Baubericht 2 Mast Schoner "Flying Fish" von Krick in M1:50

  • Mittlerweile bin ich der Meinung, das meine erste Aussage, das Model in Farbe darzustellen, hier das beste Ergebnis liefern würde..

    Da schließe ich mich an. Sicher, so reine Holzmodelle sehen auch super aus - aber entsprechen auch in keiner Weise der Realität. Und hinsichtlich deiner Bedenken zum Beizen gebe ich dir Recht - unterschiedliche Hölzer, unterschiedliche Ergebnisse - immer.

    Mit Farbe (u. ggf. auch einer Kupferung) kaschierst du deine kleinen Reparaturen und hast am Ende ein wunderschönes modell.

  • Aye, Mate.


    Wie heißt es doch: Shit Happens, und nach Brecht: macht nichts, kannste was lernen. Das ist kein Schmäh, sondern für mich eine der Grundeinstellungen insbesondere beim Schiffchenbauen.

    Dein Schiff sieht doch jetzt schön aus.


    Zudem ist Buche schön fest aber wirklich biegeresistent. Beim Schleifen bin ich immer sehr!!! vorsichtig. Ich halte es so, daß ich bei einem „Nutzschiff“ wie einem Frachter oder einem Kampfschiff keine äußere Hülle fertige, die wie bei einer heutigen Jacht, glatt wie ein Kinderpopo ist. Die überlebenden historischen Schiffe haben alle verhältnismäßig rauhe Oberflächen. Neuere Holzboote wie Fischkutter sind recht glatt aber auch mit reichlich dicker Farbe gemalt, aber auch deren rohe Planken würde man heute als „sägerauh“ bezeichnen.

    Sicher, es werden sehr schöne Luxusjachten aus bestem Tropenholz gebaut mit Oberflächen die Möbelbauqualität haben. Zudem werden die Planken z.B. mit Kaurit geleimt. Die Fugen halten mehr aus als die Planken.


    Zum Schleifen selbst. Ich streiche Weißleim dünn auf die zu bearbeitende Fläche, wische ab und schleife vorsichtig mit 80ziger Körnung. Wirklich 80ziger! Dabei ergibt sich ein Schleifstaub/ spänegemisch, daß die Fugen füllt, und nachbearbeitet ganz gut und fest in den Fugen bleibt.Quasi eine Kalfaterung darstellt. Wenn das fest ist kann ich die Planken ganz gut mit 100derter und 240ziger Papier endbearbeiten.

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • So aus der Ferne rätsele ich mal, ob das Barkholz vielleicht erst mit der Zweitbeplankung aufgebracht werden müsste?

    Bonden


    in diesem Fall nein, denn das Barkholz sollte dem aufbringen der Zweitbeplankung als "Führungshilfe" dienen. So war es auch in der Baubeschreibung angegeben.

    Ich hatte mich dann mal daran orientiert. Jetzt bin schlauer.

    Auch habe ich nun eine etwas dickere Leiste genommen, die ich dann passend runterschleifen werde.


    Ach....SCHLEIFEN war ihm eine Freude und Bedürfnis....wird einst auf meinem Grabstein stehen.. :old


    Aber Bonden gerade weil es immer wieder zu solchen Malheurs kommt, ob nun eigen verursacht oder nicht...das liebe ich am Modellbau ebenfalls.


    Die Suche nach Lösungen!! :hmm::hmm:


    Es grüßt

    Cpt. Baltimore

    Werftbetrieb gestartet für 2-Mast Schoner "Flying Fisch" M1:50. Baumaterial und tüchtige Handwerker für den Start des Projektes nun in ausreichender Menge/Anzahl vorhanden. 3 Fässer Rum haben sich bereits eingefunden, um die Arbeitsmoral in die richtigen Bahnen zu lenken. Nach Schichtende versteht sich!beer

  • Wieso hast Du das Deadwood eigentlich nicht beplankt? Die Planken sollten eigentlich alle sauber in der Achtersteven laufen.

    ...weil das noch ansteht, aber nicht vergessen wurde. Ich sattle da evtl. das Pferd von hinten, aber ich möchte erstmal den Kielbereich soweit wieder in shape bringen und dann die Beplankung quasi bis zum neuen toten Kiel, zu erkennen am hellen Holz, führen.


    Vielen Dank für den Hinweis AnobiumPunctatum


    Barkholzthema ist bzw. wird von mir auch angegangen und stellt kein Problem dar. Hab ich im Bautegabuch aus als PS Hinweis angeführt.


    Es grüßt

    Cpt. Baltimore

    Werftbetrieb gestartet für 2-Mast Schoner "Flying Fisch" M1:50. Baumaterial und tüchtige Handwerker für den Start des Projektes nun in ausreichender Menge/Anzahl vorhanden. 3 Fässer Rum haben sich bereits eingefunden, um die Arbeitsmoral in die richtigen Bahnen zu lenken. Nach Schichtende versteht sich!beer

  • Dein Ansatz weiter zu bauen und mit dem Missgechik zu leben, ist deutlich gesünder als mein Perfektinoismus, den ich eh nie erreichen werde.

    Ich würde mit einem Skalpell, vorsichtig die beschädigte(n) Planken herausschneiden und neu planken.

    Dein Missgeschick zeigt mir allerdings auch wieder, warum ich einedoppelte Beplankung nicht mag - die Sichtbeplankung ist mit meistens 0.5mm einfach zu dünn. Bei einer 1mm oder besser 1.5mm Leiste hast Du deutlich mehr Material um kleine Dellen heraus zu schleifen. Vielleicht probierst Du es mal beim nächsten Modell

    Gruß Christian


    In der Werft: HMS Triton, 1773
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • Dein Ansatz weiter zu bauen und mit dem Missgechik zu leben, ist deutlich gesünder als mein Perfektinoismus


    ch halte es so, daß ich bei einem „Nutzschiff“ wie einem Frachter oder einem Kampfschiff keine äußere Hülle fertige, die wie bei einer heutigen Jacht, glatt wie ein Kinderpopo ist. Die überlebenden historischen Schiffe haben alle verhältnismäßig rauhe Oberflächen. Neuere Holzboote wie Fischkutter sind recht glatt aber auch mit reichlich dicker Farbe gemalt, aber auch deren rohe Planken würde man heute als „sägerauh“ bezeichnen.

    Hallo ihr zwei..


    ich habe eure Kommentare zu Hilfe genommen bei meiner "Rechtfertigung", es mit dem Perfektionismus nicht zu übertreiben.

    Ihr habt beide die passenden Argumente geliefert, das ich eher hier ausbessere, so gut es geht, immer mit dem Gedanken, das es sich hier eben primär um ein "ARBEITSSCHIFF handelt.

    Klar....damit baue ich mir natürlich auch selbst eine Brücke, aber ganz ehrlich, ich kann gut damit leben, sofern ich die bestehenden Probleme/Herausforderungen für mein Dafürhalten gut meistere.


    Da schließe ich mich an. Sicher, so reine Holzmodelle sehen auch super aus - aber entsprechen auch in keiner Weise der Realität.

    Und auch Du mein lieber Bonden bestätigst mich in meiner weiteren Herangehensweise ans Projekt.

    Ich denke, farblich kann das sicherlich auch sehr gut ausschauen und ist auf jeden Fall eine deutliche Spur dichter am Original.

    Auch mit der einen und anderen Macke werde ich leben können, sofern ich sie gut argumentieren kann.....mir gegenüber.... pleasantrypleasantry


    Ich danke euch herzlich für euren tollen "Senf". Bitte mehr davon!!


    Es grüßt

    Cpt. Baltimore

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  • Dein Missgeschick zeigt mir allerdings auch wieder, warum ich einedoppelte Beplankung nicht mag - die Sichtbeplankung ist mit meistens 0.5mm einfach zu dünn. Bei einer 1mm oder besser 1.5mm Leiste hast Du deutlich mehr Material um kleine Dellen heraus zu schleifen. Vielleicht probierst Du es mal beim nächsten Modell

    Asche auf mein Haupt...die Leisten sind 2mm stark, also mit, im Grunde bei gesundem Schleifen, guter Gewähr, hier nicht durchzuschleifen.

    Jedoch genau an dieser Stelle kannst Du erkennen, war ich im Grunde fast quasi relativ gesehen, gezwungen, viel Material herunterzuschleifen für einen guten Übergang.

    Sicherlich hätte es jemand mit mehr Erfahrung weitaus besser hinbekommen, aber.....das wird....


    AnobiumPunctatum

    Übrigens, bitte bewahre dir deinen Perfektionismus, denn sonst könnten wir alle uns nicht an solch einem Wahnsinns Bauprojekt, wie deinem derzeitigen, erfreuen und das wäre wirklich sehr sehr schade!


    Angarvater hat auch einen guten Hinweis geliefert, den ich beim nächsten Model auf sicher umsetzen werde, nämlich den Rumpf mit einer leichten Leimschicht vorzubehandeln. Macht Sinn und bringt sicherlich jede Menge. Danke dir für den tollen Hinweis.


    Es grüßt

    Cpt. Baltimore

    Werftbetrieb gestartet für 2-Mast Schoner "Flying Fisch" M1:50. Baumaterial und tüchtige Handwerker für den Start des Projektes nun in ausreichender Menge/Anzahl vorhanden. 3 Fässer Rum haben sich bereits eingefunden, um die Arbeitsmoral in die richtigen Bahnen zu lenken. Nach Schichtende versteht sich!beer

  • ...weil das noch ansteht, aber nicht vergessen wurde. Ich sattle da evtl. das Pferd von hinten, aber ich möchte erstmal den Kielbereich soweit wieder in shape bringen und dann die Beplankung quasi bis zum neuen toten Kiel, zu erkennen am hellen Holz, führen.

    Hmm, die Vorgehensweise verstehe ich nicht.

    Das Deadwoord liegt unter der Beplankung. Da sind wir uns anscheinend einig. Die erste Planke am Kiel und alle weiteren Planken gehen durch bis zu den Steven und damit auch über das Deadwood. Das Deadwood anschließend zu beplanken ergibt keinen Sinn, da Du dann einen zustzlichen Stoß an den Planken erezeugst, der nicht da ist.


    Schau Dir mal die verschiedenen Tutorials auf dieser Seite an. Danach sollten keine Fragen zur Beplankung mehr offen sein.

    Gruß Christian


    In der Werft: HMS Triton, 1773
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • Das Deadwoord liegt unter der Beplankung. Da sind wir uns anscheinend einig. Die erste Planke am Kiel und alle weiteren Planken gehen durch bis zu den Steven und damit auch über das Deadwood. Das Deadwood anschließend zu beplanken ergibt keinen Sinn

    Leider verstehe ich jetzt dich nicht.

    Du meinst doch exakt diesen Bereich??

    oder???

    So und genau den Bereich baue ich jetzt erstmal neu auf.


    ..und sobald der Bereich wieder intakt ist, gehe ich mit der Beplankung so weiter, wie in den beiden ersten Fotos, die ich aus einem Baubericht heraus fotografiert habe.


    Sollten wir da aneinander vorbeireden, dann bitte gerne Info.

    Leider muß ich mich aber für heute verabschieden. Keine Zeit mehr


    Es grüßt

    Cpt. Baltimore

    Werftbetrieb gestartet für 2-Mast Schoner "Flying Fisch" M1:50. Baumaterial und tüchtige Handwerker für den Start des Projektes nun in ausreichender Menge/Anzahl vorhanden. 3 Fässer Rum haben sich bereits eingefunden, um die Arbeitsmoral in die richtigen Bahnen zu lenken. Nach Schichtende versteht sich!beer

  • Genau. Vergleiche mal den ersten Verlauf deiner Kielplanke mit den Fotos aus dem Beitrag. Oder willst Du eine dritte Beplankung aufbringen?

    Gruß Christian


    In der Werft: HMS Triton, 1773
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  • AnobiumPunctatum


    kurz nochmal etwas zur Lage der Barkhölzer, weil Du so beharrlich darauf gepocht hast, das sie grundsätzlich auf die Zweitbeplankung aufgesetzt werden/wurden..Oder hab ich dich da mißverstanden?


    Hier ein Beitrag von Angarvater zum Thema

    Dazu gibt zwei Bereiche zu betrachten.


    Im Holzmodellbau ist es Standart ( siehe zu Mondfeld - Seite 88, Holz, Curti, Kirsch u.a.) so zu verfahren. Also auf die Erstbeplankung die Barghölzer und dann die Planken aufzubringen. Das ist bautechnisch auch probat, da ich z.B.die Barghölzer mit einer Sponung versehe in die sich die Planken recht gut einsetzen lassen, was einen ordentlichen Anschluß Planke / Bargholz ergibt.


    Soweit ich weis wurden die Barghölzer auch bei den großen Schiffen direkt auf die Spanten gebolzt. Scheint mir auch sinnvoll, da diese massiven Hölzer ja dem Schutz der Planken gegen Demolage bei Landemanövern oder bei Schiffanschiffsituationen dienten, und somit die Kräfte direkt auf die Spanten abgeleitet wurden.


    Sincerely
    Angarvater

    ...nur zur Info


    Nun zu deinem Hinweis mit dem Verlauf der ersten Kielplanke....

    So allmählich verstehe ich, was Du damit meinst. Auf dem Foto ist gut zu erkennen, das ich den hinteren Plankenverlauf, also die Planken, die nichts mehr mit einem hinteren Spant zu tun haben, hochgezogen und nicht gerade hab bis zum Kielrand auslaufen lassen. Meinst Du das???


    Eine dritte Beplankung???? Echt jetzt?? Ich tue fast alles für euch, aber, sofern ich das verhindern kann.... nono

    Ich werde das verhindern... chainsaw


    Heute ist kein Werftbetrieb angesagt. Der Sturm hat stark aufgefrischt, der Regen peitscht über das Werfgelände. Da ist auch mit gut reden und einem extra Fäßchen Rum vom Besten nichts zu machen.

    Verständlich wohl...


    Es grüßt

    Cpt. Baltimore

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  • Angarvater

    Zum Schleifen selbst. Ich streiche Weißleim dünn auf die zu bearbeitende Fläche, wische ab und schleife vorsichtig mit 80ziger Körnung

    Verdünnst Du den Weißleim etwas mit Wasser?

    Und....wenn ich den Rumpf streiche..(ich werde ihn definitiv NICHT lackieren..), sollte ich das eher direkt nach auf dem Grobschliff mit 80er machen, dann feinschleifen, oder vorher noch feinschleifen und erst dann streichen?

    Ich denke, wenn ich den Anstrich auf den Grobschliff mache, kommt das optisch auch dementsprechend grob und realistischer rüber, oder??


    Hilfe und Tips ausdrücklich erwüscht!


    Bonden

    Kupferung auf keinen Fall. Ist erstens nicht so meins und zweitens kann ich mir gekupferte Rümpfe von Fischfang Schoners, und nichts anderes ist die Flying Fish ja, nicht wirklich vorstellen.

    Aber danke für den Hinweis! fr18


    Das Barkholz werde ich übrigens erst aufbringen, wenn ich den Rumpf bis zur Reling gestrichen habe. Auch werde ich die komplett Reling erst aufbringen, wenn die Deckbeplankung und das innere Schanzkleid beendet ist.

    Ich denke, dadurch kann ich das eine und auch andere Malheur bereits auf dem Vorwege ausschließen und darüberhinaus sind die Arbeitsschritte dadurch auch einfacher in der Handhabung.


    Es grüßt

    Cpt. Baltimore

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    2 Mal editiert, zuletzt von Cpt. Baltimore ()

  • kurz nochmal etwas zur Lage der Barkhölzer, weil Du so beharrlich darauf gepocht hast, das sie grundsätzlich auf die Zweitbeplankung aufgesetzt werden/wurden..Oder hab ich dich da mißverstanden?

    Da hast Du mich missverstanden. D


    Das Barkholz wird mit der Zweitbeplanung aufgebracht und nicht "auf" die Beplankung.


    Es gibt allerdings einen Trick, bei dem Du anstelle des Barkholzes erst Planken mit etwa der 1/2 Plankendicke ansteller der Barkhölzer als Platzhalter aufklebst. Danach beplankst Du den Rumpf fertig und schleifst ihn. Anschlkießend klebst du normale Planken auf die Platzhalter.

    Mit dieser Vorgehensweise vermeidest Du eine Beschädigung des Barkholzes beim Schleifen.

    Gruß Christian


    In der Werft: HMS Triton, 1773
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • Nun zu deinem Hinweis mit dem Verlauf der ersten Kielplanke....

    So allmählich verstehe ich, was Du damit meinst. Auf dem Foto ist gut zu erkennen, das ich den hinteren Plankenverlauf, also die Planken, die nichts mehr mit einem hinteren Spant zu tun haben, hochgezogen und nicht gerade hab bis zum Kielrand auslaufen lassen. Meinst Du das???

    Genau. Der Verlauf der Planken irritiert mich einfach.

    Gruß Christian


    In der Werft: HMS Triton, 1773
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  • Ich nehme den Leim pur. Für mich hat es sich als am besten herausgestellt, mit einem Dreiecksschleifer und einem Penschleifer von Proxxon zu arbeiten. Mit den Geräten kann ich sehr leicht und gut dosiert arbeiten. Nur versteckte Ecken und die Nacharbeit werden von Hand gemacht. Aber wie ich schon schrieb : vorsichtig, oder besser sanft. Dabei ist die Schleifmarkenbildung nur marginal.Ich schleife danach auch wieder mit viel Gefühl, mit 120ziger und maximal mit 240Körnung. Sicherheitshalber wässere ich die Oberfläche etwas und ziehe die sich aufrichtenden „Härchen“ nochmal ab. Danach lässt sich eine ganz gute Farboberfläche erzielen.


    Da ich mit Tempera, also Wasserfarben, arbeite muß ich die Oberflächen fixieren oder wenn man so will lackieren.


    P.s. das ist doch ein Glouchester Cutter? Wenn die Skipper damals in der englischen See auf Fangfahrt gingen brauchten sie m.E. keine Kupferung, da sie es in den kalten Gewässern nicht mit den miesen Bohrwürmern zu tun kriegten.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Angarvater ()

  • P.s. das ist doch ein Glouchester Cutter? Wenn die Skipper damals in der englischen See auf Fangfahrt gingen brauchten sie m.E. keine Kupferung, da sie es in den kalten Gewässern nicht mit den miesen Bohrwürmern zu tun kriegten.

    Gloucester in Massachusetts und demnach ging es eher in Richtung Neufundland-Bank.

    Und im warmen Golfstrom war zumindest ein vernünftiger Schutzanstrich angesagt.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Angarvater und Speedy


    Ja, es handelt sich um einen Glouchester Gaffelschoner und ich werde bei der Aktualisierung meines Bautagebuches zeigen, wohin der Weg..(Rumpfoptik und grundsätzlich) gehen soll/wird.


    Danke euch beiden für euer feedback.


    Es grüßt

    Cpt.Baltimore

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  • Werte Interessierte und Besucher,


    ein Hinweis in eigener Sache. Ich werde mich egoistischerweise heute darauf beschränken, mein Bautagebuch zu aktualisieren. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen, da sich in dieser Woche einige bautechnische Fortschritte..(und auch Rückschritte auf dem Vorwege...) getan hat.


    Morgen werde ich mich dann in aller Ruhe im Forum umsehen, lesen, staunen, meinen Senf dalassen und einfach eine relaxte und gute Zeit haben.


    Bitte habt Verständnis für diese Vorgehensweise. Ich habe derzeit wirklich beschränkte Freizeit, bzw. zu viele Dinge, die meine Aufmerksamkeit erfordern. Soll nicht heißen, das alles negativer Streß ist. Eher im Gegenteil, jedoch könnte der Tag für mich derzeit gerne 24 Std. haben.


    Also liebe Gleichgesinnte.....freut euch auf die Aktualisierung und wie immer....

    Lob und Kritik ist hier unbedingt erwünscht, angebracht und auch immer willkommen.


    Es grüßt

    Cpt. Baltimore

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  • AnobiumPunctatum,

    specially for you....mal ein paar Worte meinerseits zu deiner kritik an meiner Vorgehensweise......Hörthört..... censored


    Ich bin dir sooooo dankbar :huzzah::huzzah: für deinen Hinweis auf die völlig..(Du hast es netter formuliert mit.."irritiert sein"...) falsche Vorgehensweise bei der Rumpf Zweitbeplankung. Auch und gerade dankbar dafür, das Du drangeblieben bist und nicht locker gelassen hast. fr18


    Jeder Modellbauer mit ein wenig Ahnung von der Materie und sowieso jeder Schiffsbauer hätte sich schreiend in die Ecke geschmissen, wenn er gesehen hätte, was Du/ihr gesehen habt. Ich weiß nicht, was mich da geritten hatte, den hinteren Bereich so zu beplanken, wie ich es getan habe. Sehr wahrscheinlich der BauBlindWurm.

    In Gedanken nicht wirklich bei der Sache und lustig weiterbeplankt.


    Es hat mich zwar eine komplette Woche Rückbau und Neubeginn gekostet,das Modell hat gelitten und das läßt sich auch vollständig nicht mehr wirklich kaschieren, aber egal, es war jedoch unterm Strich extrem befriedigend und ich weiß nun, auch ein wenig, diesem Fehler im Nachhinein geschuldet, wohin der Weg mit dem Schoner optisch möglichst gehen soll.


    Also...vielen Dank nochmal für den Hinweis und deine Hartnäckigkeit. Ich hätte mich, wäre es für einen Rückbau zu spät gewesen, sicherlich ewig geärgert.


    Es grüßt erleichtert :sw:

    Cpt. Baltimore

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  • So denn...nun aber los mit der Aktualisierung.


    Der Gaffelschoner wird optisch ein reinrassiges" Glouchester ARBEITSTIER" werden.


    Warum?


    Ursprünglich von mir als völlig neu und blitzblank vom Stapel gelassener Hingucker, sobald der Tag gekommen ist, den Kiel unter Wasser zu bringen, haben langjährige Freunde und auch Weggefährten im beruflichen wie auch privaten Umfeld aus meiner Zeit der Zugehörigkeit zur Glouchester Fangflotte, mir ein unerwartetes, völlig außergewöhnliches und wunderbares Geschenk auf das Werftgelände, des im Bau befindlichen Schoners, transportieren lassen.

    Ohne mein Wissen und ohne, das ich auch nur das geringste bemerkt oder geahnt hätte.


    Dieses außergewöhnliche und kaum in Worte zu fassende Geschenk besteht aus Rumpfplanken aus Eichenholz, die Bestandteil mehrerer Glouchester Schoner waren und eine dementsprechende tiefe Bedeutung und Stellenwert für mich haben.

    Hier liegen sie nun, fein aufeinandergestapelt, benutzt und von Wetter, Meer, Salz und anderen zum Alltag dieser Schoner gehörenden Ereignissen gezeichnet in Würde gealtert und nicht aufgehübscht, sondern im Alltagszustand belassen.

    Wie ich mich freue.....


    Meine Entscheidung steht nun unwideruflich fest.

    Jede verbaute Planke ein Tribut an die gesamte damalige Flotte.

    Der "PHOENIX AUS DER ASCHE SEINER WEGGEFÄHRTEN" gebaut.


    Also liebe Interessierte und Anwesende

    freuen Sie sich auf optische Eindrücke der Baufortschritte und dem aktuellen IST-Zustand.


    Es grüßt

    Cpt. Baltimore

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