Gianna eine Pinco Genovese

  • Zuerst dachte ich mir warum zeigt uns Angarvater eine Regalleiste, bis ich dann weiterscrollte und entdeckte, das das mal locker ein Minibaubericht für die Herstellung von Blöcken ist.
    Toll. Danke dafür.


    aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • Danke Aga, aber so eine richtige Arbeitsanleitung ist das ja nun nicht. Da fehlt noch einiges.


    In der letzten Zeit war Blöcke und Takel anfertigen Haupttätigkeit im Dockyard.


    Die oberen Stropps der Wanten sind gekleedet und geteert, da sie dauerhaft am Mast angeschlagen werden.


    Insgesamt ist die Takelage so eines Mittelmeerkauffahrteischiffes eine gegenüber den Squareriggern " unserer Zeit" eine ziemlich einfach Angelegenheit.
    Interesseant ist aber, daß die gesamte Takelung auf Effizienz ausgerichtet ist. Beispielsweise die Wanten von Groß- und Fockmast. Hier werden mehrfachübersetzte Taljen so eingesetzt, daß sie von den wenigen Hands ( so eine Pinke wurde von 6 bis 7 Matrosen + Schiffer gefahren) gut zu handhaben sind. Zumal die Besegelung, wenn Schwerwetter aufzog, relativ schnell auf Rahsegel umgetakelt werden konnte.


    Noch deutlicher ist das an den Zügen für das Aufholen der Ruten zu sehen. Beim Groß ein neunfach Zug, bei der Fock ein sechsfach Zug. Aber die kommen am Modell erst demnächst dran.


    Soweit für Heute. Als nächstes werden die Wanten der Fock getakelt und dann kommen die Ruten der Lateinersegel in die Fertigung. Glücklicherweise haben sich Mylady bereiterklärt die Segel zu nähen. Welch Erleichterung!


    Best regards Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
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    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

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  • Ein feines Schiffchen wird das, das steht schon mal fest. [Blockierte Grafik: http://www.smiliesuche.de/smileys/grinsende/grinsende-smilies-0015.gif] Und Du Glücklicher brauchst keine Kanonen zu takeln! :D


    Die Linien des Schiffes sind sehr elegant und erinnern schon ein wenig an meinen Lieblingsschiffstyp. [Blockierte Grafik: http://www.smiliesuche.de/smileys/grinsende/grinsende-smilies-0054.gif]

  • Aye,Bonden


    Wo Du Recht hast, da hast Du recht, Gianna hat schon tolle Kurven.


    So ein wenig fehlen mir die Kanonen doch, gerade weil sie so schöne Takel haben. Drum wird mein nächstes Projekt wohl auch eine Statenjacht sein. Richtig viel Gedöns am Heck, und sogar ein paar Kanönchen
    Cheers Angarvater

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  • Richtig, eine Dame braucht gewisse Kurven... ;)


    Welcher Maßstab war das nochmal? 1:64?


    Ein Ostinidenfahrer wäre doch auch was oder geht das schon wieder zu sehr in Richtung Kriegsschiff?

    ~*~ "Und nun meine Herren, genug der Bücher und Signale." ~*~ Richard Earl Howe, 1. Juni 1794.

  • Alle Masten haben jetzt ihr stehendes Gut bekommen. Hier einige Bilder vom heutigen Baustand.



    Diese Schiffe hatten ja zwei Besegelungen. Latein- und Rahbesgelung. Üblicherweise werden sie ent weder mit der einen oder mit der anderen Besegelung gezeigt. Derzeit überlege ich, ob ich das Schiff nicht gerade in der Umtakelungssituation zeige. Am Großmast steht noch das große Dreiecksegel, und am Fockmast sind schon, oder werden gerade die beiden Rahsegel gesetzt.


    Da einzige Problem dabei wird die Anfertigung der Crew sein. Figurenbau ist für mich ein völliges Neuland.


    Best regards Angarvater


    P.s. Lord Howe, auf Angarfathers Dockyard werden, je nach Auftragslage, Schiffe aller Art gebaut. :D Derzeit liegt ein weiterer Auftrag eine Statenjacht auf Kiel zu legen vor. Insbesondere zeigt die Countess of Kingsbridge besonderes Interesse an diesem Neubau ;) ;) Sollten sich die hohen Herren der sehr ehrenwerten Companie zu einem weiteren Auftrag herablassen spräche seitens der Werftleitung nichts dagegen diesen anzunehmen. Wobei schon seit Längerem die Anfrage der Hamburger Kaufmannschaft bezüglich eines Convoischiffes vorliegt.


    A.

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  • Derzeit "kaue" ich an einigen Problemen mit der Takelage der Gianna herum. Es gibt hier im Plan von Euromodell etliche Ungereimtheiten. Beisspielsweise die Takelung des Besan. Da soll die Schot mit einer Talje an Steuerbord gefahren werden.So weit denkbar, nur läuft diese Schot durch ein Scheibgatt im Baum und dann über eine weitere Talje zum Schothorn. Das kann nicht funktionieren. Der Besanbaum, der hier ja fest eingebaut ist, mit seinen immerhin sechs Metern Länge soll ohne Verstagung gefahren werden. Ist m.E. nach Unsinn. Bei dem großen Lappen darüber würde der Baum recht schnell brechen.


    Genau so seltsam sind die Angaben zu den Fallen von Groß und Fock. Mehrfachkardeelblöcke sind dafür schon gesicherte Erkenntniss. Nur das die Lastseile dann als doppelte Züge über doppelte Scheibgatts in den Masttops geführt werden ist auch nicht sinnvoll, da man beim Umtakeln von Latein auf Rahsegel am selben Mast zwei Taljen braucht um die beiden Segel auf zu holen. Für das Rahgroß oder das Rahmars gibt es dann nämlich keine Möglichkeit ein Fall zu scheeren. Hier wurde, soweit ich das beurteilen kann, einfach die Takelung der Schebecken, die ja nicht umriggten, übernommen.


    Na gut,vielleicht sehe ich das auch nur zu pingelig.


    Kindly Angarvater

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  • Für das am Mittwoch geschilderte Problem fand sich eine Lösung. Aus MSW bekam ich von einem italienischen Modellbauer einige Museuumszeichnungen, aus denen hervorging, daß in den Mastköpfen zwei Scheibgatts übereinander eingesetzt waren. Damit geht das dann schon. Ist im Modell aber nicht schwierig die fehlenden Gatten nachzuarbeiten.


    Heute wurden die Ruten von Groß und Fock fertiggestellt. Das sind schon wirklich große Segel, die da auf so einem Schiff gesetzt wurden. Hier nur ein kleiner Ausschnitt der Großrute.Ähnliche Segelgrößen im Verhältnis zum Schiff gab es m.E. in Nordeuropa nur bei den Kuttern insbesondere der RN.


    Die Fallen der Ruten der beiden Hauptmaste werden mit recht üppigen Taljen aufgeholt. Zu machen waren dafür vier Siebenfachblöcke und zwei Dreifachblöcke für den Besan.


    Noch einige Bilder vom Neubau nach Werftschluß.


    Cheers Angarvater

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  • Was für eine Schönheit! Besser als jede Hungerharke bei Heidis GNTM!


    Aga

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  • @ Aga Welcher Shipwright oder Skipper interessiert sich schon für solch schlecht getakeltes Junggemüse? :D :D :D



    Hier sind Giannas zwei Anker. Die "Eisenteile" habe ich aus 3mm PVC Schaum gemacht. Läßt sich überraschend gut bearbeiten.


    Für die Bänder der Holzteile habe ich mal wieder Lötdraht(1,7mm) flach gehämmert. Die Ringe sind aus 2mm Messing. Der Eisenanstrich aus Acryl Effektlack.


    Best regards


    ANgarvater

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  • Da meine lästige Grippe so langsam abklingt habe ich heute auch wieder eineige zeit in der Werft gearbeitet. Hier nun zwei Bilder von den Ankern


    Die Ringe wurden noch gekleedet.


    Nachdem die Ankertrossen an Deck genommen und die Anker angestroppt waren, wurde erstmal der Steuerbordanker probehalber auf Position gebracht werden.


    Cheers Angarvater

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  • schön!
    Und für ain Frachter echt "navystyle shipshape!!


    Aga

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  • Jo, da wurder ordentlich geschwabbert und gefeudelt... ;)


    Ich finde es ja immer wieder interessant, wie so Originateile fotografisch verkleinert und dann als Modellbauteile ausgegeben werden... also wirklich.. :D   :D

    ~*~ "Und nun meine Herren, genug der Bücher und Signale." ~*~ Richard Earl Howe, 1. Juni 1794.

  • Zitat von "Richard Howe"

    Jo, da wurder ordentlich geschwabbert und gefeudelt... ;)


    Ich finde es ja immer wieder interessant, wie so Originateile fotografisch verkleinert und dann als Modellbauteile ausgegeben werden... also wirklich.. :D   :D


    Das erklärt ja mal alles. :lol:

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Während die Segelmacherei schwer am werken ist, ist Gelegenheit das Beiboot zu bauen.


    Ich habe hier eine für dies Projekt eine Gipsmalle verwendet.


    Bei 1:36 und der Herstellung eines Beibootes für ein Handelsschiff muß das Spantengerüst auch entsprechend massiv sein.


    Das Bugfach, Mastspur und die vorderen Träger der Bodenroste.

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  • Ruderbänke und Heckbank


    Der Sülrand ist auch drauf, also können die Maler kommen und das Boot mit Teer und Farbe bearbeiten.



    Cheers Angarvater

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