Die Kon Tiki-Expedition

  • Vom 28. April bis 7. August 1947 überquerte Thor Heyerdahl mit fünf weiteren Expeditionsteilnehmern den Pazifioc auf einem Balsafloß.
    Ziel der Expedition war es, den Nachweis zu erbringen, dass eine Besiedlung Polynesiens von Osten aus mit den Mitteln der Ureinwohner Südamerikas möglich gewesen wäre. Thor Heyerdahl vertrat diese Auffassung wegen archäolgischer Funde in Polynesien die eher südamerikanischen Funden ähnelten, sowie dem Vorkommen Südamerikanischer Pflanzen in Polynesien, die teilweise sogar gleiche oder ähnliche Namen haben wie in Südamerika.
    Trotz der erfolgreichen Expedition wurde die Besiedlungstheorie nicht anerkannt und neuere Forschungen scheinen sie auch widerlegt zu haben. Aber immerhin wurde der Nachweis erbracht, dass ein Kontakt zumindest möglich gewesen wäre und schon das könnte ja die Auffälligkeiten begründen, die Heyerdahl zu seiner Meinung kommen ließen.
    Der während der Expedition gedrehte Dokumentarfilm gewann einen Oscar. Das Buch Heydahls habe ich als Jugendlicher verschlungen.
    2012 kam ein Spielfilm über die Kon Tiki in die Kinos, der zwar eine Oscar-Nominierung als bester ausländischer Film errang, mich persönlich aber weniger faszinierte.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Das Buch hat mich als Kind bereits fasziniert. Neben der dramatischen Schilderung des Holzerwerbes und Floßbaus besonders die Erzählkunst, die die eigentlich doch monotone Zeit auf dem Pazifik zu einer nicht enden wollenden Reihe kleiner Anekdoten machte. So zum Beispiel die erwähnte Krabbe "Johannes" oder Thorsteins Funk-Zauberei... Waren schon Kerle!

  • Für mich gehörte das Buch zu den Schmökern, die ich mit begeisterung und jeder Menge Fernweh im Herzen im Schein der Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen habe.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Als Langzeit-'Polynesier' (14 Jahre im polynesischen Dreieck gelebt) kann ich zu dem Vorgang nur sagen: Jede Kokosnuss, die in Chile oder Ecuador ins Seewasser faellt, hat eine Chance von 50% in Polynesien zu landen.
    Die Straende der Marquaesas und Tuamotu sind vermuellt durch Plastic welches von Suedamerika nach Westen treibt. Isnofern war die KonTiki Expedition auch nur eine der spectaculaeren und/aber pressewirksamen Ideen des Thor Heyerdahl. Also koennte auch ein peruanischer Fischer mal in Tahiti oder Manihi gelandet sein...
    Was seinen persoenlichen Mut, sich mit so einem 'Fahrzeug' auf Reisen zu begeben nicht schmaelert.
    Es gibt auch Zeugen von chinesischen Landungen (ueberlebenden Driftern) in Californien und auch abgedrifteten Hawaiianern, die dort landeten
    Aber die Lapita-Kontinuitaet beweist, dass die Besiedlung Polynesiens in den Philippinen/Salomons/Neuguinea startete.