C. S. Forester – Hornblower Lotse

C. S. Forester – Hornblower Lotse

Literaturvorstellung August & September 2021

Dieses Buch kann man mit doppeltem Gewinn lesen. Einerseits enthält es zu ziemlich allen Episoden der Hornblower-Reihe Kartenskizzen, die es den Lesern ermöglicht, die Abenteuer Hornblowers mit dem Finger auf der Landkarte zu verfolgen. Andererseits lernt man sehr viel über C.S. Forester, seine Arbeitsweise und die Entstehung der Hornblower-Reihe. Daran kann man ersehen, dass der Hornblower Lotse eigentlich zwei Bücher in einem sind.

Der erste Teil des Hornblower Lotse beinhaltet das bereits erwähnte Kartenmaterial. Dabei geht C.S. Forester nach der Chronologie der Handlung vor und beginnt also folgerichtig mit „Fähnrich Hornblower“. Die Karten sind schlicht gehalten, bei weitem nicht so detailiert wie die Karten in den gesammelten Werken von Karl May, aber immerhin aussagekräftig genug, um eine sichere Orientierung zu ermöglichen. Die Orte wichtiger Ereignisse sind extra markiert und werden in der Legende benannt. Das Kartenmaterial endet mit „Hornblower in Westindien“. Es gibt also keine Karte zum „Zapfenstreich“.

Der zweite Teil des Hornblower Lotse ist ein von C.S. Forester verfasstes Essay zu seiner Arbeitsweise als Schriftsteller und zur Entstehung des Hornblowers. So berichtet er darüber, wie dieser Stoff zu ihm kam, langsam reifte und schließlich Gestalt annahm. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, welch wichtige Rolle einige antiquarische Bände des Naval Chronicle dabei spielten. Besonders faszinierend ist für mich die Tatsache, dass er die Handlung eines Romans bereits im Kopf hatte, wenn er zu schreiben begann. Das ist eine Methode die, wie ich finde, sehr viel Selbstdisziplin verlangt.

Zusammenfassend kann man sagen, egal ob man den Hornblower Lotsen als Nachschlagewerk benutzt, oder den Schriftsteller hinter der Hornblower-Reihe näher kennenlernen möchte, dieses Buch erfüllt beide Erwartungen.

Speedy