Band 3 - Ramage und die Freibeuter


  • Nach der Schlacht bei Kap St. Vincent (siehe Band 2) erhält Leutnant Ramage ein neues Kommando, die Brigg Triton. Die Sache hat nur einen Haken, deren Besatzung beteiligt sich an der großen Meuterei und Ramage hat den Auftrag, die Nachricht von der Meuterei so schnell wie möglich zur Flotte vor Cadiz und in die Karibik zu befördern. Mit List gelingt es ihm, das meuternde Schiff auf die Reise zu bringen sowie nach und nach aus der Besatzung der Triton und seinen "Kathleens" eine Einheit zu formen. Kaum in der Karibik angekommen, erwartet ihn bereits der nächste Auftrag. Ramage soll gegen das Freibeuterunwesen vorgehen, das den Handel zwischen den Inseln zum Erliegen zu bringen droht.
    Wie sich schon aus dieser kurzen Zusammenfassung andeutet, ist der Roman zweigeteilt. Der erste Teil ist richtig gut geschrieben. Es macht Spaß, wieder mit Ramage und seiner Gang unterwegs zu sein. Im zweiten Teil punktet Dudley Pope zwar mit seiner überragenden Ortskenntnis, doch der Plot des Krimis, worum es sich hierbei handelt, ist leider etwas schlicht und durchsichtig gestrickt, so dass man sich schon fragen muss, warum erst Ramage auf die Spur der Freibeuter kommt.
    Abschließend noch ein Wort zur Übersetzung. Oh, wäre doch auch hier, wie bei den späteren Bänden, Uwe D. Minge beauftragt worden!!! Leider hat man aber eine Dame mit dem Job betraut, gegen die Stephen Maturin wie ein zweiter Lord Nelson erscheint.
    Aber für die tolle Handlung im ersten Teil und das Ramage-Wohlfühlprogramm gibt es trotzdem 4 von 5 Sternen.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Abschließend noch ein Wort zur Übersetzung. Oh, wäre doch auch hier, wie bei den späteren Bänden, Uwe D. Minge beauftragt worden!!! Leider hat man aber eine Dame mit dem Job betraut, gegen die Stephen Maturin wie ein zweiter Lord Nelson erscheint.

    Allerdings bin ich gerade auf der Spur, ob es nicht verschiedene Übersetzungen gibt. Immerhin hat ja der Unionsverlag die ersten beiden Bände neu aufgelegt und da stammt die Übersetzung von Eugen von Beulwitz.


    Jetzt heißt es nur noch herausfinden, welche Reihe die Übersetzung von Eugen von Beulwitz beinhaltet. Immerhin muss es eine Reihe von vor 1969 sein...auf Amazon werden da ja leider immer alle Auflagen bunt durcheinander gemixt.

    Schmiddie


    (ehemaliges Mitglied von Bolitho & Co. 1.0 und Bolitho & Co. 2.0, dort bekannt als Robert E. Lee; also von Anbeginn dabei...längere Zeit verschollen, jetzt nicht mehr ganz so aktiv, aber immer dabei geblieben!).

  • Soweit ich es überblicke, gibt es nur eine Übersetzung von Ramage und die Freibeuter und die ist leider nicht sehr gut, zumindest im Hinblick auf maritime Fachbegriffe.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)