Beiträge von Peter_H

    Danke Angarvater und Lord Croidon!


    Ahoi Freunde


    Ich war mit nichten untätig im letzten Monat des Schweigens in diesem Baubericht.
    Ich war an einem Punkt, wo ich mich entscheiden musste, was ich als Mass der Dinge nehme um weiter zu bauen.
    Der Takelplan von Shipyard? Den Schrage? Diverse Modelle von ähnlichen Schiffstypen aus dem Netz?

    Nun, der Takelplan von Shipyard ist ja bekanntlich nicht das Gelbe vom Ei. In diesem Fall manifestierte sich das in der Tatsache, dass einige Taus eingezeichnet sind, aber weder ein Hinweis wie, noch womit diese wo genau angeschlagen sind. Wenn ich mir dann den Schrage zur Brust nehme und diese Details suche, dann sehe ich völlig andere Takelagen. Nun wissen wir ja, dass sich der Schrage auf Linienschiffe, vor allem aber auf Dreimaster konzentriert. Es helfen hier für eine vereinfachte Interpretation oft Sätze wie "...bei Schiffen mit 18 bis 36 Kanonen wird das soundso gemacht, bei kleineren soundso." Diese Hinweise kann man durchaus auf mein Wölfchen interpretieren, zumindest mache ich das so. Aaaaber wenn ich dann ähnliche Schiffstypen im Netz suche, dann finde ich hier wieder völlig andere Takelagen und zumiest sieht man dann die gesuchten Details ohnehin nicht genau genug.

    Nun liegen mir auch noch Pläne der russischen Brigg Mercuri und natürlich meinem Holzmodell Speedy vor. Aber auch da, alles ist wieder anders....das eine ist ein russisches Schiff, die andere wurde 50 Jahre später gebaut als meine Wolf.

    So langsam fand ich mich selbst nicht mehr im Chaos der unterschiedlichen Takelagen.
    Jetzt könnte ich ja im Götterforum nachfragen. Mache ich nicht mehr, denn so gut es die Kollegen dort meinen, aber aus Erfahrung weiss ich, dass ich da 20 Antworten bekomme, jede ist wieder anders und es gibt riesige Fachdiskussionen, die mich dann nur noch mehr verwirren.
    Nein, ich muss mit diesem Problem selber fertig werden.
    Da fiel es mir wie Schuppen von den Haaren. Ich habe ja noch den Bogen der HMS Badger von WAK, und der dortige Takelplan ist zumindest sehr präzise. Ob historisch korrekt, das kann ich auch da nicht sagen.

    Nach eingehendem Studium dieses Planes entscheide ich mich für eine Mischung aus Shipyard, Badger und Schrage. Nicht selten entscheide ich mich auch für die einfachste der drei Varianten... [Blockierte Grafik: http://www.die-kartonmodellbauer.de/wcf/images/smilies/smiley182.gif]
    Damit verabschiede ich mich zwar definitiv von der historischen Annäherung, aber ich begrüsse wieder die Bastelfreude und ein Ergebnis mit dem ich leben kann und das dennoch einen guten optischen Eindruck macht. Es werden wenige Betrachter sein, die diese Flunkerei merken, wenn das Modell mal fertig ist.


    Nun also zurück zur Praxis.

    Der nächste Schritt war die finale Takelung der Bramstengen.
    Diese besteht aus den dem Vorbramstag, dem Grossbramstag, dem Vorbram-Segelstag sowie den Vor und Grossbram-Pardunen.
    So zumindest meine Interpretaiton nach den verwirrenden Recherchen...

    Zuerst werden alle diese Taue zugerichtet und in der richtigen Reihnefolge über die jeweilige Bram gelegt.
    Das Grossbramstag wird Durch eine Kausch, die am Vorstengentop gelascht ist, geschert udn wird dann nach unten zur Mars gefürht. Am Tauende wird eine wietere Kausch eingebunden. An der Saling wird ein Stropp mit einer Kausch befestigt. Mittels einer Taljereep-Laschung Wird die Saling durch die beiden Kauschen festgesetzt, aber noch nicht fixiert.



    Klingt professionell, oder? :wf: (Vielen Dank Herr Schrage...)

    Jetzt aber einfacher weiter.
    Das Vorbramstag läuft zum Nock des Klpverbaumes und wird dort durch die mittlere von drei Kauschen geschert. Die Tampe wird BB dem Klüver entlang geführt und am Vokstagkragen mit einerTaljereep-Laschung angesetzt.
    Das Vorbram-Segelstag wird an einem Ausholring am Klüverbaum mit einem Bügel festgemacht. Der Ring wird dann mit einem Tau das durch eine Rolle im Klüverbaum-Nock geführt und an einem Augbolzen am Bugspriet Eselshaupt ebenfalls mit einer Taljereep-Laschung festgemacht.



    Die Pardunen schliesslich werden, entgegen der BA nicht mit Juffern, sondern auch mit Kauschen an den Tampen und Augbolzen an den Rüstbrettern mit Taljereep-Laschungen festgemacht.
    Aber Achtung: All diese Taue werden erst vorbereitet, und dann sorgfältig auf Zug gebracht, so dass sich die ganze Konstruktion nicht verzieht, sich die unteren Stage nicht lockern und beide Masten parallel bleiben. Das ist gar nicht so einfach, den die ganze Sache ist mittlerweile extrem filigran! Letztendlich ist es mir für mich recht gut gelungen. Es gibt minimale leichte Verzüge, die auf den Fotos teilweise wegen der Perspektive etwas stärker erscheinen. Glaubt mir, es sieht nicht so schlimm aus. pleasantry

    Und damit ist das stehende Gut fertig.

     


     



    Und noch ein Stilbild, ich mag solche Detailaufnahmen



    Nun eine Frage an die Experten:

    Ich will die Wolf am Kai darstellen. Ich habe mir in der Zwischenzeit das entsprechende Diorama von Shipyard gekauft. Dieses stellt ja das Werft-Kai dar. Also muss die Wolf durchaus noch nicht komplett fertig dargestellt werden. Dennoch möchte ich die Rahen fertig getakelt an den Masten befestigt haben. Wo waren wohl die Segel in diesem Augenblick? Wurden die bereits an den Rahen "aufgerollt" fest gemacht, mit dem gesamten laufenden Gut daran? Oder ist auch denkbar, dass einige Segel bereit noch auf dem Trockenen vorbereitet liegen?
    Was ist mit den Beibooten? Ist es einigermassen realistisch, wenn ich diese zwar fertig gebaut, aber noch auf dem Trockenen darstelle?
    Um Tipps und Ideen bin ich sehr dankbar.

    Das wars dann wieder von dieser Baustelle.

    Guten Wochenstart Euch allen und beste Grüsse
    Peter

    Ahoi Seeleute


    Die Zwangspause ist vorbei, meine Rippen lassen Schleifarbeiten wieder zu. Hat länger gedauert, als ich dachte...

    Erstmal aber noch zum Plankenbiege-Werkzeug. Ich habe mir das Ding bestellt, dazu auch ein kleines Modellchen, das ich voraussichtlich dazwischen schieben will, um den Umgang mit dem neuen Gerät zu üben und vor allem, das ganze Beplanken etwas besser in den Griff zu bekommen. Ich will die Speedy nicht aus Ungeduld versauen!


    Nun aber zur Speedy:

    Zum Schliefen des Rumpfes habe ich mir verschieden stark geundete Buchenholz-Kötze zugerichtet und diese mit Klettband beklebt.

    Von einer alten Maschine liegen noch ungebrauchte Schleifronden, die mittels Klett auf die Scheibe geklebt werden rum. Diese kann ich nun gut gebrauchen. Der Vorteil dieser Schleifklötze ist der, dass sie durch das Klett etwas weich, aber mit harten Kern sind. Sie sind super um unterschiedliche Rundungen zu schleifen.


     



    Ja, es gibt einiges zu schliefen. Aber ich nehme mir die Zeit, damit der Rumpf eine saubere Grundlage für die Zweitbeplankung bilden wird.

    Bevor es an den Feinschliff geht, werden die überstehenden Planken am Heck bündig abgetrennt, damit der HEckspiegel ebenfalls sauber geschliffen werden kann.


    Im Heckbereich soll der Steven bis auf eine Dicke von 1,5mm runter geschliffen werden. Damit er nach der Zweitbeplankung sauber mit dem Ruder fluchtet. Das ist eine ziemliche Arbeit, da schon der Steven selber dicker ist und dann noch beplankt. Und es soll ja nicht so sein, dass einfach die letzten paar mm auf diese Dicke runter geschliffen werden, sondern so, dass es eine saubere Linie gibt. Mit Geduld, Schmackes und viel Schleifpapier wird das aber!:)


     



    Zum Schluss wird der Rumpf noch mit 120er und dann mit 180er Schleifpapier handish überschliffen.


    Soviel für heute!


    Beste Grüsse

    Peter

    Ahoi Seeleute

    Und schon geht's weiter
    Die Webleinen-Knüpf-Orgie ist definitiv Geschichte (bis zum nächsten Modell)
    Für die Stengenwanten waren noch 228 Knoten zu machen, damit sind wir dann komplett bei 580 Knoten.
    OK, ich bin mir bewusst, dass das noch gar nichts ist im Vergleich zu einer Fregatte, geschweige denn zu einem Linienschiff 1. Klasse. Aber letzteres ist ja auch nicht auf meiner Todo-Liste!

    Nun können die stehenden Pardunen fertig gespannt werden. DAs sind die Taue, die vom Stengentop direkt zu den Rüsten gespannt und dort mittels Taljereep festgezurrt werden.


     


    Das schöne am Takeln ist, dass man zwar viel Zeit dafür aufwendet, aber mit jedem Tau sieht das Modell etwas vollständiger aus, auch wenn es noch ein sehr weiter Weg bis zum Abschluss ist!

    Das soll's dann schon wieder gewesen sein von hier. Schönen Tag und bis demnächst.
    Beste Grüsse
    Peter

    Hallo Freunde

    So langsam komme ich nach meinem Schlittelunfall wieder in die Gänge und ich fange mich an in die verschiedenen Baustellen hinein zu fühlen
    So in Halbstunde-Häppchen habe ich hier wieder weiter gebastelt.
    Es waren die Bramstengen anzubringen. Diese schleife ich aus Zahnstochern zu und klebe oben eine feine Bastelperle auf.
    Die Wanten dazu werden analog der anderen Wanten vorbereitet, dieses mal aus 0,25mm Morope, und angebracht. Sie werden durch Löcher in den Salingen gezogen und unten an einer Püttingwurst an den Stengenwanten fixiert.


     



    Was nun folgt ist wieder meditative Fleissarbeit, nämlich das Knüpfen der Webleinen an den Stengenwanten.
    Diese Arbeit wird mich noch ein wneig in Anspruch nehmen.

    Ich möchte Euch aber noch ein kleines Hilfsmittel zeigen, dass ich auf Anregung aus dem Götterforum gebaut habe. Und zwar geht es um ein Hilfsmittel um Augen zu binden.
    Dazu habe ich einen Federstahldraht zurecht gebogen und über eine Spreiizpinzette geschoben. Nun kann ich das Tau in einer Schlaufe über den kleinen Haken am Ende des Bügels ziehen und die beiden Tauenden in der Pinzette einspannen. So habe ich beide Hände frei um das Auge einzubinden.


     


     


     

    Hallo Bonden


    Da darf es von mir aus gerne noch ein wenig winterlich sein in Berlin, wenn das so tolle Baufortschritte zur Folge hat.

    Schön, dass Du wieder in From bist, fleissig baust und bondnest!

    Das letzte Segel? Das klingt ja schon so langsam nach Zielgerade, zumindest für puristische Bastler wie mich. Für Detailfanatiker wie Dich heisst das wohl nur Ende eines Bauabschnittes und Beginn des nächsten, oder?


    Ansonsten bin ich natürlich auch schon gespannt, was du als nächstes planst. OK, eine Vermutung habe ich schon:D


    Beste Grüsse

    Peter

    Vielen Dank! Ja, die 1:100er-Multipackung bekomme ich sogar in der Schweiz für einen anständigen Preis und Dafi's Bau-, bzw. Operationsbericht kenne ich , wird mir auf jeden Fall als Anschauungsmaterial dienen!


    Ich werde das wohl so machen!


    Danke für Eure Hilfe und bis bald

    Peter

    Ahoi Seeleute


    Ich hatte die Idee, meine Modelle etwas zu beleben, auch als Grössenvergleich. Dazu suche ich nun Abbildungen, Szenen, Vorlagen oder gar Tipps, wo es u.U. fertige solcher Figuren gibt im Mst. 1:100.

    Eine Idee aus einem Nachbarforum ist, Preiserlein umzubauen und zu bemalen. Dazu wären dann eben solche Szenen und Abbildungen hilfreich.

    Aber auch alternativ um diese abgebildeten Seeleute direkt auszudrucken und auszuschneiden. Mit etwas Fantasie plastischer darzustellen und dann direkt so zu gebrauchen. Der Fantasie werden wohl kaum Grenzen gesetzt sein, wenn dann mal Ideen und Vorlagen vorhanden sind:pardon:

    Habt Ihr vielleicht Tipps, Ideen, Links, etc.?


    Vielen Dank und beste Grüsse

    Peter