Beiträge von Allday

    Ich kenne die Windrichtung und -Geschwindigkeit. Somit kenne ich in etwa die Position. Abdrift dürfte überschaubar sein, da die Boote ja keine Segel gesetzt haben. Zusätzlich würde ich noch einen Treibanker an den Booten ausbringen.

    Aufnehmen kann man die Boote von Bord aus mit einem Bootshaken.


    Vielleicht war es so situationsabhängig, dass es dafür keine Regeln gab.


    In Linienformation waren Beiboote im Schlepp weniger problematisch als bei freier Jagd. Beiboote könnten bei Beschuss durch leichte Infanteriewaffen sogar als Deckung benutzt werden - bei Geschützen bedeuten sie eher eine Gefahr. Soll der Gegner als Prise genommen werden brauche ich schnellen Zugriff auf die Beiboote - soll ein ebenbürtiger Gegner zerstört werden wird eventuell versucht das Risiko zu minimieren. Wie ist das Wetter? Strömung? Leeküste könnte bedeuten, dass die Boote zerstört werden. Usw....


    Je länger ich darüber nachdenke, desto weniger kann ich mir vorstellen, dass es feste Regeln gab

    Treiben lassen hört sich für mich aber logischer an, als in Schlepp zu nehmen.

    Ich nehme meinen Ruderkahn auch sehr ungern in Schlepp, da es bei einer engen Wende ziemlich unangenehm "rumpelt" - ein leichtes Schlauchboot ist da weniger schlimm.

    Wenn ich mir jetzt vorstelle nicht nur einen Kahn, sondern viele Boote im Schlepp zu haben und dann noch im Gefecht mit vielen anderen Schiffe zu sein, die ähnlich verfahren dann gibt es ein ziemliches Knäul an Tauen und Boote, die vielleicht sogar voll Wasser sind, da sie überfahren wurden. Die bei Boote auf solchen Schiffen waren ja auch keine "Böötchen" sondern würden wohl jedem Kleinkreuzer bei uns am See alle Ehre machen - wirken also wenn sie voll Wasser sind auch wie ein Treibanker.

    Lasse ich sie treiben, habe ich das Risiko sie nicht mehr zu finden aber keine Gefahr bei Manövern und an Bord

    Also für mich hört sich es nach einem Fehler bei Lambdin an - er ist ja generell nicht 100% verläßlich. Die Splitterwirkung von Holz schien ja ein großes Problem gewesen zu sein. Darum finde ich es plausibler die Beiboote während des Gefechts von Bord zu nehmen - entweder im Schlepp mit dem Risiko, dass sie bei Manövern stören oder einfach frei treiben zu lassen und sie nach dem Gefecht wieder aufzusammeln.

    Hallo zusammen,


    ich weiss nicht, ob dass die richtige Stelle im Forum ist für allgemeine Fragen.


    Ich habe bisher immer gelesen, dass Beiboote während des Gefechts ausser Bord gebracht werden, um mögliche Splitter zu reduzieren.

    In HMS Cockerel II steht aber auf Seite 227: "Die einfach Erklärung dafür (dass sie schon an Heck an Schleppleinen hingen) lautete, daß er keine Zeit und Arbeitskräfte hatte erübrigen können, um sie an Bord zu nehmen und dort auf den Bootsknacken zu stauen, die sich über der Kuhl befanden"


    Welches Verhalten ist korrekt und was sind Bootsknacken (google bringt nur Links zu Auto aufknacken ;-) )?