Band 1 - Leutnant Ramage


  • Wann immer ich dieses Buch in die Hand nehme, frage ich mich, warum man diesen Stoff noch nicht verfilmt hat. Dieser Roman hat doch einfach alles, was Hollywood - zumindest früher - liebt.
    Ein strahlender Held, eine schöne Marchesa, tödliche Gefahren und eine fiese Intrige. Und selbst die maritimen Teile der Handlung ließen sich doch heutzutage ganz bequem umsetzen. Und wer es mag, ohne lange Vorrede gleich mitten in die Handlung geworfen zu werden - bitteschön. Wir lernen Leutnant Ramage in einer völlig aussichtslosen Situation kennen, im Angesicht des Feindes, als einziger Überlebender Offizier auf einer sinkenden Fregatte vor einer feindlichen Küste. Welches Buch kann spannender beginnen?
    Aber sei es drum, auch ohne Verfilmung ist dieser Roman immer wieder lesenswert. Und da die Reihe gerade eine Neuauflage erfährt, kann sie sich auch der Neueinsteiger problemlos zulegen.
    Meine Empfehlung: unbedingt lesen

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

    Einmal editiert, zuletzt von Speedy () aus folgendem Grund: Cover ergänzt

  • Moin,
    da bin ich und kann auch gleich meinen Senf dazu geben - diese Reihe war es nämlich, die mich als Schülerin für das Age of Sail begeistert hat - ich liebe richtig fulminante Abenteuer mit jungen Helden, Markisen und Marchesas und wie die alle heißen - und mit Happy end.
    Prima, dass die Reihe neu aufgelegt wird, auch wenn ich alle Bände besitze, teils in abenteuerlichen Fassungen.
    Azenor a.k.a. Gefion - oder umgekehrt ;)

  • Da Ramage lange nicht verfügbar war, kam ich erst vor ein paar Monaten mit der Neuauflage dazu Ramage kennen zu lernen.
    Ja, das hat was. Auch gerade die Episode um Korsika wurde ja bisher nirgends in einem anderen Buch verwendet.
    Das Gefällt.
    Nun die Marqueesa - da weiss ich noch nicht ob sie in den nachfolgenden Bänden wieder auftaucht, sie könnte anstrengend werden.
    Aber auch meine Empfehlung: unbedingt lesen.


    Aga

    Gentlemen, when the enemy is committed to a mistake, we must not interrupt him too soon.

    Adm. Horatio Nelson

  • Auch ich gehöre zu denen, die die Serie erst mit der Neuauflage begonnen haben und kann mich der Empfehlung von Aga nur anschließen (und das nicht nur, weil ich auf gute Absatzzahlen für den Verlag und das baldige Erscheinen von Band3 hoffe).

    George N. W. Cavendish-Bentinck (M.O.R.N.)

  • Zitat von "Aga"


    Nun die Marqueesa - da weiss ich noch nicht ob sie in den nachfolgenden Bänden wieder auftaucht, sie könnte anstrengend werden.
    Aber auch meine Empfehlung: unbedingt lesen.


    Aga


    Sie bleibt uns noch eine Weile erhalten. Aber was heißt denn hier anstrengend? Sie ist halt eine selbstbewusste junge Frau. ;)

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Klar ist sie selbstbewusst. und damit könnte sie Schwierigkeiten hervorrufen...
    Was sicher auch eine gewisse "Würze" in die Bände bringt.


    Aga

    Gentlemen, when the enemy is committed to a mistake, we must not interrupt him too soon.

    Adm. Horatio Nelson

  • Zitat von "Bonden"

    Da ich es schon lange nicht erwähnt habe: Mein Traum war immer, diese Reihe mal verfilmt zu erleben - mit Antonio Banderas als Ramage. Heutzutage sicher zu alt für die Rolle - aber als ich die Reihe zum ersten Mal las, war für mich niemand anders in der Rolle denkbar. :)


    Und ich kann mich auch noch gut an den Verfilmungsthread im uralten Forum erinnern :P
    Böse Zungen behaupten ja wir waren damals auch etwas frischer ....halt so wie der Herr Banderas :lol:

    "We all came from the sea and it is an interesting biological fact that all of us have in our veins the exact same percentage of salt in our blood that exists in the ocean, and, therefore, we have salt in our blood, in our sweat, in our tears. We are tied to the ocean. And when we go back to the sea - whether it is to sail or to watch it - we are going back from whence we came."

    John F. Kennedy

  • Derzeit ist die Fertigstellung des Neubaues gefährdet, da mich Ltd.Ramage einfach mal zum Dienst gepreßt hat.


    Keine Zeit zum posten, muß weiter lesen.


    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • So, Band eins ist zu Ende! Glücklicherweise habe ich vorausschauend Band zwei gleich mitbestellt. Wäre sonst kaum auszuhalten, wenn ich nicht Weiteres über diese beiden, Ramage und die unglaubliche Marchesa schnellstens in Erfahrung bringen könnte.


    Also: Ruhe auf der Werft. hier wird gelesen.


    Cheers! Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Ich war gerade auf der Suche nach einem Fachbuch über unsere Zeit in Deutsch (Herrscherin der Meere habe ich schon), da stieß ich bei Amazon auf Ramage.


    Leider scheint der Verlag nur Band 1 und 2 neu aufgelegt zu haben. Wahrscheinlich hat sich die Reihe nicht gerechnet...heutzutage ja leider normal.


    Trotzdem werde ich mal die Reihe anfangen, die fehlt mir noch. Es gibt ja auch noch e-bay und andere Quellen für die übrigen Bände.


    Update: Sehe gerade, dass Eugen von Beulwitz das übersetzt hat...das spricht eindeutig dafür, dass man die Reihe auch auf Deutsch lesen kann.

    Schmiddie


    (ehemaliges Mitglied von Bolitho & Co. 1.0 und Bolitho & Co. 2.0, dort bekannt als Robert E. Lee; also von Anbeginn dabei...längere Zeit verschollen, jetzt nicht mehr ganz so aktiv, aber immer dabei geblieben!).

  • So, habe den ersten Band an diesem Wochenende durchgelesen. Ich war begeistert. Es stellte sich gleich wieder das "nur noch eine Seite"-Feeling ein, dass ich bei anderen Romanen (die nichts mit Seefahrt zu tun haben) lange nicht gespürt habe.


    Da ich beim Kauf nicht auf die Seitenzahl geschaut habe, war ich doch überrascht, dass der Roman so dick ist (409 Seiten) als er ankam.


    Die Reihe liest sich sehr gut an, auch wenn sich einige wenige Passagen ein ganz klein wenig zu sehr hingezogen haben - Ein Gefühl, dass mich manchmal bei Aubrey/Maturin beschlichen hat.


    - Achtung SPOILER -
    Auch hatte ich an der einen oder anderen Stelle das Gefühl, dass der Autor sich ein wenig mehr künstlerische Freiheit herausgenommen hat, aber das war nur Erbsenzählerei auf ganz hohem Niveau. Das ist auch nicht schlimm, es fiel mir nur auf - so habe ich mich z.B. gewundert, warum auf einem kleinen Kriegskutter mit ca. 60 Mann Besatzung Seesoldaten an Bord sind. Das war allerdings das einzige, was mich auf den ersten Blick verwundert hat, allerdings bin ich auch etwas aus der Übung solche Dinge zu erkennen. Die Segelmanöver scheinen mir nachvollziehbar, auch wenn es dann immer sehr technisch wurde. Ich muss unbedingt noch mal die Kapitel in den Fachbüchern über Takelage und Handhabung der Segel durchlesen...


    Was mich gewundert hat, wie eine Fregatte wie die Sibella einem Linienschiff wie der Barras in die Falle gehen konnte. Da muss aber einer mächtig geschlafen haben...


    Zunächst schien mir auch die Ausrüstung eines Kutters mit schweren Karronaden äußerst fragwürdig. Ich habe aber dann gleich mal zwei Fachbücher (Nelson's Navy und Herrscherin der Meere) herangezogen und in beiden fand ich darauf eine Antwort - es gab tatsächlich gaffelgetakelte Kutter im Dienst der RN, die mit 10 18-Pfünder Karronaden bestückt waren. Danach erschien mir der Angriff des Kutters auf die Fregatte nicht mehr ganz so abwegig, auch wenn es ein tollkühner Streich war. :D


    Am Ende muss ich sagen, hat unser Ramage doch zuweilen mehr Glück als Verstand oder zumindest sehr viel Glück und kam mir am Anfang ein wenig arrogant rüber. Allerdings macht ihn die Eigenschaft, dass er stottert wenn er in Wallung kommt, gleich wieder menschlich ;) . Ich finde bei solchen Romanreichen immer toll, wenn jemand zu Held wird, der nicht aus der Oberklasse stammt - wie z.B. Hornblower - dass ist hier nicht der Fall. Allerdings hat er ja auch sein Laster zu tragen, das macht dann wieder einiges wett.


    Wunderbar fand ich auch die Anspielungen auf Hornblower (die gemeinsame Dienstzeit). Solche "Cross-Over" Momente mag ich einfach sehr.


    Alles in allem eine tolle Reihe. Ich freue mich schon darauf wie es weitergeht.

    Schmiddie


    (ehemaliges Mitglied von Bolitho & Co. 1.0 und Bolitho & Co. 2.0, dort bekannt als Robert E. Lee; also von Anbeginn dabei...längere Zeit verschollen, jetzt nicht mehr ganz so aktiv, aber immer dabei geblieben!).

    2 Mal editiert, zuletzt von Schmiddie ()

  • Da ich beim Kauf nicht auf die Seitenzahl geschaut habe, war ich doch überrascht, dass der Roman so dick ist (409 Seiten) als er ankam.

    Das war mir auch aufgefallen und ich denke der Verlag hat da ein Druckbild (Zeichengröße und Ränder) gewählt, dass die Anzahl der Seiten nach oben getrieben hat. Den ersten und zweiten Band habe ich zwar nicht zum Vergleich zur Hand, aber wenn ich mir die Ullstein-Ausgaben anderer Bände so ansehe, sind die erheblich dünner.

    George N. W. Cavendish-Bentinck (M.O.R.N.)

  • Ahoi Seeleute


    Tja, nun bin ich nach zwei Bänden Jack jetzt auch mit Nicholas unterwegs...
    Der Schreibstil der beiden Autorne könnte ja unterschiedlicher kaum sein, und das im gleichen Genre.
    Für mich liest sich Pope bisher deutlich flüssiger als POB, die Spannung im Buch ist, wie bereits im Eröffnungsbeitrag erwähnt vom ersten Satz an grandios. Damit will ich aber unter gar keinen Umständen schon wieder POB kritisieren, die Bücher faszinieren mich beispiellos. Aber für einen (noch) Wenigleser (könnte sich mit der Entdeckung der marinehistorischen Literatur schnell ändern) ist Pope leichter verständlich geschrieben, finde ich.
    Jedenfalls ist dieses Buch die perfekte Literatur für unseren bevorstehenden Urlaub in Korsika pleasantry


    Freundliche Grüsse
    Peter