 mm verdickt werden. Glücklicherweise habe ich noch einen passenden Bogen dieser Dicke in meinem Fundus und muss diesen irgendwann wieder aufrüsten. Zunächst habe ich hier nur die waagerechten Teile gemacht. Es handelt sich um die Teile 4p und 4l bis 15p und 15l .


    Die Kanten der roten Teile mussten im roten Teil natürlich noch farblich angepasst werden. Dann begann ich mit dem Einbau, stellte aber schnell fest, dass es besser ist die Zwischenböden im Bereich dieser Geschützstellungen vorher einzubauen.


    Es handelte sich um die Teile 3p und l, sowie Ep und l (diese Teile fanden sich auf den Bögen mit Bastelkarton, wohl 160 g). Weiterhin die Teile Fp und l bis Hp und l (diese wieder auf dünnen Papier. Auch hiervon nichts im Spantensatz, aber aufzudoppeln auf 1 mm. Weiterhin war noch das Deckteil 2 mit Planken auf 1 mm zu verdicken


    Die Planken wurden mit ihren Stößen von mit nachgerillt, um einen schönere Plankendarstellung zu erhalten. Das 4. Bild zeigt die Teile eingebaut mit der Seite ohne die Teile der Tempelrahmen und das 6. Bild die mit diesen.


    Gruß
    Fritz

  • Hallo Freunde,


    als nächsten Schritt habe ich die Böden hinter den Tempelrahmen schwarz gemalt. Diese Maßnahme soll genauso wie die Rotfärbung der Spanten in diesem Bereich später Blitzer verhindern.



    Gruß
    Fritz

  • So, Ihr Lieben,


    Da einiges an Kanonen bei diesem Schiff zu bauen ist und einige Kanonen im Rumpf unter Decks verschwinden und auf der anderen Seite Shipyard in seiner sehr hieroglyphischen Bauanleitung verschweigt, wohin welche Kanonen kommen, immerhin werden so ca. 6 verschiedene Größen und Arten gebaut. Muss man hier selbst improvisieren und versuchen diese nach der Zahl zuzuordnen. Ich werde allerdings auch noch versuchen im Internet noch einiges zu erfahren. Die Lafetten sind alle im zugehörigen Lasercut als Einzelteile vorhanden und so werde ich mit den 10 Kanonen der Baunummer 69 beginnen. Der Aufbau der einzelnen Teile zeigt uns die Bilderfolge.



    Gruß
    Fritz

  • 15.04.15
    Hallo Freunde,


    nun sind die Lafetten gefärbt. Allerdings sind noch ein paar Blitzer zu entfernen (Bilder 1 und 2).


    Nun mussten die darauf liegenden Kanonen gebaut werden. Es handelte sich um die Baugruppe 278. Da hier keinerlei Laserteile vorhanden sind müssen diese vollständig aus dem Bogen gebaut werden. Die kleinen Kreise (c und d) sind auf 0,5 mm zu verdicken. Sie werden später mit Punzen ausgestochen. Bei den ersten beiden Kanonen habe ich versucht diese auszuschneiden. Sieht nicht so gut aus. Auch ein Ausstechen mit dem punch & die war nicht überzeugend. Das Rohr ist aus zwei Teilen zusammen zu setzen, doch lässt sich das Ganze sehr schlecht runden. Daher habe ich auf den weißen Innenteil ab der 2. Kanone verzichtet und das gefärbte Teil stumpf zusammen geklebt. Das Bild 1 zeigt die Bauzeichnung, das 2. Bild die notwendigen Teile. Im 3. Bild seht Ihr das zusammen gefügte Rohr. Dieses erhält noch 3 „Bauchbinden“ und die Endteile aus jeweils 3 Kreisen. Danach wird das Ganze noch mit Metallicfarbe entsprechend der Grundfarbe gefärbt.


    GrußFritz

  • Hallo Freunde,


    es ging weiter im Zusammenbau der Kanonenrohre. An Hand der Baunummer 275 möchte ich Euch den Zusammenbau ein wenig demonstrieren. Grundsätzlich ist der Zusammenbau auch der weiteren Geschützrohre genauso aufgebaut. Die Teile dafür sind nochmals im Bild 1 zu sehen.


    Zunächst werden die Teile c und d auf 0,5 mm verdoppelt. Dann wird das Hauptteil zu einem konischen Rohr zusammengefügt (Bild 3).


    Um dieses werden 3 Ringe (Teil b) nach und nach gefügt (Bild 4 bis 6).


    Dann wird des Ende hinten mit den 3 ausgestochenen Teilen d verschlossen (Bild 7) und das vordere Ende mit den 3 Teilen c (Bild 8). Nun erfolgt nur noch die Färbung und dann ist das Ganze fertig .



    Gruß
    Fritz

  • Tja Angarvater,


    das der Nachteil beim Kartonbau, doch es führt manchmal zu größerer Detailierung. Man kann allerdings auch Fertigteile teilweise verwenden, dies war aber hier wegen der sehr unterschiedlichen Größen der Kanonen nicht möglich!


    lg
    Fritz

  • Hallo Freunde,


    Die Kanonen mit den Bauteilnummern 274 – 278 sind vollständig fertig gebaut und mit den zugehörigen Lafetten versehen. Vertreter aller Kanonenarten seht Ihr in den Bildern 1 und 2.


    Das Bild 3 zeigt die Kanonen, die im Bereich der unteren Geschosse zu verbauen sind, das Bild 4 die Kanonen am oberen Deck und das Bild 5 die Heckkanonen.


    Gruß
    Fritz