Band 21 - Kings and Emperors

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    • Band 21 - Kings and Emperors

      Fast ein Jahr nach Erscheinen habe ich mir den 21. Band geholt, als E-Book. Ich hatte zwar gehofft, dass der Kaufpreis im Lauf der Zeit fällt, das Buch war aber trotzdem noch teuer genug.

      Handlung:

      Das Buch spielt in der Zeit von 1807 bis Anfang 1809, also während des Wechsels Spaniens vom Verbündeten Frankreichs zum Alliierten Englands.

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      Die Handliung ist relativ schnell erzählt. Lewrie ist immer noch Kapitän des 50ers "Sapphire" und in Gibraltar stationiert. Er beschäftigt sich überwiegend auf Geheiß des Geheimdienstes mit Landungsoperationen an der spanischen Küste, kundschaftet die spanische Festung Ceuta von See her aus und unterbindet den Nachschub über See in diese spanische Enklave. Als Napoleon den spanischen König durch seinen Bruder ersetzt und die Spanier rebellieren und die Seiten wechseln, bringt Lewrie mit seinem Schiff bzw. Konvois Ausrüstung und auch die ersten britischen Truppen nach Spanien und Portugal. Aus Neugier wohnt er auch der ersten Schlacht General Wellesleys (des späteren Lord Wellington) auf portugiesischen Boden bei. Weihnachten 1808 wird er mit einem Konvoi von Transportern von Gibraltar nach La Coruna beordert, um der Armee Sir John Moores bei der Evakuierung zu helfen.

      Obwohl Lewrie einige alte Bekannte wiedertrifft, unter anderem seinen jüngeren Sohn, bleibt das Verhältnis Lewries zu seinen Freunden und Kindern merkwürdig blass.


      Die Handlung plätschert so dahin, alles bleibt ein wenig zu vorhersehbar. Richtige Spannung kommt nicht wirklich auf. Allerdings klaut Lambdin recht unverhohlen, als

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      Lewrie mit seinem 50er eine französische Einheit zu Klump schießt, die auf der Küstenstraße dahinmarschiert (war das nicht bei Hornblower?) Auf der anderen Seite finde ich eine mögliche Anspielung auf Sharpe recht witzig: Lewrie geht in Coruna an einer Kirche vorbei, in der Soldaten einquartiert sind und hört dort jemanden auf einer Flöte "Over the Hills and Far Away" spielen. Bei der Evakuierung wird es tatsächlich noch ein wenig spannend, als die französische Artillerie beginnt, in den Hafen zu schießen und sich Lewrie mit seinem Schiff schützend vor die Transporter legt (und natürlich erfolgreich zurückschießt)


      Alles in allem denke ich, dass Lambdin einem alten Problem zum Opfer gefallen ist: Sein Held ist zu alt und zu weit oben in der Kapitänsrangliste, um glaubwürdig einen schneidigen Fregattenkapitän abzugeben und tolle, spannende Seegefechte zu erleben. Deshalb wurde er folgerichtig Kapitän eines größeren Schiffes, in diesem Fall eines 50er. Der Autor hatte jetzt die Wahl, ihn zum Konvoidienst abzukommandieren (langweilig), oder zum Blockadedienst (auch langweilig), oder ihn eben in Gibraltar verschimmeln zu lassen (ebenfalls langweilig). Zudem ist die Zeit der großen Seeschlachten vorbei. Vielleicht hätte Lambdin ihn besser in die Karibik geschickt? Wer weiß.
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    • Es hat ewig gedauert, bis ich auf dieses Forum gestoßen bin. Auch im alten Forum war ja schon wenig los, was die Lambdin Bücher anbelangt. Ich muß allerdings leider Mr. Oxbelly zustimmen, die letzten Bände lassen ein wenig nach. Nach wie vor kaufe ich Anfang des Jahres das neuste Buch, aber so richtige Spannung vermag nicht mehr aufkommen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    • Willkommen an Bo(a)rd Lewrie. Es ist halt so ein Ding mit dieser Reihe. Sie begann grandios, doch sobald Alan Lewrie ein eigenes Kommando hatte, ließ der Wortwitz, von dem die ersten Bände lebten, deutlich nach.
      Und damit fiel immer deutlicher auf, dass Dewey Lambdins Wissen über die Royal Navy unserer Zeit auch eher überschaubar ist.
      Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)
    • Wie wahr, wie wahr...

      Übrigens haben wir ganz oben auf der Forenseite einen Vorstellungsbereich. Da Du ja ein aktives Mitglied zu werden scheinst, wäre es schön, wenn Du Dich dort mal vorstellen würdest, damit wir alle wissen, mit wem wir es bei Dir zu tun haben. Ist kein Muss, wäre aber schön.
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    • Speedy schrieb:

      Es ist halt so ein Ding mit dieser Reihe. Sie begann grandios, doch sobald Alan Lewrie ein eigenes Kommando hatte, ließ der Wortwitz, von dem die ersten Bände lebten, deutlich nach.
      Für mich ließ die Reihe schlagartig nach, als keine neuen Bände mehr ins Deutsche übersetzt wurden. :thumbdown:
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    • Nun ja, die gesamte Veröffentlichungspolitik von Ullstein im Zusammenhang mit dieser Reihe ist schon ziemlich fragwürdig. Ich erinnere dabei nur an das Überspringen von Bänden.
      Aber selbst bei den übersetzten Bänden ist doch der Qualitätsabfall unübersehrbar.
      Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)