Frühjahrssegeln 2015 - Mit der HENDRIKA BARTELDS auf der Ostsee

  • Na dann mach ich doch einfach mal weiter! ;)


    Am Morgen nach der Fete bin ich dennoch zeitig wach und gehe wie gewöhnt noch vor dem Frühstück von Bord, um wieder ein "Guten-Morgen-Hendrika-Bild" zu schießen.


    Und da wir nicht sofort nach dem Frühstück ablegen, bleibt noch ein wenig Zeit für einen kurzen Bummel durch den kleinen Ort.


    Dann endlich wieder auf See! An Backbord querab ein ähnlich getakeltes Schiff wie unseres.


    Und später kreuzt auch wieder die Lovis wieder unseren Kurs - davon dann im nächsten Posting mehr Bilder!

  • So reine Luftlinie ist das Ziel, das wir heute ansteuern, nicht allzu weit weg. Aber wir sind ja zum Segeln hier, also kreuzen wir bei einem ordentlichen Püster über die Ostsee, fahren Halsen und Wenden und haben wieder jede Menge Spaß. Offenbar ist man auf der LOVIS ähnlich unterwegs, wir begegnen ihr ein paar mal. Am schönsten war dieses Treffen hier. Man sieht genau, wie schwer der Zweimaster durchs Wasser stampft.



    Wären wir feindliche Kriegsschiffe gewesen, hätten wir sie hier schön von vorn bestreichen können:


    Kurz darauf kreuzte sie unser Heck - da hätte es dann ordentlich was für uns gegeben...


    Aber glücklicherweise waren wir friedlich unterwegs, und so bleib es beim freundlichen Hin- und Herwinken.

  • Am Nachmittag machen wir am Kai von Lyø fest. Durch unser Erscheinen vergrößern wir die Einwohnerzahl dieser 6,05 km² großen (oder besser gesagt kleinen) Insel um ein Drittel - lt. Wikipedia leben dort 95 Einwohner. :lol:


    Die wichtigste Sehenswürdigkeit sind die "Klokkestenen", ein altes Hünengrab.


    Aber auch so bietet der Ort ein paar reizvolle Fotomotive, und das alles bei strahlenden Sonnenschein!


    Am nächsten Vormittag steuern wir wieder deutsche Gewässer an - unser Ziel ist das Ostseebad Damp. Zeit, mal wieder in die Wanten zu steigen! Auch andere haben diese Idee. ;)


    Von oben schaue ich auf meinen Lieblingsplatz, und kurz darauf bin ich auch wieder im Klüvernetz. Aber jetzt erst mal die Aussicht von hier oben genießen!


    Dann wird wieder die Brefock (auch Breitfock) gesetzt, und das schaue ich mir diesmal aus dem Klüvernetz an. Ist schon ein ordentlich großes Taschentuch!

  • In Damp ist das Anlegemanöver spannend, denn die Hafeneinfahrt ist schmal, der zur Verfügung stehende Ankerplatz auch nicht allzu groß. Unser Skipper bugsiert uns aber sehr souverän an den Kai.


    Vor lauter Yachten sieht man die Hendrika kaum.


    Aber man muss sich nur andere Standorte suchen, um sie wieder frei vor der Linse zu haben.


    Mein morgendlicher Spaziergang beschert mir diesmal ein paar noch müde wirkenden Möwen, die sich aber gut auf meinen Bildern machen.


    Als es dann losgeht, bin ich wieder restlos begeistert, denn wir legen wieder unter Segeln ab! Und das bei diesem engen Hafen, Respekt, Raggi!


    Und so beginnt leider schon die letzte Etappe - es geht zurück nach Kiel. Aber diese Fahrt bietet nochmal ein ganz besonderes Highlight!

  • Der Wind ist nur ein Windchen, uns so lässt der Skipper nahezu alle Segel setzen, dann wird das Motorschlauchboot zu Wasser gelassen, und wir werden von Trish rund ums Schiff gefahren.





    Einmalig schön - die Fotoapparate klicken um die Wette, Smartphones filmen und wenig später sind die ersten Clips bei Facebook hochgeladen. Klar, ich mache da auch mit, nehme mir aber auch die Zeit und genieße einfach diese schönen Bilder.


    Dann sehen wir die Loth Lorien, und dort hat man offenkundig den gleichen Spaß - auch dort umkreist ein Schlauchboot das Schiff.

  • Leider schläft dann aber der Wind restlos ein, so dass wir alles Tuch runterholen und mit Motorkraft das letzte Stück in den Kieler Hafen fahren. An Bord bricht währenddessen hektische Betriebssamkeit aus: Sachen packen, Kabinen räumen, Klar Schiff machen überall. Alle packen mit an, und so kommt erst beim Anlegen am Hafenkai von Kiel erste Wehmut auf - ist die herrliche Woche doch schon vorbei.


    Fazit: Das Frühjahrssegeln auf der Hendrika Bartelds war für mich ein unglaublich schönes Erlebnis! Da hat einfach alles gestimmt, alle meine Erwartungen haben sich erfüllt und wurden übertroffen, und ich bin mir sicher, dass ich das zwar zum ersten, aber keinesfalls auch zum letzten Mal mitgemacht habe!

  • Oh, wenn ich diese Bilder sehe, dann überkommt mich schon wieder fernweh. So ein schönes Schiffchen. Und mit dieser Crew eine Woche voller guter Erinnerungen! Klasse Bilder, Bonden. Vor allem auch von den morgendlichen Stunden, da habe ich nicht viel von miterlebt ;)

  • Aye, Bonden!


    Glückwunsch zu diesem herrlichen Törn!!


    Da kommen mir zwei Sachen in den Sinn: zum einen ist das ein richtig schönes Schiff, daß sich als Modell auch bestimmt gut macht, und zum anderen macht das Ganze Appetit darauf selber mal auf so einem Schiff zu reisen.


    Bst regards Angarvater

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Vielen Dank für die vielen weiteren wunderschönen Bilder. Da kommt wirklich Fernweh auf.


    Was die Museumswerft in Flensburg betrifft, so bauen sie dort seit ein paar Jahren an einem 1:3,5 Modell einer dänischen Schnau, die im Westindienhandel unterwegs war.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Diese Info bekam ich von der Crew der Hendrika:


    Liebe Segelfreunde der Hendrika,
    Für diejenigen unter euch, die auf dem Hamburger Hafengeburtstag unterwegs sind und das Spektakel vom Wasser geniessen wollen. Wir haben am Sonntag eine Tagesfahrt für Einzelbucher von 14 bis 19 Uhr, und wir haben auch noch Plätze frei.
    Wer mit möchte ruft uns am besten Samstag Vormittag an und sagt bescheid. Die Karten werden dann für euch an Bord bereitgehalten.



    Falls ihr also das Schiff mal aus erster Hand kennenlernen wollt, habt ihr dort die Gelegenheit. Ich kann es auf alle Fälle empfehlen!

  • Ach Bonden, was für schöne Bilder. Einige Nasen habe ich wiedererkannt, es schienen mir aber auch eine ganze Menge Neue an Bord. Eure Fahrt habe ich täglich auf Marinetraffic verfolgt und über manchen Zickzack-Kurs mächtig gegrinst, von wg. Magnum ;)

    Es ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem


    Karl Valentin