Band 3 - Zu feindlichen Ufern

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    • Band 3 - Zu feindlichen Ufern

      Hayden hat arge Probleme an Land im privaten Bereich. Es gelingt ihm aber nicht, diese zu lösen, vorher wird er wieder auf See geschickt. Erneut darf er mit der Themis auf Franzosenjagd gehen; allerdings wird er schnell zum Gejagten. Nachdem er von einem französischen Spion wichtige Informationen für England erhalten hat und diese so schnell wie möglich in die Heimat bringen will, wird er von zwei französischen Fregatten gestellt, und es beginnt ein Katz- und Mausspiel bei denkbar schlechtem Wetter, Regenwänden und Nebelbänken...

      Speziell dieser recht umfangreiche Teil der Geschichte ist wieder extrem spannend. Was mich ein wenig nervt, sind die Kapitel, die parallel an Land spielen und sich um die Irrungen und Wirrungen seines verunglückten Liebeslebens drehen. Ja, allemal viel besser als solcherlei bei Kent zu lesen ist, und sicher auch ziemlich dicht am damaligen gesellschaftlichen Leben und den strengen Konventionen der adligen und gutbürgerlichen Welt, aber für mich ein wenig zu lang gezogen.

      Was mich an den Szenen auf See etwas irritiert hat, ist eine Stelle, an der es darum geht, bei ziemlich heftigem Wind bzw. Sturm einen Gegner zu beschießen. Hayden lässt seine Mannschaft ein sehr anspruchsvolles Manöver durchführen, und zwar in der Aufwärtsbewegung die Stückpforten öffnen, Kanonen ausrennen, feuern und schnell die Stückpforten wieder schließen. Mal davon abgesehen, dass das ja vom Tempo her gerade noch so klappen konnte - aber ich dachte immer, eine Fregatte mit 28 Kanonen hat kein geschlossenes Geschützdeck und infolge dessen auch keine Stückpfortendeckel an den Luken der Kuhl. Zum Beispiel meine Mercury hat lediglich an den hintersten zwei der offenen, dort nur durch das überstehende Achterdeck überdachten Kanonen Stückpfortendeckel. Das muss ich mal noch genauer recherchieren, ob Mr. Thomas da falsch liegt oder ich.

      Nun, egal, genützt hat das alles eh nichts, denn schon bald ist das Glück unserem Helden erst einmal so gar nicht hold. Ich bin ungefähr bei der Hälfte des Buches, und es bleibt auch weiterhin spannend.
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    • Grolanner schrieb:

      Öhm... ist die Themis nicht eine 32er?
      Offenbar, ja - aber an irgendeiner Stelle ist von 28 Kanonen die Rede... Und das mit den Stückpfortendeckeln arbeite ich demnächst mal an anderer Stelle auf.

      Die weiteren Geschehnisse auf See sind packend und richtig gut erzählt. Gefangennahme, Schiffbruch, Dramatik, Rettung in höchster Not und unverhoffte Freiheit.
      Der dann folgende Part an Land hat mich allerdings etwas gestresst - das war mir dann doch ein wenig zu viel Herz-Schmerz-Gemache. Am Ende steht Hayden mit leeren Händen da, was die Aussicht auf ein erfülltes Liebes- und Familienleben angeht, und er ist endlich wieder auf See. Als frisch ernannter Vollkapitän bekommt er einen 64er, mit dem er dann unter Lord Howe an der Schlacht des glorreichen 1. Juni teilnimmt. Das ist dann auch ein echter Showdown für das Buch, der Geschützqualm steigt zwischen den Buchseiten auf und das Donnern der Geschütze und die Schreie der Verwundeten müsste, so dachte ich, die mit mir im Zugabteil sitzenden Mitreisenden doch hören und irgendwie reagieren...

      Fazit: Trotz der kleinen Längen in den Landszenen wieder ein toller Roman - da steckt alles drin, was man von einem maritim-historischen Buch erwarten darf. :5*:
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    • Das empfand ich beim lesen vor einiger Zeit auch so.
      Das geeier an Land war einfach Anstregend.
      Leider war das auch der letzte Hayden. Müsste mal schauen ob es irgendwie weiter geht.

      Aga
      John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.
      „Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
      Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“
    • hast ja recht @Bondensan, bin nicht ganz bei mir nach 3 Hotelnächten mit kaltem Wasser...
      Aber das ist OT...
      John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.
      „Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
      Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“
    • Thomas Burton schrieb:

      aus der Angebotsecke eines Kaufhauses
      Wenn es in diesem Kaufhaus nur eine Ecke gibt, in denen es Angebote gibt, ist es wahrscheinlich gar kein Kaufhaus, sondern ein Museum, eine Ausstellung oder was auch immer. In Kaufhäusern, die ich kenne, gibt es zumeist über sämtliche frei begehbare Etagen jede Menge Angebote. :P
      Aber vielleicht warst du ja wirklich in einem Kaufhaus, und in einer Ecke gab es Sonderangebote. 8)

      *Wider die Sprachfaulheit!*


      Auf jeden Fall aber viel Spaß mit dem Buch! ;)
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