Band 4 - Kommandant Ramage


  • Leider ist dieser Band momentan nur antiquarisch erhältlich, weshalb hier auch kein Coverbild erscheint.
    Dieser Band gehört nach meiner Meinung nicht zu den Höhepunkten der Reihe. Die Handlung ist kurz erzählt. Ramage soll mit seiner Triton einen Konvoi eskortieren. Er gerät in einen Sturm, wird schiffbrüchig und landet mal wieder vor dem Kriegsgericht. Nebenbei ist er wie alle Seeleute jenseits von Gibraltar Junggeselle und betrügt seine Gianna. Im Original heißt das Buch Governor Ramage RN, weil er ja auf der Insel, auf der er strandet das Sagen hat.
    Insgesamt wirkt das Buch etwas einfallslos und die Übersetzung macht alles noch schlimmer. Dieser Roman ist nur Sammlern der Reihe zu empfehlen.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Zumindest gibt es noch keine entsprechende Ankündigung des Verlages. Vielleicht hakt es ja an den deutschen Rechten. Auf jeden Fall wurden die ersten beiden Bände ja von Eugen von Beulwitz und die Bände 3 und 4 von Eva Malsch übersetzt. Möglicherweise standen dahinter ja unterschiedliche Verlage, bevor alle Bände bei Ullstein erschienen.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Ich quäle mich gerade durch den den vierten Band. Es ist, wie meine Vorredner bereits geschrieben haben, kein Höhepunkt der Reihe. Besonders die Übersetzung (so vermute ich) macht das ganze sehr schwer zu lesen. So wird hier z. B. ein Vergleich gezogen, der sich auf Autos (!) - ja richtig gelesen - bezieht....

    Auch wird der Master in den Bänden vorher als Segelmeister bezeichnet, hier auf einmal als Kapitän, genau wie Ramage. Also zwei Kapitäne an Bord.


    Es bleibt also nur zu hoffen, dass die weiteren Bände wieder an die ersten anknüpfen.

  • Ich habe "Kommandant Ramage" vorhin nach sehr langer Zeit mal wieder beendet und finde ihn tatsächlich recht kurzweilig. Konvoidienst, der erst gar nicht langweilig wird mit dem geheimnisvollen Schiff, das schnell zum Freibeuterangriff übergeht, der Hurrikan, die Zeit auf der Insel und die Schatzsuche, dann (mal wieder) Kriegsgericht, nur hat diesmal Ramage die besseren Karten.

    Inhaltlich ist in meinen Augen vor allem diese oberflächliche, unnötige "Liebesgeschichte" störend. Ramage verliebt sich die die Französin und sie ihn ihn, aber so recht Zeit für sie hat er nicht und so wird das nur ab und an mal mit ein paar Zeilen erwähnt, und wenn man Gianna erwähnt wird oder er ihr Bild anschaut hat er nicht mal einen Hauch von schlechtem Gewissen (und im folgenden Band wird sie erst gar nicht mehr erwähnt, glaube ich).

    Der Schatz wurde auch sehr sachlich gefunden. Ich fand die Schatzsuche ganz geschickt angelegt. Nur als der Schatz gefunden wird, geht es sehr kurz und sachlich zu, niemand starrt hingerissen das Vermögen an und als dann Southwick anhand angenommenen Goldpreis den Wert von mehr als eine Million Pfund errechnet, beeindruckt das wenig, geschweige denn, dass ernsthaft jemand darüber betrübt ist, dass vermutlich alles von der Krone eingesackt werden wird.


    Nur die Übersetzung ... bringt seltsame Stilblüten hervor. Ständig heißt es "Mütze", wenn der Hut (insbesondere der Offiziershut) gemeint ist. Dann wird Segelmeister Southwick zum Kapitän, der Rätsel-Reim besteht aus "Linien" (statt aus Versen, Verszeilen oder Zeilen), und das zwei oder drei Mal auf Englisch stehen gelassene "last not least" sprang mir unangenehm ins Auge (ebenso wie "Governor" das auch nicht übersetzt wurde).