Band 3: "A Brig of War"/"Kurier zum Kap der Stürme"

  • In Band 3 ist Nathaniel endlich Leutnant und Erster der Brigg Hellebore. Als Hellebore von Nelson ins Rote Meer beordert wird, um die örtlichen britischen Kräfte vor einer möglichen Invasion Ägyptens durch die Franzosen zu warnen, sind alte Bordkameraden mit von der Partie. Und im Roten Meer selbst tauchen dann auch die Geister aus der Vergangenheit auf und Nathaniels Schiff und Crew werden nicht mehr sein wie zuvor.


    Gegenüber dem Vorgänger und (@ Speedy) dem Nachfolgerband legt Woodman hier zunächst eine dramatologische Atempause ein, indem er einen Brot-und-Butter Seefahrerroman abliefert: Nett, aber mehr nicht. Erst im letzten Viertel phast der Roman wieder in Nathaniels Biographie ein. Interessant sind hier eher die Einführung von Samuel Rogers als typischem Woodman/Minges'chen Wegbegleiter durch die nächsten Bände sowie die Episoden am Rande: die Geschichte eines erfolglosen Akuteisenimports nach Afrika, eine misogyne Romanze, eine gebrochene Rah im Sturm und ein französischer Jugendlicher, der Tag und Nacht in Furcht und Schrecken vor einem gewissen englischen Leutnant lebt. :mrgreen:


    Und jetzt freue ich mich auf drei der vier besten Bände der Reihe.

    Man wants but little here below, nor wants that little long.

  • Naja, wenn der (eine) Bösewicht keine Sympathien beim Leser erweckt (ick heb mir jetzt bewusst verkniffen, "erregt" zu schreiben...), dann hat er seinen Job doch im besten Sinne erfüllt.
    Ich finde die kurzen Episoden im Niemandsland mit dem anderen Bösewicht übrigens auch noch ganz reizvoll...

    Man wants but little here below, nor wants that little long.

  • Für mich mit eines der besten Bücher, zumal (bis auf PoB) man hier in eine Weltgegend kommt, die sehr selten, bzw. überhaupt nicht geschildert wird.
    Wobei obige Aussage natürlich etwas makaber ist, weil in diesem Band schliesslich der Untereichnende sein Ende auf einer haifischumschwommenen etwas feuchten Sandbank eben im Roten Meer findet.

    'Man muss das Unmögliche veruchen, um das Mögliche zu erreichen' Herrmann Hesse

  • Genau, Griffiths, das Ende deines Namensgebers hätte man sich durchaus zum einen später und zum anderen auch anders gewünscht.
    Alles in allem wieder ein unterhaltsamer Band, der in der Tat erst in der zweiten Hälfte so richtig Fahrt aufnimmt. Und den hiesige Midi mit dem appen Arm schließt man genau so schnell und gerne ins Herz wie den aus einer anderen Romanreihe. :D

  • @Bonden,


    gibt es in Italien keine Papierbausätze? Dann hättest Du Deine Gelenke für die kommende Wintersaison wieder geschmeidig machen können ;)

    Gruß Christian


    In der Werft: Papegojan, 1/72 von Shipyard
    "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • Habe diesen Band nun seid ein paar Tagen fertig.
    Irgendwie zog der sich wie Kaugummi, fand ihn daher irgendwie nur so mittelprächtig. Wobei ich nicht genau weiß warum...
    Anyway, auf zu Band 4.


    Aga.

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.
    „Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“