Beiträge von AnobiumPunctatum

    Zitat

    Die Kielwasserlinie verläuft üblicherweise parallel zum Kiel - das ist sie hier aber nicht, wie man auf diesem Bild unschwer erkennt:

    Einspruch Euer Ehren. Diese Annahme ist falsch. Es gibt jede Menge Beispiele, dass die Konstruktionswasserlinie nicht parallel zum Kiel verläuft. Schau dir z.B. einfach nur einmal die Alert auf der Foto's von Klueni an. Die Baltimore-Klipper sind ein anderes Beispiel (Berbice).

    Es ist daher gar nicht unwahrscheinlich, dass dieses auch bei der Olymp der Fall war.

    Nach eineinhalb Jahren Pause ist es Zeit für ein kleines Update. Letzten Monat ist mein Einsatz in den Niederlanden und auch die Arbeit im Homeoffice zu Ende gegangen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich mal wieder auf das Büro freue.


    Zusätzlich habe ich mir im Sommer einen Traum erfüllen können und mir eine "kleine" CNC-Fräse gekauft.

    Da meine kleine Werft ab Ende des Jahres wieder ihren Betrieb aufnehmen kann, war es Zeit für eine Bestandsaufnahme.


    1. Maßstab

    Ursprünglich hatte ich geplant, das Modell im Maßstab 1/48 zu bauen. Mittlerweile tendiere ich jedoch dazu, in 1/36 zu arbeiten. Ich möchte gerne die Spantkonstruktion zeigen. Im kleineren Maßstab sind die Feinheiten und unterschiedlichen Stärken der Spanten nicht mehr zu zeigen. Nachteil dieser Entscheidung ist, dass der Rumpf rund 30 cm länger wird.


    2. Spantzeichnungen

    Beim Aussägen der Spanten von Hand bin ich ursrpünglich von einer Bautoleranz von +/- 1mm ausgegangen. Für die Spantsärke sind in der Literatur nur wenige Maße angegeben. Alle übrigen Werte müssen interpoliert werden. Bei der genannten Bautoleranz reicht es aus, die Linien mit einer Genauigkeit von +/- 2/10mm zu zeichnen.

    Mit meinem neuen Spielzeug kann ich deutlich genauer arbeiten und muss daher später weniger schleifen. Allerdings müssen die Zeichnungen die höhere Genauigkeit auch unterstützen. Also musste ich noch einmal zurück an mein CAD und meine Spantzeichnungen anpassen.

    Mittlerweile habe ich alle Parallelspanten neu gezeichnet:


    Nach Fertigstellung der Kantspanten, kann ich anfangen, die Bauteilzeichnungen für die CNC-Fräse abzuleiten.


    3. Nebenprojekte

    Das Thema ist eigentlich meine größte Baustelle. Ich habe zu viele Modelle und Projekte im Kopf. Daher neige ich dazu mich bei Problemen ablenken zu lassen und einfach an einem anderen Modell weiter zu arbeiten. Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, aber ich habe alle Nebenprojekte eingemottet oder auch rückgebaut.
    Anders werde ich es wohl nie schaffen, mein Traummodell fertig zu stellen.


    Soweit für heute. Ich hoffe ab Januar wieder regelmäßig über den Bau berichten zu können.

    Natürlich kann Oeli das Deck bauen, wie es ihm gefällt. Ich habe lediglich gescghrieben, dass es nicht mein Fall ist.

    Die Diskussion, die hier gerade entsteht, verstehe ich abslout nicht.

    Welchen Sinn hat ein Baubericht, wenn man seine Meinung nicht mehr kundgeben oder evtl. Denkanstöße geben kann. Was der Modellbauer umsetzen möchte ist ihm selbst überlassen. Ich erwarte ja schließlich auch von niemanden meine Art das Hobby zu betreiben, gut zu finden oder nachvollziehen zu können.

    Ich hatte eine Idee ob man die Kalfaterung evtl. mit einem feinen Bleistift andeutet:hmm:.

    Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Die Kalfaterung ist doch schon durch die Lasergravur vorhanden. Da musst Du gar nichts mehr machen.

    Mal ehrlich, Modellbau soll Spaß machen [...]

    Ganz meine Meinung

    Meine Anmerkung soll auch nicht als Kritik an oeli verstanden werden.

    Der Nachteil ist der vollständig gleichmäßige Verlauf der Maserung über die gesamte Fläche. Diese kann man mit dem Deck nicht kaschieren. Ich frage mich warum der Hersteller nicht einfach die Planken einzelnen lasert. Dann kann man das Deck später zusammenbauen. Die Laserkanten geben eine gute Kalfaterung und vom angesprochenen Nachteil ist nichts mehr zu sehen. Gerade bei kleinen Modellen, die auch gebogene Decksplanken haben, hat ein Laser einen Vorteil.


    Peter_H

    Wie Du unschwer an den Tags erkennen kannst, sind alle Projekte momentan auf Eis gelegt. Das wird leider auch noch eine ganze Weile so bleiben. Bevor es weiter geht, muss ich mich erst mit meinem neuen Spielzeug richtig vertraut machen.

    Auf der Suche nach den Abmessungen von Fässern bin ich durch einen Thread auf MSW weiter gekommen.

    Auf der englischen Wikipedia gibt es zwei Artikel: English Wine cask units und English brewery cask units. (Auf den Suchbegriff cask unit wäre ich nie gekommen) Interessant finde ich, wie sich die Definition im Laufe der Zeit verändert hat.

    Für die HMS Victory hat der Curator Mr. Andrew Bains folgende Anaben gemacht:

    In der Reihenfolge der Werte: Durchmesser am Kopf, in der Mitte (bilge?) und Höhe


    Barrel 1' 9" 2' 1" 2’ 7”

    Hogshead 1’ 11” 2’ 4” 3’ 0”

    Puncheon 2’ 1” 2’ 4” 3’ 5”


    Auf dieser Buchseite gibt es auch einige Infos zur Fassgröße und ihrem Inhalt.


    Mit den Angaben kann ich meinen kleinen Test starten. Danke für Eure Hilfe

    Hallo zusammen,


    ich suche Informationen zu den Abmessungen von Fässern (Wasser, Pulver, andere Vorräte) etc. wie sie auf Schiffen unserer Zeit (1770-1815) gelagert wurden.

    Kennt jemand von Euch eine entsprechende Quelle oder hat diese Maße für mich?

    Welche anderen Formen der Aufbewahrung gab es, z.B. Käfige für Geflügel?

    Hast Du für das Rohr auch ein Wappen? Das kleine Modell sieht wirklich prima aus.


    Die Öse wurde für englische Geschütze von Blomfield nach den amerikanischen Unabhängigkeitskriegen eingeführt. Ich müsste mal nachschlagen, ob sie auch 42 Pfdr. gebaut haben.

    Die Victory hatte auch einmal welche älteren Typs. Letzten Endes haben sich bei den Engländern die 32 Pfdr. als effektiver erwiesen, da die Feuergeschwindigkeit höher war.

    ... aber für mich auf Grund des Aufwandes eher ein Grund zur Abschreckung, von der Art dieses Modellbaus Abstand zu wahren ...

    Gibt es auch einen "Gefällt mir nicht" Button? :wink2:


    Spaß bei Seite.

    Jede Art des Modellbaus hat ihre Herausforderungen und ihren Aufwand. Aus allen Materialien kann man schöne Modelle bauen. Auch wenn ich seit Jahren nichts mehr in Plastik gebaut habe, habe ich noch zwei, drei klassische Bausätze, die ich schon einmal als Jugendlicher zusammen geklebt habe, zu Hause liegen.

    So lange ich mit Holz arbeiten kann, bleiben sie allerdings im Keller.