Russischer Kutter (Tender) "Avos" von Master Korabel

  • Ein Hallo und Ahoi,


    hier und jetzt beginnt der neue Baubericht über den Kutter "Avos" vom Hersteller Master Korabel. Ich schreibe immer Kutter, obwohl das Modell ja als Tender benannt wird. Über Ecosia habe ich nichts passendes über Tender gefunden. Vielleicht weiß einer der Fachleute hier etwas darüber zu sagen.:hmm:

    Ich war schon sicher als der Bausatz vorgestellt wurde das ich diesen einmal bauen möchte. Da sich die Auslieferung dann um Monate verzögert hatte, baute ich alternativ die Brigg "Phönix". Wie das endete ist ja bekannt ;)

    Nun zu beginn etwas zur Geschichte dieses kleinen Schiffes. Ich glaube es gab da schon mal etwas in diesem Forum dazu. Aber natürlich soll es hier passend nochmal erwähnt werden.


    Geschichte des Kutters "Avos"


    Am 1. Juli 1806 wurde in Novo-Arkhangelsk in Alaska (heute Sitka, USA) das Schiff der russisch-amerikanischen Handelsflotte erfolgreich zu Wasser gelassen. Es war ein 8-Kanonen-Tender. Der russische Botschafter Nicolay Ryazanov nannte das Schiff "Avos". Am 27. Juli 1806 begab sich die "Avos" unter dem Kommando des 22-jährigen Offiziers Gavrila Davidov und einer Besatzung von 12 Seeleuten auf eine geheime Expedition, um die Interessen des Russischen Reiches in den Gewässern rund um die Südkurilen und Sachalin zu vertreten. Die Expedition umfasste auch das Schiff "Juno" und wurde von Leutnant Nicolay Khvostov geleitet.
    Während der Fahrt entlang des Aleutengrates zum Hafen von St. Peter und Paul überlebte die Crew viele Stürme, hielt zwangsweise an den Fox-Inseln zur Reparatur an und rettete auch einen mysteriösen "Einheimischen" von der Insel Attu. Um die Kurilen und Sachalin zu sichern, die einheimischen Ureinwohner (Aines) in die russische Loyalität zu bringen und Japan zu zwingen, Handelsbeziehungen mit Russland aufzunehmen, führten 1807 die Schiffe "Avos" und "Juno" viele militärische Aktionen entlang der Küste der Kurilen-Inseln durch und überfielen die illegal erbauten japanischen Siedlungen, die zuvor russische Siedler verjagt hatten.
    Während dieser Expedition führte "Avos" viele Enter- und Landungsmanöver durch. 1808 lieferte die "Avos" unter dem Kommando von Leutnant Sukin Waren nach Amerika.
    Am 11. Oktober 1808, während der Fahrt von Kadiak nach Novo-Arkhangelsk, wurde während eines Sturms die "Avos" vor der Küste der Insel Chichagov in der Nähe des Alexander-Archipels zerstört. Die "Avos" hatte ein kurzes, aber legendäres Schicksal in der Geschichte Russlands, Amerikas und sogar Japans. Bekannt auch wegen der weltweit populären ersten russischen Rockoper von A.Rybnikov und A.Voznesensky "Juno und Avos". Diese erzählt von den Abenteuern der russischen Seeleute und der selbstlosen Liebe des russischen Botschafters Nicolay Ryazanov und der jungen María Concepción Argüello (Conchita) an der Küste Kaliforniens.


    Ja, das war ein kurzes Leben des kleinen Schiffes. Ich hoffe sehr, das mein Modell nicht das gleich Schicksal erleidet. ;)

    Als erstes ein paar Fotos vom Bausatz selbst, der wie ich finde wieder hervorragend ist. Wie sich dann bei den ersten Bauschritten herausstellte wurde dieser Eindruck bestätigt.

    Die tolle Passgenauigkeit lässt einen immer wieder frohlocken. Es ist fast nicht möglich ein Teil falsch zu platzieren da jedes Teil nur an einer Stelle genau passt.

    Feine Linien zeigen an den Spanten wie weit gestrakt werden muss, nur um eine kleines Detail mal zu erwähnen.

    Diesen Bausatz gibt es übrigens in verschiedenen Ausführungen. Ich habe die "ausführlichste" gewählt. Das heißt, mit Beiboot und das Deck und die Beplankung mit gelaserter Nagelung. Schon schick fr18


    Hier nun die ersten Fotos.


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    Die farbige und ausführliche Bauanleitung


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    Wie immer Baupläne in 1:1


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    Fein gelaserte Holzteile


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    Sehr schön zu sehen, die gelaserte Nagelung


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    Schöne Belegnägel und die Blöcke können sich auch sehen lassen.


    2. Teil folgt sogleich!!

  • Ahoi ihr Lieben,


    nun zum nächsten Teil.


    Wie schon geschrieben sind die Teile sehr passgenau und die Spanten lassen sich nicht an einer falschen Stelle platzieren. Durch die Bauweise wird auch alles sehr stabil. Es ist wahrlich eine Freude damit zu arbeiten.

    Abschließend die ersten Fotos von der Herstellung. Mittlerweile ist die erste Beplankung aufgebracht und wartet nun darauf geschliffen zu werden.

    Dazu mehr in der Fortsetzung.


    Herzliche Grüße aus Berlin

    Oeli


    PS. An die Werfaufsicht Bonden , die Wasserzeichen sind bei den geöffneten Fotos zu sehen ;)

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    Messingteile


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    Die Segel finde ich sehr schön gearbeitet. Vielleicht sollte ich doch mal ein Modell mit Segel bauen?:hmm:


    Nun geht es los!!


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  • Hallo Oeli


    Schön, dass es los geht! Der Bausatz macht einen hervorragenden Eindruck.

    Sehe ich das richtig, sind die Segel bereits fertig mit Liektuaen, Nähten, etc. nur noch zum anschlagen? Das wäre was für mich, denn genau diesen Teil des Modellbaues mag ich nicht, das Zurichten der Segel.


    Ich wünsche Dir viel Spass mit diesem Modell und hoffe, dass Du damit zurück zum uneingeschränkten Bauspass findest!


    Beste Grüsse

    Peter

  • Peter_H also bis jetzt bin ich sehr gut dabei ;)

    Die Segel sehen echt klasse aus, finde ich auch. Ich finde es immer nur sehr schade, das dann so viel von der Takelage verdeckt wird.:hmm:

    Aber es ist ja noch ein bisschen hin und ich kann mich immer noch entscheiden ob mit oder ohne Segel.;)

  • Peter_H also bis jetzt bin ich sehr gut dabei ;)

    Die Segel sehen echt klasse aus, finde ich auch. Ich finde es immer nur sehr schade, das dann so viel von der Takelage verdeckt wird.:hmm:

    Aber es ist ja noch ein bisschen hin und ich kann mich immer noch entscheiden ob mit oder ohne Segel.;)

    Andererseits sieht für mich so ein Schiff mit Segeln schöner aus. Da meine Modelle ohne Glaskasten im Haus herumstehen fahren die Skipper von Zeit zu Zeit mal eine Wende, sodaß man neue Einblicke bekommt. Allerdings liegen auch zwei Schiffe ( HMS Pegasus und HMS Agamemnon) ohne Segel auf ihren Liegeplätzen. Aber auch für die gilt, daß sie gelegentlich verholt werden und dann mal wieder von der anderen Bordseite her angesehen werden können.:):):):)


    @ Oeli. Schönes Projekt. Viel Vergnügen weiterhin damit.

    To the optimist, the glass is half full.
    To the pessimist the glas is half empty.
    To the engineer, the glass is twice. As big as it needs to be.

  • Hallo ihr Lieben,


    aufgrund eines Fehlers meinerseits mussten ich einige der bisherigen Fotos löschen lassen. Da es einfacher war alle Fotos zu löschen und neu aufzusetzen soll hier nun mit den Fotos neu begonnen werden.


    Als erstes nochmal ein paar Fotos vom Bausatz, der mich immer noch begeistert. Sehr hohe Qualität und das zu einem guten Preis.fr18




    Bauanleitung.






    Tolle Blöcke!



    Ich tendiere immer mehr dazu doch mal mit Segel zu bauen!



    Toll die gelaserte Nagelung.


  • Hallo,


    ab jetzt geht es mit dem eigentlichen Baubericht los.

    Ein Unterschied zu anderen Bausätzen ist, das die Spanten auf eine Art "Zwischendeck gesetzt werden. Durch verschiedene Größen der Stifte die in das Deck gesteckt werden, kann man eigentlich nichts falsch machen. Durch feine Linien wird auch angezeigt wie weit gestrakt werden muss.


    Allerdings durch die vielen links und rechts gekennzeichneten Teile kann man dann doch mal durcheinander kommen und muss ein bis zwei Schritte wieder zurück. Also "Bondieren" ;)











    Die erste Beplankung ist somit komplett und das Schleifen beginnt!


  • Speedy , ja stimmt, aber jetzt geht es ja noch weiter.;)


    Nun geht es weiter mit den Spanten über dem "Zwischendeck", dort wo einmal das Schanzkleid seinen Platz einnehmen wird. Das Heck wird vorbereitet und das Deck bekommt "Verstärkungen" bei den Ladeluken und Niedergang.

    Jetzt gibt es aber erstmal eine Pause auf der Werft, denn es geht für eine Woche in den Urlaub. Die Müritz unsicher machen. Allerdings motorisiert. ;)


    Bis denne euer

    Oeli

  • [nur für Admin-Zwecke]

    Sehe nur ich/wir die leeren Links auf die Bilder oder sind die für Alle sichtbar?

    ich hatte nur die Bilddateien gelöscht. Habe dann die Links auch gelöscht.

    aga

    Gentlemen, when the enemy is committed to a mistake, we must not interrupt him too soon.

    Adm. Horatio Nelson

  • Hallo ihr Lieben, seid gegrüßt!


    Eine schöne Woche auf der Müritz liegt hinter uns und nun ging es auch ein wenig weiter in der Werft.

    Es mussten einige Teile für die oberen Spanten zurecht gemacht werden. Insgesamt über 70 Stück waren da am Start.




    Finde den Fehler! Genau, es fehlt die 22 :hmm: Langes Gesuche, bis mir dann auffiel, das ich ein Teil falsch beschriftet hatte. ;)



    Dann musste wieder mal geschliffen werden um eine glatte Fläche zu bekommen.

    Anschließend wurden alle Teile eingesetzt.






    Anschließend konnte schon mal das Deck eingepasst werden, am dann das erste innere Schanzkleid zu montieren.





    So langsam komme ich der 2. Beplankung schon sehr nahe. Ein Schritt der mit Geduld und Sorgfalt getan werden muß, denn das ist ja etwas was maßgeblich das Endergebnis ausmacht.


    Das war es für heute. Bis denne euer

    Oeli

  • Sauber gebaut, aber das fertig gelaserte Deck kann mich nicht überzeugen.

    Gruß Christian


    In der Werft: HMS Triton, 1773
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • aber das fertig gelaserte Deck kann mich nicht überzeugen.

    Aber immerhin ist da schon eins drauf...:pf::pf::pf:

    Das mit den Decks ist ja immer wieder eine Diskussion für sich. Ich persönlich bin der Meinung, dass in diesem Massstab diese Lösung durchaus seine Berechtigung hat. Ein fein gemastertes Furnier mit gelaserten Fugen stilisiert meines Erachtens ein Deck dieser Zeit, das wohlverstanden nur einmal, und zwar wenn es das erste mal fertig behandelt ist, so neu aussieht, am besten. In dieser Grösse ein Deck mit einzelnen Planken zusammen zu bauen erachte ich als übertriebene Mühe, die über das Ziel hinausschiesst. Aber wie gesagt, das ist die persönliche Meinung eines Modellbauers, der Spass am Bau hat und nicht zu viel Zeit in Recherchen stecken möchte. Und ich meine, dass wir beide, oeli da recht ähnlich ticken.

    Lange Rede kurzer Sinn, mir gefällts bisher sehr gut!


    Beste Grüsse

    Peter

  • Meine Anmerkung soll auch nicht als Kritik an oeli verstanden werden.

    Der Nachteil ist der vollständig gleichmäßige Verlauf der Maserung über die gesamte Fläche. Diese kann man mit dem Deck nicht kaschieren. Ich frage mich warum der Hersteller nicht einfach die Planken einzelnen lasert. Dann kann man das Deck später zusammenbauen. Die Laserkanten geben eine gute Kalfaterung und vom angesprochenen Nachteil ist nichts mehr zu sehen. Gerade bei kleinen Modellen, die auch gebogene Decksplanken haben, hat ein Laser einen Vorteil.


    Peter_H

    Wie Du unschwer an den Tags erkennen kannst, sind alle Projekte momentan auf Eis gelegt. Das wird leider auch noch eine ganze Weile so bleiben. Bevor es weiter geht, muss ich mich erst mit meinem neuen Spielzeug richtig vertraut machen.

    Gruß Christian


    In der Werft: HMS Triton, 1773
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."