Beiträge von Francis Drake

    Außerdem wird gerade etwas wiederholt, was zwar nichts mit Segeln oder unserer Zeit zu tun hat, aber von einem hier bekannten Autor stammt. C. S. Forester hat auch Krimis geschrieben, die von der BBC zu Hörspielen bearbeitet wurden.
    Die nächsten vier Wochen kann man sich anhören:
    Payment deferred https://www.bbc.co.uk/programmes/b03zxhcy
    Plain Murder https://www.bbc.co.uk/programmes/b040h14t


    und ab morgen:


    The Pursued https://www.bbc.co.uk/programmes/b041469s



    Hörspiele der BBC sind in der Regel weltweit abrufbar und auch mit dem Programm get iplayer in Linux-Systemen direkt herunterladbar.


    Eine Ausnahme stellt die Serie Tumanbay dar, die nur mit einer britischen IP-Adresse zu hören ist.

    Wiederum auf BBC, auf englisch die Wiederholung einer Lesung von Doctor Syn von Russell Thorndyke. Spielt in unserer Zeit, allerdings an Land, an der Küste. In den Romney Marshes ist Doctor Syn der Gemeindepfarrer, also einer der Honoratioren von Dymchurch-under-the-Wall, zumindest tagsüber. Nachts ist er Scarecrow, der Anführer der Schmugglerbande The Night Riders. Der Abenteuerroman erschien 1916 und ist in England wohl recht bekannt. In Dymchurch wird wohl auch ein Doctor-Syn-Festival abgehalten. Wikipedia erwähnt auch Pläne zu einem 100-m-hohen Denkmal, das in den Romney Marshes gebaut werden soll, aber ich denke das ist nicht so ernst gemeint. Es gibt wohl auch Verfilmungen: Captain Clegg von den Hammer Studios und eine Fernsehproduktion von Disney aus den 60ern. In weiteren Romanen hat Russell Thorndyke die Vorgeschichte erzählt, unter anderem die Abenteuer von Doctor Syn als Pirat.


    Doctor Syn kann man sich noch die nächsten drei Wochen anhören unter:
    https://www.bbc.co.uk/programmes/b00d96c2/episodes/player

    Letztlich gab es die Überlegungen ob es sinnvoll sei auf der Back eine Gräting einzubauen, da diese Luke ja wegen der dort vorgesehenen Kanonen kein Sül haben kann und ein Dichtsetzen der Luke bei überkommenden Seen kaum möglich ist.

    Das gilt aber auch für die Gräting auf dem Hauptdeck. Da die Höckel-Pläne und damit die Modelle von Revell und Heller die Gräting auf dem Hauptdeck haben, und auch dort die Geschütze durch den Rückstoß auf die Gräting laufen würden, ist dieses Problem schon in verschiedenen Foren diskutiert worden. Auch ohne Sül besteht die Gefahr, dass eine Kanone durch die Gräting brechen könnte. Allerdings muss man davon ausgehen, dass die Schiffskanonen im 16. Jhd. relativ klein und leicht waren (so zumindest die Argumentation auf der -relativ schlechten- Golden Hind-Replika in Brixham/Devon). Die Diskussionen kamen aber zu einem erstaunlichen Ergebnis: offenbar waren die Brooktaue im 16. Jhd. straff und ließen gar keinen Rückstoß zu! Damit rollten die Kanonen auch nicht auf die Gräting. Es gibt, soweit ich mich erinnere, zeitgenössische Illustrationen aus dem frühen 17. Jhd., wo man deutlich erkennen kann, dass die Kanonen außerbords geladen wurden. Erscheint mir allerdings auch unwahrscheinlich, dass unter Gefechtsbedingungen die Geschützmannschaft über der Reling und auf den Geschützrohren herumturnte. Mein Modell der Golden Hind war schon fertig, als ich auf diese Diskussionen gestoßen bin, daher auch durchängende Brooktaue mit Spiel für das Rücklaufen der Geschütze.

    Habe ich gerade entdeckt, aber noch nicht angehört. Auf BBC ist ganz aktuell ein Hörspiel, das in "unserer Zeit spielt:
    The Hartlepoole Spy von Ian Martin.
    Eine schwarze Komödie mit Michael Palin!
    1804: Ein französisches Kriegschiff sinkt vor Hartlepoole und die Bewohner des Dorfs zeigen sich wohl von der habgierigsten Seite.


    Für vier Wochen kann man sich das unter
    https://www.bbc.co.uk/programmes/m0001qvl
    anhören.

    Die New York Times hat heute einen Kommentar über Piraten und speziell Blackbeard: in den Vordergrund wird die Rebellion gegen die Schiffseigner, die Kapitäne und die Navy gestellt. Klingt etwas romantisierend, wenn Piraten als Helden der Demokratie dargestellt werden, will der eine oder andere vielleicht lesen :Pirat3: :
    https://www.nytimes.com/2018/1…e=Opinion&pgtype=Homepage
    Textausschnitte darf man ja nicht posten, aber ein Link zu der Homepage müsste erlaubt sein.

    Nun die Seeleute benutzten einige phonetische Zusammenziehungen, so wird aus Boatswain der Bo'sun. Steht da im Text tatsächlich Vauxhall oder handelt es sich um Verfilmung oder Hörspiel? Da hört sich definitiv Fo'c'stle (wie es bei POB steht) an wie Vauxhall.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es sich um Forecastle handelt. Üblicherweise zusammengezogen zu Fo'c'stle ist die Aussprache im Englischen sehr ähnlich zu Vauxhall.

    Im Radio ist es bereits gelaufen, aber man kann es im Internet noch 12 Monate lang anhören:
    Die Toten von Feuerland
    Ein Hörspiel nach einer wahren Begebenheit: Die Geschichte von Jemmy Button, dem Yamana-Indio Orundellico, den Matrosen der Beagle gegen einen Knopf getauscht haben und der auf der Fahrt mit Charles Darwin nach Feuerland zurückkehrte. Werde ich mir noch anhören.

    Dieses Jahr hat offenbar noch keiner drüber gepostet. Ich habe die diesjährige Last Night auch erst mit zwei Wochen Verspätung ansehen können. Im Urlaub war kein NDR-Empfang möglich. Die Festplatte zu Hause hat aber die BBC-Fassung vom NDR aufgenommen. Allerdings hat der NDR wieder grausam gekürzt: Der Pomp and Circumstance March No. 1 von Elgar wurde rausgeschnitten und nur die Wiederholung von Rule Britannia dringelassen. Trotzdem hat es Spaß gemacht.
    Wer die Live-Übertragung gesehen hat, konnte natürlich, wie jedes Jahr nur den zweiten Teil des Konzertes anschauen. Dann ist ihm im ersten Teil ein Schmankerl entgangen, das ich vorher auch noch nicht kannte:
    Der Bariton Gerald Finley sang "Songs of the Sea" von Charles Villiers Stanford und in denen geht es um niemanden anders als Drake. :Pirat3: Auch musikalisch sehr schön.


    Das Auftragswerk für den Abend "Songs of Darkness, Dreams of Light" ist wie fast alle zeitgenössische Musik Ansichtssache. Den BBC-Stream im Internet kann man inzwischen nur noch mit britischer IP-Adresse und Registrierung bei der BBC anschauen. Der Link wäre https://www.bbc.co.uk/iplayer/…ght-of-the-proms-part-one und https://www.bbc.co.uk/iplayer/…ght-of-the-proms-part-two . Wenn Ihr aber einen Linux-Rechner habt, hilft das Tool get_iplayer Streams direkt runterzuladen. Da braucht man noch keine Registrierung, allerdings auch eine britische IP-Adresse.



    Ein besonderes Highlight habe ich auf der BBC-Homepage gefunden: Binaurale Konzertmitschnitte der diesjährigen Proms.


    Binaurale Aufnahmen sind speziell für das Abhören mit Kopfhörern gemacht und geben den Raumklang so wieder, als wäre man mitten im Geschehen. Ab den 70ern wurde das für Hörspiele eingesetzt, die sogenannte Kunstkopfstereophonie. Hierzu werden die Stereomikrophone in die Gehörgänge eines Kunststoffkopfes eingesetzt. Die in den Ohrmuscheln des Kunstkopfes entstehenden Tonbrechungen erlauben die nahezu exakte Ortung im Raum von akustischen Quellen. Wegen des Aufwands geriet diese Technik auch bei Hörspielproduktionen in Vergessenheit. Musikaufnahmen in dieser Technik sind sehr rar und ich besitze gerade mal 5 CDs mit Kunstkopfstereophonie. Inzwischen gibt es wohl die Möglichkeit binaurale Aufnahmen ohne Kunstkopf über entsprechende Computerprogramme abzumischen. Ich denke, dass die BBC das so gemacht hat. Ausgewählte Konzerte haben Sie hier online gestellt:


    https://www.bbc.co.uk/programmes/p06drb3s


    Die Mitschnitte der Last Night of the Proms verlangen leider auch eine britische IP-Adresse, die anderen Mitschnitte kann man sich aber so anhören: u. a. Mahlers Dritte und Achte, Beethovens Neunte, Holsts Planeten. Unbedingt mit guten Kopfhörern anhören. fr19:5*:

    Habe gerade gesehen, dass aktuell das Hörspiel "Billy Ruffian" unter
    https://www.bbc.co.uk/programmes/b0bgrxvp
    abrufbar ist.
    Billy Ruffian ist die Verballhornung, die die Matrosen für die HMS Bellerophon verwendeten. Das Hörspiel handelt von der Zeit, die Napoleon auf der Bellephoron nach seiner missglückten Flucht nach der Niederlage von Waterloo verbrachte, bevor er nach St. Helena verbannt wurde. Klingt sehr interessant und sollte (wie die meisten BBC-Hörspiele) gut gemacht sein.

    Auch nicht maritim, obwohl es in einer Hafenstadt spielt ist das Hörspiel "Meet James McLevy". Die Pilotfolge der Hörspielreihe McLevy um den Polizeiinspektor in Edinburgh, genauer im Stadtteil Leith. Die Pilotfolge wurde neu aufgenommen und kann für die nächsten vier Wochen nachgehört werden unter:
    https://www.bbc.co.uk/programmes/b07x12m1
    Brian Cox als Inspector James McLevy. Sehr hörenswert. Zumindest für Schottland-Fans.

    Am Wochenende kam auf BBC Radio4 eine Wiederholung eines Hörspiels, das zwar nicht maritim ist, aber in "unserer Zeit" spielt: The Serpent's Back von Ian Rankin. Keiner seiner Inspector-Rebus-Romane, sondern ein Krimi im historischen Gewand. Cullender, ein Laufbursche, wird beauftragt, im Edinburgh des ausgehenden 18. Jahrhunderts eine Reihe von Morden aufzuklären. Sehr schön zu hören. Für die nächsten 4 Wochen online nachzuhören unter:
    https://www.bbc.co.uk/programmes/b02m6s19

    Nach meinem Schottlandurlaub geht es weiter mit R. L. Stevenson. Im Urlaub hatte ich Kidnapped noch einmal gelesen, was besonders war, weil ich einige Orte passend zur Lektüre besuchte. Dann Catriona, der Folgeband der Abenteuer David Balfours. Weiter mit dem Edinburgh-Krimi von Oscar de Muriel "The Strings of Murder". Hat mich jetzt nicht so begeistert, war aber ganz spannend und das Lokalkolorit war ganz gut. Und jetzt bin ich mitten in der erneuten Lektüre von "St. Ives" von RLS. Mir scheint beim ersten Mal ist mir einiges der herrlichen Ironie dieses Autors entgangen. Ein höchst vergnügliches Buch.
    Ach ja, parallel dazu höre ich noch einmal alle Folgen der BBC-Hörspielreihe "McLevy" an. Sehr schön.