Beiträge von Deetjen

    Kann da nur zustimmen. Vor ca 2 Wochen in einem Studiokino mit 34 Plätzen. Habe noch nie so viele Männer um die 50 mit Tränen in den Augen gesehen als das Licht anging. Könnte selbst kaum hinsehen .....
    Nur schade, dass der Film '85 endete.

    Aber bei den Jungfern selbst musste mal schauen. Zumeist ist bei diesen Dingern eine Seite immer leicht konkav und die andere leicht konvex. Üblicherweise zeigt dann die nach außen gewölbte Seite auch nach außen.

    Hmmmmm........?! Da muss es sich wohl um eine Jungfer mit Körbchengrösse "D" und Hohlkreuz handeln.

    vielen Dank @Aga und @Angarvater,


    das Einfräsen oder Einfeilen eines entsprechenden Profiles traue ich mir wohl zu.


    Nur ein Verständnisproblem:
    Wenn Etwas vom Rand der Klinge zur Mitte hin eingefräst wird, dann ist die Klinge dort nicht mehr so dünn, also scharf wie am Rand.
    Wie funktioniert dann noch das Abziehen ?
    Geschliffen werden kann die Klinge an der eingefrästen Stelle ja auch nicht mehr.


    Bliebe nur die Vermutung, durch Schrägstellen der Klinge ist ein weiteres Schärfen des im Vergleich zum Holz harten Materials nicht erforderlich ?


    Grüsse von der Weser


    Deetjen

    Vor einiger Zeit bin ich auf - ich nenne sie mal " Ziehklingen" gestossen, mit denen angeblich schmale Leisten profiliert werden können.


    Vergleichbare Leisten habe ich an dem Modell "HM Cutter Ceerfull" bei Modelshipworld.com gesehen (waren über den Barghölzern angebracht ) haben mir gut gefallen, da sie das ganze Modell meines Erachtens filigraner wirken lassen.


    Hat vielleicht jemand Erfahrung mit solchen " Ziehklingen" und wenn es gute Erfahrungen waren, kann sich auch noch Erinnern, wo er sie gekauft hat ?


    Grüsse von der Weser


    Deetjen

    Hallo Mr Mo,


    das kurz von Dir vorgestellte Spiel (über eine etwas umfangreichere Vorstellung würde, wie @Peter_H, auch ich mich freuen) wirkt interessant und passt ja auch gut in unsere Zeit.


    Leider fliesst die Weser nicht durch Kiel und noch leiderer spiele ich ein anderes Spiel.


    Es orientiert sich an Motiven einer bekannten Romanreihe der britischen Autorin Joanne K. Rowling.


    Rahmenhandlung: Der Protagonist möchte, wie eigentlich wohl jeder, nur friedlich vor sich hin leben. Gäbe es da nicht den in solchen Situationen immer wieder auftauchenden, sattsam bekannten Counterpart.
    Selbst nennt der sich "Lord Voldemort". Ein manipulativer Charakter, unduldsam und natürlich - unfehlbar. Andere Menschen betrachtet er von seiner hohen Warte aus lediglich als unbedeutende Mäuse, über die zu urteilen ihm qua Geburtsrecht erlaubt ist...... aber ich schweife ab. Typisch für ein spannendes Spiel, um das es hier aber gar nicht geht.


    Ich hoffe, Du wirst in diesem Forum noch viele nette und interessante Menschen kennenlernen, von denen vielleicht einige auch Mitspieler für Dich werden können.


    Grüsse von der Weser


    Deetjen

    Die Uniformen sind endlich geliefert worden. Der Schneider gehört allerdings wohl nicht zu den erfahrensten seiner Zunft, so dass die Ausführung der Arbeiten noch sehr zu wünschen übrig lässt.
    Jedoch, wir haben keine Minute zu verlieren!


    In der Hoffnung auf baldige Holzlieferung sind Deetjen und die ihn begleitenden Leutnante Ernst und August sowie der Midshipman Georg in Sitka eingetroffen.


    Mit Kopien der Baupläne versehen, wird die Werft in Augenschein genommen.
    Während Deetjen die beiden Leutnante in die technischen Einrichtungen der Werft einweist, betreibt Midshipman Georg Geländeorientierung.


    Aber nirgends am Horizont Bauholz in Sicht.


    Tja @1.Lord, und aus genau diesem Grunde tun wir, was wir tun, sprechen nicht über Berufe, Dienstgrade, fiktive oder tatsächliche. Es gibt eben Leute, die für ihr gesellschaftliches Engagement auf diese Weise Energie gewinnen.


    Aber, was weiss der Kater über Mäuse!


    Deetjen

    Danke @oeli, dann werde ich das Brüskierungsmittel wohl doch anschaffen.


    Und, oh ja, Bonden hat natürlich völlig Recht. Das gelungene Aussehen der Pumpen ist natürlich einzig Dein Verdienst. Aber wir haben Deine unbestreitbaren Qualitäten ja schon an anderer Stelle besprochen.
    Daher meine unverzeihliche - umgehend mittels Admiralitäts-Anpfiff quitierte - Nachlässigkeit.


    Damit aber unsere kleinen Komentare auch für jedermann verständlich sind, rege ich eine Art "Kopfzeile" mit ankreuzbaren Rubriken wie "Lob", "Kritik", "Sarkassmus" u.v.m. an.


    Deetjen

    Hallo @oeli,


    die schönsten (wenn auch oft fälschlich despektierlich verwendet) "Baukasten"-Pumpen, die ich kenne. Machen wieder mal einen Klasse Eindruck.


    Mir gefallen diese kleinen eigenen Modelle im Modell am besten.


    Nur am Rande und da ich schon Brünierungsmittel bestellen wollte - habe einfach keine alte Entwicklerflüssigkeit mehr :D .
    Erst nach dem Zusammenbau zeigst Du das Metall geschwärzt. Bild 5 zeigt das angefeilte Metall silbrig schimmernd. Verwendet der Master Korabel denn kein Messing oder habe ich nicht aufgepasst?
    Du hättest ja sonst vor dem Zusammenbau brüniert. (Autokorrektur schreibt hier sinniger Weise "brüskiert"!)


    Deetjen

    Na Klasse @oeli,


    dann können wir, nach Fertigstellung, ja gemeinsam die amerikanische Westküste hinuntersegeln. :boot::sail:
    Netter Gedanke.
    Die Besatzung für meinen Kutter hätte ich schon zusammen; und wenn wir uns zunächst auf die Schratsegel beschränken, wird das schon hinhauen.


    GK zur Folge wird noch an der Übersetzung gearbeitet.....
    Die Lieferung sei für diesen Monat angekündigt.
    Ich habe keinen Anlass davon auszugehen, dass die dasselbe schon vor 2 oder 3 Monaten gesagt haben, bin also zuversichtlich.


    Grüsse von der Weser


    Deetjen

    Deetjen im Dienste des Zaren 2

    Gerade habe ich angefangen, noch einmal Woodmans " In fernen Gewässern, Kapitän Drinkwaters Kampf mit Kap Horn", Ullstein, 2. Auflage 1994, zu lesen.


    Im Rahmen der Rezensionen ist hier von @Bonden schon gesagt worden, dass der Untertitel wenig mit dem tatsächlichen Schwerpunkt der Handlung zu tun hat.


    Drinkwater ist mit der Fregatte "Patrician" an der amerikanischen Westküste unterwegs. Seine Offiziere werden über den schwammigen Auftrag zunächst nicht informiert. Erst weit nach Kap Horn erklärt Drinkwater seinem 1. Offizier Fraser auf Seite 94, "........wir haben zu verhindern, dass die Russen in Gebieten nördlich der spanischen Besitzungen hier Fuss fassen. Seit der Zar im letzten Sommer seine Allianz mit uns gelöst hat, nimmt man an, dass der russische Hof Siedlungen südlich von Alaska einrichten will. ......... einige Berichte ........sprechen von russischen Vorstössen am Columbia River, der nördlich von hier liegt.


    Was den Russen übrigens 1812 mit dem145 Kilometer nordwestlich von San Francisco gelegenen Fort Ross gelingen wird. Seit 1962 steht Fort Ross auf der Liste der so genannten State Parks Kaliforniens, es ist auch eine der National Historic Landmarks Amerikas, und kann besichtigt werden.


    In San Francisco ist Drinkwater der Tischherr der betörenden Schönheit Doña Ana Maria Conchita .?.., bei Wikipedia als Maria de La Conception Marcella Argüello bezeichnet, Tochter des Kommandanten des spanischen Presidios von San Francisco, die auch 1808 immer noch auf ihren schon im Vorjahr verstorbenen (aber das wissen nur wir) Verlobten Nikolai Resanow, wartet (was sie im Übrigen bis an ihr Lebensende getan haben soll).


    Dieser Rezanow ist uns schon von @oeli vorgestellt worden. Er ist der Initiator der Gründung der Russisch-Amerikanischen Kompagnie, der Konkurentin der Hudson Bay Company. Damit letztlich auch der Auftraggeber für die von Deetjen zu überwachenden Schiffsneubauten.


    Na welche Freude! Drinkwater trifft "kurz" nach Deetjen an der Westküste ein. Es werden von ihm schon 7 russische Schiffe auf Reede vor San Francisco gesichtet.


    Da muss die Geschichte natürlich um ein wichtiges, natürlich in keinen amtlichen Dokumenten vermerktes Detail, ergänzt werden.


    Drinkwater trifft Deetjen!


    Ich hatte da noch etwas Blau unter den Acrylfarben..........

    Deetjen im Dienste des Zaren


    Warum baut der Hannoveraner ein russisches Schiff?


    Der Werftbetrieb ist organisiert. Die Helling bereitet. Wir warten - nein, nicht aufs Christkind, sondern auf das Bauholz.
    Zeit zur Recherche.



    Wie kommt Joachim Deetjen nach Alaska? Faktual oder fiktional?


    1801 der Friede von Lunéville wird gebrochen. Durch französische Veranlassung besetzt Preussen daraufhin die Hauptstadt des Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg, was ihm 65 Jahre später endgültig gelingen wird. Mit dem Frieden von Amiens, 27. März 1802, endet die Besetzung. Aber auch an diesen Friedensschluss hält sich England nicht.


    1803 dringen daher französische Truppen, von Westen über die Weser kommend, auf Hannover vor.
    Adolf Friedrich der I. Duke of Cambridge, 7. Sohn des englischen Königs Georg III, ist bei den hannoverschen Truppen. Zwar ist die militärische Lage nicht aussichtslos, dennoch wird keine Entscheidungsschlacht gesucht, sondern die Konvention von Sulingen abgeschlossen.


    Obwohl bereits 1793 von den Franzosen gefangen genommen, hat der Herzog von Cambridge verstanden, dass sich Frankreich in den vergangenen 10 Jahren zu sehr verändert hat, um von einem schnellen Gefangenenaustauch wie 1793 ausgehen zu können.
    Er übergibt daher das Kommando an Graf von Wallmoden-Gimborn, einem unehelichen Sohn König Georg II.


    Wahllmoden hatte seinerseits einen Sohn, Ludwig von Wallmoden-Gimborn, der nicht nur ein weltläufiger Offizier mit Erfahrung in hannoverschen, preußischen, österreichische und russischen Diensten war. Ludwig von Wallmoden-Gimborn war auch in diplomatischen Missionen eingesetzt. Etwas, das, damals wie heute, fliessend in geheimdienstliche Tätigkeit übergeht.


    Joachim Deetjen, einem aus dem Kurfürstentum stammenden Marine Offizier, gelingt es, den Duke of Cambridge ausser Landes und in Sicherheit zu bringen.
    Wallmoden und Deetjen könnten sich durchaus bei der Rettung des Duke of Cambridge begegnet sein. Ludwig, der sich beim Stab seines Vaters aufgehalten haben könnte wäre, aufgrund seiner Erfahrungen mit Geheimoperationen, die ideale Person um den Duke of Cambridge, an den Franzosen vorbei, zu Deetjens Schiff zu bringen.


    Deetjen könnte dem in Geheimdienstdingen tätigen Wallmoden aufgefallen sein. Wallmoden wird übrigens später als Kommandeur der deutsch-russische Legion das Kurfürstentums befreien. Dieser herausgehobenen Position gingen natürlich frühere Kontakte nach Russland voraus. Kontakte, die womöglich schon im Jahre 1806 bestanden. Damit zeichnet sich ein Zusammenhang Grossbritanien, Hannover, Russland, Wallmoden, Deetjen, ab.


    Doch auch andere Verbindungen Deetjens führen nach Russland.


    Anfang Juli 1803 kommt Deetjen in England an, seine Heimat von den Franzosen besetzt, bietet ihm keine Zukunft.
    Am 28 Juli beginnt die Werbung für die Kings German Legion, der Truppe exilierter hannoverscher Soldaten in britischen Diensten.
    Mit der Werbung ist, neben Friedrich von der Decken, Colin Halkett beauftragt. Der, zusammen mit seinem Bruder Hugh, als Brigadekomandeur der KGL bei Waterloo kämpfen wird.
    John Halkett wiederum war einer der grössen Anteilseigner der 1670 durch König Charles II gegründeten Hudson bay Company, lange Zeit Eigentümerin von Flächen in der Grösse von 1/3 Kanadas. Deren Geschäftsfeld war der äusserst lukrative Pelzhandel.


    Die 1799 auf Befehl des Zaren Paul I gegründete russisch-amerikanischen Kompanie war daher ein junger aufstrebender Konkurrent, den es im Auge zu behalten galt.


    Deetjen seinerseits hatte einen Bruder, der sich zu diesem Zeitpunkt schon seit längerem in England geschäftlich sehr erfolgreich etabliert hatte. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass ebendieser Bruder Deetjens seinerseits geschäftlichen Kontakt zur Hudson Bay Company hatte oder dort selbst Anteilseigner war oder dass ein Kontakt über die Halketts zustande kam, die für Deetjen nach einer Einsatzmöglichkeit suchten, da die KGL ja keine Seestreitkräfte unterhielt.


    Deetjen könnte also im Auftrag der Admiralität nach Russland geschickt worden sein, um Informationen über die russischen Handelsbemühungen in Amerika zu sammeln. Zu diesem Zweck heuert er bei der Russisch-Amerikanischen Kompagnie an.


    1806 befindet sich Deetjen in Sitka, der späteren Hauptstadt der russischen Besitzungen in Nordamerika.
    Die Russen wollen ihre maritime Präsenz in Nordamerika ausbauen. Dazu planen sie, in vor Ort kleine, robuste Schiffe zu bauen. Als Vorbild dienen britische Kutter. Aufgrund seiner bei der britischen Marine gesammelten Erfahrungen gilt Deetjen in verschiedenen maritimen Bereichen als ausgewiesener Experte für kleinere Einheiten.
    Deetjen soll daher den Bau eines solchen Kutters, der Avos, überwachen.


    Alles natürlich reine Spekulation, jedoch....


    Deetjen erhielt 1814 das Komando über die Elbzollfregatte, an allen anderen Bewerbern vorbei.


    Auf direkte Intervention des Herzogs von Cambridge.

    Unabhängig von dem tatsächlichen Ergebnis, möchte ich mich in jedem Fall für die freundlichen Bemühungen bedanken @AnobiumPunctatum.


    Na klar, @oeli, ist ja nur sinnenfrohe Recherche, nicht mal Planung.
    Und wenn es denn Planung wäre, "kein Plan überlebt die erste Feindberührung".


    Wobei ich grundsätzlich garnichtmal sagen würde, dass mir die Realität immer feindlich begegnet wäre........

    @Angarvaters Hinweis folgend, werde ich es bei einem Boot belassen. Vielen Dank dafür.



    Die Spillspacken werde ich wohl im Bereich des Spills an der Bordwand anbringen.



    Zu dem Thema Geschütze bei Marschfahrt habe ich bei Pinterest unter :


    Cutter Alert 1777 by Kazunobo Shirai


    ein Modell in 1:48 gefunden, bei dem die ausgerannten Kanonen, vergleichbar wie bei einer Bugsprietzurring am "Handlauf" der Reling festgelascht wurden.


    Das scheint mir nachvollziehbar und sinnvoll zu sein. Hat vielleicht jemand schon einmal etwas vergleichbares gesehen?
    Wenn möglich, würde ich noch Mündungspfropfen einsetzen.



    Bleibt noch die Frage nach der Anzahl und der Stauung der Ersatzspieren. Würde mich über jeden Hinweis dazu freuen.


    Deetjen

    Du hast schon recht @oeli,


    das sind halt zunächst nur Fragen, wie sie sich bestimmt Viele stellen, wenn sie sich mit dem Thema beschäftigen. Ob und wie die Themen umgesetzt werden können, wird sich denke ich, später zeigen.


    Erst mal mit der "Realität" des Bausatzes konfrontiert, kommt es dann bestimmt ganz anders und ich werde froh sein, ihn nur halbwegs so hinzubekommen, wie er vorgestellt worden ist. :wf:
    Aber wer kann schon aus seiner Haut?
    (Habe ich schon gesagt, eigentlich fände ich sichtbare Niedergänge auch ganz Klasse, so mit 'nem Tau als Handlauf . Nur das Deck ein wenig öffnen.....ein paar Spanten wegfräsen... ). :D


    Leider geht es mir immer so, dass ich mich mit den Dingen ganz gern theoretisch beschäftige, da fällt es dann oft schwer, den Anspruch an sich selbst nicht völlig zu überziehen. Wie Du schon an anderer Stelle ganz richtig gesagt hattest, das Ganze soll ja schliesslich Spass machen!
    Ich gehöre bestimmt nicht zu der Fraktion: "Wo steht denn geschrieben, dass ernsthafter Modellbau Spass macht?"


    Wir wissen doch alle, es ist ein ewiges Leiden unter unerfüllbaren Ansprüchen! rofl


    Deetjen

    Zunächst möchte ich mich noch einmal bei allen für ihre bisherige freundliche Unterstützung bedanken.


    In den vergangenen Tagen habe ich mich, im Rahmen der Vorbereitung, mit den verfügbaren Bildern der AVOS und Kuttern im allgemeinen beschäftigt. Dabei sind mir naturgemäß wieder neue Dinge aufgefallen und so verschiedene Fragen durch den Kopf gegangen. Nicht mal angefangen und schon so viele Fragen.....


    Leider widmet weder Howard in "Segelkriegsschiffe 1400 -1860" noch Lavery in "The Arming and Fitting ..." Kuttern ihre Aufmerksamkeit, so dass ich Euch um Eure Meinung zu den folgenden Punkten bitte.


    1) Wenn Howard für eine "kleine Brigg" schon 3 Boote angibt, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Kutter und sei er noch so klein, lediglich ein Boot mitgeführt haben soll. Sofern ein Boot an Heckdavids hing, gehe ich von einem weiteren, grösseren Boot auf Deck, an der Steuerbordreeling, aus, da unter dem Baum weder genügend Länge noch Höhe zur Verfügung steht. Andererseits soll die AVOS nur eine Besatzung von 12 Mann gehabt haben.


    2) Ersatzspieren können wegen der geringen Grösse des Kutters, an Deck nicht gut gestaut werden. Obwohl zu lesen ist, dass Ersatzspieren nur bis zum Ende des 17. Jahrhunderts aussenbords festgelascht waren, stelle ich mir vor, dass bei Kuttern aus Platzgründen auch später so verfahren wurde.


    3) Wobei bei einem Kutter die erforderliche Anzahl ja recht überschaubar ist, so dass man meines Erachtens mit einem Baum und einer Rah schon hinkommen könnte, um jede Spiere irgendwie zu ersetzen. Ich also nur diese zwei darstellen würde. Oder wären das zu wenig ?


    4) Ach ja, etwas ganz anderes noch, wo waren denn wohl die Spillspacken eines Bratspills gestaut ?


    5) Fast alle Modelle stellen die Geschütze ausgerannt dar. Jeder kennt wohl die Abbildungen der auf den Batteriedecks, wie sagt man, für die Fahrt festgelaschten Geschütze ? Das Rohr in grösst möglicher Überhöhung oberhalb der Stückpforte an die Bordwand stossend.
    Wie wurde aber mit den Geschützen auf dem Oberdeck verfahren, da dort über den Öffnungen für die Stücke/Stückpforten ohne Deckel, ja nur (auch hier fehlt mir wieder der richtige Begriff) der "Handlauf" der Reeling, und manchmal nicht mal der vorhanden war.
    War denn das Geschütz in diesem Fall, auch während der Fahrt, quasi immer ausgerannt ?


    Sicher kommen bei der "Werftarbeit" noch viele praktische Fragen hinzu, das reine "Kleben" versuche ich dann (erst einmal) allein hinzubekommen


    Grüsse von der Weser


    Deetjen