HMS Mercury - Fregatte der Enterprize-Klasse; Shipyard-Kartonmodell, 1:72

  • Aye, Admiral,


    Feine Arbeit!


    Dies eTakelungen sind für mich immer eine der schönsten Arbeiten im Rigg.


    Best regards


    Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Danke, @Angarvater, und danke auch an alle Liker.


    So, und alle, die da meinen, der Bonden sei auch nicht mehr das, was er mal war, kann ich beruhigen:


    Doch, es wird auch weiterhin fröhlich abgerissen! :lol


    Hach, ärgerlich war es dennoch. Was war passiert? Ich hatte gestern ja bereits die backbordseitige Püttingswurst an den Besanwanten befestigt. Heute war nun die an Steuerbord dran. Schön gucken, damit beide auf gleicher Höhe sind, dann ordentlich befestigen, das heißt, mit jedem Want verbinden.
    Dann ging es los mit den Püttingswanten, und wie ich so nach Montage von Nummer 1 mein Schiff auf Hecksicht drehe, stach es mir sofort ins Auge: Dat is nich gleiche Höhe! dash


    Mit Paint kann ich das gut zeigen:


    Also musste die Wurst wieder runter. Oh oh, diffizile Operation! Ich hatte mit Ponal Turbokleber gearbeitet, der klebt richtig gut. Ich sah mich schon die Besanwanten neu fertigen. Aber mit viel Geduld und scharfer Klinge ging dann doch alles gut. Und da liegt er, der Übeltäter.


    Wobei, der Übeltäter war ja ich. :D Die Wanten haben es auch gut überstanden:


    Also zweiter Anlauf, und ein Zahnstocher, der auf die geringen Überstände der Püttingswürste gelegt wurde, zeigte mir, dass es nun parallel genug ist. ^^  (Wer sich den Spaß macht und dieses Bild mit Paint öffnet und ein Rechteck reinmalt, wird minimalste Abweichungen feststellen. Aber da behaupte ich mal, dass es die damals in echt auch gab. Mit bloßem Auge sind die jedenfalls nicht zu erkennen. :P )


    Zwei Stunden später waren dann alle sechs Püttingswanten montiert. Wir halten fest: Nie wieder Schwichtschenkel, nie wieder Püttingswanten! Also bei der Mercury. :rolleyes:  


    So, dann noch mal das ganze Schiff auf den Laufsteg, einmal drehen, und dann schließt die Werft für heute. :)  


    Ach ja: Die nächste Abrissaktion könnt ihr beim Betrachten der Bilder bereits erahnen: Das Geländer der Besanmarsplattform baue ich nochmal neu. 8)

  • Hallo Bonden


    Ich freue mich, dass es hier wieder fleissig weiter (und zurück) geht.
    Die Unterschiede in der Höhe der Püttingswurst hätte man wohl von Auge nicht erkannt. Jedoch, so vermute ich, im Winkel der danach angebrachten Wanten wäre das sehr augenfällig geworden. Danke, dass Du mir aufzeigst, wie sichtig diese Abschnitte sind. Ich werde mich ja dann irgendwann auch damit befassen.


    Und das Geländer der Besanmarsplattform, ja, das hätte wohl sogar ich nochmals runter gerissen.
    Immer wieder wundervoll anzusehen, Deine Mercury! s3


    Freundliche Grüsse
    Peter

  • Der Admiral hat endlich seinen Rhythmus gefunden. Vor und zurück, vor und zurück, vor u..


    Ich bin wirklich überrascht, wie deutlich die kleine Ungenauigkeit ins Auge fällt.

    Gruß Christian


    In der Werft: Papegojan, 1/72 von Shipyard
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • Hi Bonden,


    ein wundervolles Schiff! :)


    Freue mich das es jetzt wieder stetig weiter geht.


    Ich bin natürlich anderer Meinung, bei 1 mm hätte ich es nicht geändert. Glaube auch nicht, das es am Ende bei dem Wust an "Gestripp" augenfällig gewesen wäre.
    Aber jeder hat seine Toleranzgrenze und ich bewundere deine Geduld, die mir ja manchmal abgeht :thumbup:  
    Ich muss direkt mal schauen, was an meinen Schiffen alles schief ist ;)


    Da fällt mir ein, meine Pumpen warten auf Fertigstellung 8o


    Gruß
    Oeli



    PS. Muß meine Aussage eine wenig revidieren ;) der eine mm ist doch, ich sage mal grenzwertig

  • Und das Geländer der Besanmarsplattform, ja, das hätte wohl sogar ich nochmals runter gerissen.

    Aber ich denke, ich warte damit noch ein bisschen und baue erst einmal andere Dinge. Die Geländer werden, trotz aller Vorsicht, doch immer mal wieder in Mitleidenschaft gezogen, wenn ich meine hauchdünne Staubschutzfolie locker über das Modell lege bzw. wieder abnehme.


    Glaube auch nicht, das es am Ende bei dem Wust an "Gestripp" augenfällig gewesen wäre.

    Nun, wäre mir das beim Fock- oder Großmast passiert, könnte ich dir ja eventuell noch Recht geben. Aber hinter dem Besan kommt nicht mehr viel, was die freie Sicht auf die Püttings behindern könnte. Das wäre schon ins Auge gefallen, glaub mir. ;)

  • Auch heute wurde ein wenig in der Werft gewerkelt. An der Backbordseite sind jetzt, nachdem nochmal alle Wanten nachgespannt wurden, sämtliche Taljereeps ordentlich festgebunden, dezent verleimt und final gekappt. Jetzt hängen da nicht mehr überall die Strippen runter. ^^ Die selbe Aktion noch an Steuerbord, und dann nähern wir uns unweigerlich ... nein, nicht der zweiten Etage - ich habe beschlossen, mir das Vergnügen des Wantenknüpfens in zwei Etappen zu gönnen. Daher geht es demnächst hier los mit Webleinen einziehen. Die Vorfreude will gar keinen Anfang nehmen! :D

  • stimmt. Wir wollten schon ein "D" in die Musterrolle pinnen...


    Aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • Webleinen machen Spaß, so. :P


    Nach ein paar Trockenübungen habe ich heute erstmals ernst gemacht. Die Besanpüttingswanten erschienen mir dazu genau richtig: Ein kleiner, überschaubarer Bereich, der gut an einem kurzen Werftabend zu schaffen ist. Die Leinen an den Unterwanten sind alle noch nicht verleimt, die dürfen noch schief aussehen.


    Und Jimmy, einer der besten Vollmatrosen an Bord, zeigt uns gleich mal, wie man über die Püttingswanten auf die Marsplattform kommt.


    Wie ihr seht, habe ich mich gegen die üblichen hellen Webleinen entschieden. Auch Webleinen waren geteert, wenn auch nicht so stark wie das sonstige stehende Gut. Und es war ja nicht der Teer, bei dem wir sofort an den heutigen Straßenbau oder das Versiegeln der Dachpappe auf der Gartenlaube denken; der damalige Stockholmteer war sehr dünnflüssig und in verschiedenen Konzentrationen vorhanden.


    Mir gefällt es jedenfalls so. ^^

  • Was hat der arme Matrose verbrochen, dass er komplett in der Luft hängt? Die Webleinen sehen gut aus

    Gruß Christian


    In der Werft: Papegojan, 1/72 von Shipyard
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • So, ich hab, glaube ich, meinen Takt gefunden. Hab mir eine Schablone gefertigt, aber das wichtigste Utensil ist dieser unscheinbare Papierstreifen, den ich immer wieder als Abstandsmesser an die Knoten halte, um dann wieder und wieder minimalste Korrekturen vorzunehmen. Irgendwann flimmern einem dann die Fäden nur noch vor Augen - dann ist Zeit aufzuhören.
    Fertig ist alles, was keine hängenden Enden mehr hat, die anderen Webleinen sind noch locker, also auch die erste über den Wantjungfern.


    Den Jimmy hab ich übrigens mal im wahrsten Sinne des Wortes in die Zange genommen und ihm vorsichtig die Arme verdreht - jetzt greift er beim Aufentern nicht mehr in die Webleinen, sondern umfasst so, wie es sich gehört, die Wanten. :D


    Ich sehe grad: Das letzte Bild mag ich besonders. :)