• Ich bin ja seit je her ein Riesenfan von Western. Ursprünglich nur von Kinofilmen , sowohl US, wie Italo, bin ich spät zum Western - Roman gekommen. Zunächst habe ich mich an alte US Klassiker herangemacht, Zane Grey, Max Brand, Louis L'Amour und vor allem den starken Elmore Leonard. Seit einiger Zeit habe ich mich auch mal unter den deutschen Autoren umgesehen. Gerstäcker und May kannte ich noch von früher und auch G.F. Unger hätte ich schon ein paar Mal gelesen, wobei der mich bestenfalls leidlich unterhalten hat, was leider auf die meisten "Größen" des Genres zutrifft. Hängen geblieben bin ich dann bei Dietmar Kuegler, der recht spannende historische Western schreibt, die z.Z. im kleinen Indie Blitz Verlag erscheinen.

    https://www.blitz-verlag.de/in…?action=serie&serieid=266

    Über die Reihe bin ich dann noch auf Alex Mann gestoßen, der ziemlich interessante Sachen schreibt, die sich doch sehr von den abgedroschenen Gut-gegen-böse Stories unterscheidet. In Interviews behaupten deutsche Autoren ja gerne, dass Sie gegen den Superhelden Mainstream ankämpfen wollen, nur um in ihren Stories unverwundbare Übermenschen zu präsentieren. Bei Mann finden sich dagegen sehr ambivalente Charaktere. Und obwohl die Bücher nicht arm an Action sind, finde ich, dass sie ihre Spannung vor allem über Dialoge ziehen. Für mich ein klarer Lesetipp, wenn das letzte Schiff mal wieder im Hafen eingelaufen ist.

    https://www.amazon.de/WESTERN-COLT-Band-13-Abenteuer-härtesten/dp/3752977124/ref=mp_s_a_1_2?dchild=1&keywords=Alex+Mann&qid=1595788157&sr=8-2

  • Ich bin ja seit je her ein Riesenfan von Western.

    Ich auch! Trifft man selten dieser Lande und dieser Tage.


    Mit deutschen Westernautoren tat und tue ich mich meist etwas schwer, mit denen bin ich nicht so recht warm geworden.

    Der Verlinkte von Alex Mann liest sich allerdings interessant genug, dass ich dem vielleicht mal einen Versucht geben werde.


    Von Peter Dubina hatte ich mir kürzlich "Cheyenne-Blut" zum Geburtstag schenken lassen. Das war ganz okay, auch wenn es mich (das ist so mein persönliches Geschmacksempfinden) schon etwas nervt, wenn ständig Vor- und Nachname des Protagonisten genannt werden.

    Überrascht war ich, als ich dem sehr interessanten Nachwort entnehmen konnte, dass das Buch ursprünglich mal in der Sundance-Reihe erschienen war (aus der ich so einige TB während meiner Abi-Zeit gelesen hatte: war schnell durch und ich musste nicht groß mitdenken), woraus ich erst entnehmen konnte, dass die Reihe nicht ganz original amerikanisch war.


    Bin ich im Frühling zufällig drauf gestoßen: Der Apex-Verlag hat verschiedene Western neu übersetzt und herausgebracht in recht schicker Aufmachung, wie ich finde. https://www.apex-verlag.de/apex-western-bände-1-bis-30/ und https://www.apex-verlag.de/apex-western-band-31-ff/


    Leider habe ich sie schon, oder es sind Autoren, die nicht so meines sind, auch wenn die Anthologien und einige Romane dann doch reizvoll auf mich wirkten, so dass mir eine der Anthologien ebenfalls zum Geburtstag geschenkt wurden (Nacht über Gunlock). Die Geschichten sind alle (natürlich) sehr unterschiedlich vom Thema her, die einen gefielen mir besser als die anderen.


    Zu meinen favorisierten Western-Autoren gehört in jedem Fall Loren D. Estleman, der auch einige Krimi-Reihen schrieb. Seine Western haben meist interessante Themen, die sich abseits der oft gefundenen Standard-Handlungen bewegen. Mit "Blutiger Herbst" hat er einen guten Roman, wie ich finde, über die Schießerei am O.K.-Corral geschrieben, und auch seine Reihe um U.S. Deputy Marshal Page Murdock gefällt mir sehr gut (die leider nicht komplett ins Deutsche übersetzt wurde, da die Western-Reihe bei Heyne ja um 1989 endete), und zu der auch immer noch alle X Jahre mal ein neuer Band zu erscheint.


    Gerstäcker und May kannte ich noch von früher

    Und so sehr ich Karl May auch mag, dessen Bücher ich etwa mit er Muttermilch aufnahm, weil mein Vater sie mir schon vorgelesen hatte, bevor ich selber lesen konnte, "Western" sind es nie, denn Mays "Westen" hatte nun doch eher wenig mit der Realität als auch Hollywood-Western zu tun. Seine Amerika-Geschichten konnte und würde ich tatsächlich nie als Western bezeichnen oder wirklich dort einordnen.

  • Cooper schre

    Danke für die interessanten Tipps.


    Ich muss zugeben, dass ich westernmäßig bei Karl May, Gerstäcker und Cooper hängengeblieben bin.

    Bis auf Die Prärie schrieb Cooper eher Eastern. ;)

    Was jetzt auch auf die Gerstäcker-Bücher zutreffen würde, die ich kenne. Wobei ich mich an einen "Eastern" erinnere, der in Sibirien spielte. Aber irgendwo sind die Drei Musketiere ja schon Western für uns hier.

  • Ich bin ja seit je her ein Riesenfan von Western.

    Ich auch! Trifft man selten dieser Lande und dieser Tage.


    Mit deutschen Westernautoren tat und tue ich mich meist etwas schwer, mit denen bin ich nicht so recht warm geworden.

    Der Verlinkte von Alex Mann liest sich allerdings interessant genug, dass ich dem vielleicht mal einen Versucht geben werde.

    Hab den gerade durch. Der ist schon in seiner Sprache und seinen Actionszenen ziemlich heftig, aber ganz anders als Unger und Co. Definitiv eine interessante Variante der üblichen Rachestories, bei der der Rächer eben nicht am Ende als strahlender Held dasteht.

    Ich war überrascht, da ich vorher "Nur der Fuß war zwischen ihnen gelesen habe, was eine klare Westernvariante der Ilias ist. Das war auch eine gut geschriebene Story, sehr dramatisch aber nicht so derb wie "Der Tod ritt ein weißes Pferd". Mit gefiel das Buch, weil Mann ohne eindimensionale Schurken arbeitet.