C.S. Forester – Fähnrich zur See Hornblower 6/19

C. S. Forester – Fähnrich zur See Hornblower

Literaturvorstellung Juni 2019

Es war der Erfolg seiner Hornblower-Romane, der C.S. Forester schließlich dazu zwang, sich auch dem Vorleben seines berühmten Seehelden zuzuwenden. Er löste das Problem nicht mit einem klassischen Roman, sondern durch die Aneinanderreihung verschiedener Episoden, deren roter Faden die schrittweise Entwicklung vom grünen Neuling zum aufstrebenden Offizier der Royal Navy ist.

Dabei haben einige der Episoden durchaus das Zeug, den Stoff für einen ganzen Roman zu liefern. Dazu zähle ich Hornblowers erstes Prisenkommando, eine Aufgabe, die ihm seine Grenzen aufzeigt oder auch seine Quarantäne auf einem Viehtransporter voller Schlachtochsen. Hier wirkt er schon deutlich reifer. Immer wieder schildert Forester dabei einen jungen Mann im Zwiespalt zwischen seiner Pflichtauffassung und der sehr selbstkritischen Beurteilung seiner Fähigkeiten und Handlungen. Andere sehen seine Fähigkeiten sehr viel positiver und so wachsen seine Aufgaben von Episode zu Episode.

Es macht großen Spaß, den zukünftigen Helden bei seiner Entwicklung zu beobachten. Zugleich fällt beim Lesen aber auch auf, dass sich Forester seit seinen ersten Hornblower-Romanen ebenfalls weiterentwickelt hat. So wirken Hornblowers Selbstzweifel und Reflektionen hier viel lebensechter und nachvollziehbarer als bei den klassischen ersten drei Bänden.

Forester ist mit diesem Band ein würdiger Auftakt zur Hornblower-Reihe gelungen.

Speedy

 

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