Mick Fleetwood & Friends celebrate the Music of Peter Green

  • Man stelle sich vor, Metallica, ZZ Top, Aerosmith, Pink Floyd, The Who, die Rolling Stones, Fleetwood Mac und dazu noch die weiße Blueslegende John Mayall, Noel Gallagher, Jonny Lang und Zak Starkey, der Sohn von Ringo Starr, musizieren an einem Abend für weit mehr als zwei Stunden auf der Bühne.

    Nun, es waren nicht die kompletten Bands, aber aktuelle oder ehemalige Mitglieder all dieser Bands sind bei diesem absoluten Ausnahmekonzert dabei.

    Mick Fleetwood, Gründungsmitglied der nach ihm benannten Band Fleetwood Mac, hatte die Idee zu diesem einmaligen Ereignis. Man wollte dem Gründer der Band, Peter Green, damit ehren - und es war ein voller Erfolg. 2019, als an Corona noch nicht zu denken war, hatte das Publikum in der Royal Albert Hall in London allen Grund zu feiern. Die Band bestand aus Mick Fleetwood, Andy Faierweather Low, Dave Bronze, Rick Vito, Ricky Peterson und Jonny Lang. Dazu kamen dann für einzelne Songs prominente Gastmusiker und als einzige Frau mit Christine McView ein weiteres ehemaliges Mitglied von Fleetwood Mac auf die Bühne, um jeweils die für sie passenden Songs dieser Gruppe darzubieten.

    Im Prinzip ist jeder Titel, jeder Auftritt der Gastkünstler, aber auch der Band selber ein Highlight. Um aber ein paar herauszugreifen: Da wäre John Mayall zu nennen. Diese Legende wird in diesem Jahr 88 und röhrte dort den Blues wie in jungen Jahren. Kirk Hammett (Metallica) rockte auf einer Originalgitarre von Peter Green. Steven Tyler (Aerosmith) war im Duett mit Langbart Billy Gibbons (ZZ Top) gnadenlos gut, Pete Townshend (The Who) zeigte, dass seine berühmten Armschwünge auch zu den Fleetwood-Mac-Songs prima passten, Bill Wyman (Rolling Stones) spielte trotz Krankheit einen unaufgeregten, coolen Bass und Gotthimself David Gilmour (Pink Floyd) brachte mit "Oh Well Pt. 2" einen bis dahin noch niemals zuvor live gespielten FM-Titel auf die Bühne und wusste später mit dem Klassiker "Albatros" erneut zu überzeugen. Das Publikum traute offenbar seinen Augen und Ohren nicht, so dass Mick Fleetwood mit Blick auf den von der Bühne gehenden Gilmour rief: "Yes, he was it!".

    Und Zak Starkey als zweiter Drummer (neben Mick) zeigte, dass er von seinem Vater Ringo Starr nicht nur das Aussehen geerbt hatte.

    Was mich am meisten amüsiert und begeistert hat, war aber Jonny Lang. Ich habe ihn zum ersten Mal in Jürgen von der Lippes Show "Geld oder Liebe" (Die Älteren werden sich erinnern) gesehen. Mit damals 17 Jahren brachte er seinen Song "Lie to me" zum Vortrag, und ich konnte gar nicht glauben, was da abging. Ein Gitarrenspiel, eine Stimme - Gänsehaut pur! Man hätte meinen können, irgendwie steckt da auch das Blut von Joe Cocker mit drin... Und nun steht dieser zu diesem Zeitpunkt 40 Jahre junge Mann im Kreise der musikalischen Helden auf der Bühne, die früher seine Inspiration waren. Das fette Grinsen in seinem Gesicht wollte gar nicht aufhören, und ich kann es ihm nachfühlen. Und die FM-Songs, die er dann intonierte, waren allererste Sahne.


    Fazit: Diese Blu-ray sollte für jede und jeden, der/die gute Rock- und Bluesmusik liebt, ein Pflichtkauf sein. Jessica und ich hatten uns vor zwei Wochen schon ein Ticket für den Vorab-Stream im Internet gebucht und wussten sofort, dass wir uns die Scheibe sofort kaufen - und am Freitag war sie dann auch pünktlich zum Erscheinungstag im Briefkasten. Gestern erneut geschaut - und das wird noch oft passieren.


  • Geordert .... Danke für den Tipp, Bonden


    “There is no dark side in the moon, really; [as a] matter of fact it’s all dark.”
    „Es gibt beim Mond keine dunkle Seite; tatsächlich ist er ganz dunkel.“

    – Gerry Driscoll


    In der Werft: HMS Alert 1:96, Kartonmodel