Beiträge von Francis Drake

    Ich bin mir nicht sicher ob der Tipp hier besser aufgehoben ist oder in der Bibliothek.

    Die für ihre exqusiten, aber nicht ganz preiswerten, Ausgaben bekannte Folio Society im Vereinigten Königreich hat zu einem stolzen Preis folgende Ausgabe im Angebot:

    Shackleton’s Antarctica
    Commemorating the centenary of Ernest Shackleton’s death, The Folio Society brings together The Heart of the Antarctic and South – thrilling accounts of his…
    www.foliosociety.com

    Wäre schon schön, aber zu dem Preis kommt noch ein erhebliches Porto und jetzt leider auch noch Zoll drauf (wie ich leidvoll bei anderer Bestellung erfahren musste). Aber immerhin kann man es bestellen, wenn man es sich leisten kann.

    Ergänzend gibt es:

    Shackleton’s Boat Journey
    A story of tremendous courage and endurance, related first-hand by Frank Worsley, this stunning Folio Society edition of Shackleton's Boat Journey includes…
    www.foliosociety.com

    Also mir ist das ganze Marvel-Universum fremd. Konnte schon mit den Comics nichts anfangen. Den Doctor Strange-Film fand ich zunächst ganz gut (immerhin Benedict Cumberbatch), aber ein zweites Mal hätte ich ihn nicht sehen dürfen. Die Story ist doch recht dünn. Und wenn es zu DC kommt, ist Batman eher meins. Auch Superman brauche ich eigentlich nicht.

    In dem Zusammenhang habe ich mich gefragt, wo das Topos vom maskierten Helden eigentlich herkommt, der eine langweilige Alltagsexistenz führt. Und der Urvater all dieser Figuren ist Scarlet Pimpernel, von Baroness Orczy 1903 erfunden, spielt zu "unserer Zeit", bzw. kurz davor während der französischen Revolution, danach kamen erst Zorro (1919) und The Scarecrow alias Dr. Syn (1915).

    Bis 1715 gab es noch den erblichen Titel des Earl Marischals. Die Keith Familie hatten diesen Posten inne. 1715 wurde er dann abgeschaft, da der letzte Inhaber am Jakobitenaufstand teilgenommen hatte. Die Aufgabe ist mir nicht klar geworden.

    Der Earl Marishal war für die Sicherheit der Kronjuwelen, der Reichsinsignien und die persönliche Sicherheit des Königs verantwortlich.

    Wenn die Reichsinsignien seine Hauptaufgabe waren, kann zusätzlich ein Grund für die Abschaffung des Amtes sein, dass die schottischen Reichsinsignien ja "weg" waren. Schon von 1651 - 1660 waren sie aus Edinburgh Castle geschmuggelt und in der Old Kirk von Kineff vergraben worden, um sie vor Oliver Cromwells Roundheads zu schützen und ab 1707 waren sie in einer verschlossenen Kiste in einem zugemauerten Raum versteckt und wurden erst 1818 von Sir Walter Scott wiederentdeckt.

    Aktuell ist offenbar eine Expedition unterwegs, um das Wrack der Endurance zu finden:

    Shackleton's Endurance: The impossible search for the greatest shipwreck
    The latest bid to find Antarctic explorer Ernest Shackleton's lost polar yacht is set to get under way.
    www.bbc.com

    2019 ist eine Expedition wohl gescheitert, weil das unbemannte U-Boot Hugin-AUV verloren ging und mit ihm die aufgezeichneten Daten. Jetzt sollen zwei Saab-Sabertooth eingesetzt werden, die Filmaufnahmen und Daten in Echtzeit an die Oberfläche senden.

    Auf HistoryHit wird es wohl einen Podcast geben über Endurance22:

    ENDURANCE22: Dan Sets Sail for Antarctica!
    The expedition has begun and Dan is here to answer your questions about all things Endurance22, the expedition to find Shackleton’s lost shipwreck! For the…
    play.acast.com


    Und das British Film Institute hat die Filmaufnahmen von Frank Hurley neu remastert, mit einem Soundtrack hinterlegt und diese Version wird aktuell in britischen Kinos gezeigt. Wird wohl auch auf Blu Ray erscheinen:

    South: Sir Ernest Shackleton’s Glorious Epic of the Antarctic
    In cinemas 28 January 2022.
    www2.bfi.org.uk

    "Imperium" von Christian Kracht habe ich inzwischen zu Ende gelesen. Es ist tatsächlich ein interessantes Buch, sprachlich und erzählerisch sehr gut. Nur an ganz wenigen Stellen bin ich über die Wortwahl gestolpert, insbesondere dann, wenn es um die Schiffsreise ging, die die Hauptfigur August Engelhardt in die Südsee bringt (bewusste "Stolpersteine" oder schlicht Unkenntnis der nautischen Sprache? Ich weiß es nicht). Engelhardt, Gouverneur Hahl, der Pianist Lützow und Queen Emma sind historische Figuren. Engelhardt hat tatsächlich auf der Insel Kakabon in Deutsch Neu-Guinea eine Aussteigerkolonie und eine vegetarische "Religion" gegründet, die grandios scheiterte. Kracht verknüpft das aber zu einer rein fiktiven Handlung, die das Totalitäre in solchen dogmatischen Bewegungen aufzeigt. Immer wieder werden Parallelen zu einem anderen Vegetarier aufgezeigt, der im 20. Jhd. Unglück über Deutschland brachte.

    Nein, ich auch nicht. Aber ich habe vor einigen Jahren von Cooper "The Pilot" und "The Red Rover" gelesen. Das sind ebenfalls hervorragende maritime Romane von Cooper. Ich wollte die schon seit langem in dem Thread "Andere maritime Autoren" vorstellen. Vielleicht schaffe ich das demnächst noch.

    Den ersten Teil habe ich auf dem Live-Stream von BBC Radio 3 gehört. Die deutschen Klassiksender haben dieses Jahr offenbar nicht live übertragen. Teil 2 war auf 3sat zwar als live eingeblendet, war aber wohl zeitversetzt. Aber ja, es war sehr schön!

    Gerade beendet habe ich die Lektüre von "A Narrative of Arthur Gordon Pym" von Edgar Allan Poe. Sehr viel maritimer als ich es dunkel in Erinnerung hatte. Aber weiterhin ein merkwürdiges Buch. Die Handlung folgt dem Motto: "schlimmer geht immer". Und das Ende ist mindestens so schräg wie ich es in Erinnerung habe.

    Zur Erholung gibt es jetzt "Imperium" von Christian Kracht. Ist aber auch etwas seltsam. Werde weiter berichten.

    Stendhal , mit richtigem Namen Marie-Henry Beyele. 23 Januar 1783 in Grenoble geboren , 23.März 1842 in Paris gestorben. Französischer Schriftsteller, Militär und Politiker . Zu seiner Zeit eher als Journalist , Kritiker und Essayist bekannt. Heute gilt er als einer der frühesten Vertreter des Literarischen Realismus. Falls den jemand von euch kennt.

    Aus seinen gesammelten Werken lese Ich gerade zur erholung von Perry Rhodan " Die Kartause von Parma "

    1839 geschrieben in einer Übersetzung von Arthur Schurig von 1921 in der Gesamtausgabe als EBook , ebenfalls 1921 von Friedrich von Oppeln Bronikowski. liest sich etwas sperrig aber gut. spielt während der Koalitions oder auch Napoleonischen Kriege, beginnt 1796 in Mailand und endet nach 1815 im zweiten Teil mit dem Satz " To the Happy Few "

    Beide Stendhal-Werke, die Kartause und Rot und Schwarz habe ich mit Genuss gelesen. Die Kartause wäre wohl zur erneuten Lektüre drangekommen, wenn mein bevorstehender Urlaub uns nach Oberitalien und nicht an den Bodensee geführt hätte. Die Kartause habe ich in der Ausgabe des Winkler-Verlags, Rot und Schwarz die Neuübersetzung bei Hanser.

    Zitat von August Lafontaine: Quinctius Heymeran von Flaming

    Schon das Motto dieses Romans könnte zur Vorrede dienen; allein da Latein nicht aller Leser Sache ist, noch ein Paar Worte zur Erklärung desselben.

    Unsere Zeiten sind, bis auf einige Kleinigkeiten, recht hübsch. Eine dieser Kleinigkeiten ist ein unerträglicher Egoismus, dessen Mutter Unwissenheit, und dessen Glanz ein Paar Dutzend Worte sind, bei denen die Meisten, die sie am häufigsten im Munde führen, am wenigsten denken. Da blättert der Jüngling, der denken lernen sollte, ein Paar Journale durch, greift alles Paradoxe auf (und das Meiste, das Einfachste scheint ihm paradox, weil er es nicht versteht); übertreibt alles, was er liest und hört; ermüdet die Ohren aller Menschen mit den stolzen Wörtern: Weltbürgersinn, Freiheit, Gleichheit, Kritik der Moral, Kritik des Kriminalrechts, der Vernunft, Kritik der Kritik, Hyperphysik, Unglaube, Philosophie, objektive und subjektive Wahrheit, erkennbar, reine Vernunft, Menschen-Racen, und so weiter; redet ewig von allgemeinen Kenntnissen, und ist höchst einseitig und langweilig; von Principien, und kann noch nicht Eine Sprache reden; athmet endlich in einem ganz gewöhnlichen Leben thatlos und gedankenlos fort, und – was der Eitle am wenigsten glaubte – stirbt unbedauert und unbekannt.

    Dies Buch soll ein Spiegel für diese Art junger Herren seyn; auch können es, denke ich, noch Andre, als diese, zum Spiegel gebrauchen.

    Projekt Gutenberg hat drei seiner Werke zu bieten, davon zwei seiner bekanntesten, den hier zitierten Flaming und Klara du Plessis und Klairant. Wenn ich mir dieses Vorwort anschaue, muss ich feststellen, dass sich die Menschheit in den letzten 200 Jahren bis auf Rechtschreibung und teilweise die Wortwahl kaum verändert haben, auch wenn wir das nicht wahrhaben wollen.

    Und ich habe den Flaming in der schönen Ausgabe der Haidnischen Alterthümer von Zweitausendeins im Regal. Muss ich auch noch lesen. Schließlich hat Arno Schmidt den auch empfohlen.