Russische Brigg Olymp, 1817, in 1:96, von ShipWorks - Kartonmodell

  • Ich hoffe, Du bist dann nicht allzu enttäuscht, wenn Du nur meinen Triton Bericht wieder auf "im Bau" ändern musst. Einen weiteren Baubericht wird es definitiv nicht geben.:lt:

    Gruß Christian


    In der Werft: HMS Triton, 1773
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • Lasst Euch überraschen

    Gruß Christian


    In der Werft: HMS Triton, 1773
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • Ich finde es nach wie vor unglaublich, was Du aus Kartonmodellen zauberst....:lupe:hailhail

    Werftbetrieb gestartet für 2-Mast Schoner "Flying Fisch" M1:50. Baumaterial und tüchtige Handwerker für den Start des Projektes nun in ausreichender Menge/Anzahl vorhanden. 3 Fässer Rum haben sich bereits eingefunden, um die Arbeitsmoral in die richtigen Bahnen zu lenken. Nach Schichtende versteht sich!beer

  • Ahoi allerseits,


    nach längerer Pause hier mal wieder ein kleines Update. Oder auch ein großes - wie man will.


    Also, der Bau wurde erneut begonnen. Das Tempo ist diesmal deutlich niedriger; ich lasse mir mehr Zeit und versuche, genau an den Stellen, mit denen ich im ersten Durchlauf nicht zufrieden war, besser zu arbeiten.

    Derzeit bin ich bei der Erstbeplankung des Rumpfes. Es läuft gut, demnächst kommen auch wieder Bilder, aber im Großen und Ganzen sieht es nicht anderes aus als das, was ich hier bereits gezeigt habe.


    Zeigen möchte ich, was wirklich neu ist. Ich habe parallel zur Arbeit am Rumpf des Schiffes mit dem ersten von zwei Beibooten begonnen. Und das ist mal was wirklich Neues für mich, also die Art und Weise, wie diese Boote entstehen.

    Hier seht ihr die Teile, die als Lasercut zur Verfügung stehen. Also die obere Reihe, oberhalb der Planken:


    Die Teile werden nun nach Plan zusammengefügt:


    Dünne Papierstreifchen werden dann aufgeklebt:


    Jetzt wird das Kielteil auf dieses Konstrukt aufgesteckt, aber NICHT festgeklebt:


    Die Streifchen werden jetzt fest an die Mallen gedrückt und lediglich am äußersten Ende festgeklebt.


    Jetzt kann mit der Erstbeplankung begonnen werden, diese besteht auf jeder Seite aus vier Streifen.


    Am Ende sieht das so aus.


    Ok, schaut noch nicht wirklich überzeugend aus. Was jetzt nicht bebildert ist (vergessen, Fotos zu machen...), ist mein erstes Spachteln. Dazu habe ich so ein "Wasserformgel" genommen. Das ist weiß, und das war mir wichtig. Das Innere des Bootes wird später weiß, daher sollte jetzt nicht irgendein farbiger Spachtel zwischen den Ritzen hervorschauen. Danach hab ich dann mit "richtigem" Spachtel den Rumpf geglättet. Laut Bauanleitung soll der Kiel und der Heckspiegel schwarz gestrichen werden, was ich dann auch gemacht habe, einschließlich der gespachtelten und geschliffenen Außenhülle.

    Nun kommt die Zweitbeplankung drauf, die Planken sind dazu einzeln auszuschneiden. Die Backbordseite ist fertig. Da ich sowieso vorhabe, später die Außenschicht komplett zu streichen (sieht ja blöd aus, wenn da zwei unterschiedliche Schwarztöne sind), habe ich auf jegliches Kantenfärben verzichtet.


    Die Planken für die Steuerbordseite liegen daneben und kommen demnächst dran. Spannend wird dann der nächste Arbeitsschritt: Die Mallen werden dicht unter der Oberkante des Boots eingeschnitten, und dann sollte sich das nur aufgesteckte Mallengerüst herausziehen lassen. Die weißen Streifen, die die Spanten darstellen, sollten dann im Boot verbleiben. Man darf gespannt sein. :pf:

  • Spannend wird dann der nächste Arbeitsschritt: Die Mallen werden dicht unter der Oberkante des Boots eingeschnitten, und dann sollte sich das nur aufgesteckte Mallengerüst herausziehen lassen. Die weißen Streifen, die die Spanten darstellen, sollten dann im Boot verbleiben. Man darf gespannt sein.

    Das hört sich in der Theorie recht simpel an. Ich hoffe, die Praxis bestätigt das.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Der Arbeitsaufwand entspricht im Grunde exakt dem eines Holzmodells. Wahnsinn, was da heutzutage an Kartonqualität existiert.

    Bezüglich der Mallen......das wird!!:resp:

    Werftbetrieb gestartet für 2-Mast Schoner "Flying Fisch" M1:50. Baumaterial und tüchtige Handwerker für den Start des Projektes nun in ausreichender Menge/Anzahl vorhanden. 3 Fässer Rum haben sich bereits eingefunden, um die Arbeitsmoral in die richtigen Bahnen zu lenken. Nach Schichtende versteht sich!beer

  • Du solltest die Mercury sehen. Du würdest niemals glauben, dass es ein Kartonmodell ist. Wahnsinn!!!

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Das hört sich in der Theorie recht simpel an. Ich hoffe, die Praxis bestätigt das.


    Bezüglich der Mallen......das wird!!

    Ihr hattet beide Recht. Es war dann doch relativ simpel, nach Durchtrennen der Streifen an den Mallen das Gerüst aus dem Boot zu holen. Nur an einer Stelle musste ich die Klinge ansetzen, etwas von dem Wassergel hatte sich durch eine Ritze zwischen den Teilen der Erstbeplankung geschlichen und versucht, sich an einer Malle festzuhalten.

    Erstes Bild: Beide Seiten sind nun zweitbeplankt. Zweites Bild: Raus mit den Mallen!


    Nun wurde das Boot innen und außen gepinselt; außerdem wurde die Reling ausgeschnitten, aufgeklebt und ebenfalls gepönt.


    Die Basis ist damit geschaffen - das Innenleben wird dann nochmal spannend. Viele kleine Teile, teils gelasert, teils zum Ausschneiden, und Farbe kommt da auch noch ins Spiel.

    Macht auf jeden Fall Spaß! :D


    Ach ja, Cpt. Baltimore : Sicher hast du schon mal auf meine Homepage geschaut - falls nicht, mach mal. Da findet sich u.a. reichlich viel Kartonmodellbau von mir. ;) Link siehe Signatur.

  • Schöne Technik, die ich mir für Holz merken muss. Da sollte es im doppelt so großen Maßstab auch funktionieren.

    Gruß Christian


    In der Werft: HMS Triton, 1773
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • Schöne Technik, die ich mir für Holz merken muss. Da sollte es im doppelt so großen Maßstab auch funktionieren.

    Du weisst aber schon, dass diese Technik einen fertigen Kiel voraussetzt?:D

  • Schöne Technik, die ich mir für Holz merken muss. Da sollte es im doppelt so großen Maßstab auch funktionieren.

    Du weisst aber schon, dass diese Technik einen fertigen Kiel voraussetzt?:D

    Ich hatte überlegt, den Kiel zu überspringen, damit ich weiter komme.

    Gruß Christian


    In der Werft: HMS Triton, 1773
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • so ein Kiel ist auch völlig überbewertet…


    aga

    Gentlemen, when the enemy is committed to a mistake, we must not interrupt him too soon.

    Adm. Horatio Nelson

  • Kann man dann überhaupt noch kielholen oder geht das trotzdem noch irgendwie? Und wie heißt das dann?:hmm:

    "Sage nicht immer, was du weißt, sorge aber dafür, dass du gut weißt, was du sagst." – Don Bosco (1815 - 1888)

  • Also, wenn man Kiel nicht findet kann man auch nichts in Kiel holen, und muß den Kahn nach Eckernförde fahren um dort den berühmten Kuchen zu holen. Dann wäre das Eckernfördetortenholen. 🤔🤔 Oder doch nicht?🤪😁

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Also, wenn man Kiel nicht findet kann man auch nichts in Kiel holen, und muß den Kahn nach Eckernförde fahren um dort den berühmten Kuchen zu holen. Dann wäre das Eckernfördetortenholen. 🤔🤔 Oder doch nicht?🤪😁

    Jetzt bin ich total verwirrt. crazycrazy

    "Sage nicht immer, was du weißt, sorge aber dafür, dass du gut weißt, was du sagst." – Don Bosco (1815 - 1888)

  • Ha-ehm. Ich habe die Herren nicht von Meister Angarvaters Werftplatz gescheucht, damit Sie nunmehr hier weiter herumdebattieren können. Haben die werten Gentlemen nicht alle Wichtigeres zu tun? Sind da nicht auch weiterhin Schiffe zu bauen (oder wenigstens Kiele...), Bücher zu schreiben und zu renzensieren, technische Probleme zu lösen oder Rätsel zu raten? nono:baeh:


    Wenn wenigstens einer der Herren einen ordentlichen Schluck dabei hätte, wäre das Gegickere hier wenigstens halbwegs erträglich. :Ddead:trink:

  • Da dachte ich schon, hier geht es endlich weiter

    Hetz mich nicht! :D


    Es geht ja weiter, mein Guter. Das Beiboot ist nun fertig; der "Kleinkram" hat doch noch etliches an Zeit gekostet. Das Schanzkleid war das letzte, was angebracht wurde. Obgleich in der Bauanleitung nicht vorgesehen, habe ich die Teile dafür vorher gedoppelt, so sieht es besser aus.

    (Das Foto ist leider nicht so gut gelungen, ist aber auch schwer, so ein überwiegend schwarz-weißes Gebilde abzulichten. Werde das später nochmal bei vernünftigem Tageslicht machen - aber genau daran mangelt es derzeit nahezu ununterbrochen...)


    Mit dem Neubau des Rumpfes des Schiffes bin ich auch weitergekommen. Die Erstbeplankung aus gelaserten Teilen war wiederum problemlos, danach wurde gespachtelt und gestrichen.

    Dann ging es an die finale Schicht. Und dabei habe ich dann auch eine "Entdeckung" gemacht. Ist ja fast schon peinlich, was ich jetzt berichte. Nein, es ist peinlich, nicht nur "fast schon". In dem bissel Text, der sich in der Bauanleitung in einigermaßen verständlichem Deutsch findet, liest man von Verdoppeln nichts. Aber bei den Ausschneidebögen gibt es dann doch einige Teile, neben der Nummer noch ein oder zwei Pluszeichen sind. Also 34+, oder 29++. Und das heißt dann genau das, was es heißen soll. Also einmal oder zweimal verstärken. Also, speziell für alle potentiellen Nachbauer, hier anhand eines wichtigen Teiles ein Beispiel: Die Teile 29 sind die breiten Streifen unterhalb der stückbepforteten Bordwandteile. Diese sind in der Stärke also auf das Dreifache zu bringen und bilden so eine Art umlaufendes Barkholz. Vergleiche ich das mit meinem ersten Rumpf, sehe ich deutliche Unterschiede und vor allem eine qualifizierte Verbesserung. Das zweite Bild macht das vielleicht ein wenig deutlich.


    Die erste Planke ist auch schon dran, und am Ende wird natürlich wieder gekupfert.


    Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich nochmal angefangen habe. Allein die Sache mit dem Verstärken einiger Teile - da hab ich bei Version 1.0 nicht nur bei den Teilen 29++ gepatzt. :pf: Dazu dann später mehr. :D


    Soviel zum aktuellen Stand. :wink: