Beiträge von Capt.Guy Nelson

    In der "Kapitulation von Santa Fee" (Kapitulation im Sinne v. Vertrag) zwischen Christoph Columbus und den Spanischen Majestäten Ferdinand und Isabella steht:


    "Cristobal Colon wird Vizekönig der von ihm entdeckten Länder werden, mit dem Recht, zum Gouverneur jeder Insel oder Provinz drei Bewerber vorzuschlagen, unter welchen die Krone einen auswählen wird."


    Es heißt wörtlich - der von ihm entdeckten Länder - nicht etwa - der Länder die er entdecken wird.


    Ob er vielleicht schon mal dort war?


    Dazu gibt es verschiedene Thesen, woher die Familie Colon stammte. Da Columbus nach den Berichten blond war und blaue Augen hatte, wird zwar seine Geburt in Genua angenommen, aber die Familie soll eingewandert sein. Die Annahmen gehen von einem Bastardzweig der portugiesischen Königsfamilie zu einer Familie Scotto, später Collona genannt, die ein Zweig der schottischen Douglas sein soll, bis zur Annahme er sei 1451 bei Bergen in Norwegen als Christopher Bonde geboren worden. Napoleon versuchte ihn in Colvo auf Korsika einzugemeinden. Israel wollte sogar schon einen spanischen konvertierten Juden aus ihm machen.


    Nun muß man wissen, dass schon vor Columbus Europäer nach Westen segelten. Bretonische Fischer segelten schon 100 Jahre vor ihm zu den Neufundlandbänken und hielten die reichen Fanggründe natürlich geheim. Ein schottischer Ritter war offenbar 70 Jahre zuvor schon an die nordamerikanische Küste gelangt und zurückgekehrt, ebenso irische Mönche unter St. Brendan weiter im Süden, denn deren Bericht erzählt von Vulkanen. Dann natürlich die Sagas von Leif Erikson. Um 1470 sollen Basken hinüber gesegelt sein. Columbus zweite Frau (Geliebte) Beatriz Enriquez de Arana, war Baskin.
    Ein gelehrter Mann wie Columbus könnte an Berichte davon geraten sein und seine eigenen Schlüsse gezogen haben.


    Es heißt auch, die Templer hätten bei der Vernichtung des Ordens 1307 ihre sagenhaften Schätze mit ihrer Flotte nach Westen verschifft. Die Tempelritter wurden nicht überall ausgelöscht, z. B. nicht in England und Schottland, und in Portugal und Spanien gründeten sie den "Christusorden", der wie sie ein Tatzenkreuz führte, nur rot umrandet statt rot ausgefüllt. Columbus führte dieses Kreuz auf der "Santa Maria" im Segel. Interessant: Columbus erste Frau, Dona Felipa Perestrelo e Moniz war die Nichte des Großpriors des portugiesischen Christusorden.


    In der Gegenwart versucht man durch DNA-Analysen zu bestimmen, wer Columbus war und woher er stammte. Leider wurde er mehrfach umgebettet. Erst in der Kathedrale von Sevilla, dann durch seinen Sohn Diego gemäß Columbus Wunsch in Santo Domingo. Als die Franzosen Santo Domingo eroberten, in der Kathedrale von Havanna, zuletzt wieder in Sevilla.
    In Sevilla fand man nur 150 Gramm Knochenmasse. Die Erlaubnis, das Grab in Santo Domingo zu exhumieren, wurde schon mehrfach erteilt und wieder zurückgezogen.
    Die Suche geht also weiter.

    Bernhard Cornwell lässt grüßen.


    "Ich bin Uthred, Sohn des Uthred, welcher ein Sohn des Uthred war. Bebbanburg ist mein."


    Auf Netflix sind zur Zeit zwei Staffeln zu sehen.
    Mit guten Darstellern, viel Humor und noch mehr Dreck kommt Atmosphäre auf.
    Obwohl ich es Anfangs dachte, wirkt es nicht wie ein Ableger von "Vikings".
    Die erste Staffel enthält die Bände "Das letzte Königreich" und "Der weiße Reiter".
    Die Zweite die Bücher "Die Herren des Nordens" und "Schwertgesang".


    Man hat sich so gut wie möglich an Cornwells Vorlage gehalten, die Charaktere sind wie beim Autor vielschichtig angelegt und nicht nur schwarz-weiß gezeichnet.
    Ein Seh-Vergnügen.


    Mein Kritikpunkt: Warum müssen Helden immer so verboten gut aussehen?

    Modellschiffe haben den Nachteil, dass man das Medium, auf dem sie sich bewegen sollen, nämlich das Wasser, nicht auch im gleichen Maßstab verleinern kann. Dadurch ist das Bild aus unterschiedlichen Maßstäben zusammengesetzt und wirkt zwischendurch immer wieder unnatürlich.

    Mein lieber Cunningham, da einigen wir uns freundschaftlich.
    Solange genug Rum da ist, sind wir alle und auch unsere Uniformen einheitlich blau.


    PS. Der Erste , der gemerkt hat, dass mein Avatar eine Ami-Kluft trägt. Respekt!
    Hab ihn eigentlich gewählt, weil der mir aus der Geschichte bekannt Captain genauso wie ich ein fröhlicher kleiner Dicker war.

    Versuchen wir einen ersten Plot des Drehbuchs:


    Als Erstes erscheint die Karte der Karibik vor uns, jenem großen blauen wunderschönen Meer. das im Westen und Süden von Mexiko und Lateinamerika, und im Norden und Osten von dem Bogen der Inselkette von Kuba, Hispaniola und den Antillen begrenzt wird.
    Fahren wir von hoch hoch oben langsam hinab auf die glitzernde See, die von einem Gewirr von grünen Inseln mit herrlichen Sandstränden, Kokosnüssen, Bacardi-Rum und sexy Maiden belebt wird, sausen im Tiefflug über die blauen Wasser und dann erscheinen sie in Großaufnahme:


    Die aufgehende Sonne im Rücken, mit in der Morgenbrise flatterndem Union Jack und zu den Klängen von "Rule Britannia", die leise und erhaben das Tagesgrauen durchklingen, pflügt eine lange doppelte Reihe von 74gern, mit einen mächtigen 100-Kanonen-Dreidecker in der Mitte der Luvlinie gemessen durch die sonnenhellen Wogen, umwuselt von geschäftstüchtigen Fregatten und Sloops, die stolz unter vollen Segeln durch die lange Dünung stampfen, und dem Zickzackkurs nach zu urteilen, den sie steuern, kann es nur um die Flotte von Admiral Richard Howe handeln, die Jamaika ansteuert.
    Ja, er hat seinen Flottenakt ins Rollen gebracht, der brave alte Seebär, und überaus zufrieden ist er jetzt, während er über sein Achterdeck stampft und dem Mann seines Vertrauens, Captain Cunningham, gratuliert, daß er sie mit so großem Geschick nach Port Royal navigiert hat.
    Es ist zwar nicht ganz die Küste von Jamaika, wie er sie Erinnerung hat, aber natürlich spielt einem das Gedächtnis seltsame Streiche....hm, sind wir beim letzten Mal nicht von Süden nach Norden nach Kingston Bay hineingefahren statt umgekehrt? Und eine Menge Kriegschiffe sind schon da, komischerweise zeigen sie die spanischen Farben, ein Höflichkeitsbesuch vielleicht, sonderbar, das.....


    "Und Salut schießen sie auch", stellt er beiläufig fest, als von den Geschützen des nächsten Spaniers Rauch aufsteigt. " Na, das nenn ich mir höflich. Wenn auch verflucht unvorsichtig," setzt er hinzu, als eine glühendheiße Kanonenkugel eine rauchende Furche in das Deck pflügt und die Heckreling zertrümmert.
    " Ihr dort, Sir, Don-Wie-auch-immer-zum-Teufel-ihr-heißt!" brüllt er zu den näher kommenden Schiffen hinüber, " wisst ihr nicht, daß man die Kugeln aus den Kanonen nimmt, bevor man Salut entbietet? Wir hätten ja Schaden nehmen -........."
    Sein Protest geht unter in einer donnernden Breitseite, die sein Flaggschiff von vorne bis achtern übel zurichtet.


    Die Spanier haben, nachdem sie sich von ihrer momentanen Verwirrung beim Anblick der britischen Flotte erholt haben, erkannt, dass ein schneller und abgefeimter kastilianischer Erstschlag angebracht ist, schnell ihr Schiffe ankerauf gehen lassen und ziehen jetzt mit Kanonendonner und Trompetengeschmetter, glitzernden silbernen Segeln und wehenden rotgoldenen Bannern in die Schlacht, indes ihre Commandantes hastig einen letzten Pokal Malaga leeren und sich die Schnurbärte wischen
    Prompt springen die braven wackeren britischen Teerjacken mit dem obligatorischen "Düwel ock!" und dem nicht minder treffenden "Dammi noch mol!" auf ihre Posten, unterdessen ihre Offiziere sie zur Eile antreiben, und niemand macht sich lauter Luft als Admiral Howe persönlich, als er sich das heillose Durcheinander auf seinem Poopdeck ansieht, schnell beiseite tritt, um einem umstürzenden Besanmast zu entgehen, und mit Donnerstimme fragt:
    "Zum Teufel mir euch, Cunningham! Seid ihr sicher, dass das da vorne Port Royal ist?"


    Rasch beugt sich der alte Seebär über die Reling - er kennt aus Erfahrung das beste karibische Nachrichten- und Informationsystem, die Bumbootverkäufer!
    "Wo sind wir? Was? Havanna! Hunderttausend blutige Höllenhunde! Cunningham, wie konnte das passieren? Kein Wunder, dass die Dons sich angemacht fühlen!"
    Captain Cunningham spreizt die Arme, kaut auf den Enden seiner Perücke und murmelt, schuld daran sein nur dieses verdammte metrische System, das bringe alles durcheinander, Zoll sei Zoll, und Fuß sei Fuß, Britannien hätte sich nie und nimmer mit diesem kontinentalen Unsinn mitsamt der EU einlassen dürfen, ein Brexit müsse her um das Empire zu retten.
    Und Admiral Howe erhebt seine Kanonendeckstimme zu einem hurrikanartigen Brüller:
    "Zum Teufel mit den Torpedos! Ran an den Feind!"


    Die große Seeschlacht zwischen Admiral Howes Flotte und den Dons nimmt ihren unvermeidlichen Lauf, und wenn wir sie ihnen nicht in voller Länge zeigen, dann nur, weil wir unser Budget im Auge behalten müssen, und viel verpassen Sie eh nicht.
    Tatsache ist, dass sie den ganzen Tag in dichtem Rauch blindlings herumballern, nur um dann, als der Rauch sich verzieht, festzustellen, dass sie die ganze Zeit über entgegengesetzte Richtungen anvisiert und Munition in leeres Wasser verschossen haben (wir wollen für bessere Einnahmen schließlich Jugendfreigabe erreichen).
    Woraufhin sich der spanische Admiral besinnt und zu der Erkenntnis kommt, dass er sich, nachdem er den Briten nicht fünfunddreissig zu eins überlegen ist, in einer Situation historischer Vergeblichkeit befindet und keine andere Wahl hat, als sich die Haare zuraufen, seine Untergebenen zusammenzustauchen und die Flagge zu streichen, bevor er mit würdevoller ausländischer Höflichkeit seinen Degen einem völlig perplexen Admiral Howe überreicht und sich mit allen Streitkräften bedingungslos ergibt.
    Und der Ärger Howes, dass er Hunderte von Meilen vom Kurs ab ist, metrisches System hin oder her, wird gemildert durch die Eroberung Kubas und die Peerage, die dafür Zuhause auf ihn wartet. Tatsächlich stimmt es ihn so milde , dass sogar für den ungeschickten Cunningham noch der Bath-Orden abfällt.


    Soweit für den ersten Teil und versäumen Sie nicht unsere Fortsetzung, wenn Sie den verdienten Captain McTotty sagen hören:
    "Was soll das heißen, der Whisky ist alle!?"

    Ich mag die running gags wie das Räuspern von Horry, und die wiederkehrenden immer höher werdenden Wetten


    "Ich wette, morgen sind wir alle tot!"
    "Wieviel wollen Sie wetten?"
    "20 Schilling!"
    "Top! Wem soll ich das Geld schicken, wenn Sie gewinnen?"



    Einziger Kritikpunkt für mich sind die zerschossenen Stengem, die komischerweise kerzengerade abgesägt von oben kommen 8o

    hier die wiki-Erklärung über die Schiffe/Modelle:
    In fünfmonatiger Arbeit war aus einem alten Schiffsrumpf das Segelschiff Lydia gebaut worden, das unter Wind bis 18 Knoten segeln konnte. Für den Film wurden zwei voll aufgetakelte Schiffe und drei weitere beinahe vollständige Schiffe eingesetzt. Am Bau der Schiffe wirkte Ken Adam überwiegend mit. Für die Dreharbeiten auf den Schiffen wurden Nachbauten verschiedener Schiffsdecks eingesetzt.

    Man hat die "Hood" aber als zu stark gepanzert programmiert.
    So, wie sie nach einem kriegsbedingt nicht stattgefundenen Umbau gedacht war.
    Für 99.-€ Premium ist mir so ein Fehlgriff zu teuer.

    Hab nun etwas reingeblättert und muß es loben.
    Dank meines mir zustehenden Ranges eines Post-Captain wird die Sammlung hiermit für den Dienstgebrauch freigegeben. :stp:
    Widerspruch wird mit drei Dutzend geahndet. Punkt.


    G.Nelson , Capt RN nav6