Christoph Hardebusch - Auf stürmischer See


  • Beim letzten BKT unterhielten wir uns noch über den Mangel an neuen Autoren und Büchern. Hier scheint es Abhilfe zu geben und das sogar über einen grossen Verlag.

    Allerdings müssen wir uns noch bis zum 22.07.2022 gedulden.

    Der Autor hat schon einige Bücher veröffentlicht, da hatte er es aber mehr mit Trollen. Hoffentlich entpuppt sich hier Napoleon nicht auch als Troll.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Zitat von Amazon

    Europa, 1792: Der ganze Kontinent steht in Flammen. Viele junge Männer werden zwangsrekrutiert. Auch Matthew Dankworth dient nicht freiwillig in der Royal Navy. Er wehrt sich und wird bestraft. Dann aber entdeckt er in seinem Captain Sir Sidney Smith eine verwandte Seele und stürzt sich in den Kampf gegen das revolutionäre Frankreich. In Toulon hoffen sie, Anhängern des Königshauses zum Sieg über die Revolutionsarmee zu verhelfen. Sie ahnen nicht, dass ihr größter Feind ein aufstrebender Artillerieoffizier ist. Sein Name? Napoleon Bonaparte ...

    Hier ist mal der Klappentext zum Roman. Findet den Fehler.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Das hört sich so nach Superheld wühlt sich von der Bilge aufs Achterdeck.

    Und ob das gut wird weiss ich nicht, andere Autoren, die von der Fantasy auf History umsatteln waren damit nicht so erfolgreich...


    Aga

    Gentlemen, when the enemy is committed to a mistake, we must not interrupt him too soon.

    Adm. Horatio Nelson

  • Es ist kein Fehler, schon in anderen Genres erfolgreich gewesen zu sein. Es beweist vielmehr, dass man in der Lage ist, Geschichten zu erzählen. Jedoch sind historische Romane recht speziell. Sie erfordern sehr viel Recherchearbeit, wenn man seriöse Arbeit abliefern will. Das ist nicht ganz einfach, denn manchmal erweist sich die Wahrheit als zu enges Korsett für eine gute Geschichte.

    Besonders gefährlich wird es, wenn man historische Personen auftreten lässt. Der interessante Leser weiss über diese im Zweifelsfall bereits alles, so dass es Aufgabe des Autors ist, ihn plausibel in die Handlung einzubetten. Und bis auf den einen oder anderen schwarzen Fleck in der Biografie bestimmen die Tatsachen die Handlung. Der Klappentext lässt bei mir die Befürchtung aufkommen, dass es Christoph Hardebusch nicht so genau mit den Tatsachen nimmt. Korrekt ist, Sir Sidney Smith war in Toulon mit dabei. Tatsache ist aber auch, dass er auf Halbsold war und somit kein Kommando innehatte. Er diente sich als Freiwilliger an. Daraus wollte Napoleon ja später den Vorwurf der Piraterie konstruieren.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Und wie passt 1792 der "Sir" hinter die Korsettstangen der Warheit?

    "Certainement qui est en droit de vous rendre absurde, est en droit de vous rendre injuste."
    Voltaire in "Ouveres komplettes de Voltaire" 1784, S. 447

    Wer dich veranlassen kann, Absurditäten zu glauben, kann dich auch veranlassen, Unrecht zu begehen.

  • Das passt schon, denn 1790 wurde ihm ja ein schwedischer Ritterorden verliehen. Diesen Tiel trug er mit königlicher Erlaubnis. Daher ja sein Spitzname der schwedische Ritter.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)