Museum für Antike Schiffahrt, Mainz

  • Nachdem ich die letzten Tage in Eschborn arbeiten durfte (mal wieder) und wir unsere Weihnachtsfeier gestern in Wiesbaden nacholten, fuhr ich mal erst Samstags nach Hause. Da ich sonst nie die Zeit dazu habe, war schnell der Plan gefasst, sich mal endlich das "Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz" anzusehen. Schwupps die Adresse gesucht und gefunden. Dabei fielen mir auf der Homepage 2 Dinge auf: 1.Das Museum wird seid 2015 neu gebaut und 2. die haben eine Aussenstelle mit antiken Schiffen. 8o Da ich keinen Bock hatte in ein halbleeres Museum zu gehen und ich eigentlich die Antike Schiffahrt sowieso genialer fand, bin ich also da rein. Das Museum befindet sich in einer Alten Gründerzeit Lokomotivhalle* und wurde 1994 eröffnet, um 5 römischen Militärschiffen ein würdiges podium zu geben. 1981 wurden in der Baugrube des zukünftigen Hilton Hotels in Mainz 5 römische Flussschiffe gefunden, die dort bei der Aufgabe von Mainz 405n Chr. an den Anlegern versenkt wurden, damit die Germanen diese nicht erbeuten konnten. Die Funde wurden aufwendig konserviert und in Fundlage ausgestellt. Will sagen, das die Rümpfe so auf ihren Sockeln präsentiert wurden, wie man sie fand. Daneben gibt es zwei imposante Repliken von römischen Militätschiffen, die nach den Funden rekonstruiert wurden. Imposante Schiffe. Zum einen gibt es ein Navis Lusoria, das als schnelles Patrouillenschiff eingesetzt wurde und ein etwas behäbigeres breites Schiff (Navis Actuaria?), das dem Truppen- und Nachschubtransport diente oder als Reiseschiff für hochgestellte Römer auf den Flüssen diente. Daneben gibt es einen grossen Teil mit grossformatigen Modellen (1:10) mit Antiken Frachtschiffen und Kriegsschiffen des römischen Reiches. Das Navis Lusoria kann man sich von einer Galerie ansehen, auf der die Bautraditionen anderer antiker Völker (Germanen, Skandinaviern, Ägyptern etc) gezeigt wird. Unterhalb der Galerie wird die Organisiation der römischen Marine und ihre speziellen Stellung gezeigt. Hier vielfach mit Grabsteinen von Seeleuten, Militärdiplomen die auf Bronzeplatten geprägt wurden und anderen. Zur Ausrüstung der Seeleute wurde bis auf 2 Katapulten leider nichts gezeigt. Im Museum gibt es zwei Fenster, mit denen man in die Werkstätten schauen kann. Zum einen in die Modellbauwerkstatt, zum anderen in die Konservierungsabteilung. Am Samstag war da nur leider keiner am arbeiten. schade. Der Eintritt ist frei, das Personal nett und erzählfreudig. Klare Empfehlung. :5*: Das Museum ist eine Kooperation der Leibniz Forschungsgemeinde und des Landes Rheinland-Pfalz. Der Neubau des RGMZ liegt übrigens direkt neben dem Museum für antike Schiffahrt und man hofft 2018 einziehen zu können, wobei die Baugrube etwas auf Berliner Verhältnisse schliessen lässt... :rolleyes: Bilder habe ich nur mit dem Handy gemacht, hatte die "Grosse" vergessen. Werde aber mal fragen ob ich diese hier zeigen darf.


    Aga P.S.Bevor einer meckert, die Halle wurde später als Grossmarkthalle für Meinz genutzt, stand dann lange leer und wurde dann zum Museum umgebaut.

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • Ich habe Mainz bisher auch nur als eine Ansammlung von Staus erlebt. Aber ich werde mir mal diese Stadt bei Gelegenheit näher ansehen.


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“