Beiträge von AnobiumPunctatum

    Zitat von Deetjen

    Bei den Figurenherstellern hatte ich mich ebenfalls schon ein paar Stunden umgesehen; ziemlich umfangreiches aber irgendwie doch immer gleiches Angebot. Möglicherweise werde ich mir mal eine russische museale Organisation suchen, die bereit ist auf die vorherrschenden Sprachen "unserer" Zeit zu antworten. Angesichts der russisch-orthodoxen Kirche würde Latein wohl auch nicht viel weiterhelfen.

    Wenn Du möchtest, stelle ich Deine Frage zu den Unformen mal in "Geschichte in Miniaturen", einem Spezialforum für Figuren und Dioramenbau.

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    Wie die Decksbeplankung richtig verlegt wird, da glaube ich, das Anobium dir sicher weiterhelfen kann.
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    Sorry, aber bei russischen Schiffen muss ich passen. Ende des 17. Jh. und Beginn des 18. Jh. gab es mit Sicherheit holländische Einflüsse. Zu Beginn des 19. Jh. können auch englische, französiche aber auch schwediche Einflüsse vorhanden sein. Bei englischem Einfluß gibt es zwei gängige Beplankungsschemen das 3- oder 4-but shift system.


    Wenn Masten gebaut wurden, wurden diese mit Bändern gesichert. Da Russland reiche Holzvorkommen hatte, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Kuttermasten aus einem Stamm bestanden. Aber das sind Vermutungen.


    Die Lage der Sülls und die Beplankung sind abhängig von der Position der Decksbalken. Da Decksöffnungen (zumindest bei englischen Schiffen) in Plänen dargestellt wurden, lag die Größe fest und wurde normalerweise eingehalten. Die Planken wurden entsprechend angepasst. Zwischen den Sülls, die normalerweise in Schiffsmitte angeordnet waren, wurden Planken auch nicht gestückelt. Wurden Planken neben den Sülls zu schmal wurden entsprechend breitere Planken verwendet. Eine ähnliche Vorgehensweise findet sich auch bei der Rumpfbeplankung. Gerade über und unter den Stückpforten wurden breitere Planken verwendet, die entsprechend vorbereitet wurden.
    Im NMM gibt es einige wenige Pläne die das Beplankungssschema sowohl innen als auch außen anzeigen.

    Englische Brigantine für die Sophie ???


    Wenn ich mich richtig erinnere war die Sophie ursprünglich eine spanische Brigg, also muss ein spanisches Vorbild her. Soweit ich weiß, gibt es keinen Plastikbausatz, der geeignet wäre.


    Hatten wir nicht im alten Forum ein entsprechendes Forenprojekt? Hat jemand von Euch noch die Zeichnungen?

    Ich habe gerade im Paasch (von 1901) nachgeschlagen, dort wird der Begriff im Index nicht mehr erwähnt.


    Lt der Beschreibung oben, halte ich Vauxhall für einen Teil des Batteriedecks oder Großdecks, der von oben zugänglich war.

    Hi Oeli,


    Die Beplankung sieht sehr gut aus. gerade durch das geölte Holz wirkt das Modell sehr edel.


    Ist das vom Bausatz so vorgesehen, dass die Planken nicht sauber in der Spannung am Kiel enden bzw. dass am Übergang zum Kiel und den Steven dieser Absatz entsteht? Bei unseren großen Vorbildern gab es diesen nicht.

    Prima, Peter.
    Ich hoffe Du hast die Trunnion unterhalb der Mitte angesetzt. Sonst liegt dein Rohr zu tief in der Lafette.


    Brian Lavery gibt in "The Arming and Fitting of English Ships of War" verschiedene Bezeichnungen an. Um 1800 (aber auch schon eher) war das Rohr in 3 Teile aufgeteilt, von hinten inRichtung Mündung: first reinforcement, second reinforcement und chase. Dir großen Ringe werden entsprechend First bzw. Second reinforcement ring genannt. Auf dem chase sitzen zwei weitere Ringe die astragale heißen. Am muzzle astragal beginnt der Mündungsbereich (das muzzle). Das hintere Ende des Rohres wird Cascable genannt.


    Wenn ich Zeit habe, werde ich eine meiner Zeichnungen entsprechend beschriften. Dann sollte die Beschreibung deutlicher werden.

    Was ist denn bitte schön ein echter Modellbauer ???
    Jeder Modellbauer ist ein echter Modellbauer unabhängig von Material und Vorbildwahl. Und das ist auch gut so.
    Spaß am Bauen ist für mich das entscheidende Kriterium.


    Mir machen meine Holzprojekte, scratch nach Musuemsunterlagen genauso viel Spaß wie die Kartonmodelle, mit denen ich mich momentan vorwiegend beschäftige. Modellbau ganz ohne Recherche kann auch richtig entspannend sein, sich alleine auf seine Technik und das Material fokussieren, wie bei meinem kleinen Hafenkran ist auch Modellbau.

    Bei mir dauert es noch ein bischen, bis es weiter geht. Ich baue gerade an einem kleinen Hafenkran, um meinen Umgang mit Karton weiter zu üben.
    Neben meinen anderen Shipyard-Kits liegt jetzt auch die Mercury in meinem Stapel.


    Deine Baufortschritte sind prima. Wenn Du wie am Heck Brettchen hast, kannst Du die einzelnen Planken etwas hervorheben, wenn Du die Fugen mit einer Gravurnadel nachziehst.

    Nein, natürlich nicht. Der Hinweis war auch eher vorsorgend gemeint. Das Spantgerüst ist normalerweise schnell zusammengebaut, wenn die Holzteile vorbereitet sind. Es geht um die unzähligen Details eines solchen Schiffs. Da hast Du eine Menge handwerkliches Potential, welches Du noch nicht abrufst

    Und von Occre gibt es einen guten Bausatz des Schiffs. Ich bin zwar kein Freund der gewählten Holzsorten , das ändert aber nichts an der sorgfältig recherchierten Grundlage