Morin-Reihe Band 3: Husarenstreiche



  • Auch im dritten Band um seine so ungleichen Zwillinge Peter und Paul von Morin nimmt uns der Autor mit auf eine spannende und unterhaltsame Reise
    in die Geschichte. Der Siebenjährigen Krieg als Kulisse der interessanten Handlung ist sehr gut gewählt, denn hier nahm die Größe der Royal Navy ihren Anfang.
    Um so erstaunlicher ist es, dass ausgerechnet diese Periode in diesem englisch dominierten Genre bisher fast vollständig ignoriert wurde.
    Auch im vorliegenden Band ist es Ole Groothus wieder gelungen, seine Helden als Menschen aus Fleisch und Blut zu gestalten. Die Handlung, bzw. die beiden
    Handlungsstränge, denn die Wege von Peter und Paul verlaufen ja sehr unterschiedlich, sind spannend geschrieben und immer auch mit einer guten Prise Humor gewürzt.
    Durch den steten Wechsel zwischen Peter und Paul setzt sich die Handlung mehr oder weniger aus Episoden zusammen.


    Obwohl ich das Buch mit großem Vergnügen und ebenso großem Zugewinn an Wissen über die behandelte Zeit gelesen habe, komme ich jedoch nicht umhin, meine Kritik an der Umsetzung
    durch den Mohland-Verlag zu äußern. Das Buch enthält wunderbare Zeichungen unseres Bordkameraden @Revier, die nur so unglücklich platziert sind, dass die Verbindung zur Handlung
    leider verloren geht. Auch die Fußnoten sind leider sehr ungünstig und zwar erst am Ende des jeweiligen Kapitels platziert. Das war laut Mohland-Verlag aus produktionstechnischen Gründen
    nicht anders möglich. Beide Faktoren sind störend, können aber unmöglich dem Autor angelastet werden, der sich im guten Glauben an eine professionelle Bearbeitung für dieses Projekt mit
    Mohland einließ.


    Inzwischen ist Mohland vom Markt verschwunden, auch zum Schaden einer ehemaligen Bordkameradin und das wunderbare Buch ist leider nur noch antiquarisch erhältlich. Während die ersten beiden Bücher der Reihe bei Kuebler eine Neuauflage erlebten, scheinen die Rechte an diesem Buch irgendwo im Nirwana der Konkursmasse verschwunden zu sein. Schade.


    Von mir erhält das Buch die volle Bewertung. :5*:

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)

  • Danke@'Speedy'Ein Fauxpax, das wir zu diesem Buch des MAsters noch keinen Thread hatten.
    Das Buch verdient wahrlich wieder die volle Wertung, auch wenn die Story abrupt endet.
    Leider hatte Quincy ja keine Zeit mehr weitere Bände zu schreiben.
    LEIDER.


    aga

    John Duckworth: „Besansegel brassen; lasst ein Boot runter, ein Schwein ist über Bord gegangen; mein Schwein – Schwein ersäuft“.„Es ist unser Schwein!“ stammelt der Midshipman
    Was – Was! Ihr Schwein: Kurs halten ... wegen eines Schweines dürfen wir doch kein Menschenleben gefährden...“

  • Ganz sicher ging er davon aus, sich nach Indianersommer an den Band 4 machen zu können.
    Aber glücklicherweise kennen nur die wenigsten die Stunde ihres Todes.

    Glück hat meistens der Mann, der weiß, wieviel er dem Zufall überlassen darf. (C.S. Forester)