Beiträge von Francis Drake

    Rolf Seelmann-Eggebrecht hat jedenfalls angekündigt, dass es auch ohne ihn nächstes Jahr wieder eine Übertragung geben wird. Den ersten Teil des Konzerts kann man sich ja wenigstens live im Radio anhören. Die BBC-Fassung heute nacht habe ich jedenfalls einprogrammiert. Dieses Jahr hat mir das komplette Programm gut gefallen. Und zumindest war das Highlight der Fantasia over British Seasongs von Sir Henry Wood wieder dabei. Und dass es mit Jonas Kaufmann ein deutscher Tenor war, der "Rule Britannia" sang, ist doch ein Zeichen der Versöhnung, oder?

    Ich bin jezt gerade in der Mitte der zweiten Staffel (auf BD und auf englisch). Erstaunlich, wie sich wieder ein Spannungsbogen aufbaut, obwohl ja eigentlich die Auflösung da ist. Die erste Staffel von DVD auch auf englisch hat uns absolut angefixt. Das erstaunlichste an der Serie ist meines Erachtens, dass es keine Figur gibt, mit der man sich so einfach identifizieren möchte. Eigentlich hat in Broadchurch jeder eine mehr oder weniger große unsympathische Seite. Dabei sind aber alle Figuren glaubhaft. Eine absolute Kultserie.

    Heute auf HR2 um 14:00 Uhr kommt ein weder historisches, noch maritimes Hörspiel. Das Buch kam in unserer Quiz-Ecke schon mal vor, deshalb poste ich das hier: "Das Peters-Prinzip", wobei ich nicht weiß, wie man ein Sachbuch zum Hörspiel bearbeitet. Bin gespannt.

    Eine schöne Zusammenstellung. Danke. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die amerikanische Presse Auseinandersetzungen, bei denen die Indianer siegreich waren, es zu erheblichen Verlusten bei den US-Soldaten kam, in der Regel als Massaker bezeichneten, selbst wenn die Indianer eindeutig angegriffen wurden (z. B. Little Big Horn), während der Überfall auf wehrlose Indianerdörfer meist als siegreiche Schlachten gefeiert wurden.


    Interessant ist die Theorie des Autors H. J. Stammel, die sich soweit versteigt, dass die Niederlage am Little Big Horn von amerikanischer Seite beabsichtigt gewesen sei, um die Black Hills im Interesse der Eisenbahngesellschaften in Besitz zu nehmen. Schon die Expedition von 1874 sei merkwürdig: Custer habe Gold gefunden, wo danach keines mehr gefunden wurde, und die Nachricht über den Goldfund wurde über einen öffentlichen Telegrafen und nicht über die normalen dienstlichen Kanäle weitergeleitet. 1876 habe General Crook das gleiche Ziel gehabt wie Custer. Bei der Schlacht am Rosebud River sei er so geschwächt worden, dass er sich zurückziehen musste: von seinen über 1000 Mann waren 10 gefallen und 21 verletzt. Die Verschwörungstheorie postuliert nun, dass Crook nur einen Vorwand brauchte, um befehlsgerecht wieder den Rückzug anzutreten. Custers Verhalten wäre anders zu bewerten, wenn er davon ausgegangen wäre, dass Crook seinen Angriff unterstützt.


    Wie alle Verschwörungstheorien hat die einige logische Fehler. Ich gehe davon aus, dass ein kontertierter Angriff von zwei Seiten nur unternommen wird, wenn über Kundschafter Kontakt miteinander aufgenommen wurde. Wie bei allen Verschwörungen mit vielen Eingeweihten ist es unwahrscheinlich, dass alles geheim bleibt und keine verräterischen Dokumente auftauchen. Wahrscheinlicher ist, dass Custer, gerade weil er vermutete, dass Crook von Süden kommt, übereilt und selbstüberheblich angegriffen hat, um den Ruhm des Siegs alleine einzuheimsen.

    Nach kurzter Unterbrechung durch die Urlaubslektüre (Der goldene Esel von Apuleius und einer Art Kultbuch) geht es weiter in unserer Zeit:
    "Krieg und Frieden" von Lew Tolstoi. Man sollte sich nicht vom Umfang des Werkes und diversen Vorurteilen abhalten lassen. Extrem lesenswert.

    Was auch noch abrufbar ist, ist der Abschluss der Hörspielserie "The Stuarts" von Mike Walker. Ist zwar nicht maritim, aber eindeutig historisch und Mike Walker setzt die Geschichte spannend und gekonnt um. Von ihm gab es schon die Plantagenets von Henry II bis Richard III. "The Stuarts" fing mit Mary Stuart, Queen of Scots, an. Die jetzt abrufbaren Teile spielen von der Glorious Revolution über Bonnie Prince Charlie bis zum letzten Spross des Hauses Stuart.
    Die vorhergehenden Teile hatte ich aufgenommen, als die liefen.


    http://www.bbc.co.uk/programmes/b036f9v7/episodes/player

    Und erneut zwei BBC-Hörspiele, die man sich anhören kann, zwar nicht maritim aber unsere Zeit:
    Waterloo - The Ball in Brussels von Mike Walker, einem Autor der von historischen Stoffen über Literaturadaptationen bis zu Science Fiction hervorragende Hörspiele geschrieben hat. Für vier Wochen nachhörbar unter:
    http://www.bbc.co.uk/programmes/b05y0p8v


    Eine Wiederholung ist ein Hörspiel von Anthony Burgess, dem Autor von Clockwork Orange:
    Napoleon Rising. Das handelt von dem Aufstieg des Offiziers Napoleon Bonaparte. Auch sehr gut:
    http://www.bbc.co.uk/programmes/b01p2q2c

    Habe gerade einen phantastischen Konzertabend hinter mich gebracht. Ein wahrhaft maritimes Ereignis. Eines meiner LIeblingsstücke und -für mich- eine Neuentdeckung. Das ORSOsymphonic spielte zunächst Debussys La Mer und dann gab es die Sea Symphony von Ralph Vaughn Williams.Absolut beeindruckend.

    Wiederum nicht maritim, aber auf deutsch und von C. S. Forester: einer seiner Krimis "Tödliche Ohnmacht" als Hörspiel auf Deutschlandradio Kultur am 18.05.15 um 21:30 Uhr. Vielleicht interessiert es den einen oder anderen.

    Ich kenne die beiden Bücher als gut gemachte BBC-Hörspiele. Forester hat tatsächlich wunderbare Krimis geschrieben. Und morgen, 18.05.2015, kommt um 21:30 Uhr auf Deutschlandradio Kultur eine neue Hörspielproduktion von tödliche Ohnmacht. Werde ich wohl auch aufnehmen.

    Habe mir gerade das BBC-Hörspiel "Beyond Endurance" angehört, genau über die Expedition. Das Durchhalten der Mannschaft auf Elephant Island, bis schließlich doch die Hilfe kommt, als sie kaum noch erwartet wurde. Das Hörspiel gibt der eigenen Vorstellungskraft viel Raum und ist wahrscheinlich beeindruckender als eine Verfilmung.

    Das ist zwar überhaupt nicht maritim, hat mich aber bei der Erstausstrahlung um Weihnachten absolut begeistert; und es ist jetzt mit allen sechs Teilen für die nächsten knapp drei Wochen abrufbar:
    "Good Omens" von Terry Pratchett und Neil Gaiman.
    Die Mächte des Guten und des Bösen rüsten sich zum Weltuntergang und ein Engel und ein Teufel tun sich zusammen, um genau dies zu verhindern. Die beiden Autoren haben in der ersten Folge auch einen kleinen Cameo-Auftritt. Also noch eine Möglichkeit die Stimme des inzwischen verstorbenen Terry Pratchett zu hören. Macht richtig Spaß:
    http://www.bbc.co.uk/programmes/b04knt4h

    Wiederum hier unter der Überschrift Film und Fernsehen ein paar Hinweise auf das Medium Radio. Immer wieder gibt es Hörspiele im Radio mit marinehistorischen Inhalten, häufiger allerdings im BBC auf englisch als in den deutschsprachigen Sendern.


    BBC brachte gerade "Beyond Endurance" über die Shackelton-Expedition. Inzwischen sind die Hörspiele vier Wochen lang nach der Ausstrahlung im Netz nachzuhören. Das Shackelton-Hörspiel unter:
    [links]http://www.bbc.co.uk/programmes/b05pnvq9[/links]


    Eine Wiederholung ist Stevensons Kidnapped, der erste Teil auch nur noch bis morgen abrufbar:
    [links]http://www.bbc.co.uk/programmes/b01c7rym[/links]


    Ebenfalls Wiederholung ist "Black Bartelmy's Treasure" von Jeffrey Farnoll, eine wilde Piratengeschichte, die nichts auslässt was das Genre hergibt. Kommt nächsten Samstag um 6:00 Uhr britische Zeit. Das ließe sich dann auch mit dem dradio-recorder aufnehmen. Ab Samstag dann abrufbar unter
    [links]http://www.bbc.co.uk/programmes/b007jwdn[/links]