Im Herzen der See

  • Endlich habe ich den Film gesehen und bin etwas hin und her gerissen. Einerseits waren die Bilder grandios. Man konnte so richtig schön darin schwelgen und später auch mitleiden.
    Der Konflikt zwischen Kapitän und seinem 1. Maat war zwar nachvollziehbar, aber wie man das umgesetzt hat, hatte schon einen gewissen Nervfaktor. Dafür muss ich leider einen Stern abziehen.
    :4*:

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Achtung, Satire!

    Film ist ein Mittel der Illusion um bei dem Zuschauer eine Imagination hervorzurufen.


    Wen stören schon die mehr oder weniger kleinen Ungereimtheiten in amerikanischen Filmen? Mich, denn sie konterkarieren den Aufgabe, die Film nun einmal hat, den Zuschauer in eine andere Realität zu entführen. Sie ernüchtern mich, wenn ich noch viel lieber der Emotion verhaftet geblieben wäre. Eine Art geistiger Coitus Interruptus à la Hollywood.



    Wenden wir uns also dem Herzen der See zu. Mobby Dick mit neuem Ansatz. Melville, der Autor des Romans Mobby Dick erfährt von den viele Jahre zurückliegenden Ereignissen um das Walfangschiff Exeter und seine Versenkung durch einen Wal. Er besucht den nunmehr in die Jahre gekommenen seinerzeitigen Schiffsjungen der Exeter und lässt sich die Geschichte, gegen mehr als nur ein Trinkgeld, erzählen……….


    Schnitt, Chase der Protagonist, dargestellt von Chris Hemsworth, wird uns vorgestellt. Und wie er sich vorstellt. Wehendes, wogendes, lockiges Blondhaar, eine rote Lederweste, die wohl noch aus einem alten Mantel und Degenfilm im Fundus übrig geblieben ist. Der Blick in die Ferne gerichtet, mit einem Ausdruck, den irgendwer, der am Set das Sagen hatte, wohl für männlich, entschlossen hielt.


    Oberhalb der ihm damit schon bildlich zu Füssen liegenden Stadt/Welt, lebt er, der seiner eigenen Aussage nach, „ doch nichts anderes kann“, als zur See zu fahren und Wale zu töten, auf einem windumtosten Felsen, zusammen mit seiner Frau. Deren Verhärmtheit und Entsagungsbereitschaft wird zunächst einmal durch wiederholtes in die Kamera halten eines langen und zugegeben, etwas mageren, Halses angedeutet. In böser Ahnung des Kommenden schluckt sie denn auch schon mal mehrfach eifrig im Voraus.


    Und weil er ja nichts anderes kann, als Fische totmachen, holt Chase, in Vorbereitung seines anstehenden Aufbruchs, seine Harpunen aus einem Ackerwagen. Womöglich „kann“ seine Frau, neben „entsagungsvoll“ auch etwas Landwirtschaft, das würde zumindest den Wagen bei einem „Fischer“ erklären.


    Nun muss der gute Chase aber erst einmal hinunter in die grosse Stadt. Dort sitzen ihm dann gleich 3 Ebenezer Scrooges gegenüber, die ihn natürlich verschaukelt haben. Nicht Kapitän, sondern 1. Offizier unter einem – natürlich unfähigen, weil mit silbernem Löffel irgend wo drin geborenen – Kapitän, soll er werden.
    Er macht’s, Kapitän wird von den Scrooges eingenordet, Abschied.


    Auf dem Schiff. Ach ja, das Schiff, die Exeter. War zwar ein Vollschiff, wird uns hier aber als Brigg vorgestellt. Die 3 Scrooges der vorausgegangenen Szene hätten den Produzenten verstanden. Was soll’s, das merkt doch keiner und ist viel billiger.


    So segelt die Exeter mit achterlichem Wind und nach achtern aussehender Flagge dem Sonnenuntergang entgegen. Spätestens da hätte die Mannschaft aber merken müssen, dass hier der Klabautermann seine Finger im Spiel hatte.


    Aber die sind ja alle ganz besoffen vor guter Stimmung. Denn auf dem Schiff kennen sich viele von früher, freuen sich und sind guter Dinge. Hemsworth ist ein guter. Kaum an Bord zeigt er all sein Können, und seine Kameradschaft beim Durchtrennen eines Zeisings.
    Anschliessend auf einer Rah balancierend und erfüllt vom Wissen um sich und seine Schönheit, in die unbestimmte Ferne schauend, erinnert er ein wenig an Burt Lancaster alias Kapitän Vallo, in „Der rote Korsar von 1952“. Der hatte allerdings soviel Präsenz, dass in unserem Film schon ein Flugzeugträger vom Himmel fallen müsste, um einen vergleichbaren Effekt zu erzielen.
    Ja, solche Filme mit fallenden Flugzeugträgern gibt es tatsächlich, aber nur, weil es solche Schauspieler nicht mehr gibt.


    Dafür ist Hemsworth zeitgemäss. Ständig erwartet man, dass er jetzt ein Selfie von sich machen wird, so sehr scheint er doch stets ganz von sich und seiner Wirkung erfüllt zu sein.
    Aber wir sind am Beginn der Reise und Chase ist mit allen gut Freund. Das kann der unfähige Kapitän natürlich nicht ausstehen.
    Er lässt darum, gegen den Rat Chases, die Leesegel setzen, damit die Mannschaft auch mal ein wenig Spass hat. Typische Kapitänsauffassung von Spass. „Setzt die Leesegel“ lautet sein knapper Befehl, auf den hin, die Mannschaft, die natürlich gleich die ganze Hand statt nur den angebotenen Finger nimmt, nicht nur die luvseitigen sondern an beiden Seiten Leesegel setzt.
    Das geht natürlich nicht gut, war ja auch ein Befehl des unfähigen Kapitäns. Das Schiff legt sich auf die Seite und Chase muss es sich und uns wieder einmal beweisen. Weise versucht er das Schiff durch den Befehl „ Kappt die Bramsegel“ zu retten. – Die Leesegel sind da sowieso schon weggeflogen.


    Und wie verhält sich die Mannschaft bei ihm? Insubordination pur!
    Wohl aufgrund eines höheren Sicherheitsbedürfnisses der Mannschaft, als es die Schiffsführung hat, sehen wir deshalb die Essex in der nächsten Szene mit flatternden Bram- und Marssegeln der Zukunft entgegensegeln. Vorsicht ist die Mutter…… Da muss man die Jungs aber auch mal verstehen!



    So, jetzt wird noch ein wenig der Unterschied der Charaktere von Kapitän und 1. Offizier/Obermaat herausgearbeitet. Muss aber wirklich nur ein wenig gewesen sein, denn ich habe einfach gar keine Erinnerung an eine dieser doch wohl vielen gelungenen Szenen, die ja für die Geschichte in hohem Masse mitbestimmend sind.


    Es wird ein wenig Wal gefangen – a propos „Fangen“ warum spricht man eigentlich nicht auch davon, dass der Jäger ein Reh oder gar ein Wildschwein „fängt“?


    Es wird ein wenig der Schiffsjunge schikaniert.


    Es wird sich kein wenig schmutzig gemacht!


    Dann taucht irgendwann der grosse weisse Wal auf. Um es kurz zu machen, Gregory Peck hatte es mit einem gewaltigen eindrucksvollen und doch erhabenem Wesen zu tun. Hemsworth, ungeachtet aller zwischenzeitlich entwickelten Tricktechnik, mit eine Art übergrossem, ein wenig unfreundlichen, Delfin, der dem Menschen an sich positiv gegenüber zu stehen scheint und in ästhetisch erstklassigen Bildern, die einer Werbung für „Wahle-Watching“ entsprungen zu seien scheinen, seine beste Seite, die Flunke präsentiert. Wenn er nicht gerade freundlich die kleinen Wesen, die ihn töten wollen, anblickt.


    Klar, der Wal muss jetzt die Essex versenken, was er auch drehbuchgemäss, wenn auch ohne besonderes Engagement, tut. Da wird irgendwie der Backbordanker der Essex die Reling entlang geschleudert, zertrümmert alles, was sich im Weg befindet, um mit der ganzen Mächtigkeit seines ungefähr 1,20 Meter breiten Ankerstocks einschlagend schliesslich zur Ruhe zu kommen.


    Alle Überlebenden gehen in die Boote. Irgendwann später wird der Wal noch eines der Boote versenken. Aber all das plätschert dahin. Plätschert dahin, wie die übrig gebliebenen Boote, in denen so langsam die Verpflegung ausgeht. Die Seeleute entschliessen sich also, die verstorbenen Kameraden nicht über Bord zu werfen, da sie einsehen, dass mann nichts über Bord wirft, was einem noch nützlich sein kann.


    Hier haben wir dann einen der Höhepunkte des Filmes. Der inzwischen alt gewordene Schiffsjunge, dargestellt von Brendan Gleeson, erzählt, wie es ihn all die Jahre gequält hat, in der Ausnahmesituation im Boot schliesslich Menschenfleisch gegessen zu haben. Leider wird die wirklich gute Szene sofort wieder zunichte gemacht, indem seine Frau hinzueilt und bekräftigt, sie finde das schon ganz ok und hätte ihn auch geheiratet, wenn sie bereits bei der Eheschliessung von dem Akt des Kanibalismus gewusst hätte.


    Jetzt dürfen wir auch schon die vom Verleih gross angekündigte schauspielerische Hauptleistung Hemsworths bestaunen. Um die Leiden der inzwischen auf einer Insel befindlichen Männer besser darzustellen hat er 35 Pfund abgenommen. Ja auch Hempsworth hat gelitten, wie die ganze Film-Crew, die sich wegen eines Sturmes sogar 1,5 Tage in ihre Hotelzimmer zurückziehen musste.


    Ja irgendwann sind sie dann wieder zuhause und Chase und der Kapitän mögen sich jetzt auch viel mehr. Da gibt es dann noch eine Szene mit einer Verhandlung, in der die Ursache des Unterganges aus Versicherungsgründen vertuscht werden soll, aber auch diesese Szene geht zu ende.
    An eben diesem Ende glauben wir Hemsworth seinen Satz vom Anfang des Filmes, er kann anscheinend wirklich nur Fische tot machen.


    Melville tut mir leid, der Fisch tut mir leid und Brendan Gleeson tut mir leid, der wirklich besseres verdient hat. Ein wenig täten mir auch die 10 Euro Eintritt leid, wenn es den Film nicht im Fernsehen gegeben hätte.

    "Certainement qui est en droit de vous rendre absurde, est en droit de vous rendre injuste."
    Voltaire in "Ouveres komplettes de Voltaire" 1784, S. 447

    Wer dich veranlassen kann, Absurditäten zu glauben, kann dich auch veranlassen, Unrecht zu begehen.

  • ImGrunde hast du ja recht. Aber ich fand die 10€ nicht verschwendet.
    Ich habe ihn im Kino gesehen und denke das die Handlung für das TV geschnitten wurde.
    Ich fühlte mich damals gut unterhalten.


    Aga

    Gentlemen, when the enemy is committed to a mistake, we must not interrupt him too soon.

    Adm. Horatio Nelson

  • Bei mir waren es nur drei Euro. Bei Entertain als Leihfilm. Leid getan haben sie mir nicht. Aber ich habe mir die (vielleicht) gekürzte und sicher grausam durch Werbung zerschnittene Fassung im TV nicht angetan. So gut hat mir der Film dann auch nicht gefallen.

  • Schreibt doch bitte einmal über Eure Einstellung zu offensichtlichen Ungenauigkeiten in Filmen . Sind sie "normal", egal, illusionsraubend oder .....?
    Wie oben geschrieben geht es mir leider immer so nach dem Motto, "wenn ich das schon merke".

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    Voltaire in "Ouveres komplettes de Voltaire" 1784, S. 447

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  • Es ist ein Spielfilm. Da fallen 95% aller Kinobesucher die Fehler nicht auf.
    Wir postpupertären Bootsfetischisten sind da nicht ins Kalkül der Produzenten genommen.
    Ergo habe ich mir angewöhnt mir aus solchen Fehlern einen Spaß zu machen, und zu schauen was ich alles finde.
    Der Film soll Massen unterhalten und Geld verdienen, es ist keine Doku.
    Es gibt wenige Ausnahmen, wo man sich um Akkuratesse bemühte: z.b. Gladiator oder Master und Commander. Aber auch da verzweifelten die Berater an den Filmemachern und umgekehrt.
    Wir hatten im alten Bolitho Forum eine Heftige Diskussion zu dem Thema bei MaC...


    Aga

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    Adm. Horatio Nelson

  • Nur ist leider gerade "Master und Commander" ein gutes Beispiel, dafür dass Abweichungen von der Realität, hier der literarischen Vorlage, bewusst erfolgen.


    Wenn in unserer Mediengesellschaft Vorstellungen von der Vergangenheit ganz wesentlich durch eben diese Medien geprägt werden, durch " unterhaltende Rezeption inszenierter Vergangenheit, dann verdeutlicht dies eben auch die politische Bedeutung von Film und anderen Medien. Jedes totalitäre Regime kontrolliert seine Filmindustrie entsprechend.


    Was für eine geringe Toleranz, was für eine Hybris bei gleichzeitiger Einfalt, wird "den Amerikanern" von den Produzenten des Filmes " Master und Commander" unterstellt, wenn man glaubt, sie ertrügen es nicht, den Helden im siegreichen Kampf gegen ein amerikanisches Schiff zu sehen? Es musste also ein französisches sein.


    Als in dem Film "U 571" die Enterung eines deutschen U-Bootes zum Zwecke der Beschaffung einer Enigma gezeigt wurde, waren es, wen wundert es, Amerikaner und eben nicht, wie tatsächlich Engländer, die diesen Coup ausführten.
    Der seinerzeitige britische Prime Minister Blair nannte das, völlig zu Recht, " einen Angriff auf unsere Erinnerungen".
    Diese Reihe liesse sich, wir wissen es alle, beliebig fortsetzen.


    Meines Erachtens geht es dabei nicht um ein für die Zeit nicht stimmiges Requisit, es geht um Instrumentalisierung von Geschichte zu wirtschaftlichen oder politischen Zwecken oder beidem.


    Sobald die Filmindustrie mehr unter den Einfluss totalitärer Staaten gerät, werden diese ihre Interessen ebenfalls berücksichtigt sehen wollen. Ob die bisher so sehr gehegte amerikanische Seele das vertragen wird ?

    "Certainement qui est en droit de vous rendre absurde, est en droit de vous rendre injuste."
    Voltaire in "Ouveres komplettes de Voltaire" 1784, S. 447

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  • das amerikanische Seelenheil ist mir eigentlich herzlich egal... - und es ist ein Zeichen unserer Zeit, dass bei Blockbustern nicht nur die Filmstudios mitverdienen wollen - den Kino erreicht immer noch die Massen vom Kinderzimmer bis hin zu den Feuilletons in den Tageszeitungen. Wenn auf hochglanz-polierte Neuwagen durch Elendsviertel brettern, dann ist das genauso ein Bestandteil der filmschaffenden Kunst in diesen Tagen, wie auch das eine englische Geschichte, auf amerikanische Weise erzählt wird, weil - etwas überspitzt formuliert - das Kundenpotential in Übersee etwas größer ist als in Luxemburg - da müssen Opfer immer wieder gebracht werden.


    In manchen Fällen erachte ich diese Denkweise sogar als Segen für die Geschichtsverfilmungen, die wirklich akkurat erscheinen (gerade in dieser Hinsicht gesehen "Die dunkelste Stunde") - man nehme aber nur "U-571", den mieser konnte die Geschichte nicht erzählt werden. So dass "Story falsch und Umsetzung mies", wohl die englischen Geschichtserinnerungen gewiss nur kurzzeitig ins Wanken gebracht haben.


    "Im Herzen der See" liefert hier einen interessanten Ansatz zu Melvilles Roman, ohne dabei die Erzählvorlage sonderlich zu schaden und Thor ist halt eine der Produktplatzierungen, die heutzutage halt mit dabei sein müssen. Aber da der Film gut unterhält und man sich nicht fortlaufend fremdschämen muss, sehe ich über das eine oder andere flatterhafte Segeltuch gerne mal hinweg....

    Auf, Matrosen, die Anker gelichtet, Segel gespannt, den Kompaß gerichtet! - Wilhelm Christoph Gerhard (1780 - 1858)

    2 Mal editiert, zuletzt von Collingwood ()

  • Ein toller Beitrag @Deetjen. So ähnlich habe ich den Film auch empfunden, konnte es aber nicht so gut in Worte fassen.
    Die Bilder fand ich ja stellenweise wirklich beeindruckend, was die Dialoge betrifft...nun ja...


    Zu Deiner Frage, was Fehler in Filmen betrifft, so muss man da, finde ich, unterscheiden.
    Es gibt Fehler, die sind einfach den ökonomischen Zwängen geschuldet. Man muss nehmen, was man bekommen kann und daraus dann das Beste machen.
    So sehe ich das zum Beispiel bei der Hornblower-Serie.
    Wirklich ärgerlich wird es für mich immer dann, wenn die Filmemacher großtönend verkünden, wie akkurat doch alles ist, wie sie auf jedes Detail geachtet haben usw, doch das Endprodukt ist dann einfach nur grottenschlecht.


    Hatten wir nicht bereits einen Thread zum Film unter historische Filme?

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Hat DER Mod erledigt ;):P

    "We all came from the sea and it is an interesting biological fact that all of us have in our veins the exact same percentage of salt in our blood that exists in the ocean, and, therefore, we have salt in our blood, in our sweat, in our tears. We are tied to the ocean. And when we go back to the sea - whether it is to sail or to watch it - we are going back from whence we came."

    John F. Kennedy

  • er kann anscheinend wirklich nur Fische tot machen

    Jesses! Wie oft denn noch? Wale sind keine Fische! *explodiert vor Lachen*


    In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass mein seliger Vater mich bei "The Tudors" aufgeregt anrief und mir mitteilte, dass er gar nicht gewusst habe, dass der und der mit der und der verheiratet gewesen sei. DAS sei ja völlig neu und überhaupt! Ich musste ihn dann meist beruhigen und darauf hinweisen, dass es sich bei "The Tudors" keineswegs um einen Dokumentarfilm handelt... Geht in die gleiche Richtung wie Deetjens Einlassung. Und es erfordert vom historisch nicht gebildeten Zuschauer die ständige Ermahnung "Bedenke, Du sitzt im Kino! Bedenke, Du sitzt im Kino! Bedenke..." Aber dort wird ja meist die eine oder andere Art von Übertragung gezeigt, denn historisch korrekt geht nur in Maßen. Dennoch sollte man allzu plumpe Verdrehungen vermeiden (so wie bei dem U-Boot-Schmöker). Mir hat es damals bei "Nordwand" die Petersilie verhagelt, als diese unpassende Lovestory auftauchte und die Geliebte des tragischen Helden dann auch noch zu dessen tragischem Tod am Seil heulend an Fuß der Wand stand. Geht gar nicht.

    Stick close to your desks and never go to sea,
    And you all may be rulers of the Queen's Navee!

  • Neulich hab ich von einem Bekannten gehört, ein Kollege habe ihm erzählt er interessiere sich sehr für britische Geschichte - er würde daher nämlich auch eifrig Game of Thrones schauen... zuerst dache ich der Bekannte will mich hochnehmen...war aber leider ernst gemeint... :lol

    Schmiddie


    (ehemaliges Mitglied von Bolitho & Co. 1.0 und Bolitho & Co. 2.0, dort bekannt als Robert E. Lee; also von Anbeginn dabei...längere Zeit verschollen, jetzt nicht mehr ganz so aktiv, aber immer dabei geblieben!).

  • Schon klar, das war allerdings anders gemeint... :hmm:rofl

    Schmiddie


    (ehemaliges Mitglied von Bolitho & Co. 1.0 und Bolitho & Co. 2.0, dort bekannt als Robert E. Lee; also von Anbeginn dabei...längere Zeit verschollen, jetzt nicht mehr ganz so aktiv, aber immer dabei geblieben!).