Literatur April 2017

Literatur-Vorstellung April 2017:

Dudley Pope – Ramage und das Diamantenriff

Ende 1803 traf Kommodore Samuel Hood vor der französischen Insel Martinique ein und beschloss, den der Küste vorgelagerten Felsen Rocher du Diamant zu besetzen. So konnte er die Schiffahrt von und nach Martinique kontrollieren. Im Februar 1804 war der Felsen mit vier Kanonen bewaffnet und wurde als „steinerne Sloop“ HMS Diamond Rock in den Dienst der Royal Navy gestellt. Erst als der französische Vizeadmiral Villeneuve im Mai 1805 mit der alliierten Flotte von sechszehn Schiffen vor der Insel erschien, konnte der Felsen nach mehrwöchiger Belagerung durch eine erdrückende Übermacht von den Franzosen zurück erobert werden.

Soweit die wahre Geschichte hinter der Geschichte. In seinem Roman Ramage und das Diamantenriff erzählt Dudley Pope seine Version und in deren Mittelpunkt steht natürlich der frischgebackene Captain Lord Ramage. Mit seiner Fregatte Juno erhält er den Befehl, Fort Royal auf Martinique zu blockieren. Natürlich fällt ihm der strategisch günstig gelegene Diamond Rock sofort ins Auge und er beschließt, ihn für die Erfüllung seines Auftrags zu nutzen. Die Bewaffnung des Diamond Rock und vor allem die Lösung des Problems, die schweren Kanonen auf diesen kahlen Felsen zu bringen, nimmt einen breiten Raum in Dudley Popes Erzählung ein, der sich sehr intensiv damit auseinandergesetzt hatte, die Methoden von Ramages realen Vorbildern zu studieren.

Die Romane um den sympathischen Superhelden Ramage sind immer wieder vergnüglich zu lesen. Das Wissen um die realen Hintergründe dieser so surreal anmutenden Geschichte macht diesen Roman zu einem ganz besonderen Höhepunkt der gesamten Reihe.

Speedy

 

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